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BeitragVerfasst: Mo, 10.07.2006, 13:53 
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RetroRebel
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Kurzes Protokoll einer "gescheiterten" Expedition

Vier Tage im Rätikon Anfang Juli, zwischen Montafon und Brandner Tal, sollten eigentlich von einer ausführlichen Begutachtung der Situation am Brandner Gletscher gekrönt werden. Leider ließ das Wetter keine Verwirklichung dieser Pläne zu bzw. ließ einen Übergang nicht sinnvoll erscheinen. Trotzdem hier einige Eindrücke und ein paar Bilder.

Los ging's im Montafon, in Latschau an der Talstation der 8-EUB am Golm. Nach Auffahrt mit derselben starteten wir unsere Wanderung über den Golmer Höhenweg bei leichter Bewölkung mit sonnigen Abschnitten aber kühlem Wind oben am Grat (rd. 2200 m) entlang. Nach ca. einer Stunde folgten wir den Abzweig hinunter zur Alpe Laschätz (1735 m) und weiter in den Talschluss des Gauertals zur Lindauer Hütte (1744 m).

Am nächsten Morgen ging es bei glücklicherweise nur leichtem Regen und tief hängenden Wolken nördlich unter dem Massiv der Drusenfluh entlang hinauf zum Öfapass (2291 m), weiter zum Schweizer Tor (2139 m) und über das Verajoch (2330 m) hinunter zum Lünersee auf rund 2000 m. Von dort folgte der Aufstieg zu unserem zweiten Stützpunkt, der Totalphütte auf 2381 m.
Die ursprünglich geplante Tour hätte uns bei besserem Wetter über das Drusentor auf die südliche Seite der Drusenfluh führen sollen und auf schweizerischem Staatsgebiet entlang des Rätikon-Höhenwegs zur Gamsluggen und zur Totalphütte.

Am dritten Tag ging es bei wiederum sehr durchwachsenem Wetter aber immerhin im Laufe des Vormittags aufhörendem Regen mit leichtem Gepäck von der Totalphütte über den Normalweg zur Schesaplana (2965 m). Der Rückweg erfolgte über den sehr luftigen aber technisch einfachen Südwandsteig zurück zur Totalphütte.
An diesem Tag wäre eigentlich geplant gewesen, von der Schesaplana noch über den oberen Teil des Brandner Gletschers zum Panüeler Kopf zu wandern. Bei tief hängenden Wolken und quasi null Fernsicht jedoch sinnlos.

Der letzte Tag sah schließlich bei bestem Wetter nur noch den Abstieg von der Totalphütte zum Lünersee vor und weiter über den Bösen Tritt zum Parkplatz der Seilbahn auf rund 1500 m im Talschluss des Brandner Tals, wo wir am späten Vormittag per Bus abgeholt wurden.

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Hüttenkopfbahn am Golm. Noch keine Anzeichen von Verwirklichung der Gerüchte um einen Neubau in diesem Sommer.

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Blick vom Golmer Höhenweg zum Massiv der Drusenfluh (2830 m)

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Gauertal

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Blick zurück zum Grat: Der Kulminationspunkt des Skigebiets am Golm vom Weg zur Lindauer Hütte aus gesehen

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Sulzfluh (2817 m) und Rachen

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Drusentürme

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Zweiter Tag: Alpenrosen vor einem Schneefeld im Sporentobel auf dem Weg zum Öfapass

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Sprung zur Materialseilbahn auf die Totalphütte

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Dritter Tag, der Blick zurück zur Hütte aus dem unteren Teil des Aufstiegs zur Schesaplana

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Der Gipfel der Schesaplana (2965 m) im Nebel. Sicht gleich null.

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Die Stange markiert den Weg in Richtung Mannheimer Hütte und zum Brandner Gletscher (in Blickrichtung rechts hinter dem Sattel). Wir folgten jedoch dem Pfad in die andere Richtung, zum Südwandsteig zurück zur Totalp.

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Kurz vor dem Einstieg in den eigentlichen Steig der Blick in die Wolken auf schweizer Seite. An der Kante gehts ca. 500 m runter.

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Blick zurück vom Ende des Steigs. Der Fels war trocken, sonst wärs vermutlich kritisch geworden.

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Noch einmal der luftige Ausblick

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Der letzte Teil des Abstiegs konnte auf den Schuhsohlen über die Schneefelder gerutscht werden. Wenn die Route mit Bedacht gewählt wurde und man die Technik halbwegs beherrschte konnte man auf relativ ungefährliche Art ca. 250 hm vergnüglich abkürzen.

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Letzter Tag, bestes Wetter. Blick hinauf zum Sattel, die Schneefelder rechts im Kar ermöglichten uns tags zuvor den flotten Abstieg. Der Gipfel der Schesaplana bleibt aus dieser Perspektive verdeckt.

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Der Totalpsee taut langsam auf

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Blick in Richtung Silvretta

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Blick in die Schweiz. Die zentrale Erhebung in der Bildmitte ist der Gipfel der Weissfluh (2844 m) oberhalb von Davos. Rechts(!) davon im Hintergrund zu erahnen die Eisriesen der Bernina.

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Ausgang des Überleitungsstollens vom Brandner Gletscher zum Lünersee

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Blick zum Lünersee und auf unsere Abstiegsroute


The End...

...but k4k will return in "Spurensuche am Brandner Gletscher" :wink:

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BeitragVerfasst: Mi, 23.08.2006, 10:29 
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RetroRebel
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da hast du einige Male die Wege, der ersten Hüttentour gekreuzt, die ich durchgeführt habe. Was mal interessant wäre: Gletschervergleichsfotos zu meinen im Bereich Mannheimer Hütte. Leider sind meine logischerweise noch von der analogen Sorte.

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Chasseral - "Les derniers vestiges ont disparu - la fin d'un rêve"


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BeitragVerfasst: Do, 24.08.2006, 12:58 
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RetroRebel

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Hab den Bericht erst jetzt entdeckt, interessante Tour, schade daß das Wetter so wenig mitgespielt hat. Ich möchte ja am ersten Septemberwochenende in die Berge, hoffe, daß ich nicht auch eingeregnet werde.

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Schweben im Powder - Die, die es erlebt haben, verstehen, den anderen kann man es nicht erklären!


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BeitragVerfasst: Mo, 04.09.2006, 23:24 
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RetroRebel
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War am Wochenende zufällig und spontan nochmal in der Gegend (siehe auch die Berichte im Alpinforum hier und hier). Für einen Aufstieg zum Brandner Gletscher hat es leider wieder nicht gereicht, war aber auch von vorne herein gar nicht vorgesehen.

Zwei ergänzende Bilder aus der Gegend trotzdem hier:

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Blick vom Lünersee in Richtung Totalphütte und Schesaplana


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Selbiges noch einmal im Hochformat. Der zweite Gipfel von links mit dem längeren schneebedeckten Grat ist die Schesaplana, mit 2965 m der höchste Gipfel der Gegend auch wenn andere im Bild oben höher wirken. Wer genau hinsieht und/oder einen guten Monitor hat kann auch die Totalphütte erkennen, etwas rechts im unter den Felsmassiven im oberen Bildteil.

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