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 Betreff des Beitrags: Ski the East
BeitragVerfasst: Mo, 07.01.2019, 16:07 
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Beim Thema Skifahren in Nordamerika denken wohl die Meisten an Skidestinationen out west, also alles von Colorado über Utah bis nach Kalifornien sowie an die kanadischen Skigebiete wie z.B. Whistler. Aber auch an der Ostküste des Kontinents lässt sich durchaus passabel durch das weiße Gold gleiten, wenn sich die Region nicht in die berüchtigte Ice Coast verwandelt. Das liegt an der geringen Höhenlage der Gebiete - der höchste Berg der Green Mountains in Vermont, Mount Mansfield, ist nur 1.339 m hoch - aber auch an dem extrem volatilen Wetter. So sind kurzfristige Schwankungen von -10° zu +10° keine Seltenheit und der damit einhergehende Regen sorgt binnen kürzester Zeit für grüne Hänge. Für einen mehrere Wochen oder Monate im Voraus geplanten Skitrip aus Europa, wird es damit extrem schwierig. Natürlich setzen die großen Resorts wie z.B. Sugarbush auf Beschneiung, aber den Reiz des Skifahrens in Neuengland machen gerade die vielen kleinen Einzellifte oder kleineren Skigebiete mit ihrer traditionellen Infrastruktur aus.

Aufgrund eines unschlagbaren Angebots und der schon länger bestehenden Einladung von Freunden aus Vermont, haben wir es dieses Jahr dennoch gewagt und sind über Weihnachten nach Neuengland gereist. Dort hatte es eine rekordverdächtige Vorsaison gegeben und die Aussichten für die Feiertage waren extrem gut, bis sich jedoch kurz vor Weihnachten ein Tief ankündigte, das erneut für heftige Niederschläge sorgen sollte. Dieses Mal kam die Luft jedoch aus dem Süden und so ereilte Neuengland das übliche Schicksal von warmen Wetter und den damit einhergehenden Regenfällen. Viele der so spannenden Einzellifte konnte man von der Liste streichen, aber hoffentlich würde es zumindest für ein paar Abfahrten am ESL in Mad River Glen reichen.... Am Wochenende vor Weihnachten trudelten dann die schlechten Nachrichten von den Kontakten zu den Liftbetreibern ein, viele Anlagen würden vorerst geschlossen blieben und signifikanter Neuschneezuwachs war nicht in Sicht. Da ich bereits auf dieses Ergebnis eingestellt war, fiel die Enttäuschung auch nicht allzu groß aus. Dennoch kann ich im Rückblick sagen, dass es tolle Skitage waren und ich die für mich wichtigsten Ziele doch noch befahren konnte.

Wir landeten am Sonntagabend in Boston und wollten eigentlich noch bis nach Vermont fahren, entschieden uns dann aber spontan für ein Hotel in Flughafennähe. Der Flug war von starken Turbulenzen geprägt und wir ziemlich erschöpft, da würden weitere vier Stunden im Auto keine so gute Idee sein. Dafür waren wir früh im Bett und jetlag-typisch genauso früh wieder auf den Beinen. Noch schnell ein kurzes Frühstück um 05:30 Uhr bei Panera, dann ging es bereits auf die menschenleere Interstate Richtung Vermont. Gegen 10 Uhr stellte ich den Wagen auf dem Parkplatz von Mad River Glen ab -natürlich startete der Urlaub direkt mit einem Skitag. Auf dem Hinflug hatten noch wir eine massive virale Druckbetankung durch einen mitreisenden Passagier, eine Erkältung somit nur eine Frage der Zeit. Daher kam dem Skifahren an den ersten Tagen natürlich eine umso größere Bedeutung bei (wie könnte es auch anders sein...). Tatsächlich setzte der Infekt bei uns, zusammen mit den nächsten Regenfällen, einige Tage später ein.

Die Tageskarte an der Liftkasse schlug mit 89 Dollar zu Buche. Online hätte es für den Tag einen Rabatt von ca. 11 % gegeben. Mit Hilfe von statistischen Modellen werden hier die Preise dynamisch gestaltet, dabei liegt das Minimum bei 19 Dollar. Als Leihski gab es einen Dynastar Legend X96, der mit 50 Dollar am Tag als High-Performance-Ski bepreist war. Gefiel mir sehr gut und ich fragte mich einmal mehr, wieso ich nicht endlich auf einen All-Mountain umsteige, wenn man damit so entspannt und gleichzeitig so sportlich Skifahren kann. Zumindest bei den Lifttickets sieht man schon das deutlich andere Preisniveau im Vergleich zu den europäischen Skigebieten, nur am 29. Januar kann man für 3,50 Dollar den ganzen Tag Skifahren, wenn die Preise aus dem Eröffnungsjahr als Aktion angeboten werden.

Der einzige Feiertag in den USA ist Christmas Day, also der 25.12.. An diesem Tag werden am Morgen die Geschenke verteilt, die in der Nacht zuvor durch Santa Clause gebracht wurden. Christmas Eve oder Heilig Abend hat somit nicht die gleiche Bedeutung wie bei uns, auch wenn man sich in den Familien durchaus zum gemeinsamen Abendessen trifft. Am 26.12. geht es dann ab auf die Piste, dafür muss man aber schon einen der raren Urlaubstage aufbringen (es schwankt stark je nach Zugehörigkeit zum Unternehmen, aber weit verbreitet sind 10 Urlaubstage im Jahr plus eine Anzahl an Krankheitstagen, die vom Arbeitgeber bezahlt werden - teilweise werden diese aber auch wieder mit den Urlaubstagen verrechnet). Somit war am 24.12. relativ wenig los, wobei das genau genommen ja auch in Deutschland kein Feiertag ist. Die berühmt-berüchtigten 45 Minuten Wartezeit am Single Chair durfte ich also nicht erleben. Wie schon an anderer Stelle geschrieben, gibt es im Großen und Ganzen nur zwei Status in MRG: entweder rammelvoll oder entspannt bis leer. Denn nur bei Neuschnee kommen hier viele her, das sonstige Rumrutschen auf den Groomers oder den abgefahrenen (vereisten) Hängen ist nicht ganz so beliebt. Auch ist die durchschnittliche Geschwindigkeit deutlich langsamer als hier in Europa, ich habe mit meiner zügigen Fahrweise fast immer alle anderen Skifahrer überholt (bis auf die unpräparierten schwarzen Abfahrten, da war es genau andersrum).

Dabei muss ich zugeben, dass selbst die Bedingungen an Heilig Abend für mich persönlich fantastisch waren. Natürlich schwingt da auch ein wenig die Aufregung mit, aber die präparierten Abfahrten waren ein Traum. Griffiger Schnee (trotz des Regens ein paar Tage zuvor), verwinkelte Waldabfahrten, nichts los. DIe leichteren unpräparierten Abfahrten gingen auch sehr gut und waren schön selektiv. Die schwarzen Abfahrten ließ ich am ersten Tag noch aus. Und dann setzte am Nachmittag starker Schneefall ein, es konnte also nur noch besser werden.

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Der erste Blick vom fast leeren Parkplatz aus, ein Traum wird gleich wahr. Links sieht man den ESL, hinten startet der Sunnyside Chair genannte CTEC-Rebuilt einer Müller-DSB, den ich allerdings kaum gefahren bin, da fast alle Abfahrten vom ESL erschlossen werden.

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Der erste Blick auf Upper Antelope, der easiest way down vom Gipfel mit einem leichten Gegenanstieg. Links geht es in den Catamount Bowl.

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Blick zurück zur Bergstation des ESL, dahinter die Schutzhütte Stark's Nest sowie der Einstieg in die Fall Line. Rechts weg geht es direkt unter dem Lift die Chute runter.

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Zum Einfahren wuselte ich die Groomers, die präparierten Pisten runter, namentlich eben Upper Antelope und Catamount. An der Mittelstation könnte man direkt wieder nach oben fahren oder es auf dem arg flachen Broadway gemütlich angehen lassen. Natürlich kann man auch in die Woods...

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Wie passend für Weihnachten. Genauso entspannt war die Stimmung im gesamten Gebiet. Klar, heute war kein Powder-Day, wo jeder Run zählt und es keine Freunde gibt, aber insgesamt geht es einfach viel gemütlicher zu als in Europa.

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Auf dem Broadway. Hinten oben endet die DSB und man sieht den Teil, der nicht durch den ESL erschlossen wird: Fox, Vixen und Quacky

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Die Fortsetzung von Broadway geht in den East Way über, dort kann man dann je nach Belieben auf alle möglichen grünen bis doppelschwarzen Pisten abbiegen. Das hier müsste Porcupine sein. Bisschen eisig hier und da, aber gerade das selektive Fahren machte irgendwie Spaß.

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Liftkreuzung auf dem Easy Way

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Der blaue Schlusshang namens Waterfall mit der Base Area. Die Müller-Übungs-DSB Practice Slope Chair ist heute nicht in Betrieb, für wen auch (außer vielleicht für mich). Auch hier wurden die Centerpole-Sessel schon entfernt und gegen, ich glaube, Modelle von Borvig ausgetauscht.

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Blick zurück, oben ist die Bergstation der DSB zu sehen. Ganz eisige oder apere Stellen sind abgesteckt, ansonsten sieht es hier sehr natürlich aus.

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Nun fahren wir eine kleine Runde mit dem ESL...

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Der einzige Abschnitt am ESL, der keine offzielle Abfahrt ist

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Über der Lift Line, die auch in einem solchen Zustand befahren wird. Hier findet einmal im Jahr die Unconvetional Terrain Competition statt:



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Blick auf die Sonnenseite - ganz rechts verläuft der vierte und letzte Lift (vom Seillift abgesehen), eine, von den Sesseln abgesehen, weitestgehend im Originalzustand erhaltene, aber dringend renovierungsbedürftige Müller-DSB von 1967, genannt Birdland Chair. Bedient jedoch auch nur einen Anfängerhang und war mangels Andrang nicht in Betrieb.

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Gleich sind wir an der Mittelstation, die einen eigenen Facebook-Account besitzt. Der entsprechende Liftler war nicht im Dienst, sein Kollege aber genauso witzig drauf. Leider ging der Lautsprecher im Verlauf des Nachmittags kaputt.

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Über der Chute. Hier sind fast alle runter, mir war es etwas zu viel. Ein kleiner Skizwerg stürzte weiter oben über ein Kliff, überschlug sich drei Mal, stand wieder auf und fuhr unbeeindruckt weiter. Dafür gab es Applaus aus dem Lift.

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Der Goldstandard einer Ostküsten-Abfahrt

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Der Lift ist natürlich eine Schönheit...

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...und die Konstruktion der Bergstation auch nicht zu verachten

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Einer der vielen Wanderwege

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Auf der Sonnenseite

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Wo genau steht eigentlich die höchste DSB-Stütze? Daneben ist schön zu sehen, was man hier zigfach am Berg beobachten konnte: gefrorene Wasserläufe unter dem Schnee.

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Auf der Chipmunk. Hier und da musste man einfach ein bisschen aufpassen, aber die Leute fahren alle sehr eigenverantwortlich.

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Am Ausstieg des ESL

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Der Schneefall setzte ein, was der Stimmung keinen Abbruch tat. Es machte eigentlich nur noch mehr Spaß.

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Tolle Winterlandschaft

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Wieder auf dem Broadway

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Der lichte Bewuchs hatte was, aber auch die schmalen und kurvigen Waldabfahrten machten viel Spaß.

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Weiter unten auf Porcupine, es konnte nur besser werden.

Irgendwann war dann der Jetlag deutlich zu spüren und die Einladung zum Abendessen rückte näher. Auch wenn es noch unzählige interessante Gebiete gibt, war ich doch schwer in Versuchung, am ersten Weihnachtsfeiertag wieder hier Ski zu fahren. Dafür ging es einfach zu gut, es war so wenig los, der ESL ist sowieso genial und Kaiserwetter war auch vorhergesagt.

Fortsetzung folgt...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski the East
BeitragVerfasst: Mo, 07.01.2019, 20:57 
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Einfach nur genial, Danke.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski the East
BeitragVerfasst: Mo, 07.01.2019, 21:42 
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Sehr sehr schön! Danke!

Obwohl ich nie im Leben nach Nordamerika fliegen würde nur um dort Ski zu fahren, muss ich zugeben, dass mich Deine beeindrückenden Bilder aus Mad River Glen völlig fasziniert haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski the East
BeitragVerfasst: Di, 08.01.2019, 18:04 
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Vielen Dank Euch.

Kaliningrad hat geschrieben:
Obwohl ich nie im Leben nach Nordamerika fliegen würde nur um dort Ski zu fahren, muss ich zugeben, dass mich Deine beeindrückenden Bilder aus Mad River Glen völlig fasziniert haben.

Ich hoffe das ist kein Freudscher „Vertipper“. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski the East
BeitragVerfasst: Mi, 09.01.2019, 20:13 
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Am nächsten Tag gab es Kaiserwetter und ich entschied mich dafür, erneut Mad River Glen anzufahren. Von den offenen Gebieten hätte mich noch Smuggler’s Notch interessiert, das zwar ein Skiresort ist, aber ausschließlich fixgeklemmte Doppelsessel von Hall betreibt - wie ich finde mit die schönsten Anlagen. Aber so sparte ich mir insgesamt vier Stunden Fahrt und konnte zudem bei der Bescherung dabei sein. MRG öffnet am ersten Weihnachtsfeiertag erst um 12:00 Uhr, es sollte also ein recht kurzer Skitag werden.

Meine Leihski wurden mir am Vortag zurückgelegt, so konnte ich direkt starten. Los war kaum etwas, spätestens nach einer Stunde war man fast immer alleine unterwegs.

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Wie immer ging es mit einer gemütlichen Fahrt auf der Upper Antelope los - hier der Rückblick zur Bergstation des ESL

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Traumhaft schön

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Weiter unten auf Porcupine, die leichte Neuschneeauflage war toll zu fahren

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Blick nach unten, auch die Fernsicht war fantastisch

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Vom Gipfel kann man über das Champlain Valley in Richtung der Adirondacks schauen - dort liegt der bekannte Wintersportort Lake Placid und einige schöne LSAP. Ein kleineres Skigebiet mit zwei Sesselliften gehörte einer Zeit lang einer Sekte, die ziemlich aggressiv auf Besucher reagierte. Nachdem ich vor zwei Jahren eindeutige Schilder auf der Zufahrt zu sehen bekam, habe ich auf eine Anfrage verzichtet. Mittlerweile hat das Gelände einen neuen Besitzer, die Lifte wurden aber wohl bis auf die Stationen abgetragen.

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Der Ausstieg war ja u.a. ein Grund für das Verbot von Snowboardern. Man muss sich schon recht stark wegstoßen.

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Blick die Chute hinauf - viel los war wirklich nicht

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DIe DSB ggü. ist kaum zu sehen

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Winterstimmung

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Camel’s Hump, dessen markante Form von dieser Seite nicht zu sehen ist

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Es haben doch einige der DSB den Vorzug ggü. dem ESL gegeben, mich hat sie nicht so gereizt

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Oder ich bin einfach nur antizyklisch gefahren, jetzt waren doch auch am ESL ein paar Sessel besetzt :)

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Zoom zur Bergstation der DSB

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Jetzt bin ich auch mal rauf, für die Sicht war es schon toll

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Mit ein bisschen Schieben ging es zur Birdland DSB rüber. Hier ist man mal mit der Raupe drüber, aber es war doch ziemlich eisig.

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Wie es mit dem Lift genau weitergeht, wird derzeit beraten. Es ist auch möglich, dass man hier eine Gebrauchtanlage aufstellt. Wäre ihn natürlich trotzdem gerne mal gefahren, hat auch noch eine schöne Portalstütze an der Talstation.

Eigentlich wollten mir ein paar Mitarbeiter das Skigebiet vorstellen, doch eine Kollegin hatte sich kurz vor Weihnachten ein Bein gebrochen und jetzt brannte die Hütte. So nahm mich die Ski Patrol mit für eine Runde durch das Gebiet und v.a. auf die Abfahrten, die ich bisher noch nicht gesehen hatte. Über die Klippen auf der Chute musste ich nicht springen, das war schon klar. Aber mal die schwarzen Abfahrten durch die Woods, das sollte ich nicht verpassen. Unsere Fahrten waren geprägt von gegenseitigem Respekt, ich bekam hier und da ein paar Tipps, aber nie belehrend. Das hat mir gut gefallen. Fotos konnte ich in der Zeit nicht machen, das sollte ich später nachholen.

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Am ESL ist im Dezember die Sonne relativ früh weg, also holte ich mir die hellen Gläser für die Skibrille. Es war hier zwar etwas kälter, aber mit der Ski Patrol wurde mir schnell wieder warm.

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Wieder rüber geschaut zu den Adirondacks

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Ein paar Meter an der Talstation aufgestiegen und man kommt hier raus - Fall Line. Unten geht es zur double black Paradise, die heute gesperrt war. Oben ist Lake Champlain zu sehen, der sich bis nach Kanada zieht und hier Vermont von New York trennt. Dahinter wieder die Adirondacks.

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Auf dem Foto kommt es leider nicht so gut rüber, aber wenn man von dem schmalen Waldweg kommt und sich dann das Panorama eröffnet, sieht das schon sehr schön aus

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Es geht hinab auf der Fall Line. Zu meiner Überraschung machte das richtig viel Spaß.

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Es war recht steil und abgefahren, aber diese Art der Entschleunigung gefiel mir

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Der untere Teil der Abfahrt, Creamery

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Es wurde immer ruhiger und die Sonne würde bald untergehen. Natürlich ging die Zeit viel zu schnell vorbei, ich trank trotzdem kurz eine heiße Schokolade in der Base Lodge.

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Auf der Sonnenseite...

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Blick in die Ferne

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Catamount Bowl - hier bevorzugte ich die gewalzte Abfahrt

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Die verwinkelten Abfahrten vor Camel’s Hump

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Der letzte Sessel…

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Wieder zurück im Champlain Valley, konnte ich noch das „Alpenglühen“ der Green Mountains betrachten. Natürlich ohne Filter.

Ein paar Tage später war am Abend Frage- und Antwortstunde mit dem General Manager und dem Kernteam von MRG. Ich konnte daran auch teilnehmen und saß in einer Menge von etwa 40 Skifahrern. Die Stimmung war sehr gut und ich kam mit vielen ins Gespräch. Wie ich es auch schon Tage zuvor am Berg erlebt habe, war hier eine lockere Stimmung mit einer sehr angenehmen Einstellung. So beschloss ich am Ende, ein Teilhaber in der Kooperative zu werden. Neben einem Schweizer, bin ich jetzt anscheinend erst der zweite Europäer. Klar ist es ein bisschen verrückt, aber mich das Konzept und die Mission vollkommen überzeugt:

Zitat:
“… to forever protect the classic Mad River Glen skiing experience by preserving low skier density, natural terrain and forests, varied trail character, and friendly community atmosphere for the benefit of shareholders, area personnel and patrons.”

Fortsetzung folgt...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski the East
BeitragVerfasst: Mi, 09.01.2019, 22:49 
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... noch beeindruckender ... ;) danke!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski the East
BeitragVerfasst: Mo, 14.01.2019, 19:11 
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Witziges Gebietchen mit dem ESL, würde ich auch besuchen, wenn es in Europa wäre, aber .. USA-typisch zu viel Bäume für meinen Geschmack. Wobei das eine Bild auch im Appennin hätte sein können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ski the East
BeitragVerfasst: Mo, 14.01.2019, 21:02 
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Ist das „zu viele Bäume“ eine neue Entwicklung?

Mir hat es erstaunlich gut gefallen, durch diese schmalen und verwinkelten Waldpisten zu düsen. So gut, dass es davon kaum Bilder gibt. Zum Glück war wenig los, denn bei dem eher langsamen Tempo dort, hätte ich sonst wohl relativ schnell bei der Ski Patrol vorstellig werden müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ski the East
BeitragVerfasst: Mo, 14.01.2019, 21:40 
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téléski hat geschrieben:
Ist das „zu viele Bäume“ eine neue Entwicklung?
Nicht ganz, denn genau dieser waldige Mittelgebirgscharakter hat mir an den Skiberichten aus den USA noch nie gefallen, ich wusste es früher nur nicht in Worte zu fassen. Natürlich mag ich auch gern schmale Waldpisten und schmale Waldskirouten, aber die Chance auf guten Schnee im Wald ist in Europa doch recht gering (bzw. selten) und so hat man oft nur die Pisten, die man fahren kann, während man im lichteren Wald (so ein paar einzelne Bäume) oder oberhalb des Waldes einfach viel mehr Möglichkeiten und viel mehr Aussicht und auch viel mehr Freiheit hat. Bei Schlechtwetter sind Waldpisten natürlich toll, aber ich seh es ja auch im Sommer - der Grund, warum mir die Landschaften in Norwegen oder auf den britischen Inseln so gut gefallen, ist auch, weil man schon auf kleinen Hügeln oben keinen Wald und somit gleich ein viel besseres Panorama hat als in gleich hohen oder höheren deutschen Mittelgebirgen.

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