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| Herzogstand - steil & stürmisch ./reportagen-f8/herzogstand-steil-stuermisch-t5079.html |
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| Autor: | téléski [ So, 22.02.2026, 17:14 ] |
| Betreff des Beitrags: | Herzogstand - steil & stürmisch |
Es war windig bis stürmisch gestern am Herzogstand, aber es gingen sich ein paar gute Abfahrten aus. Die erste Kabine war fast voll, was mich doch überrascht hat. Auch waren zwei Snowboarder dabei, für die der Skilift doch recht anstregend sein muss. Die Talabfahrt hat man leider eingestellt, sonst ist aber alles wie immer. Ein paar Bilder habe ich noch gemacht: ![]() In der Talstation steht das alte Schild. Wie gesagt, die Ski-Abfahrt mit dem Bus-Shuttle gibt es nicht mehr. ![]() Die Schnellfallgrenze lag etwas über der Talstation der Pendelbahn, insofern war es oben noch recht pulvrig. ![]() Blick auf die steile Trasse, da blies es teilweise recht kräftig. ![]() Der Schlusshang zur Talstation ging wie immer sehr gut. ![]() ![]() Ist schon eine steile Angelegenheit. Mein erster Bügel hatte noch etwas Schnee drauf und schwupps war er bei der Einfahrt in das Steilstück weg. ![]() Relativ gute Sicht. ![]() Auch neben dem Lift waren einige unterwegs. ![]() Am Totpunktausstieg, hat immer das Gefühl von einem Aufzug auf den letzten Metern (Gesichter sind übrigens mit KI verfremdet). ![]() Blick auf den Kochelsee. ![]() Richtung Süden nach Mittenwald war die Sicht teilweise weniger gut. ![]() Die Flanke ist immer wieder beeindruckend. ![]() Zwischendurch gab es starke Böen, die die Liftfahrt durchaus interessant machten. ![]() Von der Talstation rauf zum Herzogstandhaus geschaut, die meisten suchten ihr Glück im Tiefschnee. ![]() Und nochmal der Wald mit dem Lift - wo ist Walter? ![]() Man gibt sich extrem viel Mühe mit der Präparierung, die natürlich heute unter der Neuschneeauflage kaum zu sehen war. ![]() Wieder trafen ein paar stürmische Böen die Trasse. ![]() ![]() Bei so einem Einzellift ist das stürmische Wetter immer weniger kritisch finde ich. Im Gegenteil, es kann dem Besuch durchaus noch aufwerten. ![]() Weiter oben, sieht gar nicht so steil aus. ![]() Auch wenn die Teller für Snowboarder gedacht sind, habe ich mir ab und zu einen gegönnt. Man ist ja keine 20 mehr. ![]() So schaut's dann von oben aus. ![]() Der Weg zum und vom Lift ist landschaftlich toll und durchaus anspruchsvoll. ![]() Gäbe es doch den Sessellift noch... Auch wenn die Talabfahrt eingestellt wurde (allerdings nicht aufgrund von Schneemangel o. ä.), bleibt uns hoffentlich der Lift noch lange erhalten. Ein echtes Kleinod. |
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| Autor: | intermezzo [ Mi, 25.02.2026, 15:35 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Herzogstand - steil & stürmisch |
Boah, ist der Lift steil! Das ist ja eine richtige Ansage. Das Hochwinterliche kommt bei diesen Bildern eindrucksvoll zur Geltung. |
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| Autor: | téléski [ Sa, 14.03.2026, 12:17 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Herzogstand - steil & stürmisch |
Ich hatte die Gelegenheit, auch noch einen Blick in das Archiv der Herzogstandbahn zu werfen. Insbesondere wollte ich natürlich die Herkunft des Skilifts klären. Aus einem Schreiben geht hervor, dass der Impuls für einen Skilift unter anderem vom Ski-Club Kochel kam, die sich vom damaligen Eigentümer Nebelhornbahn AG wohl eine entsprechende Trainingsmöglichkeit wünschten. 1961 ging der Wunsch schließlich in Erfüllung und ein durch Müller installierter Skilift ging in Betrieb. Müller hatte nach dem Unfall am ESL die neuen Seitwärts-Sessel geliefert, was vielleicht für die notwendigen Kontakte gesorgt hat. Könnte das eventuell sogar die einzige Anlage von Müller in Deutschland gewesen sein, die direkt durch GMD geliefert und erbaut wurde? Der Skilift war allerdings kürzer und begann ungefähr an dieser Stelle: ![]() Technische Daten: Geschwindigkeit: 2 m/s Beförderungsleistung: 250 P/h Schräge Länge: 290 m HU: 145 m Spurweite: 2,5 m Stützen: 3 Schleppmittel: 12 Klemme: DM-Hakenklemme Nennleistung Motor: 25 PS Leider gibt es im Archiv kein Bild des ersten Lifts mehr, aber vielleicht ergibt sich aus dem Plan eine Möglichkeit, eine baugleiche Umlenkstation bei einer Anlage in der Schweiz zu identifizieren? ![]() Der Lift kam wohl besser an als gedacht und so plante man gegen Ende der 1960er Jahre die Erweiterung. Inzwischen waren auch Gehänge von SEBA an der Anlage in Betrieb, doch den Umbau übernahmen die Kollegen aus Wolfurt. Der Plan sah vor, die Anlage nach unten zu verlängern, was die Länge um 160 m und den HU um ca. 60 m erhöhte. Beförderungsleistung und Geschwindigkeit wurden dabei auch gesteigert (2 m/s > 2,65 m/s; 250 P/H > 736 P/h), die Anzahl der Gehänge verdreifacht. Die ehemalige Stütze 3 war für die erhöhte Belastung nicht ausgelegt und wurde durch eine „Fachwerkstütze C“ auf einem etwas erhöhten Fundament ersetzt. Die Stütze von GMD wurde zur neuen Stütze 2, die man allerdings durch „das Anschrauben zusätzlicher Fachwerksockel“ auf die Seilhöhe von 8 m brachte. Hier zu sehen: ![]() Zusätzlich setzte man eine einseitige Krag-Blechstütze als Stütze 1 ein. Auch die Talstation wurde ersetzt und am Berg das Gebäude nach hinten um ca. 2 m verlängert, um den neuen Deutz-Dieselmotor unterzubringen. Die Erweiterung ist hier gut zu erkennen: ![]() Wie der ursprüngliche „VW-Industriemotor“ in der Bergstation untergebracht war, konnte ich nicht ermitteln. 1970 ging der umgebaute Skilift in Betrieb. Was die Steigung betrifft: lt. Plan kommt die Anlage im unteren Bereich, ungefähr in der Mitte zwischen Stütze 1 und 2, auf eine Steigung von 91,98 %. Das dürfte die steilste Stelle sein. |
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