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BeitragVerfasst: Di, 16.01.2018, 9:05 
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Lauchernalp im Lötschental --- 12. Januar 2018 --- Flashback



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Überzeit kompensieren, ein freier Tag lockt. Im Nordteil des Schweizer Alpenraums ist dichter Hochnebel angesagt, im Wallis hingegen Sonne pur. Und nach dem vielen Schnee der vergangenen Tage, lautete bei uns die Devise: Ab in die Berge. Dabei wie immer die Kardinalsfrage: Wohin? Die Wahl war dann überraschend, und zwar ratzfatz, getroffen: Lauchernalp im Lötschental. Das letzte Mal war ich vor rund 30 Jahren dort, genauer 1987. Und damals war ich zur exakt gleichen Zeit in diesem nördlichen Oberwalliser Skigebiet. Schnee hatte es auch damals viel, so meine nicht mehr ganz so taufrische Erinnerung. An was ich mich aber noch sehr genau zu erinnern vermag: Es war im Januar 1987 bitterlich kalt - oben im Skigebiet hatten wir Temperaturen bis um die Minus 35 Grad Celsius. Naja, lustig war das nicht wirklich. Egal, tempi passati.


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Was zählt, ist das JETZT. Und dieses Momentum war gestern obergenial. Das Wetter top, die Schneeverhältnisse bombastisch. Schnee bis zum Abwinken, kein Eis, null Steine. Griffiger, Pulverschnee. Nur in den Bereichen, in denen Schneilanzen stehen, war es nicht so gut. Aber das ist Herummäkeln auf höchstem Niveau. Das Skigebiet hat mich positiv überrascht. Ich hatte es deutlich langweiliger in meiner Erinnerungskiste. 55 Kilometer Pisten an diesem Sonnenhang sind nicht ohne, hinzu kommt, dass der Varianten es viele gibt. Und die Pisten sind grösstenteils sehr abwechslungsreich - und allesamt schön laaaaang und mit ansehnlichen Höhendifferenzen ausgestattet. Und teilweise gut steil. Vom Variantenfahren will ich schon gar nicht sprechen. Das Skigebiet, das eigentlich ein einziger Freeridehang ist, befindet sich bekanntlich auf einer Höhenlage zwischen 1968 und 3111 Metern über Meer.

Bericht wird laufend aktualisiert.


Unten in Wiler. Kurz nach 9 Uhr morgens mit einer der ersten Gondeln der PB Wiler-Lauchernalp nach oben gedüst:

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Die Lauchernalp, frühmorgens noch in tiefstem Schatten. Mit der Kälte wars gar nicht mal so arg...

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Tourenskifahrer beim Überqueren der Piste «Arbä»:

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Dauerpräsent im Hintergrund: Das 3934 Meter hohe Bietschhorn. Dieser markante Koloss erinnert mich irgendwie an die Bergriesen im Himalaya...

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Die steile und lange 3SB Stafel-Gandegg. Überwindet mehr als 600 Höhenmeter:

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Tief verschneite Bergwelt:

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Besuch von oben - dieses Passagierflugzeug flog bemerkenswert tief:

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Fast noch jungfräuliche Pisten am frühen Morgen:

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Bergstation Gondelbahn Hockenhorngrat auf 3100 Metern:

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Beeindruckende Stütze, nicht nur der Höhe wegen:

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Vergleichweise kurze Trasse:

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Auf dem Hockenhorngrat hat man eine sensationelle Rundumsicht - hier im Zoom die markanten Bergzacken, das sind die Aiguilles Rouges d'Arolla:

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Eisige Sache:

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Der Andrang hielt sich in Grenzen:-)

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Skilift Märwig:

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Weisshorn und Rhonetal im Hintergrund:

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Zinalrothorn und Matterhorn im Zoom:

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Bergstation der neuen 6KSB Lauchernalp-Stafel:

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Bietschorn, tief eingeschneit:

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Baff erstaunt war ich, als ich die besten Spaghetti aglio e oglio seit langer, langer Zeit verspiesen habe. Und das im Oberwallis im hochalpinen Raum. Hätte ich so vielleicht in Zermatt, aber sicherlich nie im Lötschental erwartet, habe ich aber gerne mitgenommen:

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Auf der Lauchernalp:

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3SB Stafel-Gandegg mit Oberwalliser Hochalpenpanorama:

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Trasse der 3SB Stafel-Gandegg, links oben die Bahn auf den Hockenhorngrat:

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Talstation der Umlaufseilbahn auf den Hockhorngrat:

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Im Innern der Kabine:

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Bergstation Umlaufseilbahn Hockhorngrat auf 3111 Metern über Meer und hintendran das 3293 Meter hohe Hockenhorn:

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Blick Richtung Norden ins Berner Oberland - der Hochnebel war extrem kompakt:

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Eindrücklicher Beton-Sockel der Stütze:

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Genussvolle Pisten:

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Skilift Märwig:

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Überreste des alten Tebru-Schleppers:

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Bergstation der PB:

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Müsste eigentlich eines der Skigebiete Unterbäch / Eischoll / Bürchen sein:

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Freeride-Hänge:

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Mein Kollege war zumeist zwischen den Pisten unterwegs:

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Blick ins Rhonetal:

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Auf der Lauchernalp:

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"Vulkan" Bietschhorn:

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Müsste das Weisshorn sein:

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Lötschenlücke und Sattelhorn, dahinter ist der Aletschgletscher:

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Lötschenlücke im Abendrot:

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BeitragVerfasst: Di, 16.01.2018, 9:18 
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Was mich erstaunt, die recht attraktive und steile schwarze Piste an der 3KSB Gandegg hat man aus dem Pistenplan gestrichen:
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Präpariert sie aber trotzdem? Sowas wie am Hasliberg mit dem GlogghuisII ??
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BTW gab es früher nicht noch eine rote Piste an der 15EUB?


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BeitragVerfasst: Di, 16.01.2018, 10:33 
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Ist mir auch aufgefallen, dass die schwarze Piste links von der 3SB im aktuellen Pistenplan nicht mehr aufgeführt ist. Weshalb, das ist mir schleierhaft. Sparmassnahmen? Jedenfalls: Bei meinem Besuch war sie allerdings grundpräpariert, und am darauffolgenden Tag offenbar geöffnet. Es gibt sie also doch noch. Ich bin sie übrigens gefahren. Na ja, war etwas unruhig.

Grundpräparierte Piste Nr. 7 (links im Bild):

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Was eine allfällige rote Piste vom Hockenhorngrat betrifft: das entzieht sich meiner Kenntnis. War ja auch mehr als 30 Jahre nicht mehr dort...


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BeitragVerfasst: Di, 16.01.2018, 18:36 
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Was für beeindruckende Bilder Intermezzo! Ihr habt ja den perfekten Tag erwischt .. und sehr tröstlich die Berge endlich mal mit so einer dichten Packung Schnee zu sehen.

Gibt es keine direkte, inoffizielle Talabfahrt bis zur Seilbahn-Talstation?

Ein durchaus schönes Skigebiet von dem ich früher nie gehört hatte.


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BeitragVerfasst: Di, 16.01.2018, 19:06 
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Danke, Kaliningrad.

Ja, es war eben einer dieser Tage, die man nicht so schnell vergisst (geht jedenfalls mir so). Direkte Talabfahrt gibt es leider nicht mehr. Früher gab es mal eine, und was für eine! Direkt, mehr oder weniger direttissima nach unten zur Talstation. Das ist schade, keine Frage. Aber irgendwie konnte ich das nach diesem Tag verschmerzen. Hatte mein Zeugs (normale Schuhe und so) so oder so in der Bergstation in einem Schliessfach, weil ich mit Zug und Postauto unterwegs war.

Aktueller Pistenplan: siehe ATV weiter oben.

Früher sah es auf der Lauchernalp so aus:

Panoramakarte Lötschental-Lauchernalp 1978:

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Panoramakarte Lötschental-Lauchernalp 1980:

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Als es nur den Skilift gab:

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Lange Schlange am Skilift zwischen Holz und Staffel:

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Die alte PB auf die Lauchernalp:

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BeitragVerfasst: Di, 16.01.2018, 19:44 
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Mal etwas anderes - Stilstudie ein- und desselben Berges (Bietschhorn) im Tagesverlauf:

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BeitragVerfasst: Mi, 17.01.2018, 7:15 
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By the way handelt es sich bei den beiden Bildern mit dem tief fliegenden Passagierflugzeug um eine reguläre Flugverbindung Genf-Zürich, Flughöhe 5300 Meter. War insofern kein Spezialflug, wie beispielsweise ein Showflug im Rahmen des Lauberhornrennens, das an besagtem WE stattfand.


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BeitragVerfasst: Mo, 22.01.2018, 15:10 
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Kaliningrad hat geschrieben:
Gibt es keine direkte, inoffizielle Talabfahrt bis zur Seilbahn-Talstation?


Gibt es sicher. Wobei ich mich nicht darauf geachtet habe, ob die direkte Variante mittlerweile nicht zugewachsen ist. Die offzielle Talabfahrt muss ziemlich langweilig sein. Zumeist ein einziger, langer Ziehweg. Zudem hört diese Abfahrt weit ausserhalb des Dorfes einfach auf. Schleierhaft, wieso dem so ist.


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BeitragVerfasst: Mo, 22.01.2018, 16:20 
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intermezzo hat geschrieben:
Gibt es sicher. Wobei ich mich nicht darauf geachtet habe, ob die direkte Variante mittlerweile nicht zugewachsen ist. Die offzielle Talabfahrt muss ziemlich langweilig sein. Zumeist ein einziger, langer Ziehweg. Zudem hört diese Abfahrt weit ausserhalb des Dorfes einfach auf. Schleierhaft, wieso dem so ist.

Weil dort das Fahrvebot beginnt, (Schlagbaum) davor ist Schwarzgeräumt.

Esgibt folgende Möglichkeit:
https://s.geo.admin.ch/7849d296f9

Der Hang war früher mal durch den ESL Haispiel erschlossen.


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BeitragVerfasst: Mo, 22.01.2018, 16:28 
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Sehr interessante Variante über Haispiel - Danke fürs Einzeichnen. Muss ich das nächste Mal direkt mal ausprobieren.


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BeitragVerfasst: Di, 23.01.2018, 21:06 
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Gutes Restaurant auf der Lauchernalp:

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Nice:

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Der einzige Skilift im Gebiet:

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BeitragVerfasst: Do, 06.12.2018, 22:29 
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Mit deutlicher Verspätung vielen herzlichen Dank für den schön geschriebenen und fast noch besser bebilderten Bericht!
Laut Top-Karte gibt es im oberen Abschnitt der 15-EUB noch den Millibachgletscher, deswegen vermutlich ja auch die langen Spannfelder und das massive Fundament der einen Stütze, oder? Verlaufen denn die Pisten auch auf diesem Eisfeld? Wenn ja, merkt man als Skifahrer etwas davon, z.B. durch gletschertypische Struktur, o.ä.? Und daran anschließend die vielleicht akademische Frage: Würdest Du/würdet ihr das Skigebiet damit auch als Gletscherskigebiet bezeichnen wollen? Denn es gibt ja gar nicht so wenige Gebiete, in denen eine Piste oder ein Teil einer solchen auf Eis liegt, Andermatt/Gemsstock z.B.


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BeitragVerfasst: Fr, 07.12.2018, 10:34 
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@Emilius3557:

Ein grosses Merci für die - keineswegs verspäteten - Blumen;-)

Ja, dort oben hat es noch ein Stück Restgletscher, aber ich glaube wirklich nur noch einen kleinen Resten. Nach diesem super-trockenen und warmen Sommer ist möglicherweise gar nichts mehr da. Vielleicht war ja irgendwer aus dem Forum kürzlich dort im Sommer oben?

Als Gletscherskigebiet würde ich die Lauchernalp nun nicht bezeichnen, genauso wenig wie den Gemsstock (auch wenn es spärliches Gletschereis hat).


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