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 Betreff des Beitrags: Skitouren auf den Lofoten (2015)
BeitragVerfasst: Do, 02.04.2020, 19:46 
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Norwegens Inseln des Lichts – Skitouren auf den Lofoten (2015)

Vorbemerkung

Ich bin ehrlich: Dass ich mich aufraffe, hier mal wieder einen Bericht zu verfassen (und das über eine Reise, die mittlerweile fünf Jahre zurück liegt), hat nur einen einzigen Grund: Corona! Zu Hause bleiben müssen. Nicht in die Berge können. Für mich quasi die Vorstufe zur Hölle (auch wenn das momentan natürlich das geringste Problem ist, keine Frage). Ich habe Kollegen, für die sich wenig ändert, die das Daheim sein genießen. Ich bin und bleibe aber ein Draußen-Mensch. Doch ich habe gemerkt, dass schöne Erinnerungen und das Anschauen von Bildern mir durch diese Zeit helfen. Für eine aufwändige Reportage fehlt mir in diesen Tagen zwar trotzdem die Muße, doch ein paar Eindrucke und Informationen habe ich hier zusammengestellt.

Vorab noch für Leser, die mich nicht (mehr) kennen: Hier gibt es nahezu keine Lifte zu sehen und auch keine schwierigen Skitouren oder herausragende Powder-Abfahrten. Ersteres liegt daran, dass für mich immer das Skifahren (bzw. später Skitourengehen) klar im Vordergrund stand und Liftanlagen ein Nebenaspekt waren (und sind), da sie für mich einfach Atmosphäre und Charakter eines Skigebiets maßgeblich mitbestimmen. Auch wenn es Lifte und Bahnen gibt, die mich technisch und architektonisch faszinieren, war ich (Geograph und nicht Ingenieur) nie echter Technikfan oder Datensammler. Daher kommen leider auch die zwei (einzigen mir bekannten) Lifte der Lofoten hier nur ganz am Rande vor. Dass die Touren, die wir unternommen haben, eher leicht und kurz waren, lag daran, dass es sich um einen Familienurlaub mit meinen Eltern handelte und die Bedingungen eher durchwachsen waren. Deshalb also auch keine fetten Powder-Tage ;-)

Trotzdem noch Interesse? Dann los!

Los geht’s

Es war mal wieder wie oft. Kaum steht Urlaub an, in diesem Fall sogar ein ganz besonderes Ziel für mich, versprechen die Bedingungen nicht gerade so zu werden, wie es Prospekte und Tourismus-Websites verheißen. In diesem Fall: Sehr schlechte Schneelage, sehr schlechtes Wetter. Das kommt auf den Lofoten häufiger vor, aber muss es genau jetzt sein? Die Motivation sinkt, als Ziel gilt mal wieder einfach das Beste daraus zu machen. Dass die Vorhersage mit jedem Tag vor Abflug noch bescheidener wird (nur noch Regen und Sturm), finde ich trotzdem nicht nett.

Dafür klappt die Anreise zu diesem etwas anderen Familienurlaub mit meinen Eltern, den wir anlässlich meines Dreißigsten (wenn auch einige Jahre später) gemeinsam unternehmen, reibungslos. Zum Glück hat unser Reisebüro (Hummel Reiseideen, kann ich nur empfehlen) bei SAS gebucht, denn die meisten Norwegian-Flüge fallen an diesem Märztag streikbedingt aus. Über Oslo (Gepäck wieder neu einchecken…) fliegen wir nach Harstad-Evenes, dem idealen Zielflughafen für die Lofoten.

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Im etwas ruppigeren Landeanflug. Was für eine großartige Küstenlandschaft unter uns.

Durch Dunkelheit und Schneegestöber fahren wir die etwa drei Stunden nach Svolvaer auf der Insel Austvågøy, einem idealen Ausgangspunkt für die nächste Woche. Hier haben wir uns im Svinoya Rorbuer-Hotel eine gemütliche Fischerhütte samt Verpflegung geleistet und werden auch spät am Abend gleich noch mit einem überaus reichlichen und guten Fischmenü empfangen. Auch wenn es aufgrund von Nacht und Schneefall auf der Fahrt wenig zu sehen gab, weiß ich schon jetzt wieder, warum ich Norwegen so mag. Die wilde Landschaft, die Einsamkeit, die Gemütlichkeit der wenigen hell erleuchteten Häuser, die Freundlichkeit der Menschen, in Norwegen fühle ich mich immer „angekommen“, auch wenn ich zuvor nur im Süden des Landes war.

Tag 1: Stamsund

Nach einem guten Frühstück im gemütlichen Hauptgebäude, der Børsen Spiseri, machen wir uns auf den Weg, die Inseln und Bedingungen zu erkunden. Heute ist sehr windiges Schauerwetter angesagt, wobei die Schneefallgrenze auf Meereshöhe liegt. Da die Inseln weiter im Westen zuvor nahezu keinen Schnee hatten, nutzen wir diesen Tag, um den wenigen Neuschnee zu genießen.

Für Skitouren im freien Gelände liegt zu wenig Schnee, doch auf der Piste des Lifts in Stamsund sollte es gemäß der Webcam gehen. Dieser Schlepplift (mit Flutlicht) ist der jüngere der beiden Lifte auf den Lofoten und überwindet immerhin 300-350 hm (alles nur nicht mehr geprüfte Circa-Angaben). Für dieses Jahr ist die Saison schon wieder vorbei, doch an diesem Tag ist es zum Tourengehen perfekt.

Schon auf der Fahrt zum Ziel sind wir restlos begeistert und fasziniert von Licht und Landschaft. Obwohl es nur eine kurze Pistentour ist, könnte es kaum schöner sein. Sonne, Sturm und Schneefall wechseln sich alle paar Minuten ab, die Aussicht ist unbeschreiblich und die Abfahrt mit einer Mischung aus Pulver, Graupel, Windharsch und „Meeresschnee“ (leicht feucht, aber schön zu fahren), macht richtig Spaß. Danach kurven wir noch ein wenig über die Inseln Vestvågøy und Gimsøy, die wir aufgrund der mageren Schneelage in den nächsten Tagen als Tourenziele leider außen vorlassen müssen.

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Zwischen zwei Schauern auf dem Weg nach Stamsund

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Mal stürmisch, mal sonnig, der Aufstieg ist auf jeden Fall abwechslungsreich.

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Ungewohntes Gipfelpanorama für eine Skitour

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Abfahrt mit Meerblick

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Landschaft schauen aus Autoperspektive. Normal nicht mein Ding, hier schon!

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Unser Basislager

Nach dem Abendessen (Fisch vom Feinsten, wer das nicht mag, wird hier nicht so glücklich) versprechen die Nordlichtvorhersage und der Blick auf den teilweise klaren Himmel tatsächlich gewisse Chancen. Also noch einmal raus, auf der Suche nach diesem faszinierenden Anblick. Wir haben Glück und den richtigen Riecher. Erst ganz schwach, dann wenige Kilometer weiter richtig intensiv. Was für ein faszinierender erster Tag.

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Auf Nordlichtsuche, auch so ist die nächtliche Atmosphäre eindrucksvoll

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Treffer. Ein faszinierender Anblick, der eigentlich nicht in Worte zu fassen ist.

Tag 2: Pilan

Der zweite Tag beginnt trotz gutem Wetter und leichter Minustemperaturen nicht so ideal. Als begeisterte Kajakfahrer hatten wir eigentlich auch für einen Tag eine winterliche Seekajaktour geplant und gebucht. Aber irgendwann klappt die Kommunikation zwischen Reiseanbieter (sonst wie gesagt nur zu empfehlen), Veranstalter, Hotel und uns nicht wirklich. Die Wettervorhersage verspricht nur wenige geeignete Zeitfenster, heute wäre eines davon. Zur Mittagszeit haben wir trotzdem noch nichts erreicht. Egal, gehen wir besser auf Skitour.

Heute soll es einer der Klassiker sein: Der Pilan. Alle Touren sind übrigens in einem sehr empfehlenswerten Büchlein „Lofoten – Skiing in the magic Islands – The Classics“ von Jonas Dahlstrup & Thorbjørn Enevold gut beschrieben. Klare Kaufempfehlung. Wir konnten das Buch allerdings erst vor Ort kaufen, da der Versand nach Hause nicht klappte.

Am Ausgangspunkt die Erkenntnis, dass ich die frischen Batterien für das LVS in Svolvaer vergessen habe. Also noch einmal eine unnötige Extrarunde, bevor wir am Nachmittag endlich starten können. Doch Licht gibt es jetzt im März schon wieder lange genug, die Bedingungen sind stabil und traumhaft und wir sind ganz allein unterwegs. Keine schwere Tour, keine lange Tour (etwa 700 Höhenmeter), aber trotzdem ein absoluter Traum.

Dazu ein paar Bilder ohne weitere Kommentierung:

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Am Parkplatz werden wir freudig erwartet:
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Und der Abend am Fjord ist einfach schön. Auch wenn er alle Lofoten-Kitsch-Klischees bedient.
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Tag 3: Schifffahrt und Tuva/Blåtind

An diesem Tag ist leider ein deutlicher Temperaturanstieg samt Wetterverschlechterung angesagt. Egal, am Vormittag steht erst einmal die im Reiseangebot enthaltene „Seeadlersafari“ am Plan. Ich stehe solchen Pauschalangeboten immer kritisch gegenüber und bin schwer zu überzeugen, aber diese Schiffstour zum bekannten Trollfjord samt Seeadlerbeobachtung ist mit einer sehr netten Besatzung und kleinen Gruppe wirklich lohnend und eine schöne Ergänzung der Tourentage.

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Trollfjord

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Natürlich gibt es nicht nur Seeadler ;-)

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Stockfisch ist allgegenwärtig (auch der Geruch)

Den Nachmittag nutzen wir trotz des Aufzugs der nächsten Schlechtwetterfront noch für eine Tour Richtung Hausberg von Svolvaer. Da es schnell eintrübt und sehr stürmisch wird, beenden wir die Tour an einem namenlosen Bergkamm. Die Abfahrt hinunter zur Inselhauptstadt macht trotz des im Mittelteil etwas bremsigen Schnees wieder Spaß. Irgendwie wirkt sich das Meer offensichtlich positiv auf die Schneequalität aus. Obwohl es viel zu warm ist, gibt es keinen ätzenden Pappschnee oder Sumpf (sondern auch an anderen Tagen eine Mischung aus „Eiscreme-Schnee“ und gut befahrbarem Feuchtschnee)

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Erst flach über einen See, dann geht es relativ steil aufwärts.

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Düstere Wolken ziehen auf. Eine sehr eindrucksvolle Stimmung hier oben.

Der gegenüberliegende Lift (scheinbar nur über einen gefrorenen See erreichbar) war übrigens an diesem Wochentag nicht in Betrieb (hier hätte der Schnee schon noch ausgereicht). Ich wäre gern mal ein paar Stunden an diesem durchaus interessant wirkenden Lift gefahren, aber irgendwie ist es sich leider aufgrund der begrenzten Betriebszeiten und meist zu warmer Temperaturen oder Regen die ganze Woche nicht mehr ausgegangen. Beeindruckt haben uns aber die Kinder, die hier nach der Schule bei 5 Grad (und starkem Wind) entspannt im T-Shirt Langlaufen waren (als Schulsport). Eh klar, dass die Mädels und Jungs auf ihren Langlaufskiern in jedem Gelände unterwegs waren. Und das deutlich souveräner, als in den Alpen sicher die Hälfte der Pistenskifahrer auf planierten Autobahnpisten…

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Blick zum Lift. Sieht schon interessant aus. Das Gelände kann auf jeden Fall etwas, die Aussicht ist aber wohl in Stamsund eindrucksvoller.

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Abend am Meer

Tag 4: Sightseeing und Glomtind

Wieder Sturm, wieder wechselhaftes Schauerwetter. Dieses Mal aber mit Regen statt Schnee. Am Vormittag also zunächst eine gemütliche Runde mit dem Auto nach Henningsvær und noch einmal Gimsøy. Mit vielen Fotopausen und kleinen Spaziergängen. Ideal zum mal richtig vom Wind durchpusten und von den Schauern abbrausen zu lassen ;-) Henningsvær selbst, einen der bekanntesten pittoresken Fischerorte der Inselgruppe, fanden wir zwar durchaus nett, aber im Vergleich zur umgebenden Landschaft nicht als absolutes Pflichtziel (an diesem Tag aber mit willkommener Aufwärmmöglichkeit drinnen).

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Auf dem Weg nach Henningsvær

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Zwischen Felsen und Leuchtturm: Der Fußballplatz von Henningsvær.

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Die klassische Ortsansicht mit Hafen

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Fast noch schöner: Die Küstenlandschaft selbst.

Am Nachmittag lässt der Wind nach und die Sonnenanteile nehmen zu. Also auf der Rückfahrt noch eine kurze Skitour am Tunnel (früher Pass) auf dem Weg Richtung Svolvaer. Mit etwa 400 Höhenmetern ist der Glomtind eine der vielen Kurztouren, die man mal nebenbei mitnehmen kann. Landschaftlich aber trotzdem genial, auch wenn der Schnee an diesem Tag oben eher hart als richtig firnig und unten etwas knapp war. Der übliche Birkenslalom im unteren Bereich jedenfalls macht mit etwas Erfahrung sehr viel Spaß, sofern die Bäume nicht allzu dicht stehen.

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Unterwegs am Glomtind mit Blick auf See und Meer

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Danach zum Bilderbuchstrand gleich um die Ecke.

Tag 5: Im Sturm Richtung Kvittinden

Starker Sturm und Regen, so lauten die Aussichten. Am Morgen sieht es aber noch gar nicht so schlecht aus. Also machen wir das, wofür sich die Lofoten am Besten eignen. Einfach nach eigenem Ermessen ein Ziel und eine Route überlegen und loslaufen (natürlich Erfahrung, Einschätzungs-vermögen und vertretbare Bedingungen vorausgesetzt). Trotz des Tauwetters der Vortage reicht der Schnee noch vom Strand weg und die Stimmung ist grandios. Immer düsterer werden die Wolken, immer stärker der Wind.

Bald wird uns klar, dass wir heute keinne Gipfel erreichen. Schon nach wenigen hundert Höhenmetern weht uns der Wind im Aufstieg tatsächlich mehrere Mal mehr oder weniger um. Zwar können wir die Stürze noch abfangen und uns freiwillig zu Boden werfen, aber die Ansage ist deutlich. Wir suchen Deckung hinter einem Felsen, bauen um und genießen die zwar kurze, aber richtig gute Abfahrt. Kaum sitzen wir im Auto setzt Dauerregen ein, so dass wir den Nachmittag ausnahmsweise doch drinnen verbringen. Zuerst bei einem Besuch des Aquariums, dann gemütlich in unserer Fischerhütte.

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Noch sieht es gut aus. Wir starten Freischnauze Richtung Kvittinden

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Der Wind beginnt uns seine Kraft zu zeigen…

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… und zwingt uns zu Boden

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Trotzdem gute Abfahrt

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Sturmgepeitschte Küste

Tag 6: Varden (Ost und West)

Eigentlich waren die Aussichten für diesen Samstag ziemlich gut. Doch aus dem Sonnensymbol im Wetterbericht sind am Morgen wieder dichte Wolken geworden. So kommt es auch. Die Sonne zeigt sich selten, der ganze Tag bleibt stark bewölkt und ungewohnt dunstig mit deutlichen Plusgraden auf Meereshöhe.

Für einen weiteren Klassiker reicht der Schnee trotzdem noch aus. Das Profil der Tour ist ähnlich, wie an den meisten anderen Tagen: Flacher Beginn (hier auf einer Loipe), dann dichter Birkenwald, dann quasi die Kernstellen, später offenes weitläufiges Gelände und dann der felsige Gipfelbereich. Klingt vielleicht langweilig, ist es aber aufgrund der wunderbaren Ausblicke auf Meer und Seen sowie des weitläufigen und vielfältigen Geländes zum Abfahren überhaupt nicht.

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Noch etwas Sonne im Aufstieg

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Wieder faszinierende Ausblicke und Lichteffekte

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Viel Platz vor dem Gipfel

Am Gipfel geht es trotz des trüben Wetters zu wie bei uns an der Rotwand. Viele einheimische Tourengeher sind jetzt am Wochenende unterwegs und stehen richtig gut am Ski. Wir nutzen die schönen Schneebedingungen im oberen Teil (im Unterschied zur Rotwand bleibt jedem genug Platz) noch für eine Zusatzabfahrt Richtung Westen, bevor wir die klassische Ostabfahrt zum Auto nehmen, die den Klassikerstatus der Tour absolut rechtfertigt. Achja, Nordlicht gab es an diesem Abend zum Abschluss ebenfalls noch einmal :-)

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Westabfahrt

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Ostabfahrt

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Mal nicht das Meer unter uns, sondern noch gefrorene Seen

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Noch mal zum Lieblingsstrand

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Noch mal Nordlicht über unserer Hütte

Tag 7: Torskmannen

Wie oft am letzten Tag schönstes Wetter. Klassische Frühjahrsbedingungen wie bei uns daheim. Perfekt für einen weiteren mittelschweren Klassiker. Erneut eine echte Supertour. Die etwas heikle Querung im unteren Teil ist zwar bei unseren Bedingungen nicht lawinengefährdet, leider muss ich aber feststellen, dass die richtigen Harscheisen zu Hause in Deutschland liegen und meine anderen Harscheisen mit diesem Ski nur begrenzt kompatibel sind. Hoch konzentriert taste ich mich durch den problematischen Bereich, nach dem uns bis zum Gipfelbereich wieder schönstes Gelände erwartet.

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Die Lofoten können auch mal anders. Klarer sonniger Morgen

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Noch mal zum Frühstücken ins urige Hauptgebäude

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Fliegende Ski. Zu Beginn stellt sich uns unerwartet ein recht großer Bach in den Weg. Blöd zu queren und so lassen wir eben die Skier der Einfachheit halber fliegen ;-)

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Ansonsten beginnt die Tour gemütlich

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Die Problemstelle liegt hinter uns, die Aussicht ist wieder mal famos.

Noch einmal eine großartige Aussicht aufs blaue Meer und unzählige Gipfel und dann eine perfekte Firnabfahrt als Abschluss dieser Woche. Die Rahmenbedingungen schienen ursprünglich unerfreulich, doch vor Ort kam es dann oft besser als befürchtet. Tiefen Powder gab es zwar nie, schön (und teils sogar pulvrig) waren aber fast alle Abfahrten. Natürlich haben wir nicht viele Höhenmeter gemacht (dazu müsste man angesichts der niedrigen Gipfelhöhen zwei oder drei Ziele am Tag machen), aber das kann ich auch in den Alpen. Skifahren mit Meerblick (und dem wunderbaren Licht des Nordens) war für mich aber ein bleibendes Erlebnis.

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Gipfelblicke. Wir stehen nicht am Torskmannen selbst (im ersten Bild links), sondern auf einem Nebengipfel. Im letzten Bild das wunderbar weitläufige Abfahrtsgelände.

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Schönes Abfahrtgelände, weiter unten sogar recht steil.

Den Zauber dieser Landschaft zeigt auch noch einmal die Rückfahrt Richtung Flughafen, dieses Mal bei Tageslicht. Da unser Flug am nächsten Morgen sehr früh startet, übernachten wir zum Abschluss an der Tjeldsundbrua ganz in der Nähe. Und bei aller Liebe zu Norwegen: Nach dieser Hotelübernachtung weiß ich wieder, warum ich im Sommer lieber zelte ;-) (um Missverständnisse zu vermeiden, das Hotel ist völlig in Ordnung, aber skandinavische Fernstraßenhotels sind einfach eine eigene Welt für sich,, besonders das Essen…)

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Zwischen Winter und Frühling

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Berge und Meer, für mich die vielleicht schönste Kombination

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Abschied von den Lofoten. Dankbar, dass wir diese gemeinsame Reise erleben durften. Gute Erinnerungen, die bleiben.

Nach dem Start unseres Fliegers nach Oslo schaue ich noch lange hinunter auf die endlosen Gipfel und Fjorde unter uns und weiß, dass mich Norwegen wohl immer faszinieren wird und ich immer wieder zurückkommen möchte.

Fragen oder mehr Infos zu Skitouren auf den Lofoten natürlich immer gerne.


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 Betreff des Beitrags: Re: Skitouren auf den Lofoten (2015)
BeitragVerfasst: Do, 02.04.2020, 20:15 
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Einer der eindrücklichsten Berichte hier ever. Fotos sind Extraklasse. Corona hat offensichtlich auch sein Gutes;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Skitouren auf den Lofoten (2015)
BeitragVerfasst: Do, 02.04.2020, 20:26 
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Dem kann ich mich nur anschließen. Ganz großes Kino!


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 Betreff des Beitrags: Re: Skitouren auf den Lofoten (2015)
BeitragVerfasst: Do, 02.04.2020, 21:31 
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Sehr sehr schön, besten Dank!


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 Betreff des Beitrags: Re: Skitouren auf den Lofoten (2015)
BeitragVerfasst: Fr, 03.04.2020, 8:41 
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sehr schön: klasse Bericht!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Skitouren auf den Lofoten (2015)
BeitragVerfasst: Fr, 03.04.2020, 15:22 
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Schön, aber schade mit dem Wetter, denn bei Sonne wären die Fotos noch viel schöner. Aber wenigstens 1 Sonnentag und immerhin klaren Himmel für Nordlichter gehabt.

War das jetzt eher Anfang, Mitte oder Ende März?

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 Betreff des Beitrags: Re: Skitouren auf den Lofoten (2015)
BeitragVerfasst: Fr, 03.04.2020, 19:34 
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Erst einmal ein herzliches Dankeschön für die netten Rückmeldungen. Freut einen ja dann doch ;-) Und ja, wenn noch länger Zuhausebleiben angesagt ist (wonach es im Moment ja aussieht), kommen noch ein paar kleinere Sachen aus den Alpen (auch tourenlastig...)

Bezüglich des Zeitraums hab ich noch mal nachgeschaut. Wir waren Anfang bis Mitte März dort (Rückflug am 16.ten). Für die Inseln weiter ist Westen (und auch den Lift in Stamsund) erschien mir im Nachhinein die zweite Februarhälfte eigentlich fast günstiger bzw. erfolgversprechender. Ich hab aber auch die Winter drauf immer wieder mal auf die Webcams geschaut und die einzige Regelmäßigkeit war, dass sich die Bedingungen sehr oft und schnell verändern. Im Jahr als wir dort waren, gab es zum Beispiel - wenn ich mich richtig erinnere - Ende März oder Anfang April noch mal einige Tage mit Pulver bis unten (und Sonne). Gleichzeitig gab es zwischendurch aber auch immer wieder Zeiträume nahezu ohne Schnee zumindest in den tieferen Lagen. Da braucht es wohl immer etwas Glück (oder genügend Zeit).


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 Betreff des Beitrags: Re: Skitouren auf den Lofoten (2015)
BeitragVerfasst: Fr, 03.04.2020, 23:35 
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Beiträge: 90
Großes Kino, danke!
Die Lofoten sind für mich so eine der Gegenden, wo ich als Kind/Jugendlicher völlig baff bei einem Bild davon war, und eigentlich immer mal hinwollte, aber zumindest bisher nie hinkam (Patagonien wäre noch so eine). Aber so eine virtuelle Reise ist ja auch nicht schlecht :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Skitouren auf den Lofoten (2015)
BeitragVerfasst: Sa, 04.04.2020, 7:57 
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3rd_astronaut hat geschrieben:
Großes Kino, danke!
Die Lofoten sind für mich so eine der Gegenden, wo ich als Kind/Jugendlicher völlig baff bei einem Bild davon war, und eigentlich immer mal hinwollte, aber zumindest bisher nie hinkam
Bei mir fing's als Jugendlicher mit Fotokalendern aus Norwegen + Island an, danach folgten CDs mit Bildern, dürfte so Anfang/Mitte der 90er gewesen sein. Etwas mehr als 10 Jahre später, 2006, war ich dann mit dem Auto zum ersten Mal in Norwegen und auf den Lofoten und mittlerweile komm ich quasi jährlich nach Skandinavien, wenn auch nicht immer auf die Lofoten, irgendwie ists mir dort mittlerweile etwas zu voll :)

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