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BeitragVerfasst: Do, 07.02.2008, 20:39 
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04.01.08 – Kloster-Madrisa – Adel verpflichtet

Mit Klosters verbinde ich eigentlich in erster Linie den Adel, der hier seine Winterurlaube zu verbringen pflegt. Klingt eigentlich nicht gerade nach einem Ort nach meinem Geschmack. Der Ort ist aber in diesem Fall völlig egal, geht es bei unserem Tagesausflug von Chur doch lediglich ums Skigebiet. Und zwar wegen der Weihnachtsferien nicht ums große Parsenngebiet, sondern ums kleinere sonnige Madrisagebiet.

Während im Rheintal der Föhn mächtig bläst, sind in Klosters an diesem Tag fast alle Lifte in Betrieb. Die Anfahrt vom Camping in Chur mit dem Stadtbus und der Rhätischen Bahn funktioniert perfekt, nach kurzer Auffahrt mit der 4 EUB von Klosters Dorf nach Madrisa breiten sich die sonnigen Hänge vor uns aus. Hier zur Übersicht erst mal der Link zum Pistenplan.

http://www.madrisa.ch/files/Winter/Panoramakarten/MTgwOQ/Madrisa_Pano.jpg

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Viel Platz bei der Anfahrt im Zug

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Auffahrt ins Skigebiet


Ich bin eigentlich sofort begeistert. Die Abfahrten am schnellen und kapazitätsstarken Doppelschlepplift Schaffürggli sind schön abwechslungsreich und die Schneeverhältnisse perfekt. Dazu kommt noch Sonne, Platz auf der Piste und eine schöne Aussicht; so solls sein. Der Schlepplift Glatteggen läuft zwar nicht, die entsprechenden Pisten sind aber auch so bequem erreichbar.

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Baggern ordentlich Leute weg: Die Schaffürgglilifte

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Trotzdem viel Platz auf den Pisten...

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...und auch mittags noch frische Raupenspuren

Noch viel besser kommt es aber am Schlepplift Madrisa, der in herrlicher Lage bis auf 2600 Meter hinauf zieht. Hier gefällt es mir erst recht. Zwischen großen Blöcken gehen sich sogar einige Schwünge im glitzernden Tiefschnee aus. Die Schafcalanda mit mehreren Pistenvarianten hinunter zum neu erbauten Doppelsessel Zügenhüttli ist ebenfalls ein Traum. Noch mehr Platz, schöne Hänge, keine Lifte in Sicht und viel Landschaft drum rum.

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Blick in die Schafcalanda

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Abseits der Piste am Madrisa-Lift

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An der Bergstation des Madrisa-Lifts

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Zwischen den Felsblöcken


Die Tiefschneehänge am Doppelsessel, der nur als Rückbringer dient, lassen wir angesichts der sehr schwierigen Schneeverhältnisse zwar aus, trotzdem imponiert es mir, dass man hier nicht auf Teufel komm raus eine Piste angelegt hat.

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Die Rückbringersesselbahn

Einen weiteren Höhepunkt bildet die Route 12 von der Bergstation des Schlepplifts Madrisa, die ebenfalls abseits aller Liftanlagen durch die Weite führt. Angesichts der mittlerweile relativ schlechten Sicht und unserer Faulheit wählen wir gleich die erste Variante, für die Zweite müsste man etwas aufsteigen. Die Route ist tatsächlich noch eine und keine präparierte Pseudoroute, teils ordentlich steil und vom Schnee her nicht ganz einfach zu fahren. Die flache Rückkehr ins Liftgebiet ist dann sehr komfortabel präpariert, so dass man relativ wenig anschieben muss.

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Es zieht zu: Auf der Skiroute 12

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Schön steil, die Sicht war leider so schlecht wie es am Foto aussieht

Die Talabfahrt am Nachmittag ist natürlich etwas voller, dafür aber schön lang, abwechslungsreich und landschaftlich ebenfalls sehr schön. Auf der Rückfahrt im gemütlich warmen Zug bin ich jedenfalls sehr zufrieden mit diesem Tag.

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Abendlicher Blick über die Schafcalanda

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In der Schafcalanda

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Tolle Landschaft an der Talabfahrt

Mein Fazit:

Das Skigebiet hat mich wirklich positiv überrascht. Der Pistenplan hat mir nicht nur am Papier, sondern auch in der Praxis richtig gut gefallen: Pisten und Routen abseits der Lifte, völlig verschiedene Bereiche auf kleinem Raum, Lifte ohne eigene Pisten, so etwas ist für mich ein Grund ein Skigebiet zu besuchen. Schade nur, dass zwei Talabfahrten von früher „wegrationalisiert“ wurden, die mich schon interessiert hätten. Berühmtheiten haben wir zwar keine gesehen (was mich auch nicht interessiert hätte), dafür aber konnten wir in einem berühmten Ort viel Platz zum Skifahren genießen, und das in den Weihnachtsferien. Einen sehr positiven Eindruck hat auch wieder die Anfahrt mit dem Zug hinterlassen. Ich komme gerne wieder, auch Pischa und Rinerhorn interessieren mich noch sehr.


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BeitragVerfasst: Do, 07.02.2008, 20:45 
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RetroRebel
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Hehe, wenn ich das so lese fällt mir ein dass ich mal Prince Charles in der Gotschnabahn getroffen habe vor einigen Jahren :D

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BeitragVerfasst: Do, 07.02.2008, 21:00 
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Registriert: Sa, 03.03.2007, 12:53
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Die Gegend um Davos scheint ja wirklich sehr interessant zu sein.
Von Pischa habe ich auch schon viel Gutes (und wenig nicht so Gutes) gehört.
Solange man dann noch Price Charles und nicht Osama Bin Laden im im Lift neben sich sitzen hat, ist das doch völlig OK :wink:

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BeitragVerfasst: Do, 07.02.2008, 21:47 
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Vielleicht wird die Madrisa nur noch diesen Winter laufen, da bald zwei wichtige Gemeindeabstimmungen in Saas und Klosters bevorstehen. Es geht um 6 Mio. Franken Geld, das Saas und Klosters Madrisa zahlen sollen, sonst ists aus. Sagt nur eine Gemeinde Nein, wird das leider geschehen, aber so wi es aussieht, dürfte die Madrisa weiterhin knapp überleben... Wäre nämich sehr schade ums Skigebiet, das ich als früherer Stammbesucher genau so kennengelernt habe.


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BeitragVerfasst: Fr, 08.02.2008, 12:21 
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Beiträge: 190
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Diese Entwicklung der Situation ist mal wieder an mir vorüber gegangen. Ich wusste zwar, dass das Madrisa-Gebiet mit Problem zu kämpfen hat, dass es wieder so düster aussieht war mir aber nicht bewusst. Eine Schließung wäre meiner Meinung nach sehr bedauerlich. Doppelt gut, dass ich diesen Winter nach dort war und es mir nicht wie damals am Wank gegangen ist, wo mein geplanter Besuch vor der Schließung an einem Sturm scheiterte.


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BeitragVerfasst: Fr, 08.02.2008, 12:35 
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Registriert: Mi, 22.02.2006, 22:11
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mrt hat geschrieben:
Vielleicht wird die Madrisa nur noch diesen Winter laufen, da bald zwei wichtige Gemeindeabstimmungen in Saas und Klosters bevorstehen. Es geht um 6 Mio. Franken Geld, das Saas und Klosters Madrisa zahlen sollen, sonst ists aus. Sagt nur eine Gemeinde Nein, wird das leider geschehen, aber so wi es aussieht, dürfte die Madrisa weiterhin knapp überleben... Wäre nämich sehr schade ums Skigebiet, das ich als früherer Stammbesucher genau so kennengelernt habe.


Wofür werden denn die 6 Mio. benötigt? Aber irgentwie schon merkwürdig das das alles jetzt so am seidenen Faden hängt, haben ja gerade erst eine neue Zubringerbahn gebaut, die wird ja auch kein Schnäppchen gewesen sein.


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BeitragVerfasst: Fr, 08.02.2008, 16:29 
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Registriert: Di, 17.04.2007, 14:01
Beiträge: 92
Leider weiss ich nicht mehr genau, wofür... Damit ich keinen Blödsinn schreibe, werde ich den Artikel aber suchen und ihn reinstellen.
Hier etwas, das ich vorher gefunden habe:

Zitat:
Noch ist die Madrisabahn aber längstens nicht über den Berg. Denn um die nächsten zehn Jahre überleben zu können, benötigt das Unternehmen sechs Millionen Franken frisches Kapital. Eine Rettungsaktion ist bereits angelaufen. So hat der Gemeinderat von Klosters-Serneus beschlossen, die um ihre Existenz kämpfende Bergbahn mit 4,5 Millionen Franken zu unterstützen. Ob die Klosters-Madrisa Bergbahnen AG diese Gelder tatsächlich erhält, darüber stimmt der Klosterser Souverän am 24. Februar ab. Nebst der Gemeinde Klosters-Serneus wird sich auch die Davos Klosters Bergbahnen AG finanziell am Erhalt der Madrisabahn beteiligen. In die Rettungsaktion einbezogen wird auch die Gemeinde Saas. Von ihr werden 450 000 Franken an geldwerten Leistungen erwartet.

www.suedostschweiz.ch


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