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 Betreff des Beitrags: Re: Ski The Great Potato
BeitragVerfasst: Di, 14.04.2020, 17:00 
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Emilius3557 hat geschrieben:
Ich war sogar schon mal dort, 1995 während einer Südstaaten-Rundreise. Schöne mittelgebirgsartige Gegend.

Auch wenn es die alte Heron-DSB in Gatlinburg damals wohl schon nicht mehr gab, hast du von den zahlreichen Liften in der Gegend Bilder gemacht oder bist diese gefahren (mehr dazu ab hier: reportagen-f8/seltene-sessel-t3371-s45.html#p48327)?

Emilius3557 hat geschrieben:
Der Grund für die hohen Besucherzahlen ist recht einfach: die relative Nähe zu den sehr dicht besiedelten Ballungsräumen der US-Ostküste, so dass z.B. Tages- oder Wochenendtrips dorthin sehr viel einfacher/günstiger sind als zu den sicherlich spektakuläreren Parks des Westens.

Das liest man immer wieder, aber ich glaube man muss dazu nicht einmal die Ostküste mit einbeziehen: https://storymaps.arcgis.com/stories/35 ... eea73cd72a
Leider scheint die Nationalparkverwaltung keine Besucherzahlen nach Herkunft zu erheben oder zu veröffentlichen, dann könnte man das verifizieren.

Was man auch nicht vergessen darf: mit Sevierville, Pigeon Forge und Gatlinburg hat man durchkommerzialisierte Vacation-Hubs in der Nähe, von denen aus der kostenlose Besuch des Parks gerne mitgenommen wird.

Aber ja, die Region hat, bis hoch in die Wälder West Virginias, durchaus ihren Reiz. Hier ein paar Impressionen aus dem Smokies:

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In der Nähe von Asheville, Hockney lässt grüßen

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Im Nationalpark

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starli hat geschrieben:
Lake Tahoe. Gibt wohl etliche Abfahrten mit Blick zum großen, blauen, nicht zugefrorenen See.

Ich glaube das wäre durchaus eine Ecke für dich: erst ein paar Gebiete rund um den Lake Tahoe, dann rüber nach New Mexico, Arizona, etc. für die diversen Skigebiet in der Wüste (Taos, Santa Fe, Tucson, Albuquerque, etc.) und zum Abschluss die Gebiete in der Nähe von Los Angeles, wie z. B. Mt. Baldy mit den vier alten GMD-DSB (vgl. reportagen-f8/seltene-sessel-t3371-s30.html#p47627).


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski The Great Potato
BeitragVerfasst: Di, 14.04.2020, 17:01 
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Teil 1 - Seltene Plagiate

Beim Betreten der Pizzeria empfing uns die Dame am „Order here“ Schalter mit ein paar kräftigen Niesern. Auch ihre Kolleginnen in der Küche schnieften vor sich hin, während sie das Essen zubereiteten. Ich versuchte, die Situation mit Humor zu nehmen, denn so viele potentiell ansteckende Menschen sind mir im Winter bisher nie in so kurzer Zeit begegnet (oder ich wusste nicht davon). Um es vorweg zu nehmen: wir haben uns bei niemandem infiziert. Hier war es auch egal, da die Pizza direkt aus dem Ofen ohne weitere Kontakte an den Tisch gebracht wurde.

Im Anschluss an das Essen machten wir uns wieder auf den Weg ins Skigebiet. Auf dem Parkplatz hatten sich ein paar Autos verirrt, aber voll würde es vorerst nicht werden. Nach dem Kauf einer Halbtageskarte (gültig bis 17 Uhr, danach Flutlichtskifahren) musste ich noch ein paar Minuten auf den Liftstart warten. Die Liftler waren etwas mürrisch, so dass die ski patrol mir zu verstehen gab, dass es nun losgehen kann.

Kelly Canyon liegt im Südosten von Idaho, ist ca. eine halbe Stunde von der nächstgrößeren Stadt Idaho Falls entfernt und das letzte Gebiet vor Wyoming. Auch wenn das bereits erwähnte Grand Targhee auf dieser Seite der Tetons liegt, gehört es doch bereits zu Wyoming. So bilden insgesamt vier kleine Skigebiete in einem Bogen durch Lifte erschlossenen Wintersport im Grenzgebiet zwischen Idaho, Wyoming und Utah. Ganz im Westen macht Magic Mountain den Anfang, wo eine Heron-Poma-DSB aus den Siebzigern die einzige Aufstiegsmöglichkeit bietet und gute 200 Hm erschließt (https://skiliftblog.files.wordpress.com ... g_8623.jpg). Etwas weiter östlich trifft man auf Pomerelle Mountain. Zwei fixe Dreiersessel aus unterschiedlichen Dekaden bieten Abfahrten mit einem Höhenunterschied von ca. 290 Metern (https://skiliftblog.files.wordpress.com ... g_4370.jpg). CTEC konnte eine Anlage in den Achtzigern errichten, Skytrac den zweiten Dreier vor wenigen Jahren. Nahe der Stadt Pocatello folgt als nächstes Pebble Creek. Zwei ältere Yan-Dreier erschließen mit einer CTEC-3SB etwas über 600 Höhenmeter. Der längste Lift erreicht dabei knapp 2.600 m, was eine schöne Aussicht auf die weiten Ebenen Idahos ermöglicht (https://skiliftblog.files.wordpress.com ... g_3579.jpg). Am Ende der Kette, ganz im Osten, folgt schließlich Kelly Canyon, das mehrere Besonderheiten aufweist.

Ungewöhnlich sind bereits die Öffnungszeiten, denn das Gebiet ist sonntags geschlossen. Dafür hat man jeweils Freitag und Samstag ganze 12 Stunden Betrieb. Eine weitere Besonderheit ist das Plagiat eines Liftes. Ein früherer Besitzer ließ mit den Konstruktionszeichnungen einer bereits 1957 erstellten Riblet-DSB eine Kopie des Lifts anfertigen. Riblet war davon vermutlich nicht besondersn angetan, allerdings ist über den Ausgang aus rechtlicher Sicht nichts bekannt - der Lift jedoch noch in Betrieb. Neben einer weiteren DSB von Riblet gibt es hier zudem eine DSB aus der Kategorie seltene Sessel. Die kurze Anfänger-DSB wurde von einem kleinen, auf das Biegen von Blechen spezialisierten Betrieb in Utah gebaut, der heute noch existiert: Hjorth Bros. Es ist nicht der erste Fall in dieser Kategorie, wo ein kleines lokales Unternehmen mit dem Bau der Teile beauftragt wurde, man jedoch über den Auftraggeber nichts weiter in Erfahrungen bringen konnte. In einem anderen Fall, bei dem es um einen kleinen Stahlbauer in der Nähe von Los Angeles ging, wurde das Unternehmen Anfang der 1960er von zwei Schweizern besucht, die in das Skiliftbusiness einsteigen wollten und einen Partner für die Herstellung der Teile suchten. Nach einer gemeinsan gegründeten Unternehmung und zwei produzierten Liften war jedoch bereits wieder Schluss, da die Männer zahlungs„unwillig“ waren. Im Gewerberegister des Ortes suchte ich vor einigen Jahren nach den Namen der beiden Männer, leider erfolglos. Die Tochter des Firmengründers konnte sich an die Geschichte in einem persönlichen Gespräch zwar noch daran erinnern, hatte jedoch auch keine Unterlagen mehr. Aber zurück zur aktuellen Reise und dem heutigen Ziel, Kelly Canyon.

Leider blies der Wind doch stärker als gedacht und so waren die Riblet-DSB mit ihrem parallel verlaufenden Plagiat für den Moment außer Betrieb. Laut einer Windapp sollte sich an der Situation bis zum Abend nichts ändern, weshalb ich eine Fahrt mit diesen Lift abschreiben konnte. Ursprünglich wollte ich dort 2016 schon im Sommer vorbeischauen, allerdings blieben sämtliche Anfragen damals wie heute unbeantwortet. Vielleicht hielten sie mich für einen Nachfahren Riblets, der nochmal Kasse machen möchte. :twisted: Am Ende fand ich den anderen seltenen Sessel deutlich spannende, der zum Glück in Betrieb war. Ansonsten bietet das Gebiet mit 240 Hm zwar einige nette Hänge, aber so richtig überzeugen konnte es mich nicht. Das lag aber sicher auch an der Übermüdung und den noch ungewohnten Leihski.

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Links: Original, rechts: Plagiat; beide mit Unterflurantrieb

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Links die Lodge mit der Skischule, dahinter ein Seillift und die beiden anderen Sessellifte

Natürlich drehte ich zuerst eine Runde mit der kürzeren Übungs-DSB, ehe ich mich anschließend an der ca. 1,4 km langen Riblet-DSB „austobte“. Die besitzt vor dem flachen Abschnitt eine Mittelstation und Riblet-typische breakover Stützen. Nach weniger als zwei Stunden hatte ich dann genug und wir machten uns auf den Weg nach Sun Valley. Zum Glück blieben wir nicht länger und warteten auf eine mögliche Liftöffnung, da wir durch eine Straßensperre viel später als gedacht am Ziel ankamen.

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Talstation des seltenen Sessels Skiers

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Im Lift - links oben sind die beiden anderen Lifte zu erkennen

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Bergstation Skiers

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Trasse - die Stützen sehen mit dem abgestützen Joch auch etwas nach Riblet aus

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Blick hinauf zu den anderen Liften, dort oben war es tatsächlich ziemlich windig. Die Abfahrten sind allerdings größtenteils auch von der langen DSB erreichbar.

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Weiter geht es mit der langen Riblet-DSB Powder - hier sind alle vier Lifte zu sehen

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Leider kein Centerpole, wirkt aber durch die unterschiedlichen Lackierungen ziemlich fertig. Es blies ein eisig-kalter Wind, der mich allerdings hellwach rüttelte. Man hatte überall ein paar Raupenspuren präpariert, der Schnee war jedoch etwas stumpf (oder der Belag meiner Ski).

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Das Flachstück nach der Mittelstation. Hier war nicht viel zu holen.

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Umlenkung im eisigen Nichts. Nur die ski patrol fuhr bis hier hoch, der Rest stieg früher bereits aus. Etwas verwirrend war, dass es hier ein Netz an Biketrails gab, die tlw. wie Pisten ausgeschildert waren. Aber außer mir würden sich wohl nur wenige Touristen überhaupt hierher verirren, wie mir die Jungs von der Bergwacht zu verstehen gaben.

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Im ersten Anlauf nahm ich den direkten Weg zurück zur Mittelstation

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Riblet-typischer Stützenwald - da geht aber noch viel mehr: http://www.skilifts.org/old/images/reso ... towers.jpg

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Ab hier hat man mehrere Möglichkeiten...

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Blick zurück vom Rückbringer der äußeren Abfahrten

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Blick zur Base

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Noch etwas für's Auge

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Auf das Einhalten der Sitzposition als Einzelfahrer wurde extrem genau geachtet

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Hier waren zumeist Anfänger unterwegs, aber eigentlich war so gut wie nichts los

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Weiter oben, hinten sieht man wie windig es war

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Auf einer der Abfahrten

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Original vs. Plagiat

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Zum Abschluss noch ein Bild der Mittelstation

Da es hier größtenteils um den Lift ging, war es ein netter Zwischenstopp mit Mittelgebirgscharakter auf dem Weg nach Sun Valley. Auch wenn die Hänge nicht so viel hergeben, mag ich diese Art der Erschließung mit ein paar alten Liften und viel Freiheit. Jeder kann sich dort austoben, wo es ihm passt. Und Pisten sind da, wo die Raupe lang ist.

Wieder hinter dem Lenkrad, steuerten wir die Snake River Plain westlich von Idaho Falls an. Doch kurz hinter dem Ort tauchte eine elektronische Anzeigetafel auf, die auf eine Sperrung hindeute. Wir ließen den Wagen neben dem Pick-up des Sheriffs ausrollen und erhielten eine relativ präzise Auskunft, wie wir die Sperrung umfahren konnten. Gesagt, getan. Über die I-15 ging es zuerst Richtung Süden, ehe wir auf die 26 abbogen, Atomic City und die Berge der Bitterroot Range ins Visier nahmen.

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Die Halbwüste ist tatsächlich nicht so uninteressant, wie es auf den ersten Blick scheint. Auf der Ebene erstrecken sich mehrere alleinstehende Gebäude, die alle zum Kernforschungszentrum Idaho National Laboratory gehören. In diesem Zentrum wurde 1953 zum ersten Mal Strom aus Kernkraft erzeugt. Auch befinden sich auf der Ebene mehrere schlafende Vulkane sowie die fast-Geisterstadt Atomic City. Wir waren mittlerweile fast alleine unterwegs. Einer der für mich großen Vorteile eines Urlaubs in den USA, wenn man abseits der großen Städte und touristischen Hotspots alleine unterwegs sein kann. An einer Rest Area trafen wir auf einen Mann, der gerade von einer Skitour aus Sun Valley kam. Wir tauschten uns ein wenig über die Gebiete in der Gegend aus, insbesondere der alte Einzellift ganz in der Nähe hatte es ihm angetan. Aber dazu später mehr. Die Landschaft war noch schneebedeckt, was darüber hinwegtäuschte, dass die letzten Niederschläge schon länger her waren und es allgemein in dieser Gegend im Winter relativ wenig Niederschlag gegeben hatte.

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Blick auf die Lavaströmen geformte Landschaft

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So sieht es hier im Sommer aus...

Nachdem wir einen kleinen Pass überquert hatten, war es nicht mehr weit bis zu unserem Ziel. Am Stanton Crossing ergab sich noch die Möglichkeit für ein paar Bilder der in die Abendsonne getauchten Berge der Umgebung. Eine gute halbe Stunde später waren wir, ziemlich erschöpft, im Sun Valley angekommen. Es wurde Zeit für den ersten richtigen Skitag.

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FF


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski The Great Potato
BeitragVerfasst: Mi, 15.04.2020, 14:48 
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Also, den David-Hockney-Pool würde ich sofort mitnehmen!

Interessante Anlage, auch wenn mich diese schwarzen Marterpfähle (oder sind es Caran d'Ache-Buntstifte) nicht unbedingt so vom Hocker reissen. Aber diese massiven Stützenkombinationen haben was. Landschaftlich sieht das sehr schön aus, und natürlich fallen wie gewohnt auch die Bilder nicht ab...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski The Great Potato
BeitragVerfasst: Mi, 15.04.2020, 22:26 
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Ich muss zugeben, dass ich das Poolbild à la Hockney bislang am besten fand ;-). Aber ich bin auch Schwimmer und sitze grad auf dem Trockenen :-(. Und die Skibilder waren ja bislang eher aus "mitgenommenen" Gebieten ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski The Great Potato
BeitragVerfasst: Do, 16.04.2020, 17:41 
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intermezzo hat geschrieben:
diese schwarzen Marterpfähle (oder sind es Caran d'Ache-Buntstifte)
für mich schaut das eher wie Munition oder Torpedos oder Raketen oder Zäpfchen aus - alles eher angsteinflösend.

Was steht denn auf dem Schild mit großen Fragezeichen?

Und wird das mit dem "Remove pole straps from wrists until unload" auch streng genommen? Da nerven mich ja bei einigen KSSL in Frankreich die Liftler manchmal ganz extrem.

Was mir bei dem Bericht wieder einfällt, was mich bei amerikanischen Skigebieten noch stören würde: Die vielen fußrasterlosen Sesselbahnen.

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Neu: Überblick Berichte Ski-Saison 1.10.2019-30.9.2020 (104 Tage, 66 Gebiete)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski The Great Potato
BeitragVerfasst: Fr, 17.04.2020, 16:23 
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intermezzo hat geschrieben:
Landschaftlich sieht das sehr schön aus, und natürlich fallen wie gewohnt auch die Bilder nicht ab...

Vielen Dank. Auch, wie gewohnt, für die Aufmerksamkeit. :)

3rd_astronaut hat geschrieben:
Ich muss zugeben, dass ich das Poolbild à la Hockney bislang am besten fand ;-). Aber ich bin auch Schwimmer und sitze grad auf dem Trockenen :-(. Und die Skibilder waren ja bislang eher aus "mitgenommenen" Gebieten ...

Fair enough, wie man heute wohl sagen würde.

starli hat geschrieben:
für mich schaut das eher wie Munition oder Torpedos oder Raketen oder Zäpfchen aus - alles eher angsteinflösend.

Geht dir das auch bei den wuchtigen Stationen so, wie z. B. denen von Yan?

starli hat geschrieben:
Was steht denn auf dem Schild mit großen Fragezeichen?

Bild

starli hat geschrieben:
Und wird das mit dem "Remove pole straps from wrists until unload" auch streng genommen? Da nerven mich ja bei einigen KSSL in Frankreich die Liftler manchmal ganz extrem.

Kann ich dir leider nicht sagen, da ich die Schlaufen nicht nutze.

starli hat geschrieben:
Was mir bei dem Bericht wieder einfällt, was mich bei amerikanischen Skigebieten noch stören würde: Die vielen fußrasterlosen Sesselbahnen.

Die erste Hälfte des Tages findet man es gut, die zweite eher weniger. Ungemütlich wird es auch, wenn man bei den hohen Bodenabständen oder mit 5-6 m/s einen Nothalt erlebt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski The Great Potato
BeitragVerfasst: Fr, 17.04.2020, 19:50 
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^ Danke.

téléski hat geschrieben:
starli hat geschrieben:
für mich schaut das eher wie Munition oder Torpedos oder Raketen oder Zäpfchen aus - alles eher angsteinflösend.

Geht dir das auch bei den wuchtigen Stationen so, wie z. B. denen von Yan?
Ich meinte nur die Stützen. Insb. die Mehrfachstützen, die wie ein Magazin aussehen und es liegt einzig allein an der eigenartigen runden Spitze oben.

Zitat:
Die erste Hälfte des Tages findet man es gut, die zweite eher weniger.
Also ich weiß von Dolomiti Superski und anderen Gebieten, das mich das bei jeder Liftfahrt nervt. Etwas angenehmer ist's, wenn man die Ski nicht an den Füßen hat, wie z.B. beim Moro-ESL, aber auch das wird auf Dauer anstrengend. Patscherkofel konnt ich keine 3x hintereinander fahren und mir taten die Oberschenkel weh vom abgedrückt werden ..

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 Betreff des Beitrags: Re: Ski The Great Potato
BeitragVerfasst: So, 19.04.2020, 12:53 
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@téléski:

Zitat:
hast du von den zahlreichen Liften in der Gegend Bilder gemacht oder bist diese gefahren


Nein, leider gar nicht. Mir sind damals (ich war 13 Jahre alt) auch ehrlich gesagt keine Lifte aufgefallen oder in Erinnerung geblieben... Doch, halt! In Nashville (?) sind mir mit einer Standseilbahn gefahren. Irgendwo in Tennessee, auf jeden Fall.

2012 in Neuengland war das ganz anders, da habe ich eine Reihe von Liften photographiert, aber die Bilder bisher noch nie gepostet...

Zitat:
aber ich glaube man muss dazu nicht einmal die Ostküste mit einbeziehen: https://storymaps.arcgis.com/stories/35 ... eea73cd72a
Leider scheint die Nationalparkverwaltung keine Besucherzahlen nach Herkunft zu erheben oder zu veröffentlichen, dann könnte man das verifizieren.

Was man auch nicht vergessen darf: mit Sevierville, Pigeon Forge und Gatlinburg hat man durchkommerzialisierte Vacation-Hubs in der Nähe, von denen aus der kostenlose Besuch des Parks gerne mitgenommen wird.

Aber ja, die Region hat, bis hoch in die Wälder West Virginias, durchaus ihren Reiz.


Danke für den ArcGIS-Link! Ja, die Appalachen haben absolut ihren Reiz, finde ich auch!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski The Great Potato
BeitragVerfasst: So, 19.04.2020, 16:43 
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Emilius3557 hat geschrieben:
Doch, halt! In Nashville (?) sind mir mit einer Standseilbahn gefahren. Irgendwo in Tennessee, auf jeden Fall.

Da fällt mir jetzt auf Anhieb nur Chattanooga ein: http://www.ridetheincline.com/ Glaube die Bahn war damals geschlossen, aber ich habe davon keine Bilder gemacht.

Die Ecke ist auch aus LSAP-Sicht ganz interessant, da es am Berg gegenüber eine einspurige PB (die Kabine erinnert mich an die Bahnen in Tschiatura) von 1964-1984 gab (Tragseil, Stützen, Stationen und Kabinen sind teilweise noch vorhanden). Außerdem steht direkt daneben heute noch eine stillgelegte Riblet-DSB, die eine Sommerrodelbahn erschlossen hatte:

Bild
Mount Aetna Sky Ride by Chattanooga Public Library, auf Flickr





Ansonsten gibt es noch eine alte Hopkins-DSB in einem Freizeitpark: reportagen-f8/seltene-sessel-t3371-s60.html#p50748

Emilius3557 hat geschrieben:
2012 in Neuengland war das ganz anders, da habe ich eine Reihe von Liften photographiert, aber die Bilder bisher noch nie gepostet...

Klingt nach einem interessanten Bericht. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski The Great Potato
BeitragVerfasst: Mi, 22.04.2020, 20:24 
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Zitat:
Da fällt mir jetzt auf Anhieb nur Chattanooga ein: http://www.ridetheincline.com/ Glaube die Bahn war damals geschlossen, aber ich habe davon keine Bilder


Danke, absolut richtig, klar Chattanooga natürlich! Falls ich bei Gelegenheit mal ein Bild der SSB finde, poste ich es hier natürlich.

Zitat:
Klingt nach einem interessanten Bericht.


Wenn der Lock-down noch viel länger anhält, dann gibt es diesen vielleicht mal... :D
Ich müsste noch relativ viel "nachrecherchieren". Wir waren u.a. zu Fuß auf dem Mt Washington, eindrucksvoll!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski The Great Potato
BeitragVerfasst: Do, 30.04.2020, 17:21 
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téléski hat geschrieben:
starli hat geschrieben:
Lake Tahoe. Gibt wohl etliche Abfahrten mit Blick zum großen, blauen, nicht zugefrorenen See.

Ich glaube das wäre durchaus eine Ecke für dich: erst ein paar Gebiete rund um den Lake Tahoe, dann rüber nach New Mexico, Arizona, etc. für die diversen Skigebiet in der Wüste (Taos, Santa Fe, Tucson, Albuquerque, etc.) und zum Abschluss die Gebiete in der Nähe von Los Angeles, wie z. B. Mt. Baldy mit den vier alten GMD-DSB (vgl. reportagen-f8/seltene-sessel-t3371-s30.html#p47627).

Um das noch zu ergänzen... es gibt im AF einen guten Bericht zum Lake Tahoe bzw. Heavenly. Alles Waldschneisen, dafür aber mit einem genialen See-Wüsten-Panorama. https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?t=55225


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski The Great Potato
BeitragVerfasst: Fr, 01.05.2020, 21:24 
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^ danke, Ja, schon nett, insb. der See-Wüsten-Kontrast. Aber dann wiederum .. bekomm ich solche See-/Meer-/Fjord-Panos in Europa/Asien wesentlich günstiger - und ohne diese unbequemen fußrasterlosen Sessel ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ski The Great Potato
BeitragVerfasst: So, 03.05.2020, 2:27 
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zum AF-bericht: ja, das bild mit der unterschrift "scenic view ..." finde ich auch toll, also den wüstenblick mit anderen schneebedeckten bergen am horizont (den seeblick finde ich jetzt nicht so ungewöhnlich). beim bild "eine der wenigen Stellen, an denen man überhaupt erkennen konnte, dass es in diesem Gebiet tatsächlich eine Präparierung gibt" hätte ich mich allerdings weniger mit der präparierung als mit den spuren im schnee beschäftigt: bären? wölfe? dinos?

aber schön, dass sie schwarze pisten nicht planieren. ich mag buckel :-)

Ist es generell in US so, dass die Skigebietsgrenzen nicht nur das Ende des gesicherten Bereichs darstellen, sondern nicht übertreten werden dürfen (das sieht so aus im Heavenly-Pistenplan)? Vermutlich darf man im "land of the free" nicht einfach so eine Skitour unternehmen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski The Great Potato
BeitragVerfasst: So, 03.05.2020, 8:55 
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3rd_astronaut hat geschrieben:
Ist es generell in US so, dass die Skigebietsgrenzen nicht nur das Ende des gesicherten Bereichs darstellen, sondern nicht übertreten werden dürfen (das sieht so aus im Heavenly-Pistenplan)? Vermutlich darf man im "land of the free" nicht einfach so eine Skitour unternehmen?

Einfach mal in die Natur gehen ist definitiv nicht in dem Maß möglich wie bei uns. Es gilt immer abzuklären, ob man sich auf public oder private land bewegen möchte und was dort jeweils bzw. überhaupt erlaubt ist. Gerade bei „no trespassing“ Schildern wird es schwierig, selbst wenn man vorher um Erlaubnis fragen möchte - denn um das zu tun, muss man das Privatgelände im Zweifel schon betreten.

Einfacher wird es, wenn du dich z. B. beim National Forest oder den diverseren Trail Associations über die Möglichkeiten informierst (außerdem scheint es im Westen der USA mehr Möglichkeiten zu geben als an der Ostküste):
https://www.fs.usda.gov/activity/gmfl/r ... ntersports
https://catamounttrail.org/ski-the-ct/
https://www.frontrangeskimo.com

Was die Skigebiete betrifft, gibt es z. B. in Utah diverse Side- oder Backcountry Gates: https://www.skiutah.com/explore/utah-backcountry


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski The Great Potato
BeitragVerfasst: Sa, 16.05.2020, 10:04 
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Ein wenig dauert es noch, bis ich den ersten Teil aus Sun Valley fertiggestellt habe. Wer möchte, kann sich in der Zwischenzeit noch einmal die Geschichte der ersten ESL durchlesen, die ich um viele neue Bilder erweitert habe: viewtopic.php?f=8&t=3371


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