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BeitragVerfasst: Do, 10.10.2013, 17:01 
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Nachdem meine beisherige Mittelformatcamera aufgrund diverser Defekte leider unbrauchbar geworden war, schaffte ich mir eine (mittlerweile bezahlbare) gebrauchte Hasselblad Cam mit zwei Zeiss Objektiven an.
Immer noch in begrenzter Menge erhältlich sind die hankonfektionierten Kodak Aerochrome 1443 Filme als 120er Rollen.
Was lag also näher, als sich diesen Spätsommer mal wieder etwas intensiver der Farbinfrarotphotographie zu widmen und vielleicht sogar den Film in dem Sinne einzusetzen, für den er eigentlich entwickelt wurde. So entstanden neben den "üblichen Bildern", die man so in Color Infrarot macht, zusätzlich einige Aufnahmen hinunter ins Tal und auf die Rückzugesbereiche von Gletschern, die sehr interessant sein können.
CIR dient ja ursprünglich zur Unterscheidung von Objekten die visuell sehr ähnlich sind eignet sich excellent, um Vegetation in einem Maß zu erfassen, das im VISuellen Bereich nicht möglich ist.
Ursprünglich hatte ich vor, noch Vergleichsbilder auf normalem Farbfilm (VIS) aufzunehmen. Leider gelang es mir allerdings nicht, rechtzeitig ein funktionierdenes Zweitfilmmagazin zu besorgen, so dass in der gesamten Zeit ausschließlich CIR Bilder entstanden sind.
Es handelt sich bei den folgenden Bildern ausschließlich um Aufnehmen, die nur gemacht wurden, weil mich die Motive in CIR interessierten. Sonst habe ich keine Photos gemacht.

Teil 1: Gletscherrückzug und Gletscherwasser

Bild
^^Morteratschgletscher mit Bovalhütte und dem stark erodierenden Moränenbereich. Rot erscheint das Chlorophyll im Pflanzengrün.
Zur Interpretation der Moränenbereiche beim zweiten Bild mehr, wo es offensichtlicher ist.

Bild
^^Hier deutlich besser erkennbar:
Rot: Lebende Pflanzen mit IR-Abstrahlung. Offensichtlich findet auf den staubig schmutzigen Flächen auf dem Eis bereits teilweise eine erste Ansiedlung irgend welcher Vegetation statt.
Bläulich bis dunkelgrau-bläulich: Eisunterfütterte oder wässrige Gesteins- oder Schuttfelder mit eher geringer Überdeckung,
Schön auch zu erkennen der Übergang zwischen den angeschütteten und freigelegten Bereichen der Moräne. Die Aufschüttungen, die teils eisunterfüttert sein dürften, heben sich gut vom darüberliegenden Relief ab.
Offenkundig die dunklen Bereiche aus dünn bedeckem Eis auch im Moränenbereich, die deutlich weiter herunterreichen, als die eigentliche Zunge.

Bild
^^Der Gletscherboden wird bereits von Vegetation besiedelt, die sich noch an den Wasserläufen konzentriert.
Die stabilisierten Moränenbereiche bewachsen ebenfalls teilweise. Teile sind auch noch instabil und unbewachsen.
CIR-typisch zeichnen sich die Wasserläufe sehr gut ab.

Bild
^^Der Tschiervagletscher floss noch in den 70er Jahren bis in den Talboden. Zuvor traf er sich dort mit dem Roseggletscher.
Auf seinem Rückzug hinterlässt er eine gigantische "Wunde" in der Landschaft. Ein eigenes Tal.

Bild
^^Wenn das irgendwann mal einigermaßen stabil und nicht mehr so steinschlaggefährdet ist, würde ich in diese perfekt geformte Landschaft gerne mal hineinwandern. Im unteren Bereich könnte das evntuell schon jetzt möglich sein?

Bild
^^Seitenmoräne in "Konkurrenz" zur bereits vor langer Zeit größtenteils erodierten und weitgehend längst bewachsenen Bergflanke des Piz Tschierva.
Einzelne Rinnen und Abhänge sind offenbar noch instabil.
Oben die Tschiervahütte.

Bild
^^Seitenmoräne auf der Rosegseite. Unten der See, den der Roseggletscher zurücklies. Gefüllt mit graugrünem Gletscherwasser. Ich weiß übrigens nicht, welches Metall, Erz oder Mineral die trübe, Grau Grün Weiße Färbung verursacht. In CIR zeichnet sich das Wasser stark von der Umgebung ab. Im Bild eher Blau dargestellt, weil grün als Blau wiedergegeben wird. Pflanzengrün wird aufgrund der IR-Abstrahlung des Chlorophylls Rot.

Bild
^^Der Lej Palü ist noch ein sehr schönes Beispiel für Gletscherwasser.

Bild
^^Auch der Lago Bianco ist mit diesem Wasser gefüllt. (Sorry für den Lichteinfall. Keine Ahnung, was ich da gemacht habe)

Bild
^^Lago Bianco Richtung Süden

Weitere, andere Bilder folgen...


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BeitragVerfasst: Do, 10.10.2013, 22:23 
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Genial! Du bist von einer anderen Welt, und das meine ich im positiven Sinne! Zum Teil wahnsinnige Aufnahmen, und die entsprechenden Erläuterungen sind auch enorm informativ. Grosses Kino.


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 Betreff des Beitrags: CIR - Golf - Kodak Aerochrome
BeitragVerfasst: Fr, 11.10.2013, 8:46 
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@intermezzo: Besten Dank!

Teil 2: GOLF

Nicht, dass ich selbst Golfspieler wäre, aber dennoch kann ein Golfplatz, der nachmittags im schönen Seitenlicht steht, interessante Motive bieten, wie es beispielsweise in Alvenau Bad der Fall ist. Somit kann auch für den Nichtgolfer ein Besuch durchaus lohnenswert sein.
Meine Hoffnung, dass die unterschiedlichen Kleider der Golfspieler sich durch den Film auf einen für ihn typischen Farbstil reduzieren, hat sich größtenteils erfüllt.
Gelbe und Weiße Kleidung wurde Weiß, Schwarze, und Dunkelblaue wurde meistens Rot und Rote Kleidung wurde Gelb. Zwischentöne wurden insgesamt weniger bildwirksam. So entstand aus den im sichtbaren Bereich eher weniger aufeinender abgestimmten Farben ein eineitlicherer Farbstil, der sich vorwiegend in Weiß, Gelb und Rot darstellt. Einzelne dunkle Elemete der Kleidung, die kein IR reflektieren, wurden auch Schwarz.

Bild
^^Dieses Teichphoto ist etwas reichlicher belichtet, als die Anderen, was den kräftigen Ton der Schatten in den Bäumen erzeugt.

Bild
^^Alles mit Polfilter, deswegen der sehr dunkle Himmel und in Kombination mit IR das Fehlen fast jeglicher Fernwirkung.

Bild
Bild
^^Der Kontrast zwischen der Kunstlandschaft Golfplatz und der Umgebung kam allerdings etwas weniger zur Geltung, als ich beabsichtigt hatte.
Das Licht kam im Ergebnis dann allerdings gemäß meinen Vorstellungen heraus.

Bild
^^Hier nochmal ein Belichtungsvergleich zum ersten Golfbild.
Etwas knapper und der Berg im Hintergrund erscheint deutlich differenzierter.


Weitere, andere Bilder folgen...


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BeitragVerfasst: Sa, 12.10.2013, 11:33 
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Teil 3: Leere

Wenn man nicht viel im Portraitbereich oder einfach der Menschenphotographie macht, sondern im Gebirge wandern geht, bieten sich natürlich immer "normale" Landschaftsmotive an, die man in IR umsetzen kann.

Mein Focus lag hier auch nicht vordergründig darin, Seilbahnen oder sonstige Infrastruktur mit einzubinden, sondern möglichst Aufnahmen, die nicht nur vollkommen frei von irgendwelcher Infrastruktur sind, sondern im Besonderen sogar vollkommen frei von irgendweclchen Spuren, die Mensch oder Tier hinterlassen haben.
Das gestaltet sich im doch sehr stark genutzen Alpengebiet oft schwierig, wenn man sich nicht nur auf Photos von Gipfeln beschränkt, sondern Hochebenen und Täler aufnehmen möchte.

Achtet man genau darauf und nimmt man diese Spuren nicht nur einfach aus dem Bildausschnitt heraus, ist dies bei drei Aufnahmen von nur zwei Motiven (einmal Hochebene mit See und einmal Tal), die wirklich "leer" waren, gelungen.

Bild
^^Lej Prüna, aufgenommen von der Fuorcla Prüna kommend. Die ehemals offizielle Wanderroute hier ist teils weglos. Die Landschaft ist im Bereich des Sees unberührt. Ok, hier könnte auch ein Weg sein, den ich einfach weggelassen hätte, aber es ist hier tatsächlich nichts (außer vielleicht einigen übermalten Markierungen)

Bild
Bild
^^Der Talschluss des Val Prüna. Hier ist die Wanderung weglos und somit bietet sich ein unberührtes Tal.
Durch eine erodierte Mulde meandriert der obere Ova Prüna.
Eigentlich das einzige Motiv das der "Leere" entspricht, die ich einfangen wollte.


Teil 3: Normal

Wesentlich unschiweriger ist es, wenn man sich einfach nur darauf konzentriert, irgendwie "schöne" Landschaftsaufnahmen zu machen.
Schönheit liegt natürlich immer im Auge des Betrachters, insofern sollte sich - wer immer auch das hier liest - nicht darüber wundern, wenn sie/er diese ganzen Aufnahmen überhaupt nicht schön findet.
Es folgen also zusammenhangslose Aufnahmen, die man schön finden könnte, oder auch nicht.

Bild
^^Abends auf Muottas Muragl Richtung Piz Kesch

Bild
Bild
^^Am Julierpass

Bild
^^Lägh da Bitabergh

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Bild
^^Lägh Da Cavloc

Bild
^^Piz Alv

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^^Val Da Fain

Bild
^^La Stretta im Val Da Fain.
Der Piz Alv kommt quasi wortwörtlich zur Geltung.


Teil 5. Duocolor

Verwendet man anstatt des üblichen Gelb- bzw. Gelborange Filters ein Rotfilter, setzt sich das Bild nur noch aus hauptsächlich zwei Farben, nämlich Rot und Infrarot, die wiederrum als Grün und Rot wiedergegeben werden, zusammen.
Es entsteht ein eigenwilliger Bildstil ohne Weißableich, sondern eher mit "Gelbabgleich".

Bild
Bild
^^Am Julierpass

Bild
^^Lago Bianco

Zuletzt noch eine Aufnahme zur IR-Refelexion von Textilien:

Bild
^^Hier hatte ich es umgekehrt erwartet. Die Dunkelblaue Jacke vermutete ich in Schwarz und die neutrale Sonennbrille in Rot durchsichtig.
Beides ergab genau das Gegenteil.

Verbliebe noch zu erwähnen, dass die Aufnahmen zwar mit Film für den professionellen Einsatz entstanden sind, allerdings weder der genaue Zustand der Emulsion, noch der Entwicklungsprozess E6 oder die Objektive mit nicht für IR entwickelten Vergütungen Ergebnisse hervorbringen, die sich tatsächlich wissenschaftlich auswerten ließen oder irgendwie wirklich präzise wären.


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BeitragVerfasst: Sa, 12.10.2013, 22:13 
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Zitat:
sondern möglichst Aufnahmen, die nicht nur vollkommen frei von irgendwelcher Infrastruktur sind, sondern im Besonderen sogar vollkommen frei von irgendweclchen Spuren, die Mensch oder Tier hinterlassen haben.
Das würde übrigens sogar im dünn besiedelten Nordskandinavien schwierig ...

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Da ich hier wie im Alpinforum von den Anhängern der Corona-Sekte verfolgt werde, werde ich hier nichts mehr schreiben oder lesen.
Meine Berichte sind ab sofort nur noch auf meinem Blog: http://blog.inmontanis.info
Überblick Ski-Saison 1.10.2020-30.9.2021 (102 Tage, 52 Gebiete) & Meinung zu Corona


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BeitragVerfasst: Do, 17.10.2013, 12:59 
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RetroRebel
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Wow! Geniale Bilder! Leider gerade nur überflogen, ich hoffe ich habe am Wochenende etwas Zeit für eingehendere Studien.

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BeitragVerfasst: Do, 07.11.2013, 23:57 
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RetroRebel
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In der Tat faszinierende Bilder. Im MF halt eh noch mal anders. EIR und Hochgebirge ist aber auch eine tolle Kombination.

Hattest Du den Film gepullt? Die Rottöne sind ja echt moderat, bei den Aufnahmen von den Seen ganz am Anfang dachte ich erst, der sei in AR5 entwickelt - nur hatte mir Kodak vor einem halben Jahr mitgeteilt, dass nach deren Kenntnisstand das niemand in Europa mehr entwickle... :(

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BeitragVerfasst: Fr, 08.11.2013, 10:07 
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Ich habe 4 Filme belichtet - 3x standard E6 und einmal pull -2/3, weil ich den Belichtungsmesser falsch eingestellt hatte ;-)
Zwischen den verschiedenen Dias habe ich aber keinen für mich so sichtbaren Unterschied in Dichte, Kontrast, Sättigung etc. feststellen können.
::: trincerone hat geschrieben:
Die Rottöne sind ja echt moderat, bei den Aufnahmen von den Seen ganz am Anfang dachte ich erst, der sei in AR5 entwickelt - nur hatte mir Kodak vor einem halben Jahr mitgeteilt, dass nach deren Kenntnisstand das niemand in Europa mehr entwickle... :(
Also zumindest im Original sind die Rottöne eigentlich ziemlich hoch gesättigt. nicht wirklich moderater als bei meinen EIR-Bildern immer. Ich müsste mal einen Direktvergleich machen.
Allerdings ist das natürlich immer so eine Sache, da die Optiken ja sehr unterschiedlich sind und auch die Lichtverhältnisse immer ganz anders.
@AR5: Ich habe bei dem Luftbildbetrieb, der damals meinen Film entwickelt hat nachgefragt. Das Labor ist abgebaut, aber der damalige Laborchef hat offenbar die Anlagen mitgenommen und könnte eventuell noch etwas damit machen. Ich habe denen meine Kontaktdaten gegeben und gebeten, diese weiterzureichen. Vielleicht bekomme ich irgendwann mal eine Rückmeldung dazu.
Was mir allerdings unwahrscheinlich erscheint ist, dass jemand solche Maschinen privat betreibt und dann auch noch AR5 Chemie verfügbar hat. Falls ich irgendwann mal eine Rückmeldung bekomme, werde ich die Info hier weitergeben.


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BeitragVerfasst: Fr, 08.11.2013, 23:18 
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RetroRebel
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Danke für die Infos.

@Rottöne: also bei mir haben die ohne Pullbelichtung idR ein ultraknalliges Magenta, wobei a) dein Filter leicht anders getönt sein könnte und b) sicherlich nicht so sattes Berggrün in der zweiten Jahreshälfte dankbarer ist, also mein Mai-Grün was ich da zT so hatte. Ich habe meine EIR idR pull -2 belichtet und damit gute Erfahrungen gemacht. (Ist auch Geschmacksache versteht sich).

@AR5: die Chemie ist vor allem ein Problem. Ich bin mir übrigens fast sicher, dass das quasi der E4 Prozess ist, darum interssiert der mich auch so. Nur kaum, dass ich das glaube herausgefunden zu haben, gibts den AR5 auch nicht mehr. Es ist wirklich zum heulen manchmal.

P.S. Heute habe ich einen Kodak Tungsten Film abgeholt, der seit 1984 (sic!) abgelaufen war. Ich habe ihn pull 1 belichtet und push 2 entwickeln lassen (insgesamt also 3 Blenden überlichtet), weil ich mir SICHER war, dass die Emulsion nicht mehr viel hergeben würde. Denkste! Das Teil ist (leider) fast weiß geworden. Ein paar Bilder hatte ich falsch belichtet und die sind daher zufällig gut geworden. Farben, Dichte: der Film sieht nach 40 Jahren aus wie neu! Irre. ( Habe noch 10 120er Rollen davon, weil ich zu blöd war auf ebay richtig zu lesen. Vielleicht mal ein Grund, doch richtig Mittelformat zu gehen. ;) ).

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BeitragVerfasst: Do, 14.11.2013, 21:40 
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Mein Filter ist der 099 IR von B+W. Das ist das Glas vom damaligen Gelborange nur unvergütet, da B+W wohl keine auf IR abgestimmte Vergütung hat.
Im Vergleich zur Kodak Angabe Wratten ist das Filter also quasi ca. 2 Stufen zu Orange.
Bei gelberen Filtern hatte ich früher einmal ziemliches Pink-Magenta und insgesamt einen stärkeren Blauton in neutralen Bereichen.
Das mit dem 12er Gelbfilter ist nach meinem Verständnis allerdings auch das korrekte Glas für AR-5 und die Verwendung von Optiken/Vergütungen, die auf IR abgestimmt sind. All diese Möglichkeiten habe ich ja nicht.
das Labor, das damals meinen AR-5 film entwickelt hat, gibts übrigens nicht mehr und der ehemalige Laborleiter meinte, dass es seines Wissens in Europa keiner mehr macht.

Hast Du eigentlich mehrere EIRs ergattern können?

Falls Du irgendwann mal Zeit hast, würden mich Ergebnisse Deiner Experimente der letzten Zeit (die Ektachromes und auch die Velvias) sehr interessieren. ist aber halt aufwändig, analoge Vorlagen vernünftig online zu stellen...


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BeitragVerfasst: Sa, 16.11.2013, 15:15 
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RetroRebel
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Danke für die Infos. :)

Ich habe derzeit noch 4 35mm Aerochrome von Deinem Tipp in Canada damals. Ich habe sie noch nicht belichtet, weil ich erstmal die Contax RTS näher kennenlernen wollte und man die FarbIRFilme eben auch nicht einfach mal so verknipst. Mal schauen, wann sich eine Gelegenheit bietet. Im Moment bin ich geneigt, ev. auf ebay nochmal EIRs zu kaufen, aber die selten und mittlerweile SEHR teuer. Irgendwie hoffe ich ja, dass vielleicht irgendein Chinesischer Hersteller die noch mal in Lizenz produziert. Die Nachfrage ist ja schon da. Und wenn abgelaufene Filme auf eBay für 100 EUR weggehen, dann muss sich das doch lohnen...

@Experimente: melde Dich mal per mail. Das was ich bereits digitalisiert hab, schick ich Dir gern. Im Wesentlichen habe ich zwei Probleme: 1. Scannen ist selbst im Profi-Bereich nicht farbrecht. Daher nicht 100% repräsentativ. Und 2.: Gute Profiscans sind fast unbezahltbar (geht Richtung 20 - 30 EUR pro Bild) und alles andere was ich bis jetzt gesehen habe, ist dann doch irgendwo mehr wie auf den Kopierer gelegt (vor allem Minilab = ganz schlimm!). Ich suche da noch nach einem guten Mittelweg. Mittelfristig will ich versuchen ggf. mit der 5d zu digitalisieren; das ist zwar sicher nicht so gut wie die ProfiScans, dürfte aber mal zumindest besser als Minilab sein und kostet nichts. (Plan ist Stativ vom Vergrößerer (hab ich schon) + Makroobjektiv (hab ich noch nicht und Inverterring kann man mE vergessen) + Leuchtplatte (hab noch keine gefunden, die hell genug ist und gleichzeitig bezahlt bar; klar kann man auch eine für 80 EUR nehmen und dann lange belichten, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das will, weil das dann lange dauert). Alternative wäre der gute alte Kopiervorsatz, aber was man so hört, kommt da nicht viel bei heraus; und dann hat man noch das Problem mit der Ausleuchtung, so dass man eigentlich doch wieder eine LED Leuchtplatte braucht (weil: 100% gleichmäßige Ausleuchtung + 100% reproduzierbare Farbwiedergabe und damit Möglichkeit eines wirklich neutralen Weiß).

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