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BeitragVerfasst: Sa, 22.11.2008, 11:40 
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RetroRebel
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Inspiriert durch die Diskussion in pancugolos Bericht vom Passo Tonale, wollte ich mal ein Topic über bemerkenswerte Bauten in Skiorten starten. "Bemerkenswert" soll in diesem Fall als Sammelbegriff herhalten für alles was in irgendeiner Form herausragend ist, und zwar sowohl positiv als auch negativ. Denn die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, deswegen wollte ich den Ausdruck "hässlich" vermeiden ;-)

Einige Beispiele, die ich - naja, sagen wir mal sehr interessant und in gewisser Weise auch faszinierend, aber nicht direkt hässlich finde:


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Aime-La Plagne, ein Riesenbau mit Wohnungen, Kino, Ladenpassage etc. Wirkt aus der Ferne noch monströser als auf diesen Fotos, das letzte Bild deutet es an. Mit das krasseste Gebäude das ich je in einem Skigebiet vorgefunden habe.



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Plagne-Bellecôte. Diese Dinger sind wirklich übelst hässlich und vor allem auch heruntergekommen. Jedenfalls war das 2002 noch so.


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Les Menuires, was manche ja für den hässlichsten Skiort überhaupt halten. Kommt aber auf den Blickwinkel an, wie ich finde. Der lange Bau ganz oben ist die Résidence Brelin, die bei Nacht und aus der Nähe sehr futuristisch wirken kann:

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BeitragVerfasst: So, 23.11.2008, 16:07 
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RetroRebel
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SEHR interessantes Thema!! Ich werde auch mal Bilder suchen müssen.

Ein paar Kommentare zu den genannten Bildern:

@Les Menuires: meines Erachtens WAR das mal ein extremer chiquer Schiort, nämlich 1968, als es nur die Croisette frei stehend in der weißen Wüste gab (geniales Rondell) und sonst nichts. Damals waren deren Häuser mW allesamt in jenem hellen weißen Beton- und Glasstil wie das Brelin (auf deinen Photos).

Was ist dann geschehen?

Man hat kunterbunt ohne Raumplanung auf einer riesigen zersiedelten Fläche irgendwelche verstreuten Satelliten gebaut im jeweils gerade modischen Architekturstil. Dann hat man alles mit Straßen durchzogen und in bestehende Lücken wiederum neue Gebäude gesetzt, im dann zu diesem Zeitpunkt gerade modernen Stil (der wiederum dann ein anderer war). Teilweise bestehen weiter hin große Brachflächen, es ist kein Konzept außerhalb der Croisette als altem Zentrum zu erkennen. Schließlich wurde noch angefangen vereinzelt und konzeptlos irgendetwas aufzuforsten und herausgekommen ist ein gigantisches Chaos, in seiner zerissenen Struktur einfach nur hässlich, in seinem Stilmix abstoßend (keiner der Stile kann für sich wirken - nur Beton- und Glasbauten wären ja interessant, nur savoyarischen Fake-Chalets von mir aus auch noch ok, aber NEBENEINANDER??? ), der bauliche Zustand ist teils katastrophal und dann wurde die Gebäude auch noch umgebaut, etwa ein paar der strahlendweißen Türme mit Schiefer (oder sowas) verkleidet, was sie wohl natürlicher machen sollte, aber nur dazu führt, dass sie ein wenig den Beiruter Charme verkohlter Kriegsruinen bekommen haben.... alles in allem sehr Napolitanisch... ich denke da an Scampia... ;)

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BeitragVerfasst: So, 23.11.2008, 20:04 
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So, jetzt scheibe ich auch noch etwas zu diesem hochinteressanten Thema.
Seit jeher haben mich die Bilder der Skistationen in den Skiatlanten interessiert.
Leider war ich mit Ausnahme von Tignes noch in keienr solchen Station - dennoch denke ich, mir ein Urteil auch über diese Strukturen gebildet zu haben.

Grundsätzlich kann man ja unterscheiden zwischen gewachsenen und "aus der Retorte" geplanten Localitäten.
Ich persönlich kann beiden Formen etwas abgewinnen, wenn sie denn ursprünglich in ihrem eigenen, reinen Stil vorhanden sind.

Soll heißen: Eine gut geplante Station, entweder in ein Tal eingebettet, auf einer Anhöhe oder durchaus exponiert kann eine absolut positiv zu beurteilende Architektur sein.
Dafür sind meies Erachtens mindestens folgende Voraussetzungen zu erfüllen.
1. Die Architektur muss als ein in sich schlüssiges Ensemble wahrnehmbar sein.
2. Das Ensemble muss seine "Natur" der vollkommen künstlich geschaffenen "Insel" zum Ausdruck bringen.
Gleichzeitig muss das Ensemble unbedingt auf die Formgebung der Landschaft Rücksicht nehmen.
Dies kann z.B. durch die Aufnahme der Form eines Hügels mit dessen Überhöhung geschehen - aber auch Umgekehrt - eine Form, die quasi aus dem Hang heraus zu springen scheint kann oft noch reizvoller sein, da der Kontrast zur Landschaft damit nochmals verstärkt wird.
Unerlässlich ist auch der Bezug zur Landschaft mittel Sichtachsen, die z.B. die Freiräume der Station gliedern. Ein Beispiel von vielen verschiedenen Möglichkeiten: Eine Fußläufige Achse zwischen 2 Gebäuderiegeln, die so angeordnet ist, dass man zumindest in eine Richtung zwischen den Gebäuderiegeln herausschauend nur noch Himmel sieht. (Kontrast offen <-> geschlossen) Idealer weise kragt die ganze Anlage an der offenen Seite auch noch über den Abhang aus und hat kein Geländer, sondern lieber eine kurz darunter auskragende Ebene, die einen Absturz verhindert, aber nicht sichtbar ist.
3. Die Architektur muss, wie jeder Architektur konstruktiv "ehrlich" sein. Baukosntruktion und Formensprache müssen einher gehen.
4. Die Station sollte möglichst als autarkes Element in einer im Kontrast dazu möglichst unberührten Landschaft stehen. Idealer Weise bleibt das Gelände mit sämtlichen Neigungen, Formen und geologischen Gegebenheiten sowie seiner Vegetation unberührt erhalten.
Daraus folgt, dass die Architektur als Gegenpol möglichst schlicht und technisch geprägt sein sollte.
Auf Materialien wie Holz, Bruchstein etc. sollte unbedingt verzichtet werden.
Beton, Stahl und Glas wären zu bevorzugen.
Alternativ wäre auch eine farbliche Gestaltung mittels anderer Fassadenmaterialien möglich, was Geschmackssache ist. Dann sollte aber ein schlüssiges Farbkonzept zugrunde liegen, welches unbedingt einzuhalten wäre.
In z.B. besonders grünen Gegenden ist natürlich auch ein komplett schneeweißes Ensemble denkbar etc..
Wichtig ist weiter ein von vorneherein berücksichtigtes Lichtkonzept - sowohl innen als auch außen (nicht zu unterschätzen!)

Aus diesen Minimalanforderungen folgt meines Erachtens unbedingt, dass z.B. typische Formensprachen kleinteiliger Alpenarchitektur auf gar keinen Fall zitiert werden dürfen.
Holz darf nicht in der Formensprache klassischen Holzbaus wie beispielsweise einem Dachstuhl etc. auftauchen.
Niemals, natürlich wirklich niemals dürfen Bruchsteine vor Stahlbetonwände oder Stützen geklebt werden.
Satteldachformen sind zu vermeiden zu Gunsten von Flachdächern.
In die großen Strukturen sind Freiräume, Atrien, Plattformen etc. einzuplanen. terrassierungen zugunsten der Wohn und Aufenthaltsqualität sind wünschenswert.

Keinesfalls darf nach Fertigstellung der Station angefangen werden, gestalterisch mangelhafte Werbeanlagen oder Nebengebäude zu errichten.
Generell sind Nebengebäude, auch in Form von sich nicht einfügender Chalets o.Ä. nicht akzeptabel.
Selbstverständlich sind Werbeanlagen minimalst im Hintergrund zu halten und sollten lediglich, wie sämtliche Beschilderung und Beschriftung einem Gesamtkonzept folgen, welches dann nicht verlassen werden darf.

Man kann natürlich noch mehr schreiben...

Zusammenfassend lässt sich sagen - möglichst moderne Gebäudemaschine oder möglichst modernes Ensemble hebt sich von möglichst unberührter Landschaft ab.
Dies muss in schlüssigem, ehrlichem Konzept geschehen.

In Tignes ist mir schon viel zuviel drum herum passiert.
Chalets, Kunterbunte Werbelandschaft etc.
Die ursprünglichen Strukturen leiden sehr darunter.
Was in Val d'Isere derzeit an der Hauptstraße passiert ist mE inakzeptabel.
10-15m hohe Stahlbetonstützen mit aufgeklebten Bruchsteinen tragen Riesenholzgiebel.
Ich hatte nur einen Gedanken - "Aspen zwo".

Den Bau in Les Menuieres finde ich auf dem Photo schonmal ziemlich cool.
La Plagne könnte viel konsequenter sein, gefällt mir aber auf den Photos auch nicht schlecht.

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BeitragVerfasst: Mo, 24.11.2008, 8:43 
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In der schweiz gibts doch auch so hässliche Bauten .... Aminona .... Thyon 2000 ....

Diese Pseudochalets mit Bruchsteinmauern in Val d'Isere finde ich nicht so schlimm wie reine Betonbauten ....


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BeitragVerfasst: Mo, 24.11.2008, 14:33 
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RetroRebel
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@3303: Du verstehst was von der Materie oder? Ich entnehme das Deiner Sprache... Jedenfalls sehr sehr interessante Darstellung, ohne dass ich es hätte so formulieren können, ist es genau das, was ich ebenso empfinde. Profile, Licht, Räume - da sind die französischen Stationen der 60er Jahre teils genial gewesen, bevor man alles veränderte...

Ich suche mal alte Bilder...

@MissyD: das geht mir genau anders herum in VI, weil ich die Betonbauten grundsätzlich wenigstens ehrlich finde... wenn ich da an Meribel denke mit hunderten geklonten Fake-Chalets, eines wie das andere.... *brrr*...

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BeitragVerfasst: Mo, 24.11.2008, 14:39 
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RetroRebel
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@3303: was ich dabei übrigens genial finde, ist die Relation der geometrischen Formen als Abstraktion der quasi "anti-"geometrischen Landschaft. Schlichte Formen in geradezu unbegrenzt komplexer Vielfalt der Lanschaft konstrastieren interessant, vor allem dann, wenn sie Grundformen abstrakt aufgreifen: daher mag ich die schrägen ansteigenden Formen der Gebäude Caron etc. in les Menuires beispielsweise...

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Hier ist allerdings schon zu viel drum herum gebaut, früher standen die mal ziemlich einzeln

Cool ist das vor allem, wenn fast alle Verbindungen unterirdisch sind: dann gibt es nur die Station in der weißen Wüste...

Daher mag ich auch Aim-la-Plagne, wo es sich ähnlich verhält: ein beeindruckendes Gebäude - hätte man nur auf das Holz verzichtet, das diesem Schiff leider etwas den Charme eines verrosteten Tankers gibt. Stellt Euch das mal in weißem Beton vor...

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BeitragVerfasst: Mo, 24.11.2008, 19:30 
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Also, jetzt muss ich dann doch auch meine Meinung dazu sagen, nachdem ich ein bisschen länger nachgedacht habe.
Aus rein ästhetischer Sicht, finde ich das Gebäude in La Plagne durchaus gelungen, wie ich zugeben muss.
Aber Les Menuires? Dieses Monument in der Ortsmitte sieht nachts wie ein Raketenstartplatz aus. Ja, und dann die Verbindungs-Gangways and Tunnel dort. Wie auf einer Mond-Station.

Egal, unabhängig davon, wie man solche Konstruktionen architektonisch "für´s Auge" empfindet, ist für mich wichtig, wie ich mich dort fühle, wenn ich in solchen Strukturen Ski-Urlaub mache. Und da fühle ich mich in diesen Stationen einfach nicht wohl.
Woran liegt das?

Ich habe mal Trinc´s letztes Statement aus meinem Tonale-Bericht herauskopiert, da es ja thematisch hierher gehört:

[trincerone] hat geschrieben:
ABER: Wobei ich Dir völlig recht gebe, ist, dass die anderen Orte in der Tat eine andere Tradition und daher gewachsene Strukturen haben. Die gibt es am Tonale nicht, was ich sehr mag, da er dadurch sehr offen und frei wirkt. Aber ich verstehe jetzt, was Dich stört, an die Frage gewachsener Orte hatte ich nicht gedacht, da das für mich persönlich nicht von Bedeutung ist (bei einer Skistation).

Der Vergleich mit Neapel kommt aber nicht ganz hin ;) : Scampia (und darauf spieltest du wohl an) ist schon ein wenig mehr heruntergekommen:


Es sind wohl die zwei hier angedeuteten Dinge:
1) Gewachsene Strukturen mit Ortskern: Ich habe es abends ganz gerne, mir nach dem Abendessen noch mal kurz die Beine zu vertreten. In Skiorten mit gewachsenen Strukturen riecht man dann schon ab und zu das Kaminholz von einem in der Nähe gelegenen Chalet oder Hotel. Man entdeckt vielleicht zufällig eine nette Weinbar. Und das finde ich einfach schön. Solche Erlebnisse fehlen mir in einer Ski-Station und am Tonale.

2) Manchmal wirken die Ski-Stationen schon bizarr-ästhetisch (wenn auch selten). Spätestens aber wenn man sie betritt, und sein Zimmer bezieht, merkt man, dass es innendrin ganz schön runtergekommen ist. Zudem billig eingerichtet. Warum das meistens so ist, weiß ich auch nicht, es fiel mir nur immer wieder auf. (nur einmal, in Longchamp - Le Grand Domaine - hab ich mich in einer modernen Station halbwegs wohl gefühlt).
Am Tonale find ich es besonders fürchterlich, da viele Gebäude bereits von außen einen vernachlässigten Eindruck machen. Selbst am 2. größten und teuersten Hotel am Platze blättert außen der Putz ab.

Also wenn schon moderne Architektur, dann bitte gepflegt und mit hochwertigerer Einrichtung.

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BeitragVerfasst: Mo, 24.11.2008, 20:45 
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Ein sehr interessantes Thema und auch sehr interessante Ausführungen eurerseits dazu.

Die Architektur dieser Skistationen, v.a. der französischen, wirkt mE in den Augen vieler zunächst sehr abschreckend, was an der sehr außergewöhnlichen, eben nicht traditionell alpenländischen Bauweise liegt. Auch ist es auf den ersten Blick vielleicht etwas schwer, eine Verbindung und Harmonie zwischen den Bauten und der Landschaft zu erkennen. Doch nach intensiverem Auseinandersetzen mit dem Thema erkennt man eben, dass diese Verbindung sehrwohl durchdacht wurde.

Im südlichen Spanien in der Sierra Nevada gibt es mit Pradollano ebenfalls eine reine Skistation. Diese ist jedoch nicht so aufgebaut wie die französischen Exemplare; die ganz großen Gebäudekomplexe fehlen, es wurde eher auf kleinere Häuser gesetzt. Jedoch ist die Aritektur dieser Gebäude nicht wirklich einheitlich. Ob sich dieses uneinheitlichere Bild erst mit der Zeit entwickelt hat oder ob auch die ursprüngliche Planung kein einheitlicheres Ortsbild vorgesehen hat, weiß ich nicht. Was mir an Pradollano nicht gefallen hat, ist das Farbdurcheinander. Die Gebäude sind auch farblich nicht aufeinander abgestimmt, es gibt in dieser Hinsicht keine klare Linie. Alles wirkt ein bisschen wie ein zusammengekleckster Farbhaufen. Zudem ist die Skistation schon ziemlich heruntergekommen; ein beträchtlicher Teil der Gebäude (v.a. die etwas weiter vom „Ortszentrum“ entfernten) ist ziemlich heruntergekommen: der Putz blättert von den Wänden, die Jalousien hängen schief in der Angel und Balkongeländer sind durchgerostet…).
Dieser eher negative Eindruck meinerseits mag natürlich auch an meinem Besuch im Sommer liegen, als die ganze Station nahezu ausgestorben war.

Bild
^ das „Zentrum“ von Pradollano ist noch relativ neu und wirkt daher auch keineswegs heruntergekommen

Bild

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^ allesamt Aufnahmen von unten herauf in die höhergelegenen Ortsteile. In den oberen Lagen (tw. nicht im Bild) befinden sie die schon etwas heruntergekommenen Gebäude. Was mir insgesamt etwas missfällt, ist die Farbkomposition. (die allerdings auf den Bildern nicht so gut rüberkommt)


:::::


Ein ganz besonderer Fall von bemerkenswerter Architektur in den Alpen liegt noch in Sportgastein vor, wenngleich das ganze natürlich nie realisiert wurde.
Man hat sich dort ja scheinbar die französische Station Tignes zum Vorbild genommen und sich bei den Planungen daran orientiert. Dennoch hat man auch eigene Ideen in das Projekt einfließen lassen, also keinesfalls bloß Tignes abkupfern wollen. Herausgekommen ist dabei mE ein sehr interessanter Plan, wäre dies doch die erste und bis heute auch einzige Skistation dieser Art in den Ostalpen geworden.

Diese Planungen wurde ja ausführlich von gerrit im betreffenden Gastein-Topic beschrieben: Über alle Berge …… Gasteiner Projekte der 1970er Jahre - VIII. Ein Österreichisches Tignes

auszugsweises Zitat von gerrit:
Zitat:
[…] Im Archiv der Gasteiner Bergbahnen finden sich einige Werbeprospekte von Tignes, daher ist anzunehmen, daß dieser Ort wohl als Vorbild für die Hotelsiedlung Sportgastein darstellte, ein vergleichbares Projekt gab es in den Österreichischen Alpen damals (und bis heute) nicht. […]

Bild

[...]

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[...]

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[...]


Auf der nächsten Seite des Gastein-Threads findet sich auch eine interessante Diskussion darüber.


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BeitragVerfasst: Mo, 24.11.2008, 21:21 
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Ich empfinde das wie Pancuoglo:

Ich finde die großen Stationen schon irgendwie "stylisch", aber richtig wohl fühle ich mich darin nicht.

Ich will im Urlaub halt nicht im 8. Stock auf Zimmer 8127 wie in Käfighaltung wohnen; da darf es schon etwas besonderes im Sinne von individuell sein.

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BeitragVerfasst: Mo, 24.11.2008, 22:13 
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RetroRebel
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@Tonale: das finde ich immer wieder interessant! Für mich ist das ein Paradebeispiel für einen relativ gut gepflegten italienischen Schiort (im großen und ganzen). Hingegen war für mich Madésimo immer ein eher verkommen wirkender Ort, der seine besten Tage hinter sich zu haben scheint. Und genau da geht es Dir, Pangucolo, wie ich ja weiß, genau anders. :)

@Pradollano: meines Erachtens einer der hässlichsten Schiorte überhaupt, aus genau den genannten Gründen.

@Skistationen: ich weiß was ihr meint, in der Tat ist es bei mir anders. Ich mag das futuristische, ich fühle mich dort sehr wohl (obwohl ich natürlich auch kleine italienische Bergdöfer mag, weniger gefallen mir die großüberbauten Orte à la Madonna, St. Anton etc.). Les Menuires in seiner Ausgangsform gehört für mich zu den interessantesten Skistationen überhaupt, Les Menuires heute ist vermutlich wohl so ziemlich der hässlichste Schiort der Alpen. Wobei es schon immer noch faszinierend ist, in den geisterhaften Gängen der Croisette zu spazieren. Das Brelin etwa gehört für mich zu den gelungensten Konstruktionen moderner Alpenarchitektur.

@Sportgastein: ich finde das Konzept auch interessant, allerdings hat man mE hier den typischen Früh-70er-Jahre-Fehler gemacht, der bei vielen Großprojekten dieser Epoche aufgestreten ist: man hat zu sehr versucht, das Gigantische daran durch Verwinkelungen, gebrochene Profile und Gassen zu verstecken. Das funktioniet aber nur auf dem Papiert. Spaziert man durch derartige suburbane Giganten heute, wo sie realisiert wurden, trifft man vor allem auf viel toten Raum! Das Gigantische ließ sicht nicht kaschieren, die ganzen Winkel wirken aber komplex und nicht nach vollziehbar, es fehlt das offene, weite und lichte, am Ende erdrückt einen der Komplex mehr als es die geometrischen, aber offen und licht gestalten modernen Bauten tun.

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BeitragVerfasst: Mo, 24.11.2008, 22:56 
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RetroRebel
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Zitat:
^ das „Zentrum“ von Pradollano ist noch relativ neu und wirkt daher auch keineswegs heruntergekommen

Das Bild entspricht in etwa dem, was man in Val d'Isère heute vorfindet. Modern und neu, aber auch relativ groß und mit diesen vielen Türmchen und Erkern versehen, wie es z.B. in Ischgl pervertiert wird. Man schaue sich nur mal die Straßenlaternen an, das ist wie im Märchen. Disneyland lässt grüßen.
Aber um noch mal auf Val d'Isère zurück zu kommen, dort wurden Mitte der 80er die Baurichtlinien absichtlich in diese Richtung verschärft hat - nach österreichischem Vorbild -, aber gleichzeitig quasi als Ausgleich für die teurere Bauweise erlaubt, die Gebäude 20% größer zu machen. Es gibt im Archiv der ZEIT einen interessanten Artikel dazu von 1998:

Zitat:
Der Flaneur findet nun kleine Boutiquen, Cafés, Crêperien, Pâtisserien, Brasserien, Sportgeschäfte. Über den edlen Läden hängen hölzerne Balkone oder Erker, manchmal wurde das Material alter Savoyardenhäuser recycelt, manchmal kanadische Douglastanne honigfarben gebeizt. Jede Straßenlaterne will aussehen, als sei sie ein Jahrhundert alt. Jedes Hinweisschild gibt sich verschnörkelt und durch Messing antik. Die häßlichen Verkaufsschuppen an der Hauptstraße sind verschwunden, dafür laden Arkaden aus ungeschliffenem Stein zum Spaziergang. Der Durchgangsverkehr verschwindet unter der Erde, statt dessen soll der Isére-Bach jetzt wieder aus seiner unterirdischen Abflußrinne ans Licht geholt werden. Überall wird im Widerstand gegen den angegrauten Futurismus eine traditionelle Winterlandschaft inszeniert.

Geschickt verbergen die Bauten ihr Volumen

Die Sorge, daß sich "Ski pur" auf Dauer nicht verkaufen würde, dämmerte einigen Weitsichtigen schon Anfang der achtziger Jahre, als der Ort noch dauernd neue Umsatzrekorde vermeldete. Sie glaubten das verwöhnte Val d'Isére aufwecken zu müssen. Alles ging zu einfach, das Skigebiet ließ sich mit dem Namen des berühmten Sohnes des Ortes allzu prächtig als "espace Killy" vermarkten. Die Reformvorschläge spalteten den Ort, bis 1983 zwei Gruppierungen gegeneinander zur Gemeinderatswahl antraten: die eingesessenen Familien sammelten sich in der Liste "Val d'Isére für alle". Weil sie gut verdienten, sollte der Ort so bleiben, wie er war. Vor allem zugereiste Investoren bildeten die später siegreiche Liste "Für die Zukunft Val d'Iseres". Sie wollten den Ort einer rabiaten Verschönerungskur unterziehen.

Damals 28jährig, wurde Philippe Bertoli zum zweiten Bürgermeister gewählt. An seinem eigenen Betrieb konnte er den Niedergang schon ahnen. Ein paar Jahre zuvor hatte ihm sein Vater das erste Hotel am Platze vererbt. Jahrelang war nichts mehr ins "Christiania" investiert worden. Wie viele Hotels im Ort war es ein ziemlich häßlicher Kasten und renovierungsbedürftig dazu. In kleinen Schritten modernisierte Bertoli das Haus, bis 1986 die Entscheidung fiel, daß die Olympischen Spiele 1992 in Albertville und einige Skirennen in Val d'Isére stattfinden würden.

Bertoli hatte eine Idee. Er wollte sein Hotel an einen Olympiasponsor komplett vermieten, allerdings unter der Bedingung, daß die Firma fünf Jahre lang Kongresse im Hotel veranstalten und den Mietpreis im voraus zahlen würde. Bertoli sicherte zu, daß er mit der Vorauskasse noch vor den Spielen ein neues Hotel bauen würde.

So geschah es. Das neue Hotel ist in jenem steinernen Stil erbaut, den Bertoli als Politiker für den ganzen Ort verbindlich gemacht hatte. Man habe, sagt Bertoli, das Ambiente und den eigenen Charakter stärken wollen. Österreich hätte Pate gestanden. Ein Gast wolle sich im Skiurlaub eben nicht in einer Stadt wiederfinden, weshalb auch der neue Werbekatalog vom "gemütlichen Dorf" spricht.

Beides ist Val d'Isére, trotz aller Bemühungen, nicht - weder gemütlich noch Dorf. Die Neubauten versuchen zwar geschickt, ihr Volumen zu verbergen, tatsächlich sind sie aber größer geworden. Weil das traditionalistische Stildiktat Mehrkosten von etwa dreißig Prozent verursacht, dürfen die Bauherren als Ausgleich zwanzig Prozent größer bauen. Was wiederum die Kritiker, besonders aus Deutschland, herausfordert. Ins Immense gesteigerte Bergbauernhofhotels sehen sie heranwachsen, achtstöckige Ungetüme mit Holzbalkonen, gebirgstümelnde Naturstoffe als Vorhang. Was geschichtsbewußt daherkomme - geschnitztes Gesims, gedrungenes Gemäuer, dräuendes Gebälk -, sei in Wahrheit eine touristischfolkloristische Architekturkulisse.

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BeitragVerfasst: Mo, 24.11.2008, 23:09 
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Zitat:
Cool ist das vor allem, wenn fast alle Verbindungen unterirdisch sind: dann gibt es nur die Station in der weißen Wüste...


Das war ein Punkt, den ich noch vernachlässigt hatte.
Entweder Vieles unterirdisch oder eventuell stegähnlich schwebend, so dass die Landschaft noch hindurch fließen kann.
Ist ja übrigens ganz interessant mal wieder. Die Gebäude in den Hang hinein zu stellen und diesen nicht zu modellieren ist eigentlich ja heutzutage nicht mehr en vogue.
Man schafft lieber ein Planum und stellt da dann die Fertigkiste drauf.
Natürlich Vieles aus Stahlbeton. Betonbalkone werden mit irreführenden Verkleidungen, die eine hölzerne Tragstruktur "vorlügen" sollen beplankt. Die Tiefgarageneinfahrt wird mit Bruchsteinen beklebt. dazu noch ein nettes Giebelchen und vielleicht sogar ein Erker (Modell Tirol, Seite 27 ;-) - fertig ist das Alpenhaus in "traditionellem Stil".
Ach nee, fehlt noch was - Geranienkästen!

Leider zeugt ein solcher Baustil davon, dass die Baukultur in den letzten 100 Jahren größtenteils sehr verwahrlost ist.
Stets haben Konstruktionen und Materialien zu einer Formensprache grführt. einer Formensprache, die man mittels Weiterentwicklung der Technik stets anpasste und perfektionierte.
Heutzutage werden oft mit modernen Techniken Formensprachen simuliert, die aus ganz anderen Konstruktionen entstanden sind.
Wenn man sich dagegen mal denkmalgeschützte Gebäude ansieht, ob nun der 50er Jahre Verwaltungsbau in der Großstadt, das Wasserschloss im Münsterland oder das Mittelalterliche Fachwerkhaus irgendwo in Hessen ist, dann sind das immer Architekturen, die in ihrer Zeit in aktueller Technik und der sich daraus entwickelnden oder erst dadurch möglichen Form errichtet wurden.
Das sind auch erhaltenswerte, schöne Gebäude, die meines Erachtens als Kulturelles Erbe erhalten und gepflegt werden sollten.
Leider zeigt sich erst relativ kurz wieder eine Entwicklung hin zur Schätzung moderner Architektur.
Da sie aber in vielen Fernsehwerbespots bereits wieder auftaucht, wird sich ein gewisser Teil der gesellschaft auch daran wieder gewöhnen.

In den 60ern-70ern gab es mal so eine Phase, in der sich ein großer Teil der Gesellschaft modern gefühlt hat. Moderne Architektur war in.
Damals entstanden ja auch die Skistationen.
Das Problematische an diesen Stationen ist oft, dass sie ästhetisch gesehen kaum Erweiterungen vertragen. Kommt dann noch dazu, dass man beabsichtigt, den Charakter einer solchen Station zu "entschärfen", stehen auf einmal Sachen herum, die die Anlage sehr stark stören. Die Anlage lebt ja oft von ihrer Reinheit, da es ja keine gewachsene Struktur ist.

In den 70ern wurden allerdings auch wirklich Bausünden begangen.
Das Problem ist für mich persönlich eigentlich garnicht, dass etwas modern und monolithisch oder kleinteilig und alt ist. es muss einfach seinen Charakter behalten.

Deshalb passen Hochhäuser genausoweinig nach Bonneval Sur Arc, wie Chalets eben auch nicht nach Tignes passen.
Auch die Hochhäuser in St. Moritz Bad passen mE nicht und stören das Ortsbild.
Das Dorf ist ja eine urbane Struktur aus Belle Epoque Hotels und sonstigen Prunkbauten, die aber auf ihre Art auch gewachsen ist. Ich finds im Großen und Ganzen eigentlich recht cool.
Das Bad war im Kontrast dazu eine sehr schöne, auf dem Reißbrett geplante, klassische Badanlage im Stil der 20er, würd ich mal so pauschal sagen.
Wieder eine Struktur, die für sich sehr schön gewirkt hat, jetzt aber durch verschiedenste Strukturen aufgehoben wurde.

Ach ja, in den 20ern gabs ja auch bereits die Moderne.
Mittlerweile sind die weißen Würfelhäuser in Dessau auch teilweise denkmalgeschützt, bald 100 Jahre alt und formal moderner, als das meiste, was heute so gebaut wird.

Mal ein paar Beispiele für Moderne, wie sie vor 50-100 Jahren bereits aktuell war.

Bild
1923

Bild
1933

Bild
1924

Bild
1956-1958


Und hier noch einer meiner All Time Favorites:
Mies Van der Rohe - Farnsworth House, Plano, Illinois - 1946-1951
Funktioniert aber nur als "Zweithaus" an einem verlassenen Ort.
Viel zu transparent - keine Räume, nur Zonen (außer Bad).
Steht im Überschwemmungsgebiet. Die Landschaft fließt in jeder Hinsicht hindurch.
In seiner geometrischen wie gestalterischen Strenge und Perfektiin strahlt es in reinem Weiß als Fremdkörper, der die Landschaft kaum tangiert.
Diese Konzept dürfte auch auf alpine Landschaften mit komplexerer Form übertragbar sein, ist aber natürlich nur eine von vielen Möglichkeiten, die sich dort böten.
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Angeblich lies die Auftraggeberin Mies sämtliche Freiheiten, was die Planung uns Ausführung betraf.
Als das Haus fertig war, verklagte sie ihn - und verlor :-)

Zuletzt noch ein sehr empfehlenswerter Kink zu retrofutur.org bezüglich der neuen Hungeburgbahn.
Geschmackssache wie Vieles aber sicher auch ein Beispiel für gute, zeitgemäße Architektur im Bergbahnbereich.
So etwas sollte man viel öfer "erlauben".
http://www.retrofutur.org/retrofutur/app/main?CM=view&RC=2&DOCID=100002347

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BeitragVerfasst: Mo, 24.11.2008, 23:53 
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[trincerone] hat geschrieben:
@Tonale: das finde ich immer wieder interessant! Für mich ist das ein Paradebeispiel für einen relativ gut gepflegten italienischen Schiort (im großen und ganzen). Hingegen war für mich Madésimo immer ein eher verkommen wirkender Ort, der seine besten Tage hinter sich zu haben scheint. Und genau da geht es Dir, Pangucolo, wie ich ja weiß, genau anders. :)
...

Autsch, bei dem Thema Madesimo ist bei mir in der Tat nicht zu spaßen ;-)
Also:
- Es stehen dort jahrhunderte-alte Häuser aus verwittertem Naturgranit herum.
- Die schlimmste Bausünde, den Hochhausturm im Zentrum haben sie mittlerweise abgerissen.
- Es gibt excellente Hotellerie (die zudem recht preisgünstig ist).
- Es gibt hervorragende Gourmet-Restaurants: Teilweise fahren Leute herauf, nur um in Madesimo fein zu dinieren.

Die besten Tage hat Madesimo nur in Punkto Apres-Ski hinter sich. In den 70ern und 80ern soll dort der Bär gesteppt haben. Jede Menge dekadente Mailänder kamen hier über´s Wochenende zum Party-Feiern herauf. Zudem viel englisches High-Society-Publikum.
Aber darauf kann ich eigentlich verzichten.

3303 hat geschrieben:
...
Natürlich Vieles aus Stahlbeton. Betonbalkone werden mit irreführenden Verkleidungen, die eine hölzerne Tragstruktur "vorlügen" sollen beplankt. Die Tiefgarageneinfahrt wird mit Bruchsteinen beklebt. dazu noch ein nettes Giebelchen und vielleicht sogar ein Erker (Modell Tirol, Seite 27 ;-) - fertig ist das Alpenhaus in "traditionellem Stil".
Ach nee, fehlt noch was - Geranienkästen!
...

Sehr süffisante Persiflage, gefällt mir vom Schreibstil.

In der Sache ist mir das Modell Tirol, Seite 27, aber lieber als Les Menuires oder Passo Tonale. Und dabei hasse ich Geranienkästen!

Ich werf hier mal ne Alternative in den Ring:
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^ Hotel Pardenn in Klosters. Ehemals 5 Sterne, aus den 40er Jahren. Garantiert Geranien-freies Ambiente. Wird nächstes Jahr leider abgerissen. Hab mich hier immer äusserst wohl gefühlt. :cry:

Negativ-Beispiel, obwohl historisch gewachsen:
Bild
^ Klein-Manhatten (Davos)

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BeitragVerfasst: Di, 25.11.2008, 9:14 
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Ich finde Davos sowas von hässlich überbaut ..... :?


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BeitragVerfasst: Di, 25.11.2008, 20:59 
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Dass es in den 20ern schon sehr moderne Bauten gab, hab ich vor ein paar Jahren auch mal zufällig entdeckt (Stichwort z.B. Bauhaus) und war schwer erstaunt, wenn man vergleicht, was in den 50ern und 60ern für langweilige Wohnhaussiedlungen gebaut wurden.

So langsam weiß ich aber nicht mehr, was mir gefällt :) Einerseits find ich diese Aneinenanderreihung gleicher Häuser in manchen Wohngebieten der 80er/90er für sowas von langweilig und eintönig wie eine Plattensiedlung. Andererseits sind die teilweise oben geposteten Chaoshaufen an Baustil und Farben auch nicht schön anzusehen. Ich weiß nicht, ob ich da nun eine allgemeingültige Formel erstellen kann, was mir gefällt und was nicht...

Prato Nevoso in den italienischen Südalpen ist bekanntlich auch schwer gewöhnungsbedürftig, m.E. weil einfach zu viel verschiedene Formen & Farben eng einenander gereiht sind:

Bild

Bild

Insofern ist Les Menuires fast schöner, weil die einzelnen Stationen anscheinend eine Einheit bilden und von einander getrennt sind, zumindest was ich am obigen Bild gesehen hab.

Schöner find ich da schon Rucas, aber wohl auch nur, weil außer diesen 4 Häusern in dieser Bauart sonst nix rumsteht:

Bild


Wirklich überzeugen tut mich so was wie in Åre aber z.B. auch nicht, da zu einheitlich und zu eng, fast militärisch uniformiert oder geklont:
Bild

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