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BeitragVerfasst: So, 28.10.2018, 8:26 
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Oktober 2018 Mallorquinische Schmalspurbahnen
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Die Balearen, eine Inselgruppe im Mittelmeer vor Spanien, ist jedes Jahr Urlaubsziel von Millionen Touristen. Vor allem die grösste Insel, Mallorca wird jedes Jahr von fast 15 Millionen Touristen besucht. Die Hälfte davon aus Deutschland. Das heisst, fast 10% der Deutschen fliegt einmal im Jahr nach Mallorca. In der Summe heisst das, ein riesen Massenauflauf mit allen negativen Folgen für Natur, Kultur und Bevölkerung. Diese möchte ich hier klar ausklammern, da mich weder Ballermann noch Sonnenbrand interessieren. Der Grund warum Mallorca auf dem Reiseplan stand, waren die Schienen. Was aber die wenigsten wissen, auf Mallorca gibt es für mediterrane Verhältnisse ein mittlerweile wieder echt ansehnliches Eisenbahnnetz.

Die Geschichte der Eisenbahn auf Mallorca beginnt 1875 den grossen Jahren der englischen Eisenbahn. In diesem Jahr wurde auf Mallorca die erste Eisenbahnverbindung zwischen der Hauptstadt Palma und Inca eröffnet.

Es handelt sich um eine Schmalspurbahn mit 3 englische Fuß Spurweite, also 914mm. Das Netz der Strecke der Ferrocarriles de Mallorca wurde bis 1927 vergrössert und die Strecken über Manacor nach Artà, von Enllac nach Sa Pobla, sowie eine Strecke nach Felanitx und von Palma aus nach Santanyí erweitert. Zusätzlich kamen ab 1912 noch die private Ferrocarril de Sóller, die Strassenbahn in Palma und in Sóller dazu, so dass das Netz über 300km Schienenweg umfasste.

Bis 1977 gab es wie überall das grosse Eisenbahnsterben, so dass Schritt für Schritt Strecken stillgelegt wurden 1981 war nur noch die Strecke Palma-Inca sowie die private Ferrocarril de Sóller inkl. Strassenbahn in betrieb.

Mit dem Massentourismus kam auch der Verkehrskollabs und so musste man sich zwangsläufig wieder nach Alternativen umsehen.
Seit 1997 wird das Streckennetz ausgebaut und modernisiert.
Die Strecken der SFM Serveis Ferroviaris de Mallorca wurden Meterspur umgespurt und bis 2005 die stillgelegte Abschnitte von Inca nach Manacor und Sa Pobla wiederaufgebaut.
2007 folgte die Eröffnung der ersten Metro auf Mallorca zwischen der Universität und dem neu Unterirdisch errichteten Hauptbahnhof in Palma. Auch die Bahnlinie nach Inca wurde unter den Boden verlegt.
Ab 2010 sollte die Strecke von Manacor nach Artà als Strassenbahn wiederaufgebaut werden. Die Fahrzeuge dazu wurden schon gekauft und geliefert, die Strecke aber aus Geldmangel nicht fertig gebaut. Was aber seid 2012 fertiggestellt ist, ist die Elektrifizierung der Strecke Palma-Enllaç. Seither ist die Strecke Palma-Manacor und Sa Pobla nicht mehr durchgehend befahrbar, in Enllaç muss auf den Diesltriebwagen umgestiegen werden. Das soll sich aber bis nächstes Jahr ändern. Die Strecke wird mit Geldern der EU elektrifiziert so dass nächstes Jahr also rund 106 Jahre nach dem beginn der Elektrifizierung der Eisenbahn auf Mallorca das Netz komplett elektrisch ist.

Ich habe den Bericht in 4 Teile unterteilt.
Teil 1: Metro von Palma
Teil 2: Serveis Ferroviaris de Mallorca nach Manacor
Teil 3: Ferrocarril de Sóller
Teil 4: Tramvia de Sóller


Zuletzt geändert von ATV am So, 28.10.2018, 8:49, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mallorquinische Schmalspurbahnen
BeitragVerfasst: So, 28.10.2018, 8:46 
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Teil I Metro de Palma de Mallorca
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Seid 2007 besitzt Palma de Mallorca eine U-Bahn. Eröffnet wurde sie zusammen mit dem neuen Unterirdischen Bahnhof Estació Intermodal de Palma an der Plaça de Espanya in Palma.
Die Metrolinie M1 führt von der Plaça de Espanya unterirdisch rund 7.2km hinaus aus der Stadt zur Universität der Balearen kurz UIB.
Die Spurweite beträgt für eine Metro eher unübliche 1000mm. Sonst kommt mir aus dem Stehgreif eigentlich nur Barcelona in den Sinn.
Es werden 9 Stationen erschlossen, wovon aber nur die Station Son Sardinas oberhalb der Erde liegt.

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Station Son Sardinas als einige Station nicht untertage. Hier gibt es einen kostenlosen Parkplatz und für 2.90Euro kommt man hin und zurück mitten in die Stadt. Ohne Stress und ohne Chaos.

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Innenraum des Bahnhofs. Hier hätte man anbindung auf die Bahn nach Soller

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Park&Ride, recht nützlich. In 10min ist man in der Stadtmitte und muss nicht 12 Euro am Tag fürs Parkhaus bezahlen, sofern man eines findet.

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Auf der M1 sind ausschliesslich Elektrotriebwagen der Baureihe 71 von der Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles (CAF) in Betrieb.

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In der Estació Intermodal Links der Elektrotriebwagen der Baureihe 71 und rechts der Dieseltriebwagen der Baureihe 61

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Seid 2013 gibt es eine zweite Metrolinie, die M2 welche parallel zur SFM Linie nach Marratxí führt und im Gegensatz zur M1 grösstenteil oberirdisch verläuft.

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Die Metro ist hauptsächlich zu den Schulzeiten sehr gut ausgelastet.

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Der Teil der Strecke bei Son Sardinas wirkt arg überdimensioniert.

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Ich denke, eine Erweiterung der Strecke von Palma nach Süden zum Flughafen würde durchaus Sinn machen.

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Relativ leere Züge zu Randstunden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mallorquinische Schmalspurbahnen
BeitragVerfasst: So, 28.10.2018, 8:54 
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Registriert: Do, 17.03.2011, 20:54
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Wohnort: Forêt-Noire
ATV hat geschrieben:
Die Balearen, eine Inselgruppe im Mittelmeer vor Spanien, ist jedes Jahr Urlaubsziel von Millionen Touristen. Vor allem die grösste Insel, Mallorca wird jedes Jahr von fast 15 Millionen Touristen besucht. Die Hälfte davon aus Deutschland. Das heisst, fast 10% der Deutschen fliegt einmal im Jahr nach Mallorca. In der Summe heisst das, ein riesen Massenauflauf mit allen negativen Folgen für Natur, Kultur und Bevölkerung. Diese möchte ich hier klar ausklammern, da mich weder Ballermann noch Sonnenbrand interessieren. Der Grund warum Mallorca auf dem Reiseplan stand, waren die Schienen. Was aber die wenigsten wissen, auf Mallorca gibt es für mediterrane Verhältnisse ein mittlerweile wieder echt ansehnliches Eisenbahnnetz.

Quelle?

Bevölkerung Deutschland: 82,8 Mio (2017, https://www.destatis.de/DE/Startseite.html)
Ankünfte Deutschland: 4,675 Mio. (2017, https://de.statista.com/statistik/daten ... unftsland/)
Quote: 5,6 %

Bevölkerung Schweiz: 8,48 Mio. (2017, https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/st ... erung.html)
Ankünfte Schweiz: 0,565 Mio. (Quelle s.o.)
Quote: 6,6 %

Und ob man jetzt zum Wandern, Sonnenbaden, Saufen oder wegen solch hehrer Ziele wie Eisenbahnschienen hinfährt: man ist und bleibt ein Tourist.

Aber ansonsten: schön, mal wieder einen Bericht von dir zu lesen.


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BeitragVerfasst: So, 28.10.2018, 10:21 
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Gut ich bin davon ausgegsngen, dass die 50% der 15 Millionen Touristen ca 7,5 Mio Deutsche sind. Gut wird sicher noch welche geben die mit Kreuzfahrtschiffen kommen und die 15Mio beziehen sich auf die ganzen Balearen. Glaube keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast.


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BeitragVerfasst: So, 28.10.2018, 11:30 
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Teil II Palma-Manacor
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Seit der Elektrifizierung der Strecke Palma-Inca wird die Serveis Ferroviaris de Mallorca Linie nach Monacor mit dem Zustaz "Semidirect" gefahren. DAs heisst, die ersten 33km wird elektrisch gefahren, danach muss man umsteigen und es wird mit Diesel fortgesetzt.

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Bahnhof Palma Estació Intermodal – Plaça Espanya mittlerweile mit Dach, darunter der Dreigeschossige Bahnhof mit 10 Geleisen und anbindungen an die Metrolinie 1+2 sowie die Züge T1 bis T3
Palma de Mallorca-Inca 28km lang, Palma de Mallorca-Enllaç-La Puebla (Sa Pobla) 46km lang und Palma de Mallorca-Enllaç-Manacor 64km lang.

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Wir entscheiden uns für die längste Strecke nach Manacor, diese wird mit Triebwagen der Baureihe 81 gefahren. Auch diese von CAF.
Teilweise werden auf der Strecke nach Inca als Schnellzüge auch die Baureihe 91.00 eingesetzt, es handelt sich hierbei um die schon beschafften Triebwagen für das Tram Manacor-Arta.

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Seid der eröffnungd er M2 fährt der Zug nach Inca, Manacor und Sa Pobla bis Marratxí ohne halt durch.

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Teilweise gibt es auch direkte Züge welche auch auf der Strecke Enllac-Palma mit Diesel geführt werden daher auch in der Plaça Espanya Station Dieseltriebwagen.

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Im Triebwagen der Baureihe 81, er war bis zur Abfahrt dann aber voll. Allerdings keinerlei Touristen an Bord.

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Station Enllac. Hier muss umgestiegen werden.

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Bisher kann nur bis Enllac elektrisch gefahren werden. Für den Rest ging das Geld aus.

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Zwischen Manacor und Enllac pendeln Dieseltriebwagen. Links auf dem Bild zweigt die Strecke nach Sa Pobla ab.

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Etwas kurios, man fährt mit deinem Dieseltriebwagen auf einer elektrifizierten Strecke. Hier ein CAF Baureihe 61.

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Richtung Manacor, es gibt auf den 30km nur zwei Stationen, Sineu und Petra. letztere wurde neu ausserhalb des Ortes gebaut weil die Einwohner den Zug nicht mehr im Ort haben wollten. So macht er nun einen weiten Bogen um die Ortschaft.

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Ausfahrt aus dem Bahnhof Manacor

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Die Stadt Manacor. Ganz nett aber nichts weltbewegendes. Siesta, war alles geschlossen. Zudem zeichnete sich am Horizont schon die heranziehende Katastrophe ab.

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Plakat für die bevorstehende Fertigstellung der Elektrifizierung.

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Dieseltriebwagen im Bahnhof von Manacor.

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Einfahrt des Triebwagens von Enllac. Gerade noch Rechtzeitig, denn dann fing es an zu schütten.

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Die herannahende Gewitterfront, die in den kommenden Stunden in der Region schwere verwüstungen brachte und 12 Menschen das Leben kostete. Kamen grad noch rechtzeitig weg.
Glück gehabt. So jetzt wird es interessanter, bzw folgt der Grund überhaupt Eisenbahn zu fahren auf Mallorca.


Zuletzt geändert von ATV am So, 28.10.2018, 19:12, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: So, 28.10.2018, 19:12 
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Teil III Ferrocarril de Sóller
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Teil III wirds interessanter. Die Ferrocarril de Sóller ist eine Privatbahn zwischen der Stadt Sóller und Palma de Mallorca.
Die Stadt Sóller liegt im Serra de Tramuntana Gebirge im Nordwesten der Insel. Früher war die Ortschaft zusammen mit dem Fruchtbaren Tal von Sóller nur über den Seeweg oder den Saumpfad über den Coll de Sóller erreichbar. Mit dem Eisenbahnboom auf Mallorca 1880 wuchs auch in Sóller der Wunsch, eine Eisenbahnverbindung zur Hauptstadt zu errichten. Anfängliche Projekte eine Bahn durch Valdemossa nach Sóllerwurden aber Aufgrund der grossen Kosten nicht verwirklicht. Erst 1905 wurde die Ferrocarril de Sóller als Privatbahn gegründet. Ursprünglich mit einer Konzession bis 2011. Am 14. April 1912 konnte die Strecke eröffnet werden. Das war der gleiche Tag, als die Titanic unter ging. Die Strecke von 27km führt von Palma quer über die Insel in Nordöstlicher Richtung durch das Tramuntana Gebirgehinunter nach Sóller. Dabei macht die Bahn zirka 200 Höhenmeter. Auch diese Strecke wurde wie alle Bahnen auf Mallorca mit 914mm auf drei englische Fuss gebaut.
Bemerkenswert, der Coll de Sóller wird mit einem rund 3km langen Scheiteltunnel unterfahren. Ein Jahr später eröffnete im Anschluss die elektrische Strassenbahn Sóller-Port de Sóller den Betrieb und war die erste elektrische Eisenbahn auf Mallorca.
Die Ferrocarril de Sóller wurde anfänglich mit Dampf gefahren. Der erste Weltkrieg, die Kohleknappheit und die Rauchbelästigung im Tunnel liesen schon 10 Jahre nach Eröffnung den Wunsch aufkommen, die Traktion aus Elektrisch umzustellen. Aufgrund der guten Erfahrungen mit der elektrischen Strassenbahn entschied man sich die Bahn zu elektrifizieren. Die Firma Siemens-Schuckert führte die Elektrifizierung durch. Ab 1929 war die Strecke durchgehend elektrisch befahrbar. Beschafft wurden ab 1929 vier elektrische Triebwagen der Bauart AAB FHV von Siemens-Schuckert. Der Mechanische Teil stammte von Carde y Escoriaza in Zaragossa, der Zusammenbau der holzverkleideten Fahrzeuge erfolgte direkt auf der Insel. Seither verkehr der als rote Blitz bekannte Zug 6 mal täglich zwischen Palma und Sóller. Heute allerdings faktisch nur noch als Touristenzug.

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Der Bahnhof der Ferrocarril de Sóller liegt an der carrer d'Eusebi Estada gleich neben der Estació Intermodal an den Plaça Espanya. Ein modernistischer Bahnhof aus dem Jahre 1912.

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Umsetzen der Fahrzeuge im Bahnhof von Palma. Ab hier beginnt die Fahrt mit dem Orangenexpress oder eben dem roten Blitz.

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Wer mitfahren will, muss früh da sein. Rund eine halbe Stunde vor Abfahrt reicht aber für einen Fensterplatz.

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Wer einen Platz im Triebwagen ergattern will, muss aber etwas Glück haben. Zumal er der einzige erste Klasse Wagen ist.

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Triebwagen 1 steht bereit. Es sind heute alle 4 Triebwagen im Einsatz. Die Charterfahrt vor 1h ist schon weg.

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Dafür trifft Triebwagen 4 von Sóller her kommen ein.

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Umsetzen des Triebwagens.

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Die Ausfahrt aus dem Bahnhof verläuft trotzt Verkehr dank einer Ampelanlage recht gesittet.

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Dann gehts los. Gemächlich rumpelt der rote Blitz durch die Strassen von Palma.

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Dann weichen die Häuserschluchten und der Zug fährt weiter durch Industriebrachen und kommt danach nach Son Sardinas wo der erste Halt eingelegt wird. Der schon gut gefüllte Zug füllt sich weiter. Parallel zur Bahn verläuft die Doppelspurige Metro M1

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Nach Son Sardinas folgt der Abschnitt durch die Ebene. Der Triebwagen beschleunigt auf Maximalgeschwindigkeit, 40km/h. Olivenhaine, Hecken und Obstplantagen wechseln sich ab. Ab und zu sieht man einen Feldhasen vor dem klackernden Zug davonrennen. Ansonsten eine recht gemütliche Schaukelei durch die Ebene.

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Je näher die Serra de Tramuntana kommt, desto höher werden Bäume und Dichter die Vegetation.

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Immer wieder durchfährt der Zug keine Pinienwälder

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Haltestelle Son Reus, Wird durchgefahren. Kein Halt.

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Kurz vor Bunyola. 10km Strecke sind hinter uns. Nun gehts hinein ist die Serra de Tramuntana

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Ab jetzt folgen 12 Tunnels bis Sóller. Hier der Längste, Túnel Major, 2876m lang. Er unterfährt den 496 Meter hohen Coll de Sóller.

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Touristischer Halt in Mirador del Pujol d’en Banya. Dient nur als Kreuzungspunkt

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Blick auf Sóller.

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Triebwagen 3 als Gegenzug. Sobald die Strecke frei ist, macht sich unser Zug auf den Abstieg nach Sóller.

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Es folgt das markanteste Bauwerk der Strecke, der Cinc Ponts oder Viaducte de Monreals.

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Der 52 Meter lange Viadukt Cinc Ponts besteht aus 5 Rundbögen

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Das Foto ist ein Klassiker. Leider ist der Olivenhain mittlerweile so schlecht gepflegt, dass man kaum noch zu einer schlauen Fotoposition kommt. Alles verwachsen.

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Nach einem Kehrtunnel und ein paar Kurven durch Pinienwälder und Orangenplantagen erreicht der Zug mach 27km Strecke Sóller.

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Sóller Ausgangspunkt der Strassenbahn und Endpunkt der Ferrocarril de Sóller

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Im Bahnhof von Sóller kann man nicht nur eine Kunstaustellung mit Bildern von Picasso und Miro anschauen, sondern auch allerhand rollende Kunstwerke betrachten.

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Und auch dieser lustige Schienenlkw.

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Der Segmentlokschuppen stammt noch aus dem Dampfzeitalter, der Schuppen rechts davon wurde für die Triebwagen gebaut.

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Lustig auch die Drehscheibe welche gleicheitig auch als Durchfahrt in den neueren Triebwagenlokschuppen dient.
Anzumerken, der Unterhalt der Fahrzeuge erfolgt hier vor Ort. Man ist darauf bedacht, den Originalzustand der Fahrzeuge weitesgehend zu erhalten. Mit Ausnahme Sicherheitstechnischer Anpassungen. Aber immer so, dass sie möglichst kaschiert werden.

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Einfahrt der Zug welchen uns zurück nach Palma bringt.

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Umsetzen des Triebwagens. Die Sesselkleber haben sich schon einen Sitzplatz ergattert.

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Für die Rückfahrt nehmen wir aber einen Wagen.

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Lustiger Klappmechanismus. Dadurch sitzt man immer in Fahrrichtung.

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Abfahrt aus Sóller Richtung Palma.

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Der rote Blitz steigt gemächlich rumpend durch eine malerische Landschaft Richtung Serra de Tramuntana auf.

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Und gibt dabei ein paar Nette Fotomotive ab.

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Cinc Ponts, in Richtung Berg.

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Der Zug verlässt das Tal von Sóller..

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Und schraubt sich weiter hinauf in die Serra de Tramuntana.

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Durchfahrt durch den Túnel Major.

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Und wieder hinab nach Bunyola

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Wieder zurück in der Ebene bei Santa Maria

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Kurz vor den ersten Häusern Palmas

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Alles in Allem ein recht netter Zug. Einzig dass der Antrieb über einen Stromrichter erfolgt, stört den Nostalgiefaktor etwas.
Nett sind vor allem die Klackernden verschraubten Schienen und die sonst recht trashige Strecke mit den Schranken welche im Märklinstyle schon wieder auf gehen wenn der Zug noch auf dem Bahnübergang steht.

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Gemächlich schaukelt der Zug Palma entgegen.

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Durch die Strassen von Palma.

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Die Strecke verläuft Mittig zwischen zwei Strassen.

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Wäre der Zug rot, wäre das schon fast Chur-Arosa.

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Einfahrt in den Bahnhof von Palma.

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Wirklich ein schöner Ausflug auch wenn nicht ganz günstig, wars in jedem Falle wert.


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BeitragVerfasst: Mo, 29.10.2018, 20:28 
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Registriert: Sa, 20.10.2007, 18:56
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Teil IV Tramvia de Sóller
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Weiter gehts mit der Strassenbahn von Sóller, wobei Strassenbahn etwas übertrieben ist, die Bahn besitzt nur kurze Strassenbahnabschnitte, der grösste Teil der Strecke verläuft als Überlandstrassenbahn eher schon als Schmalspurbahn durch Zitrusplantagen und der Fahrtsrasse entlang über 5km direkt an die Hafenmole von Port de Sóller.
Die Strassenbahn hat ihre Existenz einzig und alleine dem Umstand zu verdanken, dass für eine Konzessionierte Privatbahn eine Streckennetz von mindestens 30km vorhanden sein musste, die Ferrocarril de Sóller besass aber nur deren 27. Die fehlenden Kilometer wurden einfach per Strassenbahn an das Netz der Ferrocarril de Sóller angehängt. Warum man nicht einfach die Bahn bis zum Hafen verlängert hat, entzieht sich meinen Kenntnissen. Jedenfalls wurde die 4,9km lange Strecke vom Bahnhof Sóller nach Port de Sóller im Jahr 1913 eröffnet. Die Strassenbahn war von Anfang an elektrisch. Die Energie stammte vom eigens dafür gebauten Gaskraftwerk. Die Strecke führt zuerst als Strassenbahn durch den Ort von Sóller und Mitten über die Plaça Constitució vorbei an der Sant Bartomeu Kirche zur ersten Ausweiche beim Marktplatz. Danach verlässt der Zug den Strassenbahnabschnitt und zwängt sich zwischen Häusern und Vorgärten dem Fluss entlang hinaus aus der Stadt.
Bei der zweiten Ausweichstelle bei Can Guida wird der Torrent de Can Guida Fluss mit einer 20m langen Stahlbrücke überfahren, das markanteste Bauwerk der Strassenbahn. Danach verlässt die Bahn das bewohnte Stadtgebiet und führt entlang der Strasse Ma11 Richtung Port de Sóller. In Roca Roja kreuzen sich die Züge. Danach führt die Strecke weiter entlang dem Fluss bis zum Meer. In Port de Sóller verläuft die Strecke wieder als Strassenbahn entlang der Promenade bis zur Hafenmole in Port de Sóller ca 1km weit. Hier befindet sich auch der schöne Sandstrand von Port de Sóller und dahinter verläuft direkt die Strassenbahn. Fotomotive der speziellen Art inklusive.
Der Fahrzeugpark umfasst aktuell 8 Triebwagen, ca 6 4-Achsige Personenwagen, welche von der Ferrocarril de Sóller aus alten Güterwagenuntergestellen welcher gezimmer wurden, und eine Hand voll offene Sommerwagen. Bei den Tiebwagen gibt es 3 Originale aus dem Eröffnungsjahr 1913, mit den Nummern 1.3 sowie 5 Triebwagen aus Lissabon welche Anfangs der 2000er gekauft und umgespurt wurden. Diese tragen die Nummern 20-24. Diese waren recht ähnlich wie diejenigen in Sóller. Hierbei ist aber anzumerken, dass die Triebwagen Ende der 30er Jahre in Lissabon von Carris modernisiert wurden und eine moderne runde Front sowie ein Tonnendach bekamen. Nun werden sie in Sóller wieder in Mühevoller HAndarbeit dem alten Zustand angepasst und erhalten wieder eine eckige Front sowie ein Laternendach. Optisch sind diese nun kaum noch von den Originaltriebwagen zu unterscheiden.
Gefahren wird im Halbstundentakt. Die Bahn hatte seid Betriebsaufnahme immer eine grössere Fahrgastzahl wie die Ferrocarril de Sóller.
Im Sommer fahren meist 6 Züge, 3 je Richtung. Normalerweise 2 Züge in Sandwitchformation, also Triebwagen, Beiwagen,Beiwagen,Triebwagen, mit den neueren Lissaboner Triebwagen. Zusätzlich als Entlastung dann noch ein Original Triebwagen mit zwei Zweiachsigen Sommerwagen oder ein Triebwagen mit einem vierachsigen Wagen. Bei meinem Besuch waren immer alle Züge voll im Einsatz.

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Bahnhof von Sóller, die Strassenbahn schliesst sich direkt an die Ferrocarril de Sóller an. Dank der gleichen Spurweite sind auch die Gleise verbunden. Zumindest früher war es sogar möglich mit der Triebwagen direkt bis nach Port de Sóller zu fahren.

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Die beiden Triebwagentypen im Vergleich. rechts der Original Triebwagen, links der rückgebaute Lissaboner Triebwagen.

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Der Triebwagen 20 ist der Einzige noch im modernisierten Zustand aus Lissabon.

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Sandwitchzug mit TW24 in den Strassen von Sóller

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In den Strassen von Sóller

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Am Bahnhof von Sóller, angeblich dem Ältesten Bahnhof der Welt. Keine Kunst, wenn man eine Mittelalterliche Festung zum Bahnhof umbaut. :lol:

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Umsetzen der Triebwagen in Sóller. Lustig ist hier wie bei allen Ausweichen die Weichen aufgefahren werden.

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Ticketverkauf in einem umgebauten Gepäckwagen der Ferrocarril de Sóller

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In den Strassen von Sóller wirds teilweise verdammt eng.

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Triebwagen 2 mit 2 Sommerwagen auf der Plaça Constitució

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Auch hier wirds verdammt Eng zwischen den Strassencaffes auf der Plaça Constitució.


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Führerstand eines Lissaboner Triebwagens.

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In den recht Engen Strassen von Sóller

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Gleiche Stelle von aussen gesehen.

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Kreuzungsstelle beim Markt. Die Masten stammen noch aus dem Gründungsjahr der Bahn.

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Am Markt vorbei...

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...verlässt die Bahn den Strassenbahnabschnitt von Sóller

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Auf der Strecke zwischen Vorgärten und Schildwäldern.

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Kreuzungsstelle bei Can Guida

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Selbige stelle von aussen.

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Die 20m lange Stahlbrücke über den Torrent de Can Guida, zählt als Highlight der Strecke.

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Ehe der Zug im Schilf verschwindet.

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Gemütlich rumpelt und Klackert der Zug durch die Gärten. Wunderbares Ambiente.

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Die Glocke für den Bedarfshalt. funktioniert übrigens noch. Jemand konnte es nicht verkneiffen den Lederiemen zu ziehen.

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Kreuzung in der Streckenmitte. Es haben grad so knapp 2 Züge Platz in der Ausweiche.

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Weiter gehts parallel zur Ma-11

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Die Bucht von Sóller ist erreicht.

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Nun folgt wieder ein Strassenbahnabschnitt entlang der Bucht.

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Lustige Wagen diese offenen Sommerwagen.

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Die Strecke neigt sich dem Ende zu.

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Motive dieser Art suchen seinesgleichen.

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Urlaubsstimmung am Strand von Sóller.

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Und mitten drinn kaum beachtet, schiebt sich gemächlich die Strassenbahn an den Sonnenhungrigen Touristen vorbei.

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Gibt sehr lustige Motive ab der Hafenmauer

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Nicht mal die Katze stört sich den leise summenden Oldtimern.

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Sicher eines der Motive schlechthin.

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Bahnhof von Port de Sóller. Der stammt noch aus der Gründugszeit. Urspünglich transportierte die Bahn mit Güterwagen auch Fische und Munition für die Kriegsschiffe.

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Zug im Bahnhof von Port de Sóller, Endstation. Dank der Sandwitchkomposition ist kein Umsetzen nötig. Die anderebn 2 Züge müssen umgesetzt werden.

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Auch in Port de Sóller wirds etwas Enger mit den Strassencaffes.

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Für die Rückfahrt schnappen wir uns einen Sommerwagen.

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Ausfahrt aus dem Bahnhof Port de Sóller

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Triebwagen 1, heute fährt alles was rollen kann. :lol:

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Aus dem Sommerwagen. Übrigens ohne Tür, Gitter oder Kette. Zumindest auf der Strassenseite.

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Strandpromenade, Flaniermeile und Strassenbahntrasse.

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Ein Lissaboner Triebwagen mit Aussicht auf den Strand.

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Ein Sandwitchzug auf dem Weg Richtung Sóller, als Schweizer, dem Erfinderland der Sandwitchzüge bin ich von diesen Kompositionen angetan.

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Zug mit Sommerwagen und Strand.

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Hafen von Port de Sóller, der einzigen offenen Schiffbaren Bucht an der Nordküste.

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Sommer Sonne Strand und Strassenbahn.

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Man beachte das Fahrverbot für Pferde. Also keine Pferdestrassenbahn. :lol:

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Triebwagen 23 verlässt mit 2 Sommerwagen den Strandabschnitt

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Letzte Haltestelle vor dem Überlandabschnitt Richtung Sóller

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Gemächlich mit ca 30km/h rumpeln die Züge bergwärts

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In der Ausweiche

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Ja das hört man sehr gut. :lol:

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Gegenzug mit zwei umgebauten Lissabonern.

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Hier zwischen Port und Sóller ist es eigentlich eine Schmalspurbahn mit 915mm Spurweite.

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Strassenkreuzung mit der Ma-11

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Nochmals Vollgas mit 35km/h über die Strasse. Hand immer schön an der Pfeiffe.

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Ehe der Zug rumpelnd zwischen den Häusern verschwindet.

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Einfahrt in Sóller

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Kreuzungsstelle beim Markt.

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Zwischen den Strassencaffes und den Touristen schieb sich frech noch ein Zug zwischendurch.

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Auf der Plaça Constitució.

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Triebwagen 2 mit den Sommerwagen auf der Plaça Constitució. Der Zug schiebt sich gemächlich durch das Strassencaffe

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Lissaboner Triebwagen auf der Plaça Constitució

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Letzter Anstieg zum Bahnhof von Sóller

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Wieder am Bahnhof von Sóller.

Die Fahrt ist ihre 7 Euro in jedem Fall wert und in meinen Augen noch das grössere Highlight wie die Ferrocarril de Sóller.
Es gibt nur wenige BAhnen die gleiche Fotomotive bieten wie diese Strassenbahn. Zudem gibt man sich sehr Mühe, den Betrieb möglichst authentisch zu erhalten und baut sogar Triebwagen wieder in der eigenen Tischlerei in ihren Ursprungszustand zurück. Hut ab!

So das wars von Deutschland's schönster Insel. Wir sehen uns am Ballermann. :wink:


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BeitragVerfasst: Mi, 31.10.2018, 23:13 
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Beiträge: 7210
Wohnort: innsbruck.at
Danke für die Bilder, aber da bleib ich doch lieber der Isle of Man treu .. ;-)

_________________
http://ski.inmontanis.info - http://blog.inmontanis.info
Neu: Überblick Berichte Ski-Saison 1.10.2017-30.9.2018 (106 Tage, 73 Gebiete)


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BeitragVerfasst: Do, 01.11.2018, 12:04 
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Da hats sicher weniger Deutsche. :lol:

Hier noch die Bewegten Bilder:




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