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Zwischen Lowlands und Highlands
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Autor:  téléski [ Do, 11.10.2018, 16:54 ]
Betreff des Beitrags:  Zwischen Lowlands und Highlands

Schottland hatte ich immer als ein relativ weit entferntes bzw. eher schwer erreichbares Ziel abgespeichert. Dass es aber doch nur ein recht kurzer Flug und eine noch kürzere Autofahrt bis in die wunderschöne Landschaft der Highlands ist, machte einen 3-Tagestrip Anfang Oktober möglich.

Bisher waren die morgendlichen Abflüge in Basel recht entspannt, unter der Woche ist dort eher weniger los. Aber am Wochenende schaufeln die Billigflieger die Urlauber in alle Welt. Und wenn dann noch die Zollkontrollen verschlafen, wird es richtig ungemütlich. Die Leute sind wie Tiere aufeinander losgegangen, um irgendwie ihren Flug zu erwischen, weil nur eine von fünf Kontrollen geöffnet war. Ganze zwei Mitarbeiter des Flughafens waren vor Ort, um das Chaos unter Kontrolle zu bringen (oder: es gar nicht erst zu versuchen). Doch als plötzlich die „final boarding calls“ von den Gates kamen, ging es richtig rund. Nur mit einem schönen Sprint erreichten wir das Gate im letzten Moment.

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In der Stadt selbst war noch nicht wirklich viel los, aber es sammelten sich bereits die ersten Touristengruppen vor den Hotels und einige Handgepäck-tauglichen Trolleys klapperten über die Bürgersteige. Wir hatten vorab ein nettes Café gefunden und genossen erst mal ein gute Frühstück nach dem Stress am Flughafen. Klar war nur, dass wir nicht lange in der Stadt bleiben würden, denn die sind doch mittlerweile alle irgendwie gleich überfüllt. Der Plan war, den ersten Tag eher am Meer zu verbringen, Tag zwei dann im Cairngorms NP und den letzten Tag im Trossachs.

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Die Kulturlandschaft nördlich von Edinburgh war sicher noch kein Highlight und wir fuhren etwas planlos durch die Gegend. Alle paar Kilometer erwischte uns ein Regenschauer, ehe es direkt wieder sonnig wurde. Nach Dundee entschieden wir uns für Nebenstraßen am Meer entlang und stießen durch Zufall auf einen schönen Strand in Lunan Bay. Neben dem Parkplatz gab es ein kleines Café - endlich wieder einen guten Scone essen.

Die Nacht verbrachten wir in Stonehaven und stoppten deshalb am späten Nachmittag noch an Dunnottar Castle. Es sitzt nett auf einer Landzunge, aber der Wind hatte stark aufgefrischt und war ziemlich kalt, so dass wir relativ schnell wieder auf der Straße waren.

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Tag 2 begann ohne Black Pudding und ohne Porridge - ich kann sowohl auf das gebackene Schweineblut als auch auf das englische, mit Wasser gekochte Porridge verzichten. Das schmeckt einfach nur mit sehr lange und schöne cremig gerührter Milch. Statt dessen gab es ein halbes Kilo Toast.

Wir machten uns auf den Weg und mit jedem gefahrenen Kilometer wurde die Landschaft interessanter. Loch Muick war unser erstes Ziel...

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Da wir in der Nähe von Balmoral sind, hatten wir mit deutlich mehr Leuten gerechnet. Doch der Parkplatz war nur sehr spärlich gefüllt und nach ein paar Minuten war niemand mehr zu sehen. Tolle Landschaft hier, v.a. die vielen unterschiedlichen Herbstfarben von dunkelgrün bis orange!

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Nach einer Stärkung in Ballater ging es für uns weiter nach Lecht. Glenshee hätte zwar Sommerbetrieb angeboten, aber warum für den Poma Dreier einen Umweg machen!? Die Straße hoch nach Lecht war interessant und es war kaum noch was los. Dafür erreichten uns so langsam die Regenwolken aus dem Nordwesten.

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Irgendwo zwischen Ballater und Lecht

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Der Sommerbetrieb in Lecht wurde schon Mitte September eingestellt, bei dem nasskalten Wetter hätte ich auch auf eine Fahrt verzichtet, oder auch nicht. :) Interessant, wie viele KSSL es in Glenshee und hier gibt.

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Wir erreichten unsere Unterkunft in Grantown-on-Spey am frühen Nachmittag und im strömenden Regen. Heute würde nicht mehr viel passieren. Also machten wir ein wenig die Sportläden in Aviemore unsicher und deckten uns mit Sachen für den Herbst ein. Die SSB war (und ist immer noch) außer Betrieb. Anscheinend haben sich Fundamente bewegt und man führt nun Untersuchungen durch.

Am nächsten Morgen hatte sich das Wetter beruhigt und der letzte Tag stand an. Natürlich wollten wir noch zum Ben Nevis und im weiteren Verlauf nach Glencoe, auch wenn die DSB auf Grund des starken Winds schon seit Tagen nicht in Betrieb war.

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Durch eine wunderschöne Landschaft ging es in Richtung Fort William. Nach dem Wechsel von der A9 auf die A86 waren wir wieder relativ alleine unterwegs, nur der Wind war unser Begleiter. Ich konnte mir noch nicht vorstellen, dass die EUB in Betrieb sein würde, aber auf der Homepage war die Bahn auf grün.

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Und tatsächlich, hier unten war es relativ windstill. Wir wurden allerdings beim Kauf der Tickets darauf hingewiesen, dass es oben ziemlich „shaky“ werden könnte.

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Auch hier war nichts los

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Die Baumgrenze ist erreicht und es wird windiger

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Man sieht es noch nicht, aber der Wind war hier gut zu spüren

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Direkt nach der Ausfahrt machten die meisten Kabinen direkt einen Satz nach rechts

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Man hat den Pistenplan wohl mal erneuert und die geplanten Anlagen entfernt?

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Weiter oben verschwindet ein relativ steiler T-Bar in den Wolken und dem Matsch des Digitalzooms

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Die DSB Great Glen war bereits abgesesselt

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Es blies ein heftiger und eiskalter Wind, lange würde ich es hier nicht aushalten

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„Sessellift ins Nichts“

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Ziemlich trashig hier oben, drinnen stand noch ein Spielhallen-Skisimulator aus den 1990ern

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Auf der Talfahrt, jetzt wurde es interessant. Wir hingen sicher noch schräger in der Luft.

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Tolle Aussicht

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Kaum wieder unten, riss es oben kurz auf

Zeit für ein gutes Mittagessen und danach die vorletzte Strecke bis in das Trossachs. Dass das folgende Abschnitt vermutlich die Haupt-Touristenroute zwischen Edinburgh, Glasgow und Inverness/Loch Ness ist, merkte man schnell. Es waren viele Busse Marke „China-Tours“ unterwegs, dazu Motorräder und Wohnmobile.

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Bei Ballachulish

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Als anständiger Tourist knipst man natürlich auch die anständigen Touristenmotive, hier: „The meeting of the three waters“.

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Auf der Hochebene nach Glencoe wurde die Aussicht immer besser, der wird aber auch immer stärker. Kein Wunder, dass die DSB nicht in Betrieb war. Seit wann läuft der ESL eigentlich nicht mehr als Zubringer für die MTB-Trails?

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Blick vom Parkplatz Rtg. Westen, es lagen auch einige Lifteile (Stützen, etc.) rum

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Tolle Aussichten am Lochan na h-Achlaise

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Und wieder echt schöne Farben

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Ein award-winning Zwischenstopp an einer Tankstelle

Den restlichen Tag verbrachten wir in diversen Wäldern des Trossachs. Nicht so „enchanted“ wie gedacht, aber trotzdem ein guter Ausklang.

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Kunst im Wald

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Schottland im Herbst ist eine klare Empfehlung - wir kommen defintiv wieder!

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