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BeitragVerfasst: Do, 21.08.2008, 19:26 
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Registriert: Sa, 20.10.2007, 18:56
Beiträge: 2107
Die Schweiz besitzt ausser Wasser keine Namhafte Rohstoffe. So lernt man es in der Schule. Stimmt nicht ganz. Wie die folgende Geschichte zeigt.

Schon im Jahre 1207 wurde Nachweislich im Fricktal zwischen Herznach und Ueken Eisenerz abgebaut. 1937 wurde das Bergwerk Herznach eröffnet. Während dem zweiten Weltkrieg musste die Schweiz eine Alternative Quelle für Eisen finden. Daher baute man das Bergwerk mit Staatlicher Förderung aus. 1942 wurde ein Erzsilo gebaut mit einem Fassvermögen von 1000 Tonnen Eisenerz. Am Fuss des Trichterförmigen Silos war die Verladestation für die ebenfalls neu errichtete Luftseilbahn. Aufgrund Stahlmangel während dem Krieg wurde diese von der Firma Von Roll Bern gebaut mit Betonmasten ausgerüstet.
Fortan förderten Dieselloks Eisenerz aus dem Stollen in den Trichter. Dazu wurde oben um den Rand Schienen verlegt. Die Seilbahn förderte nachher das Erz nach Frick und verlief dabei einen Teil der Strecke parallel zur 1927 gebauten Materialbahn der Tongrube Frick. Am Bahnhof wurde das Erz auf Eisenbahnwagen verladen. Im Bahnhof Basel wurde es verschiff und ins deutsche Ruhrgebiet transportiert wo es verhüttet wurde. Im gegenzug erhielt man von Deutschland Roheisen und Stahl. Im Verlauf des Krieges musste aus diversen Gründen wie Bombardierung und Stahlmangel eine Alternative gefunden werden und so wurde das Erz im einzigen Schweizer Hochofen bei der Firma Von Roll in Choindez verhüttet.
Nach dem Krieg schwand die Bedeutung des Eisenerzes aus Herznach. Vor allem weil der Eisengehalt des Erzes zu niedrig war und so die Verarbeitungskosten zu hoch. 1967 wurde die Grube Stillgelegt und die Seilbahn abgebaut. Die Betonmasten standen noch Jahre lang bis sie gesprengt wurden. Das Silo war zu Massiv und rostete so fast 35 Jahre ungenutz vor sich hin. Jetzt wurde es liebevoll renoviert und zu einem kleinen aber aussergewöhnlichen Hotel umgebaut. Selbst die ehem. Grubenbahn wurde wieder aufgebaut und mit zugekauften Original Dieselloks der Firma Ohrenstein und Koppel wieder leben eingehaucht. Die Loorenwagen wurden so umgebaut das darauf ein Tisch und 4 Sitzplätze montiert werden konnten und man so bei einer Abendfahrt ein Appero geniessen kann.

Hab mich da mal umgesehen. Hoffe es interessiert die Exprets in Style. Ich find jedenfalls sehr interessant und stylisch.

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Talstation der ehem. Seilbahn jetzt eine Garage. Darüber das Silo.

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Innen ist alles Rund. Hier der Esssahl.

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Hier schüttete man Früher Erz in die Seilbahn. Das Blechdach hat man mit Glas verschönert.

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Hier verlief einst eine Wendeschleife der Grubenbahn. Die Looren wurden links in den Siloschacht geschüttet.

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Ein paar der wenigen Betonmasten die noch stehen. Baujahr 1941. Alles aus Beton bis auf die Sättel und die Rollen.

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Ehemaliges Kuppengerüst für die Einfahr. War extrem niedrig. Danach folgte ein Niederhalter under der Brücke für die Grubenbahn durch in die Talstation.

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Diesellok der ehem Grubenbahn fährt heute wieder.

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Zum Aperetiv rumpelt die Uralte Diesellok mit 4 Wagen zum ehem. Stollen. Gleise darin sind aber rückgebaut.

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Neben der etwa 300m langen Strecke gibt es noch eine kurze Zweigstrecke zum Parkplatz. Weitere sind im Bau. Das Rollmaterial umfasst neben der Lok 4 Personenwagen, einen 4 Achsigen Transportwagen und eine Loore für Schotter.

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Eine der Looren. Ob Zugekauft oder Original weis ich nicht.

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Im innern des Bergwerks. Viele Stollen sind eingestürzt. Gut zu erkennen der Rostrote Lehm mit grossem Eisengehalt.

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Der ehem Eingang in den Stollen. Gröstenteils verschlossen.

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Deutsche Wertarbeit. Motor ist ein Einzylinder Rohölglühzündermotor mit Schwungmasse.

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Motor mit Stehendem Zylinder. Daneben die Schwungnmasse und der Führerstand.

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Partikelfilter im Untertagebau?? Was das? Motor muss übrigens angekurbelt werden.

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Blick ins innere des ehem Silos. von seinem Ursprünglichen Zweck erkennt man innen nichts mehr.

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Der Zugang erfolgt ausser über die ehem Wartungsluke. Hier zu sehen der ehem Auslass. Darunter durden die Seilbahngondeln gefüllt.

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Wirklich sehr viel Style und etwas besonderes. Schade dass von der Seilbahn nicht mehr übrig ist. Hätte mehr erwartet von der ehem Talsation. Dahinter ist ein Kaninchenstall. Masten steehn nur noch 3.
Hoffe das passt ech besser.

Links:
http://www.bergwerksilo.ch/bergwerksilo_s01.htm


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