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Around Innbruck Vol.2 Patscherkofel
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Autor:  Dachstein [ Fr, 22.01.2010, 21:16 ]
Betreff des Beitrags:  Around Innbruck Vol.2 Patscherkofel

Innsbruck ist anders, es gibt Orte, die haben ein Schigebiet im Ortsgebiet, es gibt Städte, die haben auch eines, tja, und Innsbruck hat gleich zwei. Und sie sind verkehrstechnisch so günstig gelegen, dass man sie mit dem Auto binnen 15 Minuten aus der Innenstadt erreichen kann. Hat man also Vormittags frei und Nachmittags zu schaffen, so bieten sich diese Schigebiete zwecks sinnvollem Zweitvertreib an.

Der Patscherkofel ist ein relativ altes Schigebiet - bereits 1926 wurde die Patscherkofelbahngesellschaft gegründet, welche 1928 den Bahnbetrieb aufnehmen konnte. Die Bahn konnte sich jedoch nicht wirklich etablieren, bereits in den ersten Jahren gab es finanzielle Schwierigkeiten...
1949 wurde dann der erste ESL am Patscherkofel eröffnet - es handelte sich hierbei um den Ochsenalmlift, welcher in den 1960er Jaren durch den heutigen Schlepper ersetzt wurde. 1961 wurde dann der hgeute noch existente Gipfellift gebaut und ein Jahr später wurde die Pendelbahn wegen der ansteheden Olympiade 1964 rundumerneuert - der Patscherkofel katte sich zum modernen Schiberg gemausert. Dann geschah seilbahntechnisch lange nichts, erst 1999 hielt die moderne Kuppeltechnik am Kofel Einzug - der Olympiaexpress wurde eröffnet. In weiterer Folge ersetzte die Panoramabahn 2005 den bestehenden paralell zum Ochsenalmlift Schlepper, 2008 wurde in einen Schlepper auf der Heiligwasserweise investiert, mitsamt Nachtschi - das war es dann auch schon, was sich seilbahntechnisch getan hat (die Übungsschlepper habe ich mal außen vor gelassen).

Was macht nun den Patscherkofel interessant für den Sommerschiuser? Einerseits sicher mal die beiden relativ betagten Anlagen - Patscherkofelbahn und Gipfellift - beide präsentieren sich in sehr gutem Zustand und werden uns noch einige Jahre eralten bleiben. Die Pisten selber sind mit Ausnahme der Schirouten am Gipfel - bedient durch den ESL und der Olympiaabfahrt eher eintönig - durch breite Waldschneisen geht es hinunter nach Igls. Ab Heiligwasser (Talstation vom Olympiaexpress) geht es auf einem Schiweg zur Talstation der Pendelbahn.

Kommen wir nun zu den Impressionen von Heute:

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^^ Die gute alte Pendelbahn - unten flach, oben steil. Die Wagen sind von den Traunsteinwerkstätten; insgesamt gibt es 4 Wagen, wobei in der Mittelstation Heilgwasser umgestiegen werden muss. Dennoch hat die Anlage nur einen Anrieb, welcher am Berg situiert ist. Das Arrangement am Berg wurde mittlerweile modernisiert - das Hotel ist weg, der Ausgang wurde nun auf die Westseite des Bauwerkes gelegt, mittels Fahrstuhl (wenn ich Lift schreibe, meinen alle wieder Schlepper) kommt man zur Piste - irgendwie hat das keinen Style mehr, ist aber für den Betreiber, der sich mit immer bequemer werdenden Gästen hinunterschlagen muss, unumgänglich geworden.

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^^ Die neue Panoramabehn, im Tal ist die Europabrücke der Brennerautobahn zu erkennen, darunter die alte Brennerbundesstraße. Kommen wir nun zu eigentlichen Besuchsgrund: dem ESL.

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^^ Und das ist er - alt, aber solide. Auch er wird uns noch einige Zeit erhalten bleiben. Er bedient nur zwei Schirouten, welche im Moment zwar noch geschlossen sind, dafür wurde der Schiweg präpariert. Dieser ist zwar schitechnisch ehereasy, dafür gibt es oben eine geniale Aussicht ins Stubai-, Wipp-, und Inntal. Auch die angrenzende Bergwelt ist fast auf Augenhöhe...

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Das war's auch schon mit den Bildern von meinem 3 Stunden Schitag am Patscherkofel, am Nachmittag hat mich die Uni wieder eingeholt - Dank Kofel können aber auch solche Tage schitechnisch Sinnvoll genützt werden. ;)

Und weil es so schön ist, noch das Video zum ESL:



Link: http://www.youtube.com/watch?v=SXljmsuVH8U

MFG Dachstein

Autor:  krisu [ Sa, 23.01.2010, 19:04 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Around Innbruck Vol.2 Patscherkofel

[esl]: "Auch er wird uns noch einige Zeit erhalten bleiben"
Wie gelangst du zu dieser einschätzung/information? Ich würde es ja mehr als begrüßen, wenn der gipfelbereich mit ESL und piste noch eine zeit das bleiben darf, was es jetzt ist!

Bin ein bisschen sehr beunruhigt, der Schröcksnadel kennt kein pardon wenn es um konsequentes durchindustrialisieren seines skigebiets geht...stück für stück "modernisiert" er weiter, meistens dann sobald er sich wieder eine tranche aus zweckentfremdeten öffentlichen finanztöpfen zuschanzen hat lassen... irgendwann mache ich da mal 'ne vertiefte recherche und dokumentiere das im web, auch wenn investigativjournalismus in tirol -wenn es um tourismus geht- nicht mehr stattfindet da die klassischen medien (ORF&TT) hier zu sehr an der landespolitik hängen.
Mich kot** der mann zunehmends an, mal emotional vulgär ausgedrückt...


Aber schöne fotos im bericht, hut ab... wenn der schnee kommt, gehts wieder ab in die seilbahnrinne und in die östlichen reservate ... :-)

Übrigens ist dir sicher aufgefallen, dass an der gipfelstation das obligatorische LED-girlandenschild "zu/close" geanu unter dem alten emailschild "bügel hier öffnen(singemäss)" hängt... :-) Jedenfalls wars letztes jahr so, sofern sich das kein übergutmensch bei den bergbahnen beklagen musste... :-)

Autor:  Dachstein [ Sa, 23.01.2010, 19:46 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Around Innbruck Vol.2 Patscherkofel

Wegen ESL: Info stammt vom Seilbahnbediensteten. Letztes Jahr war der TÜF da, es gab keine Beanstandungen. Außerdem meine ich, dass es da oben sicher nicht genug Schifahrer gibt, die eine fixe 4er rechtfertigen. ;)

MFG Dachstein

Autor:  krisu [ So, 24.01.2010, 12:46 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Around Innbruck Vol.2 Patscherkofel

Hm. Wollen wir mal hoffen dass mit dem Mitarbeiter nicht nur firmenopportunistisch kommuniziert wurde, sondern auch wahrheitsgemäß...
Wenn der ösv präsident schröcksnadel auf den knopf drückt, kuschen wohl selbst die seilbahnämter: Wieviele sesselbahnen kennst du in österreich noch ohne stützenpodeste, mit SIKA gekleistertem strukturellem riss im stahlbetonsporn an dem die umlenkscheibe verankert ist? An dem an einigen stützen die seilauflagekraft derat gering ist, daß im herbst windbedingt das seil gerne die rollen verlässt, an dem seilfänger allenfalls homöopathische wirkung haben und baubedingt seilentgleisungen nur mit glück durch den sicherheitskreis erfasst werden können?
Finds ja toll dass es das noch gibt, denn offensichtlich ist der lift eine pragmatisch gute lösung für den gipfel! Aber ich fürchte dass da bald ein ganz anderer wind wehen wird...

Ähnliches mag für die alte kultige pendelbahn ab igls gelten.. eh' ein wunder dass der ÖSV präsident die noch durchfüttert.

Klar wird der chef so wie sich die gemütliche pistenkonfiguration derzeit am gipfel präsentiert, keine ollen fixen 4er bauen. Nebst der anspruchsvollen schmale leider oft verblasenen schwarzen piste führt ein ein extremstflacher ziehweg auf fortsstrasse hinab. Diese harmonieren gut mit der geringen förderleitung des ESL.
Somit lotet der chef momentan aus, wie er es schaffen könnte, dass ihm die stadt eine zeitgemässe nordost-abfahrt finanziert- übrigens durch das schutzgebiet zirbenwald. Ich rate mal: "Ohne pistenneubau kann ich als unternehmer keinen liftneubau hinstellen". Glaube nicht, dass er sich begnügen würde, eine zB. günstig recycelte SB2 hinzustellen, wenn der ESL das zeitliche segnen wird. Das wäre anfürsich das beste was dem gipfelbereich passieren könnte.
Vielmehr wird er (a la Hohe Mut Bahn) den gipfel vollindustrialisieren wollen. Wetten?

Dennoch....ich hoffe dass der ESL noch lange bleiben mag...

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