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BeitragVerfasst: Di, 16.01.2018, 8:51 
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RetroRebel

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Auch ich schließe mich den bisherigen Posts an und freue mich schon wahnsinnig auf die kommenden Berichte!!!!!
Und der Flugtellerlift ist der Oberhammer!

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Schweben im Powder - Die, die es erlebt haben, verstehen, den anderen kann man es nicht erklären!


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BeitragVerfasst: Di, 16.01.2018, 9:23 
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Kaliningrad hat geschrieben:
An der Grenze zu Usbekistan etwa abgewiesen worden?


Warum wohl, steht sogar in der Nationalhymne:
Kazakhstan,Kazakhstan, you very nice place, from plains of tarashenk to northern fence of jewtown.
Kazakhstan, friend of all except Uzbekistan, they very nosey people withe bone in theire brain.

I believe that whatever the source of this is, it is probably a hoax, see: https://simple.wikipedia.org/wiki/My_Kazakhstan_(anthem) // trincerone


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 Betreff des Beitrags: Intro & Hochgrat, 23.12.2017
BeitragVerfasst: Do, 18.01.2018, 5:58 
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Zentralasien Tag 1: Sa, 23.12.2017 - Intro & Hochgrat (DE) (km 249,4 / Diff. 249,4 km) *)

*) Die km-Angaben erfolgen gemäß GPS-Aufzeichnung vom Navi, was in Summe 15.865,7 km ergab - evtl. ohne Tunnels, aber der km-Zähler am Ignis zählt auch ca. 4% zuviel, was ich anhand der km-Schilder an einer Autobahn auf der Fahrt mal abgeschätzt hatte, und bei ca. 16562km lt. Tacho kommt das mit den 4% auch ganz gut hin..

Nachdem es letztes Jahr keine gemeinsame Reise mit Trincerone gab, wollten wir es diesen Winter nochmal mit unserer Tour nach Kasachstan/Kirgisistan/Usbekistan probieren, bei der wir vor 2 Jahren ja etwas gescheitert sind und dann umdisponiert hatten. Im Gegensatz zu damals heuer allerdings nicht mit Trincs altem Audi, sondern meinem neuen Suzuki Ignis, der außer Neu zu sein noch ein paar weitere Vorteile hatte: Eine etwas höhere Bodenfreiheit, höheres Sitzen, Komfortausstattungen wie Tempomat, sparsamerer Benziner statt Diesel und LED-Lichter. Diese machen insb. beim Fernlicht die Straße doch wesentlich heller, so dass man Schlaglöcher früher und besser sehen kann. Leider wird der Ignis in Russland & Co nicht verkauft, was Ersatzteilbeschaffungen schwieriger machen würde ...

Gründe, mit dem Auto dort hin zu fahren, gab es einige: Zum einen wollten wir in Kirgisistan (Kirgisien, Kyrgystan) und Usbekistan und evtl. Kasachstan Ski fahren, was mit Leihwagen wg. Grenzübertritt immer schwierig ist. Außerdem konnten wir so mehr Zeug mitnehmen, mehr Ski (inkl. Tourenski, d.h. ich 3 Paar, Trincerone 2 Paar) und außerdem war die lange Fahrt durch die kasachische Steppe ja sicher auch mal interessant. Zudem war es natürlich auch eine Herausforderung, mal so weit in den Osten zu fahren. Die Straßen in Kasachstan sollten lt. wenigen Jahren auch recht gut sein. Und stören tun uns solche weiten Autoreisen ja eh nicht ;-)

Zu den Vorarbeiten der Reise zählten neben den Visa (Russland + Usbekistan, 234,- € inkl. Beschaffungskosten) auch diverse Versicherungen (Krankenversicherung für's russische Visum -> Erhöhung der DSV-Ski-Versicherung, zusätzlich hab ich u.a. noch eine Reise(storno)versicherung abgeschlossen, beides ganzjährig gültig), die wie üblich offiziell angeblich benötigt aber inoffiziell bisher nie gebrauchten internationalen Führerschein & Zulassung (33,70 €) plus eine Reisevollkasko für mein Fahrzeug (um teure 388,32 €). Außerdem kamen hinzu: 4 Spikereifen samt Felgen (Continental IceContact 2, 549,-) - stattdessen die Rücksitze ausgebaut + Verzurrösen vom Qubo montiert + 2 zusätzliche gekauft (48,-) + Verzurrgurte (17,-), Dachträger plus Skiträger gekauft (210,-), absperrbare Kennzeichenhalter (90,- € - werd ich nach der Reise wieder demontieren, da es beim Kennzeichenwechseln mit dem Qubo dann sehr umständlich ist), Kühlerfrostschutz ersetzt auf -50°C (in Kasachstan können - wie in Nordskandinavien - schon mal Temperaturen um -30° bis -40° auftreten), diverse Sicherheitsutensilien/Notfallausrüstungen ..

Nach einigen Monaten war alles beisammen und am Vorabend der Reise alles zusammen gepackt und eingeladen und vereinbart, dass ich Trincerone am Montag Abend in Hannover abholen soll. (Im Raum stand auch eine Abholung von einem Moskauer Flughafen, was uns ca. 0,5-1 Tag gebracht hätte.) Bis dahin konnte ich also 2,5 Tage Ski fahren und da der ESL in Alberschwende nur noch bis Mitte Januar fahren soll, wollte ich die ersten beiden Tage am Hochgrat und in Alberschwende verbringen, zumal es auch recht sonnig werden sollte.

(Fotos anklicken zum Vergrößern)

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^ Magenta: 23.12.2017
A) Hochgrat

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^ Spikeräder und ein Teil der Notfallausrüstung, Trinc steuerte z.B. Schaufeln, 20l-Benzinkanister, Kocher, Fackeln usw. bei. Benötigt hatten wir nichts von allem.

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^ Rücksitze ausgebaut und Spikeräder eingeladen. Passt perfekt ;)

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^ Skischuhtasche, Rucksack und Sporttasche kommen noch rein, aber es bleibt noch genug Platz für Trincerones Sachen, wenn die Skier mal auf dem Dach sind.

Nach einer 5-stündigen Nacht stand ich um kurz nach 6 Uhr auf und fuhr (mit kurzem Zwischenstopp bei meinem Vater) zum Hochgrat und kaufte mir dort die Tageskarte ab 11 Uhr um 25,- € plus 2,- Parkkosten.

Wettermäßig wars ja ganz gut (oben sonnig, unten dann Nebelmeer), aber die Pistenpräparierung der neuerdings Skirouten (übrigens wird auch die rechte noch präpariert, die aus dem Plan verschwunden ist, diese ist nicht ident mit der neuen Rodelbahn!) war grottig. Die Pistenraupenspuren waren abschnittsweise (außer ganz unten und dort, wo dann genug gefahren sind) reinster Bruchharsch. Offpiste natürlich genauso. Mich hat's auf diesen Bruchharsch-Pisten 2x geschmissen, einmal die Skihose aufgeschlitzt (danach gleich geklebt), samt Bluterguss/Schwellung darunter.

Jetzt, wo man die Pisten nur noch als "unpräparierte Skirouten" anbietet, kann man sich das natürlich erlauben. Eine offizielle Piste hätte man so nicht öffnen dürfen. Los war nix, paar Rodler (viel zu steil und rutschig, einige Rodler mussten an den Kurven nahe der Piste bis weit in die Piste fahren, bis sie endlich abbremsen konnten), etliche Tourengeher. Nach der ersten Fahrt bin ich erst mal oben Essen gegangen (um mir dann das Abendessen zu sparen; denn ich hob mir die halbe Semmel und das halbe Croissant auf, das ich mir heute früh kaufte) - auch nicht günstig. Käsespätzle 9,90 und das 0,3er Glas Tafelwasser 2,50 (!). Allerdings wurde es nicht mehr besser mit dem Schnee, außer ganz unten an der mittleren Abfahrt.

Nach dem ersten Sturz probierte ich die alten Tourenski, weil die quasi keinen Kantenhalt haben und somit wesentlich weniger bissig als die Carpani sind - hat dann aber auch keinen Spass gehabt (weils abschnittsweise ja auch recht eisig war, wo der Bruchharsch hielt) und gemäß des Offpiste-Tests ganz oben sind die Carpani im normlen Bruchharsch auch viel besser zu fahren als die alten, schmäleren Tourenski. Daher gleich wieder ausgetauscht.

Die rechte Abfahrt unten ging dann bei meiner vorletzten Fahrt ganz gut, um 15:30 oder so hab ich aufgehört, da ich noch Dachträger und Skiträger montieren wollte, was dann auch ca. 1 Stunde gedauert hat, inkl. Verladen der Ski. Am schneematschigen hinteren Parkplatz bin ich noch etwas "üben" gefahren - so nach dem Motto, wenn ich mit dem Allrad da schon Probleme hätte, lass ich das mit der Fahrt nach Kasachstan :) War aber nicht schlimm und die Taste "Anfahrhilfe" musste ich nicht drücken.


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^ GPS-Track 23.12.2017

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^ In der Bergstation

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^ Präparierter Bruchharsch

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^ Talstation

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^ Neuer Pistenplan, mit Routen statt Pisten, aber rechts rum die ehemalige Piste war auch nach wie vor präpariert, ist aber nicht mal mehr als Route eingezeichnet.

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^ Präparierter Bruchharsch - Sturz unausweichlich irgendwann ..

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^ Samt Schlitz in der Hose und Bluterguss

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^ Talstation

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^ Pano mit Nebelmeer

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^ 4EUB-Pano mit Nebelmeer

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^ Kabinenpano

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^ 4EUB Bergstation

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^ Abfahrt und Rodelbahn

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^ 4EUB Pano mit Nebelmeer

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^ 4EUB Pano mit Nebelmeer

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^ Gipfelpano

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^ Rückseitenpano

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^ Gipfelpano

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^ Gipfelpano

Das EZ im Hotel Garni in der Nähe um 44,- ÜF (unterste Preisklasse hier in der Gegend, solang man nicht auf "schweizer Niveau" (Etagen-DU/WC) sinken will) war dann auch bei weitem nicht so schön wie in dem andern Hotel hier im Ort (die waren heute aber auch etwas teurer) - und nervig: die Heizung wurde erst eingeschaltet, als ich um 17:30 gekommen bin - und das Zimmer war arschkalt (vmtl. nur um die 16°). Auch wenn die Heizung heiß war - es blieb im übrigen Zimmer viel zu kalt. Frühstück erst ab 8h, aber so weit musste ich ja nicht bis Alberschwende fahren und da muss man ja auch nicht zu früh dran sein.

(Fortsetzung folgt.)

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BeitragVerfasst: Do, 18.01.2018, 16:48 
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RetroRebel
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Sehr schøn!

Wegen der Vor- und Nachteile beider Fahrzeuge kommt es glaub ich auch auf die Præferenzen an:

- LED Licht ist sicher ein klarer Vorteil, wobei allerdings der Blickwinkel wegen automatischer Leuchtweitenregulierung sehr knapp war - trotzdem besser als die alten Halos im Audi.
- Høher Sitzen ist me ein klarer Nachteil - kommt vermutlich drauf an, was man mag
- Bodenfreiheit ist ein klarer Vorteil (wobei der Unterschied nachher geringer war als gedacht - aber egal, jeder cm bringt was)
- kurzer Wendekreis hat auch was, fand ich
- Benziner ist auch ein Vorteil (Verbrauch duerfte sich aber so sehr nicht unterschieden haben (?)

Nachteile:

- Strassenlage (das war schon erheblich)
- Raumaufteilung (ging mit Verzurren dann aber)
- tausend Warnleuchten und Einblendungen
- Neu statt alt ergibt mW deutlich høhere Zollrisiken bei unfallbedingter Verschrottung oder Diebstahl
- sehr kleiner Tank
und noch ein paar mehr Dinge.

Dessen ungeachtet, war ich aber sehr positiv ueberrascht: gerade auch gemessen an dem Listenpreis und der Tatsache, dass es neues Auto ist, hat sich der Wagen in vielerlei Hinsicht sehr gut bewæhrt, insbesondere hat der schwierige Verhæltnisse (steile vereiste "strassen"stuecke sehr gut bewæltigt), Soundanlage fand ich gut, technisches Design vieler Aspekte fand ich gut, also ich wuerds vermutlich wieder so machen.

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BeitragVerfasst: Do, 18.01.2018, 18:58 
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::: trincerone hat geschrieben:
- Høher Sitzen ist me ein klarer Nachteil - kommt vermutlich drauf an, was man mag
Hat allerdings auch einen praktischen Vorteil: Je höher man sitzt, desto früher sieht man Schlaglöcher bzw. deren Tiefe und kann entsprechend früher reagieren ;-)

Verbrauch, ja, wg. den Skiträgern vmtl. nicht so - und bei den Kosten in RU&Co wird das auch nicht viel ausmachen, egal in welcher Richtung ..

Und der kleine Tank, naja, wir hatten ja manchmal sogar noch öfters an Tankstellen gehalten, nicht nur zum Tanken ;-)

So, hab die Verbräuche in mein XLS eingetragen, demnach hätte ich auf der gesamten Strecke ca. 1.050 l gebraucht, was also einen Gesamtdurchschnitt von ca. 6,4 l / 100 km ergibt. -- was also ca. exakt 1l höher als der Verbrauch zuvor war. Was egtl. auch wieder akzeptabel ist, dafür, dass wir ja zu zweit waren, viel Gepäck dabei hatten und egtl. ja die Dachträger allein schon 1l Mehrverbrauch benötigen sollen ..
(bzw. 6,6 l - wenn man die 4% falsche km-Angabe berücksichtigt)

::: trincerone hat geschrieben:
also ich wuerds vermutlich wieder so machen.
Na, dann mal gespannt, wo uns die Reise mit dem Ignis nächstes Jahr hinführt, Skiträger+Spikereifen sind ja jetzt vorhanden ..

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BeitragVerfasst: Do, 18.01.2018, 20:05 
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RetroRebel
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Ich ziehe schon jetzt meinen Hut vor dieser Tour und freue mich auf die Detailberichte.

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 Betreff des Beitrags: Alberschwende, 24.12.2017
BeitragVerfasst: Do, 18.01.2018, 21:05 
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Zentralasien Tag 2: So, 24.12.2017 - Alberschwende (AT) (km 801,8 / Diff. 552,4 km)

Heute gings nach Alberschwende - weil der ESL in einem knappen Monat stirbt, muss man ihn nochmal fahren. Tageskarte kostete 29,70, los war nix, Schnee war aber auch nix. Gestern Abend wohl weich gewesen, präpariert und somit komplett eisig gefroren. Also so wie im Sommer am Gletscher, nur dass es dort normalerweise spätestens ab Mittag weich wird. Hier und heute blieb es eisig hart, außer die kurzen Pistenstücke, die in der Sonne liegen. Der Großteil hier ist aber ja doch recht schattig momentan.

Skifahrerisch hätte ich auf die beiden Tage gestern+heute verzichten können. Mittagessen war ich auch, wobei die Auswahl hier recht eingeschränkt ist - egtl. gabs nur an der Talstation des ESL was und die Auswahl war gering. Aber heute Abend (Weihnachten!) werd ich wohl nirgends was bekommen. Also Cheesburger mit Pommes gegessen. Ketchup gabs keins (unten außen vielleicht, aber wohl nicht oben drinnen), hatte aber noch eines dabei. 10,30 mit Mineralwasser ist aber auch nicht gerade günstig.

(Fotos anklicken zum Vergrößern)

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^ Türkis: Fahrstrecke 24.12.2017
B) Alberschwende

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^ Skiträger montiert, die Radkappen hab ich daheim lassen - vereinfacht das Räderwechseln später. Und ja, mit den Skispitzen vorne, weil man sonst den Kofferraum nicht richtig aufbekommt und es im Netz nirgends einen richtigen Grund zu finden gab, der dagegen sprach. Wir hatten das später im Verlauf der Reise mal probiert, umzudrehen, brachte aber weder Geräusch- noch spritmäßig einen spürbaren Unterschied. Das mit den Geräuschen (Pfeifen und tw. Flattern der Skisäcke) ist recht unterschiedlich, mal schon ab 70, mal erst ab 100 oder 110, tendenziell wird's ab ca. 115 km/h dann sehr laut und lt. Trincerone mit Skisäcken generell ruhiger. Teilweise beruhigt sich das auch während der Fahrt etwas. Jedenfalls, wenn ich alleine fahre, werde ich weiterhin die Skier im Auto transportieren - ruhiger und spritsparender und auch für die Skier besser und sauberer ;) Aber den Platz hätten wir nicht gehabt, der Ignis ist mit seinen 3,7m ja doch recht kurz - und Trincerone wollte es auch aufgrund sicherheitstechnischer Aspekte nicht.

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^ GPS-Track 24.12.2017, alle Lifte und Abfahrten waren offen.

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^ Talstation ESL

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^ ESL + SL Sohmsberg

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^ ESL + SL Sohmsberg

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^ ESL oberer Streckenteil

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^ ESL kurz vor der Bergstation

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^ ESL kurz vor der Bergstation

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^ Abfahrt ESL und SL Höhenlift, der die rechte Außenrumabfahrt am ESL erschließt und selbst eine nette und sonnige, aber kurze Piste

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^ ESL und Bodensee bzw. heute Nebelmeer

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^ ESL-Abfahrt Ende

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^ ESL 4er Stützen-Kombi

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^ ESL Bergstation

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^ Nette Rückseiten-Abfahrten vom ESL zu den linken SL

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^ .. naja, der Rest ist dann ein eher schwierig zu fahrener Weg.

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^ SL Tannerberg, eisig hart alles und kaum Sonne hier

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^ SL Dresslerberg, ging teils etwas besser (u.a. weil frische Raupenspur)

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^ Rechte Außenrumabfahrt am ESL, auch recht nett

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^ Rechte Außenrumabfahrt am ESL

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^ Größere Hütten/Restaurants gibt's im Skigebiet wohl nicht, also dann den Imbiss an der ESL-Talstation getestet - naja.

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^ ESL Bergstation

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^ ESL Bergstation

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^ ESL Bergstation und Nebelmeer

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^ ESL und SL Sohmsberg

Kurzer Film vom ESL:


Um 15:30 bin ich gefahren, bis zum Ibis Budget bei Kassel (glaub mein erstes Ibis Budget außerhalb Frankreichs?), das ich mir für heute Nacht reservierte und mangels offener Rezeption am Online-Schalter zahlen musste, um die Schlüsselnummer für das Zimmer zu bekommen. Ging aber zum Glück (das Kartenterminal im Hotel heute morgen hatte nämlich gesponnen). Ohne funktionierende Internetverbindung (wohl via Handynetz) hätte man da ein Problem .. Übrigens hätte ich erwartet, dass die Autobahn heute Abend noch leerer gewesen wäre. Also man konnte kaum das Fernlicht für mehr als ein paar Sekuden eingeschaltet lassen. Und nebenbei bin ich stur 100-105 km/h gefahren, der Skiträger scheint tatsächlich ca. 1 l Mehrverbrauch zu haben. Aber der Sprit kostet in RU ja dann nur noch die Hälfte.

Da ich morgen Abend Trincerone abhole und wir dann eine Nachtfahrt vorhaben und ich die erste Schicht übernehmen soll, werde ich heute Abend spät ins Bett gehen, hoffentlich möglichst ungestört lang schlafen können und morgen erst gegen 10/11 Uhr aufstehen (Zimmer muss man erst bis 12 Uhr räumen).

Wettermäßig schaut's jedenfalls mal ganz gut aus. In den nächsten 2 Tagen hoffentlich ausreichend Schneefall in Usbekistan (sonst geht da wohl nix), auch Schneefall in KG (Kyrgystan), wobei da die wichtigsten Sachen schon offen haben sollten, danach solls recht sonnig werden. Auf der Strecke durch KZ (Kazachstan) sind für unsere Fahrt derzeit weder Schneefall noch besonders tiefe Tempraturen gemeldet. Das klingt alles etwas zu gut um wahr zu sein ... aber vielleicht haben wir diesmal ja wirklich Glück.

(Fortsetzung folgt.)

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BeitragVerfasst: Fr, 19.01.2018, 12:48 
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Trægst Du die Locations auch brav in die Map ein? :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Alberschwende, 24.12.2017
BeitragVerfasst: Fr, 19.01.2018, 13:12 
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starli hat geschrieben:
In den nächsten 2 Tagen hoffentlich ausreichend Schneefall in Usbekistan (sonst geht da wohl nix), auch Schneefall in KG (Kyrgystan), wobei da die wichtigsten Sachen schon offen haben sollten, danach solls recht sonnig werden.

War es einfach, sich bzgl. der Gebiete zu informieren?


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BeitragVerfasst: Fr, 19.01.2018, 16:29 
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::: trincerone hat geschrieben:
Trægst Du die Locations auch brav in die Map ein? :)
Klar, die beiden oberen waren ja eh schon angelegt (als Location).


téléski hat geschrieben:
War es einfach, sich bzgl. der Gebiete zu informieren?
Nicht schwerer als in Italien. Einige Skigebiete haben Facebook-Seiten mit aktuellen Informationen, andere haben es auf den Homepages stehen, wenige haben auch Webcams. Für Usbekistan gibt's ein recht gutes Forum, das ich ja beim Skigebiete-in-Topic verlinkt hab. Wie auch in Italien sind aber einige Gebiete praktisch unaffindbar im Netz.

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 Betreff des Beitrags: Sonnenberg (Harz), 25.12.2017
BeitragVerfasst: Mo, 22.01.2018, 6:23 
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Zentralasien Tag 3: Mo, 25.12.2017 - Sonnenberg (DE) - Hannover-Polen
Zentralasien Tag 4: Di, 26.12.2017 - Polen-Litauen-Lettland-Russland
Zentralasien Tag 5: Mi, 27.12.2017 - und weiter nach Samara (km 4.385,2 / Diff. 3.583,4 km ohne Hotelübernachtung)

Leider doch nicht so viel und lang geschlafen, wie ich erhoffte - bin noch 2h im Bett liegeben geblieben, bevor ich von Kassel aus in den Harz fuhr. Da die Schneelage in den unteren Bereichen leider wieder recht dürftig war, fuhr ich eins der höchsten Skigebiete im Harz an, den Sonnenberg oberhalb St. Andreasberg. Immerhin 2 alte SL sollten hier in Betrieb sein. Leider nur ca. 75 hm - aber solche Lifte und Längen bin ich ja aus meinen Sommerurlauben in UK gewöhnt ;)

Leider war es bedeckt und abschnittsweise neblig, dafür aber schöner, weicher Schnee, nicht so eisig wie die letzten 2 Tage in den Alpen. Ein paar Fußwege, insb. vom Parkplatz, gab es aber auch. Und die Lifte waren doch arg kurz. Aber in Summe waren die knapp 2h heute Nachmittag schon ganz nett. Und da ich eh erst zwischen 18-19 Uhr bei Trincerone sein durfte ..

(Fotos anklicken zum Vergrößern)


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^ C) Sonnenberg (Harz)
^ Rot: Fahrstrecke 25.12.2017 (708 km)
^ Blau: Fahrstrecke 26.12.2017 (1.524 km)
^ Orange: Fahrstrecke 27.12.2017 (1.351 km)
(evtl. verschiebt sich Blau/Orange zeitzonenbedingt um 1-2 Stunden nach Blau)

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^ Im Harz richtung St. Andreasberg. Äh, wo ist jetzt Schnee?

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^ In St. Andreasberg hatte es wohl mal gut geschneit, aber viel wieder weggeregnet.

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^ Miese, dreckige Matsch-Parkplätze mit tiefen Löchern gibt's nicht nur in Russland ;-)

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^ Großer Sonnenberglift. Vom Namen her hätte ich ja schon einen etwas längeren Lift erwartet ;-)

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^ Pistenplan und Preise

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^ GPS-Track 25.12.2017. Der Lift ganz links war heute nicht in Betrieb, zumindest nicht lt. Aushang.

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^ Abfahrt am großen Lift. Immerhin gut steil oben und der etwas regennassse Schnee war teils sehr gut zu fahren.

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^ Blaue Außenrumabfahrt am großen Lift

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^ Verbindung zum Sonnenhanglift. Erst mal bergauf und dann aber irgendwann ein netter Weg. Müsste man wohl retour auch nehmen?! Zu viel lauferei, ich suchte mir einen Weg durch den Wald.

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^ Sonnenhanglift. Der ist dann tatsächlich nochmal kürzer. Aber mit seinen 2 Abfahrten und dem angenehm nass-weichen Schnee war's auch hier recht nett.

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^ Sonnenhanglift, etwas moderner als der große Lift.

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^ Retour suchte ich mir einen Weg durch den Wald. Geht schon.

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^ Die Abfahrt links vom großen Lift war nicht präpariert und mit den vielen Fußgängern auch nicht so einfach zu fahren gewesen.

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^ Offpiste links vom großen Lift. Kann man durchaus einige Varianten fahren hier, wenn der Schnee passt. Heute war er offpiste doch eher schwer.

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^ Den Weg muss man vom Parkplatz aus raufgehen - ganz schön lang. Aber dafür kann man zum Schluss dann runter fahren.

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^ Skipass, schön altmodisch mit einer Pappkarte - plus Kabelbinder.

Kleines Dashcam-Video von der Auffahrt zum Skigebiet:

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 Betreff des Beitrags: Hannover-Samara, 25-27.12.2017
BeitragVerfasst: Mo, 22.01.2018, 6:27 
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Um 18:30 kam ich in Hannover an und wir verstauten Trincerones Sachen im Auto, was im ersten Moment etwas viel aussah, dann aber doch noch genug Platz im Auto ließ. Gegen 20 Uhr kamen wir weg und wollten die Nacht durch fahren und morgen Abend vor Moskau ein Zimmer suchen. Darauf verzichteten wir jedoch und fuhren bis Samara durch, d.h. wir waren ca. 3.350 km und ca. 52h unterwegs, unterbrochen nur durch Tankstellenhalts, Grenze und wenigen Raststättenstopps (1?2?). Tankstellenstopps brauchten wir am Anfang öfters, denn mit Trinc, dem ganzen Gepäck und vor allem den Skiern auf dem Dach schluckte mein Ignis bei den Autobahnen in Polen doch etwas mehr Sprit und nach 250 km war der Tank zu 2/3 leer und wir mussten tanken.

Da ich ja heute morgen so spät aufgestanden bin, konnte ich problemlos die halbe Nacht fahren, erst gegen 4 Uhr wurde ich müde und wir wechselten mal für 2h. Die Jahre zuvor hatte ich ja immer Probleme mit dem Schlafen im Auto, dass ich nicht einschlafen konnte. Hab die Wochen vor dem Urlaub etwas im Sessel geübt und dort festgestellt, dass ich primär mal möglichst schräg liegen muss. Außerdem hatte ich mir ein Einschlaflied und ein Meditationslied von youtube downgeloadet, das ich auch in den Wochen vorher immer mal nebenbei beim einschlafen gehört hab. Also Sitz im Auto recht schräg eingestelt, Augenbinde um, Kopfhörer ins Ohr und das weiche, große Kopfkissen ging auch schön um die Ohren, um den Lärm nochmal zu reduzieren.

Es ging dann tatsächlich ganz gut - nicht, dass ich so richtig eingeschlafen wäre, ich hatte m.E. immer bewusst auch das Lied gehört, vielmehr war ich wohl in so einer Art Meditations-Tiefenentspannung mit dem Lied. Nach 2h war ich wieder fit und ich fuhr nochmal bis Mittag oder so, als Trinc dann ausgechlafen war und ich nochmal einige Stunden ruhen musste. In Litauen mussten wir die Uhren erstmals eine Stunde vorstellen, an der Grenze zu Russland folgte die nächste Stunde. (Moskauer Zeit GMT+3)

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^ Straße in Litauen

Der Grenzübergang nach Russland (am DI so gegen 20/21 Uhr) war etwas nervig, wir mussten zwar die Sachen nicht ausladen, aber hatten keinen funktionierenden Stift dabei und die rigorose Zöllnerin wollte uns ärgern und uns nicht in den warmen Innenbereich (wo es vmtl. Stifte gegeben hätte) lassen, sondern wir mussten den Migrations-Zettel im Auto ausfüllen. Der Zollzettel kam dann später dazu (dankenswerterweise hatte Trinc einen alten dabei, so dass das Ausfüllen zügig ging), hier mussten wir uns vom Zöllner einen Stift leihen. Wobei der auch noch Schichtwechsel hatte und wir 30min sinnlos warten mussten, bis er seine Schicht endgültig beendet hatte (schrieb eine lange, handschriftliche Notiz an seinen Kollegen und musste sein Windows XP runterfahren) und dann irgendwann der neue eintrudelte, abschnittsweise befürchteten wir schon, die ganze Nacht an der Grenze verbringen zu müssen, weil so gar nichts weiter ging. Und das nur, weil uns die blöde Zöllnerin auf die falsche Spur geschickt hatte. Und wir keinen funktionierenden Kugelschreiber hatten.

Da wir mittlerweile recht spät dran waren und das mit dem Schlafen ganz gut ging, wollten wir auch noch eine 2. Nachtfahrt anschließen und uns erst vor Samara ein Hotel nehmen. Am Morgen fuhren wir um Moskau rum, der Verkehr und die Schlaglöcher auf den Straßen nahmen zu. Also genauer gesagt, war der Verkehr bis Samara fast durchgehend stark und die Schlaglöcher abschnittsweise ebenso. Irgendwo an einer Tankstelle gab es einige Sachen für den Autofahrer. Eines der dort ausgehängten Produkte kam uns dann sehr eigenartig vor: Ein großes Klappmesser (so. 10cm oder mehr?) das explizt auf der Verpackung für den städtischen (!) Autofahrer angepriesen wurde. Leider kein Foto gemacht und später tatsächlich nicht mehr gesehen. Kurios. Wofür wohl genau der städtische Autofahrer das Messer braucht?!

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^ Verkehr in der Gegend um Moskau. Interessanter Laster da links ;)

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^ In Russland & Co kann man heiteres "was hat das Fahrzeug vor uns wohl für eine Farbe" - Raten spielen. Meiner sah von hinten auch irgendwann so aus, könnte sogar sein, dass man nicht mal mehr die Blinklichter gesehen hatte, so eine dicke Schicht musste ich da mal abkratzen ;-)

Die Hotelsuche vor und in Samara war doch recht schwierig, wir suchten einige Hotels anhand der Navi-Software unseres Tablets aus und fuhren ca. 10 an, die aber allesamt geschlossen waren oder kein Rezeptionist zu finden war oder uns nicht taugten (was soll man von einem Hotel halten, wo unten eine Bar namens "Anomalia" pink blinkt?). Bei einem lotste uns das Navi durch enge Nebenstraßen in einem Wohnviertel mit 20cm hohem Schneematsch und ohne freie Parkplätze oder wo dann genau das Hotel war - die Straße hab ich dann retour auf dem Dashcam-Zusammenschnitt. Da merkten wir dann auch, dass es mit der Bodenfreiheit im Ignis, zumindest jetzt beladen, doch nicht so weit her ist, da wir den Schnee kratzen hörten.

Dann endlich entdeckten wir die Rettung auf der Hotelliste am Tablet: IBIS. Da wussten wir, dass wir auch jetzt nach 3 Uhr noch ein Zimmer bekommen. Ja, Samara hatte wieder einen Zeitzonenwechsel und liegt als kleine Region in der ansonsten wohl recht unbeliebten GMT+4 Zeitzone (für uns war es also egtl. erst kurz nach Mitternacht):
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Standard_World_Time_Zones.png

Nach über 50 Stunden endlich mal wieder die Schuhe ausziehen - das wurde von einem unangenehmen Nebengeruch begleitet :)

Fotos hatte ich von der Fahrt ja fast keine gemacht, hier ein kurzer Dashcam-Zusammenschnitt vom 26.+27.12. (HD einschalten!)

(Auf der Dashcam hab ich keine Zeitzonen-Umstellung gemacht.)

(Fortsetzung folgt.)

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BeitragVerfasst: Mo, 22.01.2018, 8:25 
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Ha ha, die Hotelsuche in Samara (dashcam) hat mit recht gut gefallen :)


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 Betreff des Beitrags: Samara-Oral, 28.12.2017
BeitragVerfasst: Di, 23.01.2018, 6:54 
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Zentralasien Tag 6: Do, 28.12.2017 - Самара/Samara (Russland) - Орал/Oral (Uralsk) (Kasachstan) (km 4.663,4 / Diff. 278,2 km)

Um 10:30 standen wir auf, um das Zimmer zeitgerecht um 12 Uhr zu verlassen. Frühstück gab es um die Uhrzeit natürlich nicht mehr. Da die zuerst geplante Strecke bis Aqtöbe morgen zu lang werden würde, buchten wir ein Hotel in Oral (Uralsk), der ersten großen Stadt hinter der Grenze nach Kasachstan.

In Samara war dann erst mal Mordsverkehr und Stau, wir wollten ja nun primär die Spikereifen montieren lassen und außerdem das Auto waschen. Bzw. natürlich umgekehrt. Da es hier außerdem sehr viel Schneematsch gab und wir das Auto ja etwas entladen mussten, um an die Reifen zu kommen, sollte die "Schinimontasch" eine Halle haben und die Reifen nicht draußen wechseln wollen. Nachdem wir ein paar Hinterhof-Buden an- und an sie vorbeigefahren sind, hatte ich keine Lust mehr auf die Innenstadt und wir fuhren erst mal raus. Dort fanden wir an den großen Supermärkten auch Waschboxen zum selbst waschen. Die nächste Schinimontasch mit einer Halle fuhren wir dann an, die wollten aber 3000 Rubel oder alternativ 45 Euro haben, was uns doch entschieden zu viel war. Also fuhren wir wieder raus und in die nächste Bosch/Lada-Werkstatt, wo uns ein Preis von 1600 Rubel genannt wurde (ca. 23,- €), was uns zwar auch noch viel vorkam und der Kundendienstberater die Felgengröße wissen wollte, aber trotzdem gerade mal halb so viel. 30 Minuten sollten wir warten und dann könnten sie es machen und es würde ca. 1h dauern. Hä? Ne, wir wollen doch nicht die Reifen auf den vorhandenen Felgen tauschen, egal.

Am 25. oder 26. verabschiedete sich auch der Strom an der 12V-Steckdose. Vmtl. Sicherung geflogen. Im dicken Handbuch fanden wir weder den Standort des Sicherungskasten im Innenraum, noch welche Sicherung es ist. Nach einiger Zeit hab ich dann meinen Werkstatt-Handbuch-Zugang im Internet bemüht, dort fand ich zumindest schon mal die richtige Sicherung und wie der Sicherungskasten aussehen müsste. In den 30 Minuten Wartezeit fiel mir das ein und ich montierte die eine Verkleidung ab und fand dann auch den Sicherungskasten. Als ich die Sicherung rauszog, war ich aber überrascht, da sie nochmal kleiner war als die, die ich mir letztens an einer Tankstelle gekauft hatte, genauer gesagt fehlten die spitzen Füßchen. (Mittlerweile weiß ich, dass auch die mit den Füßchen gepasst hätten und etwas rausgestanden wären).. Also übergab ich die Arbeiten einfach der Werkstatt.

Schlussendlich mussten wir lediglich 280,- Rubel (ca. 4,- €) für das Umstecken der 4 Räder zahlen, eben weil nur die Räder zum wechseln waren und sein Preis so gemeint war, dass die Reifen von den Felgen zu tauschen wären! Wenn das mal nicht günstig ist! Und vmtl. wird man in einer Markenwerkstatt auch als Ausländer nicht so leicht über den Tisch gezogen wie bei den Hinterhofwerkstätten, schon allein, weil die hier eine richtige Rechnung schreiben müssen. Dazu kamen noch 160 Rub (0,2h Arbeit, ca. 2,30 €) für die 12V-Steckdosen-Sicherung und den Austausch. Nochmal: 0,2h Arbeitszeit (inkl. Erstatzsicherung) um 160 Rubel, das macht einen Stundentarif von umgerechnet ca. 11-12,- €!

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^ Rot: Fahrstrecke 28.12.2017

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^ Hotel-Ausblick in Samara

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^ Kurz vor der Autowäsche in Samara - man beachte den grauen Fleck links oberhalb des Kennzeichens - lediglich Dreck, aber kein Schimmer vom blauen Lack mehr sichtbar :)

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^ Kaputte Sicherung

Jedenfalls zog sich das mit dem Stau und der Werkstattsuche mal wieder so in die Länge, dass es mittlerweile dunkel war, bis wir wieder alles verladen und festgezurrt hatten und abfahrbereit waren.

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^ Das eingebaute Navi hatte ab Russland keine Karten mehr, aber immerhin werden Seen und Berge und Landesgrenzen angezeigt, was einem einen guten, groben Überblick gibt. Die Navigiation überließen wir einem Android-Tablet mit der kostenlosen maps.me - Software, die ich am iPhone schon in Georgien+Armenien damals verwendete. Die errechneten Fahrzeiten kann man zwar komplett vergessen, ansonsten ist sie aber ganz gut, da man z.B. auf der Karte die Tankstellen- und Restaurant-POIs auf der Route einblenden kann und bei den Hotels die (vermutlich) Booking.com-Bewertung mit angegeben ist.

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^ Ohne die Reifendrucksensoren in den Spikerädern gab es stets diese gelbe Meldung rechts und das blinkende Dreieck, sowie noch ein gelbes Reifendrucksymbol. Daran gewöhnt man sich aber. Als wir bei der Rückfahrt wieder die normalen Reifen montierten und nichts mehr gelb blinkte, fand ich das komisch, als ob irgendwas fehlen würde ;)

Gegen 21 Uhr kamen wir an der Grenze zu Kasachstan an, die Straße von Samara aus war bis auf ein Zwischenstück schön, neuer Asphalt, endlose Gerade, kein Verkehr. Dann Wartezeiten an der Grenze auf russischer Seite und katastrophaler Straßenzustand, tiefe Löcher mit Schneeschmelzwasser gefüllt, abschnittsweise auch Eisenstangen, an der Station selbst in der Mitte der Spur so komische Metallschienen, wo ich dann gleich mal zur rechen Spur gelotst wurde, die schwieriger aussah und wo es dann auch etwas gekrazt hatte bei meinem Fahrzeug. Na nerv. Dennoch kamen wir recht schnell durch, dank Zollunion zwischen RU und KZ war die Zollkontrolle auch zügig erledigt. Bei der Ausfahrt auf der russischen Seite waren dann glatt noch krassere Löcher und am Schluss eine gut 20-30cm tiefe große Wasserpfütze zu durchfahren.

In Kasachstan war die Grenze eher kleiner und auch wieder generell unproblematisch, parken, ins Haus gehen (das ist immer angenehmer als draußen in der Kälte stehen zu müssen), dort Passport-kontroll, Stempel in den Pass, Stempel auf den Talon, für den Zöllner alle Türen aufgemacht, Stempel auf den Talon, fertig, und beim Rausfahren Talon abgeben. Danach kurz rechts halten und eine Haftpflichtversicherung kaufen, 1 Monat 34,- € und noch etwas Geld gewechselt bei der Gelegenheit. Ansonsten gab's keine Kosten oder Geldabknöpfversuche. (An der russischen Grenze musste ich ebenfalls eine Haftpflichtversicherung abschließen, da meine grüne Karte nicht in Russland gültig ist. Und ja, beide Versicherungen wurden im Laufe unserer Reise mehrfach in RU und KZ von Polizisten kontrolliert.)

Etwas nach Mitternacht (Ok, +1h Zeitverschiebung, weil wieder neue Zeitzone, GMT+5 jetzt) kamen wir am gebuchten Hotel in Oral an, wo sich das gebuchte "Doppel- oder Zweibettzimmer" trotz Extra-Vermerk von mir "two seperate beds" als zwar im Prinzip Zweibettzimmer herausstellte, wobei sich das "zwei" nur auf Gestell und Matratzen bezog, denn: Bettlaken und Bettdecke war nur eine einzige große. So ein Krampf! Unten an der Rezeption beschwert hätten wir dann zusätzlich zu den gezahlten 22.500 Tenge nochmal 21.000 zahlen müssen für ein anderes Zimmer, das anscheinend zwei wirklich getrennte Betten gehabt hätte (wohlgemerkt hätten wir dann nicht 2, sondern nur 1 Zimmer erhalten). Weil man flexible Raten hätte. Könnte man das Bett in diesem Zimmer nicht einfach trennen? Worauf sie meinte, wer das denn machen sollte, aber morgen könnte das das Zimmermädchen machen. Nö, wir sind nur einen Tag da. Schlussendlich gab sie uns dann ein zweites Zimmer ganz ohne Aufpreis. Das war jetzt günstiger als die beiden Betten im bestehenden Zimmer zu trennen? Oh mann.. Das WLAN war auch zu vergessen, lahm, Verbindungsprobleme und das Zimmer sehr warm.

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^ Das hatten wir als Zweibettzimmer reserviert - so ein Krampf.

Paar Dashcam-Sequenzen von heute:


(Fortsetzung folgt.)

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 Betreff des Beitrags: Oral-Aral, 29.12.2017
BeitragVerfasst: Mi, 24.01.2018, 6:28 
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Zentralasien Tag 7: Fr, 29.12.2017 - Орал/Oral-Арал/Aral (km 5.769,5 / Diff. 1.106,1 km)

Nach einer für mich kurzen Nacht von nur 5 Stunden (Trinc sagte er habe gar nur 1-2 Stunden geschlafen, weil er Fieber hatte) ging es um kurz nach 8 Uhr zum Frühstücken und vor 9 Uhr los. Die Fahrt von Oral nach Aktobe war sehr leer, kein Verkehr. Straße war im Prinzip wesentlich besser als in Russland die letzten Tage, aber einige ganz wenige kapitale Schlaglöcher hätte es doch gegeben, also nachts sollte man trotzdem aufpassen und auf Sicht fahren.

In Aktobe war der Verkehr durch die Stadt etwas müßig, da es kaum Spureinzeichnungen gab, was in KZ aber nicht unüblich sein soll. Irgendwo auf dem Weg einen kasachischen Döner um 1-2 Euro gegessen. Ab Aktobe war dann wieder mehr Verkehr und die Straße auch etwas schlecher, man musste öfters mal etwas bremsen bzw. LKWs überholen lassen, um sie dann auf besseren Stücken wieder zu überholen. Heute sahen wir vmtl. auch zum ersten Mal auf unserer Reise blauen Himmel und Sonnenschein - war ganz ungewohnt. (Lt. Web gab es in diesem ganzen Dezember in Moskau gerade einmal 6 Minuten Sonnenschein - statt normalerweise wenigstens 3 Stunden :) )

(Fotos anklicken zum Vergrößern)

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^ Türkis: Fahrstrecke 29.12.2017 (1.100km)

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^ Andere Länder, andere Laster :)

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^ Nach Schymkent sind's noch 2.005 km - morgen Abend wollen wir dort ankommen.

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^ Solche Schreine oder Friedhöhe oder was das sein mag findet man öfters neben der Straße, außerhalb der Ortschaften.

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^ Oral-Aktobe / Huch, da vorne scheint die Sonne? Kann's sein, dass wir auf den letzten 3.700 km keinen klaren Himmel hatten, weil uns das so ungewohnt vorkam?

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^ Oral-Aktobe / Die LKWs fahren hier gerne in Kolonnen

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^ Oral-Aktobe / Der Asphalt ist teilweise etwas unglatter als bei uns.

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^ Oral-Aktobe / Flach in allen 4 Richtungen

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^ Oral-Aktobe / Flach in allen 4 Richtungen

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^ Oral-Aktobe / Flach in allen 4 Richtungen (ja, so schauen dann die normalen Nebenstraßen in Kasachstan aus ;-) )

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^ Oral-Aktobe / Flach in allen 4 Richtungen

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^ Oral-Aktobe / Schympity. Rechts russisch und links wohl kasachisch - witzig, ist ja fast türkisch?!

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^ Nur nicht den Überblick verlieren ;)

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^ Oral-Aktobe / Da vorne gibt's mal ein paar Hügel zur Abwechslung

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^ Oral-Aktobe / Und noch ein paar Hügel

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^ In Kasachstan bekommt man öfters 80 Oktan als 95 Oktan an den Tankstellen. Aber 92 gibt's überall und ich merkte da auch keinen Unterschied, als ich es ein paar Mal tanken musste.

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^ Oral-Aktobe / Wie auch in Russland sind die Überland-Straßen oftmals von einem Streifen von Bäumen oder Sträuchern eingezäunt, teils verläuft die Straße auch auf einem Damm. Vmtl. soll beides eine Maßnahme gegen Schneeverwehungen sein.

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^ Aktobe

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^ Aktobe

Auf dem Weg nach Aral wollten wir an einem Hotel oder Motel halten, das erste Hotel war uns noch etwas zu früh, sah aber schön aus. Da zumindest die Tankstellen auf halben Weg nach Aral angeblich neu sein sollten (zuvor gab es hier auf ca. 400 km keine Tankstelle, und ja, wir hatten einen 20l Ersatzkanister dabei und selbigen nun mit Benzin gefüllt!), ging Trinc davon aus, dass das Motel auch schön und neu sein müsste - war dann aber zu vergessen (2x2 Stockbetten im Zimmer mit Schaumstoff drüber und irgendwelche Decken .. Also fuhren wir halt weiter bis nach Aral, die Straße war mittlerweile wirklich recht gut und man konnte auch nachts 90-110 fahren. Gegen 2-3 Uhr kamen wir in Aral an, das wieder einmal in einer neuen Zeitzone liegt (GMT+6, aber egtl. komplett falsch, da die Sonne viel zu spät aufgeht). Wir klapperten ein paar Hotels ab (bei einem mussten wir den Rezeptionisten wecken, der zeigte uns dann ein Zimmer ohne eigenes Bad/WC und stattdessen mit offenem Fenster, also saukalt) und blieben dann im ca. 4., ein großes Zimmer, noch etwas im Rohbau, aber um 6.000 Tenge (ca. 15-16 €) recht güstig und mit eigenem Bad und ich glaub um 4.000,- günstiger als das eiskalte Zimmer vom ersten Hotel!

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^ Hotel in Aral, teilweise sah es noch nicht ganz fertig aus, unter der Badewanne entdeckte Trinc noch eine leere Vodka-Flasche ;)

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^ Hotel in Aral. Die Betten mussten wir uns auch selbst überziehen und die Sachen passten größenmäßig nicht alle :)

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^ Hotel in Aral. Aber im Grunde war es schon nett hier und dieser Bereich ist ja auch recht schön gemacht.

Paar Dashcam-Sequenzen von heute:


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