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BeitragVerfasst: Di, 08.04.2008, 7:25 
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RetroRebel
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Registriert: Di, 27.09.2005, 10:47
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Gstaad-Skiregion: St. Stephan - Schönried - Saananmöser - Zweisimmen, 27.2.2006

Vorgeschichte: Wenn man der Lenk oder den Hängen darüber skiuralubt, dann bietet sich ein Abstecher in die Gstaad-Skiregion an. Wenn man im Besitz eines gültigen Skipasses Adelbodn-Lenk ist die Tageskarte für die Gstaad-Skiregion zum Preis von 10 CHF erhältlich. Ausserdem kann man viele Talstationen der Gstaad-Skiregion mit dem Zug erreichen.

Gstaad: Ein klangvoller Name! Bei näherer Betrachtung fragt man sich jedoch warum. Gstaad - ein Ortsteil der Kommune Saanen, mit drei kleinen bis mittleren Skigebieten in Ortsnähe - nicht verbunden. Ein etwas größeres liegt oben auf dem Saanenmöserpass; alle Skigebiete sind nicht besonders hoch. Das Dorf ist recht hübsch, aber auch nicht viel anders als andere Schweizer Dörfer. Irgendwie und aus irgendwelchem Grund haben wohlhabende Touristen der frühen Epoche dieses Gebiet für sich entdeckt, in letzteer Zeit scheint aber ein wenig Normalität eingekehrt zu sein.

Das Hauptskigebiet der Gstaad-Skireion stand zusammen mit Eggli-Videmanette bereits seit langem auf meiner Wunschliste. Ich habe mir von diesem Gebiet ein abwechslungsreiches Skigebiet mit schnellen Liften versporchen, das eine gleungene Mischung aus gemütlichem Skifahren und einem hohen Mass an Professionalität darstellt. Um es vorwegzunehmen: Es war wirklich eine Mischung in dieser Art, aber insgesamt nicht in dem positiven Sinne in dem ich es mir erhoffte hatte. Ein weiterer Bonuspunkt war, dass man hier ideal mit dem Zug anreisen kann. Dies bringt sogar den riesen Vorteil mit sich, dass man nicht dahin zurückfahren muss, wo man gestartet ist. Viele Talstationen liegen in unmittelbarer Bahnhofsnähe und dies ist nach wie vor ein grosser Pluspunkt dieses Gebiets.

So sind auch wir an diesem Morgen per Ski und Pendelbahn in die Lenk abgefahren - dabei haben wir noch zwei Wiederholungsfahrten an der Milka-Bahn eingelegt. Per Pendelbus geht's zum Bahnhof, wo das Liniennetz der MOB (Montreux-Oberland-Bernoise) endet. Wir besteigen den Zug und nach wenigen Minuten und etwa 5 Haltestellen steigen wir in St. Stephan-Ried aus, wo wir mit etwa 200 Meter Fußweg die Talstation der Doppelsesselbahn erreichen.


Hier zunächst der Pistenplan. Durch Anklicken lässt er sich in höherer Auflösung in einem separaten Fenster öffnen.

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^^ Pistenplan


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^^ An der Talstation in St. Stephan - DSB Längenbrand. Mit riesigem Sesselabstand und an diesem Tag wohl auch langsamer - nur auf 400 p/h eingestellt. Oben sieht es nach Nebel aus.


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^^ Kurz vor der Bergstation, das Wetter wird besser und rechts ist die neue 4KSB Parwengsattel (Doppelmayr) zu sehen.


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^^ Talstation der neuen Bahn mit dem regional-typischen 180-Grad-Einstieg: genial!


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^^ Mit Doppel-Spannzylinder und ohne Unterverkleidung. Wenns so kommt wie am Metschstand, dann wird die doch noch nachgerüstet.


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^^ Oben wieder Nebel, doch beim Blick auf die andere Seite scheint "blau" durchzukommen; hier die Berg-Tal-Berg-2KSB Parwengsattel-Chaltebrunne-Saanerslochgrat


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^^ Tatsächlich! Der Blick wird frei in Richtung Saanerslochgrat


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^^ Die Talstation in der Mitte der Bahn. Hier kann man die Fahrtrichtung wählen.


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^^ Ankunft am Saanerslochgrat


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^^ Die Poma Rücken-an-Rücken-Gondel, die hier von Saanenmöser aus ankommt. Fast 3 km lang das Teil. Dei Landschaft ist richtig schnuckelig hier!


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^^ Von der Mittelstation der Rücken-an-Rücken-Gondel geht es mit der 3KSB zum Hornberg. An dieser Talstation musste man 10 Minuten warten. Ich glaube, das war Rekord für mich in dieser Saison. Das schöne Wetter ist auch weg - Wolken und Nebel dominieren wieder die Szenerie. Ausserdem ist die Landschaft hier wieder langweiliger.


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^^ Neidischer Blick zum Rellerli-Skigebiet. Das lag die ganze Zeit in der Sonne. Wie kann das sein? Oben am Hornberg haben wir uns übrigens den kurzen Tellerlift Hornberg, der bis ganz rauf geht, gespart. Da war ebenfalls sehr viel Andrang. Und das erschreckende: Am Seyberg ist der Schlepplift stillgelegt. Die Pisten sind nicht mehr erreichbar - ein echter Verlust eines Teilgebiets. Leider habe ich kein Bild von dem stillgelegten Schlepper (Müller) gemacht. Schlepplifte braucht man hier fast nicht zu fahren, denn es sind alles nur kurze Lifte, die kaum zusätzliche Pisten erschliessen. Daher konzentriert sich auch sehr viel Verkehr auf die Hornberg-Bahn.


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^^ Dazwischen lag die Abfahrt nach Schönried. Hier sitzen wir in der 3KSB zum Horneggli. Dies ist die "Schwesterbahn" zur Hornbergbahn. Beide sind um die 2 km lang. Oben deutet sich wieder Nebel an.


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^^ Neidischer Blick auf Saanen - auch hier immer die Sonne. Im Vordergrund ist der WSO-Tellerlift Läger zu sehen.


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^^ Im Läger-Lift, der ein rote Piste bedient (muss erwähnt werder, denn Regelfarbe ist in diesem Skigebiet blau)


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^^ Der Nebel ist weg, die Sicht wird besser. Hier die Bergstation der 3KSB Horneggli. Nebendran im Restaurant waren wir zum Essen (sehr teuer).


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^^ Danach folgte eine lange Zeit ohne Bilder zu machen (hatte nicht so die Lust). Wir waren unter anderm unten in Saanenmöser und sind mit der Rücken-an-Rücken-Gondel zum Saanerslochgrat gefahren und waren nochmal am Parwengsattel. Hier fahren wir bereits nach Oeschseite ab. Über uns die 2KSB Chübeli von Leitner - auch über 2 km lang. Die Piste ist flach und langweilig. Hier ist allerdings (oder deswegen) auch nicht viel los. Aber immerhin leuchtet es am Rinderberg heller. Das lässt sich gut an.


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^^ Jetzt fahren wir von Oeschseite mit der Schwesterbahn zum Büelti am Rinderberg hoch.


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^^ Hier sind wir am Rinderberg. Rechts ist die Bergstation Büelti zu sehen, links die 5 km lange 6EUB zum Rinderberg. Diese ntutz noch Stützenteile der alten Heckel-2EUB.


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^^ Jetzt wird das Wetter nochaml richtig gut und die Laune steigt. Dann noch mal agnz hoch zur Bergstation Rinderberg - übrigens die einzige Stelle im ganzen Skigebiet, die (knapp) über 2000 Meter hoch liegt.


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^^ Nur ganz oben die Bergstation war in den Wolken. Darunter war das Wetter recht schön un die lange Abfahrt bis runter nach Zweisimmen hat Spass gemacht. Oben ist sie rot (optional) und unten blau. In einigen Abschnitten gibt es auch schwarze Varianten.


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^^ Gleich sind wir unten in Zweisimmen. Die Piste endet nah am Bahnhof.


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^^ Für die Eisenbahnfans: So sieht ein (alter) Zug der MOB aus.


Bald erreichen wir die Lenk, wo wir auf den Bühlberg-Bus steigen, mit dem Schlepper auf den Pass liften und den Rest des Tages in Form von 2 Abfharten am Luegli verbringen. Hier ist unsere Welt und wir bereuen es nicht, den Tag in der Gstaad-Skiregion nicht bis zur letzten Minute ausgenutzt zu haben.


Fazit: In diesem Hauptgebiet der Gstaad-Skiregion (Name fällt mir nicht ein, weil fast jährlich wechselnd) wurden die Anlagen früh auf einen hohen technischen Stand gebracht mit modernen Umlaufbahnen und kuppelbaren Sesselbahnen. An den "schnuckeligen Ecken" wurden die Schlepper stehen gelassen oder die Ecken wurden geschlossen. Dass die verbleibenden kurzen Schlepperhänge attraktiv sind, beweisen zeitweilige Wartezeiten an diesen Liften. Bei den längeren Pisten mag keine so rechte Fahfreude aufkommen. Durchaus kurvenreich und mit Gefällewechsel sind sie, aber die Flachstücke sind dann doch oft so flach, dass man nciht schwingen kann und die Flachstücke dann auch zu lang. Die Landschaft im Bereich von Almen, Wald und Waldgrenze mag nach Neuschneefällen idyllisch sein, mit Ausnahme einiger schöner Formationen am Saanerslochgrat war sie mir dennoch zu eintönig. Negativ sind mir weiterhin sehr hohe Preise in der Restauration und beim Skipass (Normalpreise, die wir nicht zahlen mussten), dazu allerorten unsinnige Anglizismen. Die Menschenmassen sind offenbar auch seh rungleichmäßig im Gebiet verteilt, dass es an einzelnen Punkten zu Wartezeiten und Pistenüberfüllungen kommt. Am Rinderberg ist angenehm wenig los - und trotzdem kommt man an der Mittelstation nicht schnell in die Gondeln hinein, da dies ab Tal gut besetzt sind - auch am Nachmittag. Trotzdem war der Rinderberg für mich die positivste Überraschung. Die sehr lange Piste vom Rinderberg bis hinunter nach Zweisimmen ist eine echte Genusspiste. Flach, aber meist schön geneigt zieht sie ewig lang und abwechslungsreich Zweisimmen entgegen. Immer über schönes Almgelände und die eindrucksvollen Eisenbahnanlgen des Talortes vor Augen.

In einigen Jahren wird eine Wiederholung anstehen; allzu sehr eilt es jedoch nicht und in der Gstaad-Skiregion ist vorher noch das Gebiet Eggli-Videmanette an der Reihe.

_________________
Chasseral - "Les derniers vestiges ont disparu - la fin d'un rêve"


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 08.04.2008, 18:28 
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Registriert: Sa, 20.10.2007, 18:56
Beiträge: 2107
Fast das gleiche Fazit wie ich. Nur die Schlepper sind weitaus weniger interessant wie du sagst. Die 2KSB an den Oeschseite-Rinderberg ersetzte 2 Skilifte von Habegger. Der obere ging sogar weiter rauf und hatte eine Zwirbelkurve.

Zu den Liften:
Lätz Güetli: Flacher Anfängerhand ersetzte einen Funischlitten nur für Anfänger geeignet.
Lochstafel: Beschäftigungslift oberer steilerer Teil der Hornbergabfahrt.
Hornfluh: Kultstatus dient als Verbindung zum Horneggli. Piste ist flach und uninteressant der erste Hang direkt am Lift geht noch.
Hühnerspiel: Erschliesst eine etwas steilere Abfahrt allerdings sehr kurz und schmal. Interessant die Hintenrumabfahrt am ehem Skilift Seyberg aber auch flach.
Seyberg (abgebrochen) Steinalter Müllerskilift flache Piste steile Lifttrasse. Piste ist noch über Hühnerspiellift erschlossen.
Saanerslochgrad: kurz und flach. auch nur für Anfänger.
Läger: interessantese Pisten aber auch viel zu kurz.
Birrweid: Anfängerhang flach und grösstenteils durch die Rinderbergbahn erschlossen.

Da sind die Sesselbahnen viel interessanter und vor allem Länger. Die Skilifte stehen meist nur als Beschäftigunslift parallel zu Sesselbahnen.

Die letzten beiden langen interessanten Skilifte waren am Längebrand und Parwengsattel. Lift war von Habegger. Älteres Modell mit Kurve. Der obere neue. Hatten beide eine andere Trasse wie die neue Sesselbahn.

Aber so ein echt interessanter Hang gibt es nicht. Leider.


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