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 Betreff des Beitrags: Stubaier Gletscher, 26.09.2009
BeitragVerfasst: Mi, 30.09.2009, 11:30 
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RetroRebel
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Hier mal ein kurzer Bericht von einem Sommerskitag, wie er in den 80er Jahren hätte stattfinden können - und der dennoch für uns grandios war.

Die letzte Woche habe ich ja in den Dolomiten verbracht, genauer gesagt am Monte Pana, der zumindest im südtiroler Raum zu den schöneren Ecken gehört, da noch relativ unverbaut (das Gegenteil gibts im Moment auf der Seiser Alm zu sehen). Gegen halb neun also sind wir dort gestartet, das Wetter in den Dolomiten an diesem Morgen mytisch-neblig. Entsprechend den Erwartungen zeigte sich bereits in Sterzing, dass es auf der Nordseite schön sein würde - und für diesen Fall war der Plan, an den Stubaier Gletscher zu fahren (weil schön und weil sehr einfach von der Brennerautobahn - nämlich in knapp 30 Minuten bis zur Talstation - zu erreichen).

Nach einem geruhsamen Cappucino in der Muttebergalm betreten wir das neue Talstationsgebäude, weit, funktional, interessante Formensprache: auch und gerade mit dem rohen Beton optisch sehr gelungen, vor allem das Rondell ohne Stufen, dass zu den Bahnen hinaufführt ist ein grandioser Fortschritt zu den alten engen Schächten mit den Treppen. Bei Massenandrang sicher extrem vorteilhaft.

Wir kaufen 5 Teilstrecken (großer Vorteil hier, man kann Teilstrecken kaufen, ohne sich festzulegen), für knapp 20,- €. Der Plan ist, mindestens eine Sektion zu laufen, optimalerweise vom Schaufeljoch zum Eisgrat auf dem Gletschertrail, gegebenfalls auch bis zur Mittelstation Fernau. Der Tag ist klar, herbstlich, an den Hängen und Gipfeln in großer Höhe hängen vereinzelt Wolken. Im Laufe des Tages wird es sich etwas zuziehen, alles in allem haben wir aber immer gute Sicht.

Sehr schön bereits ist der Talstationsbereich und das Tal nach Fernau. Die Landschaft ist wunderschön, die Farben des Herbstes, die zerklüfteten Wildbäche und die sehr geringen Eingriffe durch Infrastruktur. Denn: Die Talstation ist erstaunlich klein und gut in das Gelände gebaut, die Bahnen selbst verändern die Topologie überhaupt nicht, die Landschaft fließt um die Stützenfundamente herum. Auch der einzige Wanderweg ist ein schmaler Pfad, ohne Treppen und Geländer wie in den Dolomiten üblich, alles fügt sich harmonisch zusammen. Selbst das Pistestück der Wilden Gruben, das zu sehen ist, ist natürlich künstlich angelegt, aber mit Geschick - sprich keine gigantische Vollremodellation, sondern eine elegante Kurve, die immer noch dem Gelände folgt, das vorgegeben war, und nicht anders herum.

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Meines Erachtens sehr gelungener Talstationskomplex: die Stationen werden durch das neue Rondell gut eingerahmt, das weiche, landschaftsähnliche Formen vermittelt. Ausnahmsweise funktioniert sogar das begrünte Dachte hier. Auch schmiegt sich die Station ein wenig an den Berg, was das ganze ein wenig traditioneller wirken lässt. Vor allem aber fließt das Gelände darum herum, so dass die Landschaftform erhalten bleibt - und schon wirkt die Doppeltalstation und Schleuse zu einem der wirtschaftlich erfolgreichsten Gletscherschigebiete der Alpen erstaunlich dezent und filligran. Quasi das Gegenteil von Sölden!

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Wunderschönes Tal: weites Tor zum Gletscher, ich mag die unverbauten Wildbäche, die herbstlichen Farben, das klare Licht mit dem stahlblauen Himmel des Septembers... die hohe Trassenführung mit den Gitterstützen, die weiten Spannfelder, die gelungene Formgebung und die Tatsache, dass das Gelände quasi keine Spuren des Baus der Bahnen (mehr?) trägt, lässt die Anlagen erstaunlich weit zurücktreten - ein Effekt, den man eigentlich nur von Pendelbahnen kennt. Ziemlich das Gegenteil zum Hintertuxer Gletscher.

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Hier erneut: vielleicht geht das ja nur mir so, aber ich finde es erstaunlich, wie sehr das Tal trotz zweier paralleler Seilbahnanlagen als Zubringer in eines der großen Gletscherschigebiete, seine Harmonie behält. In dem Punkt waren meine Schwester und ich uns einig: hier sieht alles tausendmal authentischer und natürlich aus als etwa an der Ciampinoi oder am Puflatsch.

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Mich beeindruckt das: die strahlend weißen Stützen mit einer recht klaren schlichten Form, die Felsen, an die sie sich lehen, die Wiesen darum (ohne Planierung für den Stüzenbau): für mich passt die Gamsgartenbahn I, die man hier sieht, perfekt ins Gelände dort.

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Hier sieht man es noch einmal: relativ zu den natürlichen Geländeformen (den Muren, den Wäldern) wirkt der Talstationskomplex extrem klein und unauffällig, meines Erachtens eine grandiose Leistung. Selbst die großen Parkplätze mit ihren sehr runden und dem Talverlauf folgenden Begrenzung fallen nicht wirklich auf - es könnten auch Geröllhalden des Bachbettes sein.

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Ebenfalls architektonisch sehr schön und - ebenfalls - trotz beachtlicher Größe optischer sehr sehr dezent: die Dresdener Hütte, unmittelbar neben der Mittelstation Fernau. Mir gefällt die Architektur sehr gut, die Natursteine (wuchtig, nicht um Beton zu verkleiden, dafür ist die Hütte ja auch viel zu alt), die grün-weißen Fensterläden... für ihre doch beachtliche Größe fällt die Unterkunft hier oben kaum auf.





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 Betreff des Beitrags: Re: Stubaier Gletscher, 26.09.2009
BeitragVerfasst: Mi, 30.09.2009, 22:40 
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Schöne Eindrücke und schöne Bilder, die sich schon andeutende Färbung der Blätter deutet unweigerlich auf den Herbst hin, eine sehr schöne, farbintensive Jahreszeit. Vor allem, wenn man den Hochnebel über den Städten und Ebenen zugunsten der Berge eintauschen kann...
Ich finde, deine Aufnahmen haben generell irgendwie einen besonderen Charakter, der an die prädigitale Zeit erinnert. Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll, aber von der Bildschärfe, den Kontrasten und den Farben wirkt das erfrischend "anders", als wie bei den meisten Digitalaufnahmen. Legst du hierauf einen besonderen Wert bei der Bildnachbearbeitung oder gar schon beim Fotographieren selbst?


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 Betreff des Beitrags: Re: Stubaier Gletscher, 26.09.2009
BeitragVerfasst: Mi, 30.09.2009, 22:48 
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Ja, also in Fernau sind wir also nun. Auch diese Mittelstation finde ich ob ihrer geringen Größe und des umfließenden Geländes sehr gelungen, für ein Bild hat die Zeit leider nicht gereicht.

Oberhalb Fernau sieht man natürlich einige Pistenbaumaßnahmen, relativ zur gesamten Weite der Landschaft fallen diese aber meines Erachtens relativ gering aus, zumal sie hier einfach aus meiner Sicht auch Sinn machen. Die Moräne ist ohnehin eben nur Moräne, um die Piste im unteren Stück beschneien zu können - und das ist nötig in dem eisfreien Teil, da sonst ein guter Teil des Schigebietes sofort wegfällt - musste man die Moräne wohl ein bisschen einebnen. Meines Erachtens aber nicht weiter tragisch, weil das eh nur Geröll ist und ansonsten rund herum die Landschaft extrem naturbelassen ist. Wenig oberhalb lässt sich die Remodellation schon nur noch mit Mühe erkennen, einzig das große Speicherbecken stört wirklich. Meines Erachtens wäre es ein echter Fortschritt diese so anzulegen, dass sie mehr an Bergseen erinnern - da könnte man solche sogar eventuell als Verschönerung der Landschaft betrachten...

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Talstation der Fernauschleppliftes. Was ich gut finde, ist, dass die Talstation auf dieser leichten Anhöhe steht, so dass sie nicht so artifiziell wirkt. Das Vorgelände ist zwar stark planiert, aber die Ränder sind weich, so dass die Übergänge fließend sind und das gar nicht auffällt. Direkt dahinter folgt trotz der Bahnen gleich ein ziemlich wildes und ursprüngliches Gelände - ganz ehrlich: ich find das genial so!

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Sehr genial auch die DSB Gamsgarten: sie ist im Gelände fast gar nicht zu erkennen. Insbesondere folgt sie auch genau der Topologie, es ist noch die Sorte Anlage, die ohne Wechsellaststützen auskam. Heute ein KSB-8 wäre wohl auf Kilometer zu sehen...

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Blick zurück nach Fernau: wieder finde ich es cool, wie die kleine Mittelstation in den gewaltigen Landschaftsformen versinkt (vor allem die Geröllhalden rechts), ich mag diesen Kontrast. Die Technik steht hier meines Erachtens in einer noch vernünftigen Dimension. Die Pistenremodellation vorne fällt kaum auf.

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Auch hier muss man schon genau hinsehen, um oben links die angelegte Piste zu erkennen...

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... und selbst von Nahem ist sie wahrscheinlich für den Laien gar nicht zu erkennen. Auch hier gilt wieder: weiche Übergänge an den Rändern und ein genereller Verlauf entlang der natürlichen Geländeformen bewirken, dass diese an sich nicht schmale und auch durchaus künstlich angelegte Piste fast in der Landschaft verschwindet.

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Blick hinüber zum Daunferner...

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... und zum Gamsgarten. Hier mag mehr gebaggert worden sein, das kann man auf die Distanz schwer sagen. Mag sein, dass es ein unschöner Ort ist, aber offensichtlich nicht unschön genug, um aus nur ca. 1,5 km klar zu stören. Sölden hingegen sieht selbst vom Windachfern recht krass aus...

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Sommerschi wie 1987... ;)





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 Betreff des Beitrags: Re: Stubaier Gletscher, 26.09.2009
BeitragVerfasst: Mi, 30.09.2009, 23:12 
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@P23: ja, das in der Tat etwas, was ich schon beim Photographieren sehr stark versuche umzusetzen. Generell denke ich, dass so einiges mit der analogen Photographie verloren gegangen ist, dennoch weiß ich die digitale Photographie durchaus zu schätzen. So versuche ich beide mit einander zu verbinden, und habe viel Zeit damit verbracht, zu versuchen, ein bisschen heraus zu finden, was die analoge Optik letztlich ausmacht.

Was ich tue ist folgendes:

I. Beim Photographieren:

- ich benutze eine DSLR, das heißt die typischen optischen Effekte, insbesondere Schärfenverläufe und Vignettierung der alten analogen Bilder bleiben erhalten, ebenso die Effekte durch bestimmte Linesn und Brennweiten

- ich photograhphiere stets im Weißabgleich für Wolken, um ersten einen homogenen Weißabgleich zu erhalten und zweitens einen ausgewogenen Grundton der Farbe, der in den Schatten nicht so cyanlastig ist, wie normalerweise bei digitalen Kameras und der die Farben natürlicher, aber auch strahlender macht, da mE sauberer getrennt wird (vor allem in den Rot- und Gelbtönen).

- ich belichte leicht unter, damit die Lichter nicht digital ausbrennen

- ich belichte komplett manuell, um den analogen Imperfektionismus ein wenig zu erhalten, aber auch, um typische Fehler der Automatik zu vermeiden

II. Nachbearbeitung:

- ich gebe den Schatten wieder etwas blau, dass ich dann auf der Sättigungseben sofot wieder reduzieren, damit werden die Schatten sauberer von den Lichtern getrennt, was die Bilder klarer macht

- ich entziehe den Rot- und Gelbtönen cyan, so dass die Farben noch besser getrennt werden (wie bei den besseren der Filme absolut üblich)

- ich reduzieren die Sättigung und den Tonwertumfang leicht, um nicht zu knallige Kontraste zu bekommen

- ich benutzen den Einblendmodus "strahlendes Licht", was den Effekt beim Durchlichten des Films herbeiführt und vor allem die Lichter natürlicher macht

Alles in allem wirken die Bilder dadurch mE analoger im Sinne von natürlicher. Ich hab das automatisiert und nehme nur Endkorrekturen manuell vor, um effizient arbeiten zu können. Ganz erreiche ich sicherlich nicht den alten Kodakchrome, aber ein bisschen weg vom digitalen Standard, der mE oft etwas übertrieben wirkt, komme ich hoffentlich schon...

Jedenfalls freut es mich, dass Dir das aufgefallen ist, das sagt mir, dass das offentlich nicht ganz vergeben ist...

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 Betreff des Beitrags: Re: Stubaier Gletscher, 26.09.2009
BeitragVerfasst: Do, 01.10.2009, 11:18 
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Zitat:
Was ich tue ist folgendes:

I. Beim Photographieren: ....
II. Nachbearbeitung: ....



Interessant mal zu lesen wie du die Fotos bearbeitest. Ich dachte immer deine Kamera muss zig mal besser sein als meine Nikon D90 um solch schöne Fotos zu machen.... :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Stubaier Gletscher, 26.09.2009
BeitragVerfasst: Do, 01.10.2009, 11:35 
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:)

Ich denke, es ist ein wenig ein Mischung aus verschiedenen Faktoren. Grundsätzlich ist die EOS 300D meines Erachtens durchaus eine sehr taugliche Kamera, ich persönliche finde sie zB wesentlich besser als einige der neueren Modelle von Canon. Sie hat ein wenig die Robustheit der ersten Stunde, wenn man so will...

Insgesamt sind es aber häufig die Objektive, die es nachher wirklich machen. Und da bin ich leider nicht wirklich gut ausgestattet... :( Das siehst Du zB ganz deutlich bei den Bildern von 3303, was für hochwertige Optiken er teils benutzt. Und die Kompaktcamera von ATV hat ein excellentes Objektiv, wie mir scheint.

Gerade auch bei den Profi-DSLR-Ausrüstungen sieht man, dass vielfach die Objektive erheblich besser sind...

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 Betreff des Beitrags: Re: Stubaier Gletscher, 26.09.2009
BeitragVerfasst: Do, 01.10.2009, 13:40 
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So nun stehen wir also am Eisgrat, sehen und riechen den Schnee, ein ziemlich cooler Ort, das mit strahlendem Metall verkleidete Höhenrestaurant, der Blick, ich mag die Athmo hier oben. Wir stromern ein bisschen durch die Gänge des Komplexes, irgendwann meinte meine Schwester, dass sie ja eigentlich schon Lust hätte schizufahren... Ich bin ein wenig überrascht, ich dachte so in Kordhose wär ihr das vielleicht ein bisschen zu kalt, aber anscheinend ist da eine gewisse Verwandschaft.

So marschieren wir in den Intersport. Komplette Schiausrüstung mit Einstellung und allem für 17,- €, das lässt sicher hören! Alles was uns fehlt, insbesondere Handschuhe, gibts dazu, ohne Aufpreis. Die Jungs sind sehr entspannt und total nett, wir quatschen ein bisschen, machen Spaß, plaudern über die alten Zeiten am Gletscher hier oben, die 70er und 80er, das ist einfach lustig. Alles ist total simpel und unkompliziert, schnell haben wir unser Material - und der Service, dass man alles hier oben bekommt, ist genial. Selbst Skipässe können wir am Eisgrat oben kaufen, die Dame an der Kasse ist ebenfalls super nett, unsere alten Karten, auch die Teile, die wir schon verbraucht haben, werden komplett erstattet! Ich bin ziemlich geflasht, das ist alles so super effizient und gut vom Service. Ich war mir eigentlich sicher, dass man nicht so ohne weiteres würde umtauschen können, schon gar nicht die schon eingelösten Fahrten. Aber alles kein Problem - einfacher, sich spontan zum Sommerschi zu entscheiden, kann es einem kaum gemacht werden! Von dem Service und der Flexibilität hier könnte der ein oder andere noch ein wenig lernen.

Dann gehts rauf mit der dritten und letzten Sektion zum Schaufeljoch. Soweit mir bekannt ist es immer noch die einzige EUB mit Gletscherstützen, aber da lasse ich mich gern belehren, auch wenn es so aussieht, als würde man die Stützen schon in wenigen Jahren einbetonnieren können. Auch an den Liften ist das Personal übrigens total entspannt: die meisten grüßen nett, man quatsch ein bisschen rum, die Stimmung ist total entspannt und locker, nirgendwo gibt es Sperren, niemand will die Skipässe sehen und nach 10 min kennen sich ohnehin alle. Das ist Sommerschi!!

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Sommerschifeeling...

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Vom Windachferner hinüber nach Sölden (das müsste der Mittelstationsbereich am Gaislachkogel sein), die massiven Baumaßnahmen auf den Pisten, Spuren die aus vielen Kilometern Distanz zu sehen sind und noch zu sehen sein werden, wenn vielleicht eines Tages mal die Lifte hier verschwunden sind...

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Hang am Windachferner: oben mit Schnee und gar nicht mal so flach und insofern durchaus nett zu fahren, unten Blankeis mit vielen Bächen - was soll's: das ist Sommerschi!!! :)

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Am Windachferner...

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Bach in der Schleppspur: Sommerschilauf ist so herrlich unperfekt und improvisiert - und niemanden störts!!!

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Hang am Windachferner, gerade der Anfang hat echt Spaß gemacht. Unten fährt meine Schwester.

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Bergstation der Eisjochbahn. Früher gab es hier drei parallele Schlepplifte, die man vom Gamsgarten bzw. Eisgrat aus fahren konnte (letzterer steht, wohl auch leicht versetzter Trasse (?), immer noch). Nur einer der Lifte führte über das Joch hinaus und bot so Anschluss an das rückseitige Gebiet, etwa den Gaiskarferner. Natürlich hat man das unten am Gamsgarten immer mal wieder verplant, und wenn man sich die 2,5 km Schleppliftfahrt (inklusive Schlangestehen) nicht noch einmal antun wollte, dann musste man richtig weit laufen, zumal der Lift auf dem Windachferner oft nicht lief. Vom Fernauferner kam man damals noch nicht rüber, dafür war dann wiederum der Gaiskarferner oft sehr leer und hatte jene besondere Stimmung, die mit der neuen EUB (die ich trotzdem sehr begrüße), ein wenig nachgelassen hat.

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Posieren am Gaiskarferner... ;)

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Auf den ersten Metern unterhalb des Eisjochs auf dem Schaufelferner...

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Gegenrichtung.

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Italienisches Modell am Gaiskarferner... :P :P :P ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Stubaier Gletscher, 26.09.2009
BeitragVerfasst: Do, 01.10.2009, 14:35 
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Das ist fast die gleich Atmosphäre, in der ich vor zehn Jahren auch da oben rumgelaufen bin. Ein bisschen mehr Wolken hatte ich, und später Nieselregen. Und der Gletscher sah deutlich besser aus. Ich bin zu Fuss von der Dresdner Hütte über den Gamsgarten bis zur Station Eisgrat und weiter zum Eisjoch gegangen. Vor allem der Weg über den Gletscherpfad war ganz schön weit, das nimmt man als Skifahrer so gar nicht wahr. Das war damals meine erste Begegnung mit dem Sommerskilauf.

Interessant finde ich, wie sich die Einstellung der Leute im Verlauf der Saison zu ändern scheint. Ich war ja ein paar Mal um den 1. Mai herum dort, und ich hatte meist den Eindruck, dass man um diese Jahreszeit nach einer langen Saison nicht mehr so richtig Lust hat, was man beispielsweise der lieblosen Pistenpräparierung ansehen konnte. Was einerseits nachvollziehbar ist, andererseits aber in einem Gletscherskigebiet bei guten Bedingungen im Mai auch mehr als ärgerlich. Dazu kommt die Pistenkilometer-Verarschung, die kaum irgendwo so extrem ist wie am Stubaier Gletscher. Das hat dazu geführt, dass der Stubaier in meiner Gunst ziemlich gesunken ist in den letzten Jahren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stubaier Gletscher, 26.09.2009
BeitragVerfasst: Do, 01.10.2009, 15:36 
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Ja, das kann ich verstehen. Also das mit den Pistenkilometern ist wirklich peinlich und auch ziemlich unseriös und außerdem völlig überflüssig. Auf der anderen Seite hat das vermutlich irgendein Typ in der Marketingabteilung entschieden und die Leute oben am Berg haben damit wenig zu tun.

Insgesamt denke ich auch, dass das Personal wesentlich freundlicher ist, an so Tage wie diesem. Schon weil die Athmosphäre ganz anders ist, das sind nicht die typischen genervten deutschen Touris, die unbedingt den Schipass abfahren müssen, weil sie glauben sonst was zu verpassen und so weiter. Die Gäste sind relaxrd und das sind auch Leute, die den Sport und / oder die Berge mögen. Da reagieren die Leute am Berg oben meines Erachtens eben auch anders drauf. Bei den Typen, die normalerweise im Herbst und Frühjahr so auf den Gletschern rumlaufen, hätte ich auch schlechte Laune... ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Stubaier Gletscher, 26.09.2009
BeitragVerfasst: Do, 01.10.2009, 15:50 
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Danke für die ausführliche Antwort bzgl. der Fotos, es fällt im Vergleich mit den ganzen anderen Bildern einfach auf. Genauso wie es erfrischend ist, die zahlreichen analogen Scans von Wickie im Historischen vom AF zur Zeit zu sehen...

Ansonsten schon irgendwie eine coole Stimmung da oben, wenngleich der Gletscher natürlich schon grauslich aussieht...


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 Betreff des Beitrags: Re: Stubaier Gletscher, 26.09.2009
BeitragVerfasst: Do, 01.10.2009, 16:30 
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ich schließe mich dem Lob an, besten Dank für die wirklich tollen Bilder und Eindrücke.

Offen bleibt aber noch die Frage, ob die Schwester des Italienisches Modell am Gaiskarferner genauso gut aussieht? :D

Gruß,
Markman


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 Betreff des Beitrags: Re: Stubaier Gletscher, 26.09.2009
BeitragVerfasst: Do, 01.10.2009, 17:39 
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::: trincerone hat geschrieben:
Insgesamt sind es aber häufig die Objektive, die es nachher wirklich machen. Und da bin ich leider nicht wirklich gut ausgestattet... :( Das siehst Du zB ganz deutlich bei den Bildern von 3303, was für hochwertige Optiken er teils benutzt. Und die Kompaktcamera von ATV hat ein excellentes Objektiv, wie mir scheint.

So kompakt ist sie leider nicht mehr. Passt nicht mehr in die Tasche. Halbesel.

Ich habe aber immer wieder das Gefühlt, das manche Leute meine, man müsse sich nur eine Spiegelreflex kaufen und macht super Fotos.

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Eines meiner ersten Skiliftfotosfotos. Geschossen mit einer analogen Konika Klickomatik. :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Stubaier Gletscher, 26.09.2009
BeitragVerfasst: Do, 01.10.2009, 17:52 
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Trincerone hat geschrieben:
Ich bin ein wenig überrascht, ich dachte so in Kordhose wär ihr das vielleicht ein bisschen zu kalt, aber anscheinend ist da eine gewisse Verwandschaft.

beim Posen scheint da ja keine Verwandschaft zu sein, wenn du sie da so krass rausradieren musstest :-)
Zitat:
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k2k hat geschrieben:
Das hat dazu geführt, dass der Stubaier in meiner Gunst ziemlich gesunken ist in den letzten Jahren.

.. plus: Im Mai/Juni viel zu früh auf Minimum-Betrieb zu reduzieren, und dies mit ökologischen+ökonomischen Überlegungen zu begründen. Und dann Mitte September bei diesen Unschnee-Verhältnissen wieder aufsperren, wo sicher auch nicht mehr los ist. Das gilt aber bekanntlich auch und im noch stärkeren Maße für Sölden.

Trincerone hat geschrieben:
Die hohe Trassenführung mit den Gitterstützen, die weiten Spannfelder, die gelungene Formgebung und die Tatsache, dass das Gelände quasi keine Spuren des Baus der Bahnen (mehr?) trägt, lässt die Anlagen erstaunlich weit zurücktreten - ein Effekt, den man eigentlich nur von Pendelbahnen kennt. Ziemlich das Gegenteil zum Hintertuxer Gletscher.
Kann ich nicht wirklich nachvollziehen, die erste Sektion am Hintertuxer ist doch ebenfalls sehr "natürlich", die dortige Abfahrt fällt praktisch nicht auf, weil sie sich auch schön natürlich und schmal durch den Wald schlängelt. Einzig die neuen Funitel-Stützen sind etwas "riesig", die Strecke ist kürzer und man sieht schneller hinauf zum Gletscherbereich..

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 Betreff des Beitrags: Re: Stubaier Gletscher, 26.09.2009
BeitragVerfasst: Do, 01.10.2009, 18:10 
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@starli: na ja, das mit dem Rausradieren hat mehr datenschutzrechtliche Gründe... ;)

@Hintertuxer: Die erste Sektion war auch immer ganz ok, solange es keinen Gletscherbus I gab (wie es jetzt aussieht weiß ich nicht). Aber der Gletscherbus II (und in maßen auch der Gletscherbus III, vor allem dort wo der halbe Gipfel weggesprengt wurde, machen die Gesamtwirkung der Landschaft dort schon kaputt finde ich, das ist am Stubaier schon wesentlich besser...

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 Betreff des Beitrags: Re: Stubaier Gletscher, 26.09.2009
BeitragVerfasst: Do, 01.10.2009, 19:49 
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Für die 8EUB-Bergstation wurde wohl auch am Stubaier einiges weggebaggert - ich glaub aber dass man das einfach nicht so vergleichen kann, weil die Verhältnisse etwas anders sind - die Landschaft ist anders und die Anlagen sind anders, und wenn die Eisgrat-6ZUB früher oder später mit einem Funitel oder 3S ersetzt wird, werden die Fachwerkstützen auch passé sein. Ich geb dir ja durchaus recht, dass es hier und da Unterschiede gibt, aber ich finde diese Unterschiede relativ gering und in Summe kommt's m.E. bei allen 5 Tirolern Gletscher ziemlich auf's gleiche raus, zumindest wenn man die Größe des jeweiligen Gebietes mit einbezieht.

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