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BeitragVerfasst: Sa, 27.09.2008, 19:53 
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Hallo,

gehört hab ich schon davon, aber wo gibt es solche Abfahrten mit "integrieten" Abseilstrecken?

Und gibt es da auch Abfahren in welchen man sich nicht gleich den Hals bricht (also nicht zu extrem)?

Vg
Franz

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Zuletzt geändert von baeckerbursch am Sa, 27.09.2008, 20:07, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Sa, 27.09.2008, 19:57 
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RetroRebel
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Angeblich an der Zugspitze: Neue Welt -> Ehrwald. Und ich meine über die Tofana di Mezzo sowas gelesen zu haben, man nutzt den Klettersteig.

Ansonsten kenne ich das eher für den Einstieg: wenn der sehr steil ist bei Rinnen wird angeseilt, damit einem nicht das passiert, was ich mir am Mont Fort mal genauer in der Realität angesehen habe... wird zB üblicherweise wohl an der Malfatta in Alagna so gemacht, wobei die Locals den Einstieg auch ohne Seil fahren sollen...

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BeitragVerfasst: Sa, 27.09.2008, 20:11 
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Zitat:
wenn der sehr steil ist bei Rinnen wird angeseilt


Würde ich gerne mal sehen wie das gemacht wird. Zu schnell kann der Fahrer ja nicht sein - man muss ja irgendwie das Seil ausgeben können. Und mehr als max. 70m sind ja auch nicht drin - ein längeres Seil nimmt ja keiner mit.

Zitat:
Angeblich an der Zugspitze: Neue Welt -> Ehrwald.
Hab mir nicht gedacht das da so etwas geht.

Es sollte - jedenfalls für den Anfang - wohl doch eher eine "einfachere" Abfahrt (also ohne "Mont Fort Effekt" :wink: ) sein. Sprich - wenn man auf der Abfahrt fällt bitte nicht gleich ins Grab.

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BeitragVerfasst: Sa, 27.09.2008, 20:29 
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RetroRebel
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Ich glaube, beim Abseilen im Einstieg geht es auch nicht um schifahren, sondern nur um das runterlassen der Person auf den ersten allersteilsten Metern, die schifahrerisch zu anspruchsvoll für jeden Nicht-Extremschifahrer wären. Also ich stelle mir das so vor, dass man einen Rinne mit einem schmalen Einstieg von vielleicht 55° hat, die dann nach 20 - 30m breiter wird und nur 45° flacher werdend aufweist. Dann würde man eben diese 30m abseilen. So kenne ich es von den Bildern. So wird es wohl auch auf der Forcella Staunies Rückseite gemacht, hab ich glaube ich mal irgendwo gesehen.

Es gibt aber wohl auch Routen, bei denen man über die Felsen abseilen muss, aber das dürfte noch extremer sein bei Schnee und Eis. Meines Erachtens sind das nur die extremen Routen, bei denen so etwas nötig ist. Sprich: wenn es keinen Mt-Fort-Effekt gäbe, bräuchte man sich ja nicht anzuseilen, denn genau das, soll das seil ja verhindern. Natürlich kann man sich auch bei der Dachseinüberquerung anseilen, das macht dann eben nur nicht wirklich einen Unterschied... :)

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BeitragVerfasst: Sa, 27.09.2008, 20:35 
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Ich hab mir was nach dem Motto vorgestellt:

Seil dich 1 oder 2 Absteilstrecken mit je 50m ab (von mir aus gerne über Felswände), und du kommst auf wunderschöne Freeridehänge die dich auf unverspurten Hängen bis ins Tal führen.

Gibts aber, glaube ich, nicht :(

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BeitragVerfasst: Sa, 27.09.2008, 20:38 
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Wie es Trinc schon angedeutet hat, gibt's zwei utnerschiedliche Typen:

Einstieg in die Abfahrt durch Abseilen, z.B. von einer Scharte in eine Rinne hinab, oder über eine Wächte drüber rein. Grad im vergletscherten Gelände wird das immer häufiger, da die obersten Teile von ehemals schön gefüllten Firnrinnen ausapern etc. Oder der Gletscher ist zurückgegangen und anstatt einer bequemen Einfahrt gibt's jetzt 10m oder mehr felsdurchsetzte Zone. Uns ist es so passiert bei der Abfahrt Granatspitzen-Sattel - Kalser Tauernkees (Gebiet Rudolfshütte): an sich eine einfache Genussabfahrt, aber durch Gletscherschwund ist der Einstieg nunmehr ungut. Wir haben das dann mit kurzem Abseilen (Ski auf dem Rücken) überwunden. Was aber auch öfter gemacht wird, ist, dass die Ski angeschnallt sind und man per side-stepping bzw. ganz vorsichtig langsam seitwärts rutschen abgelassen wird. V.a. wenn das Gelände nachfolgend steil bleibt würde ja das Anschnallen der Ski u.U. einiges an Problem verursachen. Bekannte Beispiele hierfür sind der Übergang über den Col de Chardonnet am Anfang der Haute Tour Chamonix-Zermatt. Auch im Cosmiques Couloir (Abfahrt von der Aig. du Midi nach Chamonix/Mont Blanc Tunnel) wird das erste Stück abgeseilt.

Der zweite Typ wär Abseilen über eine Unterbrechungsstelle (wie z.B. in der von Trinc erwähnten Abfahrt von der Zugspitze runter auf die Tiroler Seite). Weiteres Beispiel (wobei es sich nicht um eine extreme Abfahrt, sondern um eine zwar schwierige, aber durchaus öfters befahrene Route handelt) wäre die Fluderrinne am Dachstein, wo man - schon relativ weit unten - über eine felsige Unterbrechungsstelle abseilt (hier natürlich mit Ski am Rucksack). Natürlich hat man beim Vorhandensein derartiger Unterbrechungsstellen bei einem Sturz oberhalb der Unterbrechungsstelle u.U. ein schwerwiegendes/fatales Problem.


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BeitragVerfasst: So, 28.09.2008, 10:48 
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baeckerbursch hat geschrieben:
Ich hab mir was nach dem Motto vorgestellt:

Seil dich 1 oder 2 Absteilstrecken mit je 50m ab (von mir aus gerne über Felswände), und du kommst auf wunderschöne Freeridehänge die dich auf unverspurten Hängen bis ins Tal führen.

Gibts aber, glaube ich, nicht :(


Weichei! 1-2 Seillängen werden heutzutage übersprungen :wink:

http://de.youtube.com/watch?v=G0SDQcm0VcU

Wobei man zugeben muß das der Mensch dabei jetzt auch nicht die allerbeste Figur machte. 72m waren allerdings zu diesem Zeitpunkt Weltrekord.


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BeitragVerfasst: Mo, 29.09.2008, 23:03 
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Ich bin auch schon einiges am Seil abgefahren. Teils auch einfach wegen der hohen Lawinengefahr bei Haengen >60°. Also etwa wenn die ersten 40-50m nach dem Einstieg wegen Steilheit so gefaehrdet fuer Lawinen sind, dass man reinfaehrt, versucht was abzutreten und dann nach der Seilllaenge aus der direkten Gefahrenzone schon draußen ist.

Die Abseilstelle auf der Fluderrine bin ich bisher aber immer gesprungen. So wild ist die wirklich nicht. Abseilen bei Unterbrecherstellen muss man halt dann, wenn die Landung flach ist, oder der Sprung zu hoch wird, in der Landung Baeume stehen, etc....

Teils bin ich auch Strecken einfach zur beruehigung angeseilt runter. Auf der Raxalpe gibt es eine Rinne wo man bei etwa 50° so 20HM durch einen 80cm-120cm breiten Felsdurchlass durchmuss (Aufstieg ist hier je nach Schneebedingungen nicht moeglich). Beim ersten Mal hab ich mit einem Freund per seitlichem Boardverkanten in den Felsen die Stelle gemeistert, was nicht sehr angenehm ist, mit Skiern haette ich mich da nicht durchgetraut. Seitdem haben wir hier aber lieber ein Seil mitgenommen.

Als Snowboarder kann man auch felsige sehr steile Stuecke auf der Frontside langsam runterhuepfen wenn man mit den Haenden gute Griffe findet. Das geht erstaunlich gut mit ein bisserl Uebung (an ungefaehrlichen Stellen ueben). Die Kante macht sowas ueberraschend gut mit.

Geben tut es Abfahrten wo man sich abseilen kann/muss eigentlich auf den meisten felsigen Bergen, aber meist lassen sich solche Stellen halt leicht umfahren/umgehen. Gerade wenn man in unbekannte Gebiete fahert, hab ich aber gerne zur Sicherheit auf Steilabfahrten ein 50m Seil mit sowie Klettergurt/Bandschlinge/Karabiner. Dies insbesondere im steilen Wald. Dank Seil kann man halt auch in Steilstuecke reinfahren wo man bei der Einfahrt nicht sehen kann, ob diese befahrbar sind oder nicht, ohne Seil muss man halt hauefig passen und der Sicherheit zuliebe auf eine unbekannte Abfahrt verzichten bzw. fremden Spuren nachfahren.

Allerdings hab ich auch schon ein par Mal erlebt, das Boarder/Skifahrer die Spuren gefolgt sind von der Bergrettung geholt werden mussten, da die Spurleger eben mit Seil unterwegs waren.


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BeitragVerfasst: Mo, 01.12.2008, 23:01 
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Hier müsste man eigentlich die gesamte Neue Welt erkennen können. Auf der "Felsnase" (Mitte rechts oben) ist die Bergstation der DSB. Leider weiß ich den genauen Routenverlauf nicht, geschweige denn, wo die Abseilstellen (nach meiner Kenntnis sind es zwei) sind.
Das Foto ist übrigens von diesem Februar, Standort ist oberhalb Lermoos im Grubigstein.

Bild

Wäre schön, wenn jemand genaueres weiß, Ihr dürft das Foto auch gerne zum rummalen nehmen. :D


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BeitragVerfasst: Di, 02.12.2008, 3:33 
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Schau mal hier:

http://groups.google.com/group/de.rec.a ... e64a238035

Da sind 2 Bilder verlinkt. Eines davon mit eingemalter tour (wohl etwas falsch), beim anderen sieht man die Routenverlauf besser und auch die Abseilstelle deutlich.

Das währe mal ein netten Projekt für´s Frühjahr.

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BeitragVerfasst: Di, 02.12.2008, 9:56 
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baeckerbursch hat geschrieben:
...
Das währe mal ein netten Projekt für´s Frühjahr.


Ja, das gehört sicherlich zu den Sachen, die man mal machen sollte. Vor allem für Bergsportbegeisterte aus dem Raum Oberbayern und Ausserfern.
D´accord, Frühjahr dürfte die geeignete Jahreszeit sein.

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BeitragVerfasst: Mo, 09.03.2009, 5:39 
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Ich wollte das Projekt Zugspitze noch mal beleben, nicht das wir es vergessen :mrgreen:

Momentan sind die Bedingungen ja nicht gerade optimal - aber das kann sich ja schnell ändern :D

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BeitragVerfasst: Mo, 09.03.2009, 10:45 
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ähm, im Prinzip ja.
Aber kennst Du Dich mit sowas aus?
Hab neulich einen Bericht hier geschrieben, Montesoft Vincent XP. Schau´s Dir mal an. Da sind wir so ein Abseil-Couloir ohne Seil durchgefahren.
Aber wie gesagt, jederzeit gerne.

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BeitragVerfasst: Mo, 09.03.2009, 21:27 
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Zitat:
Aber kennst Du Dich mit sowas aus?


Kommt darauf an. Mit dem Board fahre ich dir überall runter; Abseilen ist auch kein Problem (das erforderliche Material dazu sowieso nicht; ich könnte sogar einen Akku Bohrhammer mitnehmen um eine Abseilstelle einzurichten :lol: )

Nur die Kombination hab ich halt noch nicht gemacht. Man müsste sich halt nur überlegen ob man sich für die Aktion einen Guide nimmt - ortskundig bin ich an der Zugspitze nämlich nicht.

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BeitragVerfasst: Mo, 09.03.2009, 21:39 
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@Baeckerbursch: Du hast PN von mir.

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