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BeitragVerfasst: Fr, 04.08.2006, 21:49 
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4. Tag, Dienstag 31. Mai 2005, von Collio nach Clusone

Tag 3 <- Inhaltsverzeichnis -> Tag 4, Teil 2



Teil 12: Collio – Monte Pezzeda



Wir wollten möglichst schnell das ungemütliche Collio verlassen, und somit beschränkten sich unsere Aufnahmen auf den Talstationsbereich der Seggiovia Collio - Roccolo Crispe. Auf eine weitere Erkundung des Schigebietes wurde verzichtet, unsere volle Konzentration galt nun bereits dem anschließenden Passabenteuer. Die entscheidende Frage blieb bis dahin noch unbeantwortet. Sollte unser Risiko belohnt werden und die hochalpine Verbindungsstraße über den 2176 Meter hohen Giogo della Bala – die Verbindung vom Passo di Maniva zum Passo Croce Domini - ohne größere Hindernisse befahrbar sein? Denn offiziell war die Passtraße noch gesperrt und eingeholte Informationen vor Ort halfen uns auch nicht wirklich weiter. Ein Scheitern dieses Vorhabens hätte jedenfalls einen erheblichen Umweg mit sich gebracht.

Bild

12 ... Collio/Pezzeda
13 ... Seilbahnen am Passo di Maniva
14 ... Gaver/Passo di Croce Domini
15 ... Monte Campione
16 ... Borno/Monte Altissimo


Ein Wort noch zu dem Passgeflecht, das im ersten Moment etwas verwirrend erscheinen mag. Aus dem Val Trompia heraus erreicht man zuerst den 1664 Meter hohen Passo di Maniva, in manchen Beschreibungen auch Giogo del Maniva genannt. Nun folgen die hochalpinen Abschnitte mit den Scheitelpunkten am Goletto delle Crocette (2070m) und Giogo della Bella (2176m). Zwischen den beiden Scheitelpunkten endet die asphaltierte Ausbaustrecke und man gelangt über ein einspuriges Schotterprovisorium zum Einmündungspunkt am Passo di Croce Domini (1892m). Alles klar?
Eine ausführliche Beschreibung der Route -> [url=http://www.quaeldich.de/paesse/giogo-della-bala/klick[/url]

Bild

Talstation der Seggiovia Collio-Roccolo Crispe, die direkt neben der Hauptstraße liegt und bescheidene Parkmöglichkeiten bietet.

Bild

Übersichtskarte des Schigebietes Collio - Monte Pezzeda

Wer sich für das weitere Schigebiet interessiert, dem seien Trincerones Impressionen aus Collio, aufgezeichnet zu Neujahr 2006, empfohlen.

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Selten haben wir so ein rostiges Seil gesehen.

Nach der Stationsausfahrt wird ein nicht allzu tiefer Graben überquert - danach steigt die Sesselbahn kontinuierlich an den Hängen des Monte Pezzeda

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Mittig der Stütze ist noch ein Fundament der alten Bahn zu entdecken.

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Wofür das kleine „n“ steht, sollte mittlerweile eigentlich bekannt sein.

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Die Sesselbahn wurde in das Stationsgebäude der Vorgängerbahn integriert – unserer Meinung nach ein durchaus gelungener Umbau.
Apropos Vorgängerbahn …was für ein geniales Teil!

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(Bildquelle: http://www.funivie.org)

Die damalige Einfahrt in die Mittelstation Roccolo Crispe.

Bild
(Bildquelle: http://www.funivie.org)

Die italienische Antwort auf die Eckbauerbahn!
Wäre sie noch gestanden, wären wir die Trasse ohne Wenn und Aber hoch gelaufen.

Bild
(Bildquelle: http://www.funivie.org)

Wenn man den einschlägigen Referenzen trauen darf, wurde diese kultige Anlage bereits 1952 von SACIF errichtet und etwa 30 Jahre später durch die heutige Doppelsesselbahn ersetzt.

Technische Daten:

Länge 1140 Meter
Höhenunterschied 495 Meter
Stützen 16 Stück
Kabinen 50 Stück
Geschwindigkeit 2,5 m/s
Kapazität 400 p/h
Die Niederhalterstütze vor der Bergstation vermittelt den Eindruck, als wäre nur das talwärts führende Seil unter Rollen gelegt. Ein Irrtum, wie das erste Bild dieser alten Aufnahmen beweist.

Bild

Auf der Strecke zwischen Collio und San Colombano, die wir ein paar Mal hin- und herpendelten, fiel uns neben der Straße dieser Sesselfriedhof auf. Nur die Zuordnung fiel uns schwer, denn die beiden Nascivera Sesselbahnen in Collio als auch am Manivapass waren bereits mit Betriebsmittel ausgestattet.
Nicht unerwähnt soll ein alter Leitner Schlepper kurz vor San Colombano bleiben, der - dem Zustand nach zu urteilen – ein Fall für den Schrotthandel ist.
Damit verließen wir das Val Trompia endgültig, der Anstieg zum Passo di Maniva war bereits in Sichtweite.



Teil 13: Passo di Maniva



Die Auffahrt zum Passo di Maniva gestaltete sich anfangs recht harmlos. Über eine gut ausgebaute Straße schlängelten wir uns mit Hilfe vieler Kehren stetig den steilen Berghang nach oben. Zu unserer Sorge der unpassierbaren Verbindung gesellte sich Spritknappheit. Schon am Vortag hatten wir im Val Trompia vergebens nach einer geöffneten Tankstelle Ausschau gehalten, folglich mussten wir mit unseren Treibstoffresten bis Breno auskommen. Ökonomische Fahrweise war nun angesagt, sofern es die Topographie überhaupt zuließ.
In Erinnerung blieb die eine oder andere sarkastische Vision, die uns bereits ohne Treibstoff irgendwo in einer Schneewechte im Niemandsland stecken sah … und die Rettung, so stellten wir uns weiter vor, wäre – natürlich nur unter dem Vorwand einer schrecklichen Panne – durch den italienischen Pannendienst erfolgt. Wäre es tatsächlich so weit gekommen, hätte uns der gelbe Engel wohl an Ort und Stelle gesteinigt …

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Die vielen Kehren des Maniva

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Blick ins morgendliche Val Trompia mit Collio

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Die Hänge des Monte Pezzeda

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Sesselbahn Barad am Manvia

Wir stellten unser Vehikel kurz nach der Passhöhe am Straßenrand ab und erreichten nach einem kurzen Fußmarsch die Bergstation der Sesselbahn Barad. Der Trassenverlauf verrät bereits die beachtliche Länge dieser Anlage, deren Talstation sich gute 500 Höhenmeter tiefer in Panegalet befindet.

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Die verwitterte Bergstation, die jedoch einen aufgeräumten und gepflegten Eindruck hinterließ. Auch die geordnete Lagerung der Sessel ließ keinen LSAP Verdacht aufkommen.

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Das Schigebiet rund um den Maniva ist wohl eines dieser typischen Pass Schigebiete, die in Italien (noch) häufig(er) anzutreffen sind. In beachtlicher Höhenlage surren (oder in diesem Falle besser surrten) eine Doppelsesselbahn und fünf Schlepplifte, die knapp 20 Kilometer Pisten erschließen. Man wird jedoch vor Ort das Gefühl nicht los, dass hier die Zeit stehen geblieben ist und der Betrieb nur mit dem Notwendigsten am Leben erhalten werden kann.
Zum damaligen Zeitpunkt waren wir trotzdem noch der festen Überzeugung, dass pünktlich zur Wintersaison die Lifte wieder in Betrieb gehen würden. Zu aufgeräumt und gepflegt erschienen uns die Stationen. Ebenso ließ der allgemeine Zustand der Anlagen so gut wie keinen LSAP Verdacht aufkommen.
Erst Monate später wurden wir durch Trincerones Winterbericht aus Collio
Jedoch eines Besseren belehrt.

trincerone hat geschrieben:
Das oberhalb am Pass erst 1975 erschlossene Schigebiet Passo Maniva – das auch noch gut vom Lago Idro über Bagolino erreicht werden konnte – musste ebenfalls etwa 2001 den Betrieb einstellen …


Die Anlagen im Überblick:

A) Sciovia Persek 1 (m 900)
B) Sciovia Persek 2 (m 900)
C) Sciovia Prato Lungo (m 1200)
D) Seggiovia biposto Barard (m 1800)
E) Sciovia Baby (m 200)
F) Seggiovia triposto Dasdana (m 1500) in fase di realizzazione

G) Sciovia Zocchi (m 1100)
H) Sciovia Baby 2 (in fase di realizzazione)

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Ordentlich in Reih und Glied lagern die Zweisitzer der Sesselbahn

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Markante Stützenkombination vor der Stationseinfahrt.

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Sciovia Zocchi, der einmal als Doppelschlepper geplant war. Jetzt läuft nicht einmal mehr der eine …

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Yes, it’s naturally a Nascivera!

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Ob dieser jemals noch ausgebaut bzw. die 3 SB Dasdana noch gebaut werden wird, ist sehr stark zu bezweifeln. So vermuteten wir es bereits in der Erstversion des Berichtes und dieser Eindruck sollte Monate später bestätigt werden. (es kommt dann doch wieder alles anders – der Maniva ist mittlerweile wieder offen, CCM durfte eine 4er Sesselbahn bauen und dieses Jahr soll tatsächlich das Schigebiet um das Dasdana Projekt erweitert werden, nur der Zocchi bleibt solo -> http://www.manivaski.it) (2010)

trincerone hat geschrieben:
Eine bereits beschaffte und gelagerte 3er Sesselbahn, die das Gebiet nach Norden hin beachtlich erweitern sollte, wurde schließlich verkauft und sollte in Slowenien – in Kransja Gora glaube ich – wieder aufgebaut werden …


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Blick in den östlichen Teil des Schigebietes mit der Persek Doppelanlage.

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Die große Parkfläche am Maniva

Am Rande sei noch angemerkt, dass ein paar Kehren talwärts an einer pompösen Appartementanlage gearbeitet wurde. Stellt sich die Frage, wer dort in ein totes Schigebiet investiert? In diesem Zusammenhang eine weitere Aussage aus Trincerones Collio Bericht, die ansatzweise Spekulationen über die Wiedereröffnung des Schigebietes offen lässt …

Trincerone hat geschrieben:
Eine Wiederinbetriebnahme des Schigebietes ist zwar offiziell vorgesehen, aber höchst zweifelhaft. Die nötigen Gelder können wohl nicht aufgetrieben werden, obwohl es sich um für dieser Branche lächerliche einige hunderttausend Euro handelt.


Als direkte Fortsetzung der Parkfläche kann man einen weiteren Leckerbissen für den ambitionierten (Alpen)pässefahrer entdecken: Der kühn in die Steilflanken des Dosso Alto gesprengte Passo della Spina, der jedoch wegen eines Felssturzes seit 2004 gesperrt ist. (Im August 2009 war die Verbindung noch gesperrt)

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Der weitere Straßenverlauf im Überblick …

Der abenteuerlichste Abschnitt der Route stand jetzt unmittelbar bevor. Wie bereits erwähnt, mussten wir, um zum Passo Croce Domini zu gelangen, zwei Scheitelpunkte, überwinden. War die Straße auf den ersten Kilometern nach dem Manivapass noch "autobahnähnlich" ausgebaut, fanden wir uns nach der Radarstation auf einer einspurigen Schotterpiste wieder. Denzel beschreibt in seinem großen Alpenstraßenführer diesen Abschnitt so:

Denzel hat geschrieben:
… der dazwischen liegende Abschnitt stellt seit vielen Jahren ein Provisorium dar und besteht aus einem einspurigen Schottersträßchen ...


Bild

Wir nähern uns (noch) auf breiter Asphaltstraße der großen Radarstation am Dosso dei Galli, deren Zweck uns Trincerone später mitteilte:

Trincerone hat geschrieben:
Nato Ace High Troposcatter Station von 1968. Wurde nachträglich in das System eingefügt, nachdem Frankreich aus der Nato militärisch raus war. Man brauchte eine neue Verbindung in den Süden und so entstand die Achse Feldberg (Schwarzwald) - Maniva - Appennin.


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Nur kurz nach der Abzweigung zur Radarstation war „Schluss mit Lustig“ und Asphalt. Wir hatten die angekündigte schmale Schotterpiste erreicht, die besonders an Stellen mit Schneerändern gerade noch eine Autobreite Platz übrig ließ.

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Ein Kuriosum dieser Strecke! Kurz nachdem wir den Giogo della Balla passiert hatten, fanden wir wieder eine gut ausgebauten Straße vor. Dieser Zustand dauerte jedoch nur gut einen Kilometer an, bevor sich unsere Verbindung zum Croce Domini wieder auf die gewohnte Schotterpiste reduzierte.

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Abenteuer pur – die Straße in der Bildmitte entlang des Hanges war die unsere!

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Erste Ausblicke ins Val Camonica mit Breno und Darfo

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Unendliche Weiten ohne irgendeine Menschenseele zu treffen.

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Die Schotterstraße war in einem recht passablen Zustand. Einzig und allein tief ausgewaschene Schlaglöcher und Querrinnen erforderten eine vorsichtige Fahrweise.

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Das gequälte Gerät

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Wir näherten uns langsam dem Croce Domini und waren froh, dass wir in dieser Kurve von Gegenverkehr verschont geblieben waren.

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Endlich Land in Sicht - eine Lawinengalerie des Passo di Croce Domini.

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Geschafft, wir hatten die Kreuzung erreicht! Von dort waren es nur wenige Kilometer nach Gaver.



Teil 14: Schigebiet Gaver am Passo di Croce Domini



Das Schigebiet von Gaver konnte nur mehr im Schnelldurchlauf untersucht werden. So entfiel, primär wegen unserer angespannten Treibstofflage, eine Weiterfahrt bis ins Val Dorizzo. Aus der Situation heraus versuchten wir nicht unweit von der Passhöhe uns einen möglichst guten Überblick über das Schigebiet zu verschaffen. Ein holpriger und steiler Feldweg, der die Geländetauglichkeit unseres motorisierten Untersatzes prüfte, führte zu einem zentralen Punkt nahe der Bergstation der Sesselbahn Misa. In deren unmittelbarer Nähe lange noch drei weitere Tellerlifte, die ebenfalls noch schnell dokumentiert wurden.

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Die letzten Meter der Doppelsesselbahn Misa (Leitner)

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Und noch eine Aufnahme in die entgegengesetzte Richtung!

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A ... Sessellift Misa m. 1460
B ... Skilift Camprass sud m. 520
C ... Skilift Camprass sud m. 600
D ... Skilift Cadino Alto m. 630
E ... Skilift Cadino Basso m. 450
G ... Skilift Baby m. 150
H ... Skilift Gaia I° m. 1010


Gaver präsentierte sich ähnlich zum Maniva als ein bescheidenes Kleinschigebiet, das in den späten Sechzigern oder frühen Siebzigern entstanden sein muss. Sämtliche gesichteten Anlagen stammen aus Sterzing – die letzten größeren Investitionen liegen wohl bereits einige Jahre zurück. Ohne jetzt tatsächlich die dortige Lage genau zu kennen, muss auch hier anhand des Gesehenen vermutet werden, dass der Betrieb nur mit den Notwendigsten aufrechterhalten werden kann. Ein Umstand, der angesichts der abgelegenen und dementsprechend mühsam erreichbaren Lage von Gaver nicht wirklich verwundert. Wer einmal abseits von hektischen Großraumschigebieten die Abwechslung sucht, dürfte in Gaver bestens bedient werden.

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Zweimal "Old School Leitner" mit der Bergstation Cadino Basso und der Talstation des Tellerliftes Cadino Alto. Zweiterer führt zum höchsten Punkt des Schigebietes auf immerhin 2065 Meter.

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Die steile Trasse des Cadino Alto … vermittelt die Aufnahme leider nicht so gut

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Cadino Basso stellt wiederum die Verbindung zur Anlage G (Gaia I) her.

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Auch nicht gerade das, was man gemeinhin als flach bezeichnet …

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Letzte Stütze Cadino Basso mit Thomas und Gefährt. Halt, wir waren ja gar nicht allein.

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Die interessante Trasse des Schleppliftes Gaia I, dessen Stützen bereits in T-Form gebaut wurden. Die Abfahrt fanden wir auch nicht übel ... wer mehr über Gaver erfahren möchte, dem empfehlen wir ein weiteres Kapitel aus Trincerones Retro-Tour, das sich unter anderem auch mit der düsteren Zukunft von Gaver beschäftigt.
Für uns hieß es nun endgültig, sich von dieser stillen und landschaftlich eindrucksvollen Bergwelt zu verabschieden – primär galt es nun die Lebensgeister in der Zivilisation, sprich Breno im Val Camonica, zu versorgen.


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Hilfe, ich will ->

- zurück zum Inhaltsverzeichnis!

- die Fortsetzung, Tag 4, Teil 2, lesen!


Zuletzt geändert von Alpenkoenig am Fr, 30.07.2010, 19:47, insgesamt 4-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Fr, 04.08.2006, 23:56 
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Wieder ein genialer und kaum zu übertreffender Bericht!! Im prinzip ist diese Tour so eine Art Bibel der unbekannten italienischen Ostalpenschigebiete! Mir haben die bestehenden Teile bei der Planung meiner letzten Touren sehr geholfen, umso lustiger, dass mein Bornobericht euch wiederum dahin gebracht hat. Das macht ganz gut deutlich, wie schön es ist, so ein Forum zu haben. :)

Der Monte Campione macht mir einen interessanteren Eindruck, als ich zunächst gedacht hätte. Vielleicht sollte ich da mal vorbeischauen.

Was mit noch einfällt so zum Bericht: ihr werdet mich jetzt schlagen, aber die Ex-Bahn in Colliò war glaub ich eine C&T und keine Sacif. Auf dem letzten ZoomBild vom Monte Pezeda sieht man toll, dass es mal eine mittlerweile recht zugewucherte Talabfahrt gab, was ich bisher nur vermutet, aber nicht belegt hatte.

Der Maniva ist genial, diese Weite, das jetzt mit Januarlicht und Abendstimmung und dann auch noch da oben wohnen. Von mir aus können sie den planieren und vollbeschneien, Hauptsache die machen wieder auf...

Die SL in Bazena habt ihr nicht zufällig gesehen? Auf dem Weg nach Breno müsste eine Schigebiet unterhalb des Croce Domini liegen, 2 SL an einem Albergo, der "Ort" heißt Bazena.

Ach ja, Borno... eigentlich ein echt besch... eidenes Schigebiet und ein langweiliger Berg, aber da war ja diese Eiergondelbahn... :) Und lang ist das verdammte Ding! Die Aussicht vom Monte Altissimo habe ich übrigens auch nie gesehen, was ich bis heute bedauere. Damals war mir ja meine kamera geklaut worden und so habe ich vergessen, die 10m zum Gipfel zu gehen. Jetzt habe ich nie den Lago Iseo gesehen. Ines meinte, der Blick sei recht nett! Auf der Piste gab es eine Stelle, wo einem die Eiergondeln gegen den Kopf gefahren wären, hätte man dort angehalten! Total geil, so niedrige Seilführung gibt heut gar nicht mehr. Hatte ich gefilmt, ist aber mitsamt Kamera weg, der Film.

Prora - Presolana - Verbindung hört man viel von. Dachte sogar bis eben immer, das sei schon definitiv...


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BeitragVerfasst: Mo, 07.08.2006, 16:44 
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Hachjeh .. so komm ich den Winter ja wieder nicht nach Frankreich, wenn ich laufend mit diesen alten italienischen Skigebieten konfrontiert werd ;-) - und man bekanntlich fahren muß, wer weiß wie lang da manche noch offen sind ..

Maniva hätte ja auch einen interessanten Eindruck gemacht..

Etwas unklar ist mir das letzte Bild von dem Schotterpaß zum Croce Dominii. Da schreibst "Kreuzung erreicht" und zeigst ein Bild mit Sperr-Schild. War nun dieser Schotterpaß in Gegenrichtung gesperrt?


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BeitragVerfasst: Mo, 07.08.2006, 20:52 
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Starli hat geschrieben:
Etwas unklar ist mir das letzte Bild von dem Schotterpaß zum Croce Dominii. Da schreibst "Kreuzung erreicht" und zeigst ein Bild mit Sperr-Schild. War nun dieser Schotterpaß in Gegenrichtung gesperrt?

Ja, das Befahren dieser "Schotterpassverbindung" war offiziell noch wegen Wintersperre verboten, deswegen auch das Schild. Soweit ich mich erinnern kann, wird diese Sperre erst Mitte Juni aufgehoben.

trincerone hat geschrieben:
Die SL in Bazena habt ihr nicht zufällig gesehen? Auf dem Weg nach Breno müsste eine Schigebiet unterhalb des Croce Domini liegen, 2 SL an einem Albergo, der "Ort" heißt Bazena.

Diese Schlepplifte sind uns auch aufgefallen - irgendwie meine ich mich zu erinnern, daß einer davon schon ziemlich schrottig war. Wenn es mittlerweile bloß nicht diese Erinnerungslücken gäbe ... hast du eine Aufnahme von diesem Ort?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 08.08.2006, 1:13 
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RetroRebel
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Nein ich bin leider nie in Bazena gewesen. Drauf gestoßen bin ich bei der Planung meiner Tour, als ich sich wenige Tage vor Abreise nicht abzeichnete, dass bis zum 31.12. eine Bleibe für Sylvester gefunden werden könnte und ich anfing, einfach auf meinen topographischen Karten alle Orte nach dem Symbol mit dem roten Haus abzusuchen um dann im Internet Anfragen zu stoßen. Dabei stieß ich auf Bazena (das im Rahmen des Verindungsprojektes Maniva - Bazena - Gaver auch wieder auftauchte) mit seinen beiden SL. Fand ich irgendwie faszinierend auch von der abgeschiedenen Lage her, allerdings fürchte ich, die laufen nicht mehr.

Im Prinzip liegen die wenn man den Pass runterfährt relativ bald nach der Passhöhe, wo die Straße einen Knick nach Norden mach. Außerdem Albergo ist da sonst nicht viel, die Straße darüber ist der Teil, der im Winter gesperrt ist, ab Bazena ist offen. Ein paar Bilder des Ridugios gibts hier:

http://www.altaquota.it/SchedaRifugio.a ... fugio=294#


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 Betreff des Beitrags: Re: Fundamenti Tour Vers. 2.0, Tag 4
BeitragVerfasst: Di, 20.07.2010, 19:47 
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... ich schreib das mal hierrein ...

Dasdana wird nach diversen Spekulationen um 3SB, 4SB, KSB... eine DSB von CCM. Na immerhin einigermaßen stiltreu.

hier die ersten Bilder vom Bau:
http://www.funivie.org/cantieri/display ... =132&pos=4

@Alpenkönig: könntest Du die links updaten, damit Deine schönen Bilder wieder geladen werden?

Merci

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 Betreff des Beitrags: Re: Fundamenti Tour Vers. 2.0, Tag 4
BeitragVerfasst: Mi, 21.07.2010, 9:34 
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CV hat geschrieben:
Dasdana wird nach diversen Spekulationen um 3SB, 4SB, KSB... eine DSB von CCM. Na immerhin einigermaßen stiltreu.

Ich glaube die Bahn wird eine Sensation hinsichtlich Lift/Pistenkilometerverhältnis. Nach dem Bau der DSB erhöht sich die Anzahl der Pistenkilometer von 20 auf 50 :roll:.
Zitat:
Thanks to the new chairlift Persole - Dasdana our ski area will be enriched by more than 30 kilometers of new ski slopes

http://www.manivaski.it/

CV hat geschrieben:
@Alpenkönig: könntest Du die links updaten, damit Deine schönen Bilder wieder geladen werden?

Volle Zustimmung, ich würde die legendäre Fundamenti Tour auch gerne noch mal mit Bildern anschauen.
Da waren extrem interessante Sachen dabei!


Zuletzt geändert von Mt. Cervino am Do, 05.08.2010, 13:03, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fundamenti Tour Vers. 2.0, Tag 4
BeitragVerfasst: Mi, 21.07.2010, 9:34 
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CV hat geschrieben:
Dasdana wird nach diversen Spekulationen um 3SB, 4SB, KSB... eine DSB von CCM. Na immerhin einigermaßen stiltreu.

Ich glaube die Bahn wird eine Sensation hinsichtlich Lift/Pistenkilometerverhältnis. Nach dem Bau der DSB erhöht sich die Anzahl der Pistenkilometer von 20 auf 50 :roll:.
Zitat:
Thanks to the new chairlift Persole - Dasdana our ski area will be enriched by more than 30 kilometers of new ski slopes

http://www.manivaski.it/

[quote="CV"]@Alpenkönig: könntest Du die links updaten, damit Deine schönen Bilder wieder geladen werden?
Volle Zustimmung, ich würde die legendäre Fundamenti Tour auch gerne noch mal mit Bildern anschauen.
Da waren extrem interessante Sachen dabei!


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 Betreff des Beitrags: Re: Fundamenti Tour Vers. 2.0, Tag 4
BeitragVerfasst: Mi, 21.07.2010, 11:52 
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Nach Stubaier Zählung oder wie?

Wenn man auf der HP unter "Piste" alle Pisten zusammenzählt, wo was von "Dasdana" oder "Persole" steht (12-18), kommt man auf 11,1km . Gibt's einen Plan, wo die neuen Abfahrten eingezeichnet sind?

SL Zocchi soll wohl auch mit einem CLF ersetzt werden ...

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Neu: Überblick Berichte Ski-Saison 1.10.2017-30.9.2018 (106 Tage, 73 Gebiete)


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 Betreff des Beitrags: Re: Fundamenti Tour Vers. 2.0, Tag 4
BeitragVerfasst: Mi, 21.07.2010, 12:39 
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RetroRebel
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Hm... der Hang da oben ist nett und interessant. Die restlichen Neubauten konnten mich bisher weniger überzeugen. Die Modellationen der Piste dort sind gemäßigt, aber nehmen dennoch den Spaß, zumal das alte trassé, wo vorhanden, sehr nett ist. Die Verkürzung und Stilllegung verschiedener Anlagen stelt für mich auch nicht gerade einen Fortschritt dar und die neue Bahn zur Maniva-Passhöhe ist auch eher na ja. Alles in allem hatte ich sehr gemischte Gefühle dort...

_________________
http://www.youtube.com/watch?v=7kQNFyEI2rs

... the echo of a distant time ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Fundamenti Tour Vers. 2.0, Tag 4
BeitragVerfasst: Mi, 21.07.2010, 19:51 
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::: trincerone hat geschrieben:
Alles in allem hatte ich sehr gemischte Gefühle dort...


naja, mal sehen, wie`s wird... in dubio pro reo! :)

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BeitragVerfasst: Mi, 11.08.2010, 21:52 
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ah, jetzt sehe ich die Bilder zum ersten mal. Auf Drängen meiner Freundin wollte ich mich letztes Jahr nicht mit den in der Ferne nähernden SUVs auf der Verbindung zum C. Domini anlegen und hab auf der Schotterpiste kurz nach dem Abzweig zur Troposcatterstation den Rückwärtsgang eingelegt.

Damals wurden die Appartementblöcke kurz unterhalb des Manivaskigebiets angesprochen. Wir hatten letztes Jahr auf der Talfahrt ins Val Trompia dort angehalten, weil da eine Art kleiner Markt mit Ständen aufgebaut war. Also verkommen tuen diese zumindest nicht. Vielleicht haben die auch Abnehmer gefunden, die diese nicht wegen des nahen Skigebiets sondern wegen der Aussicht gekauft haben (und um der Hitze vielleicht zu entfliehen)


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