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BeitragVerfasst: Sa, 12.04.2014, 13:14 
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Espace Killy - Grande Motte und Pisaillas März 2013
« Qu´est-ce qu´il a changé dans les dernières quinze années ? » oder „Was hat sich seit meinem letzten Besuch im April 1998 verändert?“


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Grande Motte, 3656 m im Zoom von der Tovière. Zu sehen die PB, die SLte Rosolin, der SL Champagny, die 4-KSB Vanoise

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Grande Motte und Grande Casse. Im Vordergrund 4-KSB Borsat Express (links), rechts die Abfahrten „Génépy“ und „Cairn“

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Grande Motte und Grande Casse. Im Vordergrund 4-KSB Borsat Express (links), rechts die Abfahrten „Génépy“ und „Cairn“ im abendlichen Gegenlicht und nach Neuschneefall

Mir ist aufgefallen, dass die Impressionen und (teilweise verfügbaren) Vergleichsbilder der Gletscherskigebiete Grande Motte und Pisaillas vom März 2013 hier im Forum gar nicht verfügbar sind. Deshalb hier eine gekürzte und auf die beiden Gletscherskigebiete des Espace Killy (aber nicht nur!) fokussierte Version - die besonders interessanten Bereiche des Winterskigebietes um die 3-SB Col de Ves, das Vallon de la Sache und die 4-SB Cugnaï.

Im Frühjahr/Sommer 1999 habe ich einige Passagen über den Aufenthalt im Espace Killy im April 1998 geschrieben, die trotz gewisser Stilisierung über mehr Authentizität verfügen sollten, als meine heutige Erinnerung, mehr als 15 Jahre später. Man merkt sehr deutlich, dass ich damals noch zur Schule ging… Trotzdem würde ich heute Vieles wieder so formulieren! Ich werde die Auszüge an geeigneter Stelle in den Bericht einflechten.
Einige Photos aus dem Jahr 1998 sind ebenfalls in den Bericht integriert und sollten so manche vielleicht interessante Vergleichsperspektive ergeben (leider aber habe ich damals am Glacier de Pisaillas gar keine Bilder gemacht, was ich natürlich aus heutiger Perspektive sehr bedauere…).

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1998 bereits veralteter Pistenplan des Espace Killy. Werbung für Ganzjahresskilauf in Tignes



Der „Tuxer-Ferner-Haus-Hang“/“Eisjoch-Steilhang“/“Schmiedinger“-Steilhang des Grande Motte Gletscherskigebiets als Synonym für den Verlust einstmals grandioser Skihänge heißt in Tignes „Double Plan“, „Grand Plan“ oder „Face“. Auf alten Photos und in der Erinnerung von 1998 führte von der breiten Kuppe, die das Panoramic-Restaurant und die vielen Bergstationen der Zubringerbahnen trägt ein riesig breiter, attraktiv geneigter Hang parallel zu den abgebauten SLten Double Plan hinunter, mit Namen „Face“ oder „Grand Plan“.

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Blick von der Tovière in Richtung Grande Motte im April 1998 Ausschnitt. Alte Trassierung der 4-KSB Vanoise und deutlich höherer Gletscherstand im Bereich Double/Grand Plan. Auch im oberen Bereich deutlich breitere Piste „Face“.

Die SL stehen nicht mehr, dafür die 4-KSB Vanoise, die von ihrem Startpunkt aus direkt die Talstation der PB Grande Motte erreicht, aber der Hang ist Vergangenheit. Die Piste „Face“ gibt es noch, aber sie führt, zwar nicht als Ziehweg, aber viel viel schmaler als früher und nicht mehr direkt in einer Serpentine hinunter zum Gletscherrest. Erst dort ist die Abfahrt dann wieder so breit wie früher, aber nur noch auf einem relativ kurzen und auch recht flachen Stück.

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Zoom von der Tovière in den unteren Bereich des Gletscherskigebiets Grande Motte. Von links: „Cairn“ (Ziehweg), „Rabotch“ (Steilhang), „Double M“ (Einfahrt von Les Lanches), „Dahu“, „Rimaye“, „Face“, „Descente“.

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Unterer Bereich des Gletscherskigebiets Grande Motte im Zoom. In Bildmitte die 4-KSB Vanoise. Links die 4-KSB Les Lanches. Die Pisten von links: „Rabotch“, „Dahu“, „Face“, „Rimaye“. Die ehemaligen Idealhänge an den SLten Double Plan sind in Bildmitte kaum mehr erkennbar

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Zoom zur Trasse der 4-KSB Vanoise. In Bildmitte die Pisten „Face“ und „Dahu“. Links der Bildmitte die ehemalige Trasse der SLte Double Plan und ehemals breite, direkte Pistensteilhänge

Die Frage die sich mir stellt: erlauben die ausgeaperten Felsen die Präparierung der breiten Piste in diesem Bereich nicht mehr? Oder ist es die unten noch weiterspezifizierte „Faulheit“ oder die generelle Vernachlässigung des Gletscherbereichs in der Wintersaison? Wie seht ihr das?
Eine wirklich attraktive Wiederholungsabfahrt bietet in meinen Augen auch die versetzte 4-KSB Vanoise nicht, da die „Rabotch“ unterhalb der Bergstation „Les Lanches“ mündet und man mangels präparierter direkter Variante zur Vanoise Talstation entweder zum Ziehweg aufsteigen müsste oder eben direkt im Tiefschnee oder im Buckelfeld fahren müsste, die „Rimaye“ über weite Strecken ein flaches Schussstück ist und eben die „Face“ ein Schatten ihrer selbst.
Vielleicht könnte intensive (Depot-)Beschneiung helfen, aber die höchsten Schneilanzen stehen unterhalb der „Lanches“ Bergstation auf ca 2750 m, das Panoramic ist bis heute nicht erreicht davon, was sicherlich auch an dessen Lage in/an der Kernzone des Nationalparks Vanoise liegt.

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Piste "Leisse" (schwarz) gewalzt

Die schwarze „Leisse“ am Grande Motte-Gletscher wird durch den Eismassenschwund tendenziell immer steiler und schwieriger, à la Eisjoch und Mittelbergjoch. Ansonsten wäre doch die Abfahrt dort früher nie „rot“ gewesen und nicht von gleich zwei DSBs bedient worden. Wozu denn sonst die ganze Kapazität?

Ansonsten sehr ähnlich von der Struktur her den Signal-Bahnen in L2A! Auch hier wäre Beschneiung/großflächige Vermattungen/Schneedepots sinnvoll, um den herrlichen Gletschersteilhang noch möglichst lange zu erhalten.

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SLte 3500 I+II im Zoom mit Schneefangrillen

Den reinen Sommer-/Herbstskibetrieb an den SLten 3500, Rosolin und Champagny verstehe ich auch nicht. Hier verschenkt man ohne große Not ein hervorragendes Potential. Ich glaube auch nicht, dass man durch die Nicht-Präparierung und -Öffnung im Winter Schnee für den Sommer „spart“. Eher im Gegenteil: das Präparieren verdichtet doch den Schnee und verhindert das Ab- und Ausblasen, das man mit Hilfe der berühmten und ebenfalls aufwändigen Schneefangrillen reduzieren möchte.
Zudem hätte ich zwei Ideen für spannende zusätzliche Gletscherschlepplifte: oberhalb der Talstation Leisse bis in den Bereich Bergstation Champagny und von der Talstation 3500 bis hinauf zum „Halskragen“ der kapriziösen Motte. V.a. der erstgenannte Bereich sieht von der Neigung her ideal aus und ergäbe eine schöne Ergänzung. Aber auch hier ist sicherlich der PNV vor…

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SL Champagny am Glacier de la Grande Motte. SLte Rosolin I+II (rechts). Piste „Glacier“ gewalzt, Piste "Descente" im unteren Abschnitt grob planiert

Bin auch gespannt, wann man Rosolin wegen der großen Felsen im oberen Trassenbereich einstellen oder versetzen muss. Genehmigt der PNV eine Versetzung? Das wird eine spannende Frage? Oder betreibt man die heutigen Lifte aufgrund einer unwahrscheinlichen Neugenehmigung solange weiter wie es nur irgend geht?

Einer der spannendsten Bereiche im EK ist der Col de Vés: ein abgelegenes Hochtal bis auf 2850 m, das von einem über 2 km langen 3-SB erschlossen wird:

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3-SB Col de Vés Trasse im Zoom

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3-SB Col de Vés im Zoom

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Talstation 3-SB Col de Vés, Baujahr 1981

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Im ersten flachen Abschnitt der 2050 m langen 3-SB Col de Vés

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Erster Aufschwung der Trasse der 3-SB Col de Vés

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Schwarze (sic!) Abfahrt "Pramecou" an der 3-SB Col de Vés

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3-SB Col de Vés, rechts die schwarze, nicht präparierte „Guerlain Chicherit“ (früher „Col de Vés“)

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Nächster Steilaufschwung und schwarze, nicht präparierte „Guerlain Chicherit“

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3-SB Col de Vés, letztes Flachstück vor der Bergstation auf 2842 m

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3-SB Col de Vés, letztes Flachstück vor der Bergstation, hinten die Tovière, Tignes le Lac und die Grande Sassière

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Schwarze (sic!) Abfahrt „Pramecou“ an der 3-SB Col de Vés, gleich nach dem Abzweig der schwarzen, nicht präparierten „Guerlain Chicherit“

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Blick zur Bergstation der 3-SB Col de Vés vom Gegenanstieg der schwarzen Abfahrt „Pramecou“. Rechts führt die „Guerlain Chicherit“ in den ersten Steilhang

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Unpräparierte Schwarze „Guerlain Chicherit“ unterhalb der 3-SB Col de Vés

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Sportliches Skigelände an der 3-SB Col de Vés auf der „Guerlain Chicherit“

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Blick auf Grande Motte und Grande Caasse aus dem Bereich der Bergstation der 3-SBs Palafour I+II im April 1998

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Grande Motte, Aiguille Noire de Pramecou und Grande Casse

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4-SB Aiguille Percée Trasse und blaue Abfahrt „Bruyères“

Zum Vergleich : Vorgängeranlage im Jahr 1998

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3-SB Aiguille Percée und namensgebender Berg im April 1998

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Aiguille Percée Felsformation von Norden

Zum Vergleich April 1998

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Felsformation Aiguille Percée von Norden im April 1998

Eines der absoluten Highlights im EK ist die schwarze „Sache“ von der Aiguille Percée (2759 m) nach Les Brevières (1550 m).

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Abfahrt „Corniche“ (blau) in Richtung Boisses und Brevières sowie die 3-SB Marais (en panne)

Die erste Hälfte der „Sache“ ist präpariert, maximal rot mit mehreren schönen, wellenartigen Hangfolgen sowie einem formidablen Schuss.

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Einfahrt in die schwarze "Sache", darüber die 3-SB Marais

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Obere Partien der "Sache". Präpariert und nicht steil

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“Sache“ im oberen Teil

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“Sache“ am Ende der langen Schußpassage im Mittelteil

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Flach-welliger Mittelteil der „Sache“

Die zweite Hälfte ist teilweise übelsteil, stark bucklig und weich. Im unteren Teil mit den Serpentinenartigen Kurven dann wieder einfacher und dank des weichen Schnees genussvoll. Etliche andere in dieser Abfahrt überfordert. Warum kein Schild „Ab Hälfte nicht präpariert“? Nichtsdestotrotz eine grandiose 1200 Hm-Abfahrt, die man im EK gefahren sein muss!

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Steiler, bucklig-unpräparierter unterer Teil der „Sache“ im Wald

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Präparierer Schlusshang („Pavot“, rot) nach Tignes-Les Brevières mit 6-EUB Sache


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4-SB Cugnai im Zoom in Bildmitte Piste „Col de la Madeleine“. Vorne 4-SB Datcha

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Blick von der Bergstation 4-KSB Manchet Express nach Westen auf den Rocher de Charvet und die Pointe de la Sana im Nationalpark Vanoise

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Abfahrt "Arcelle" (rot) an der 4-KSB Manchet Express (rechts)

„Arcelle“ (Premiere!) zum Manchet Express. Oben Schild: nur für Geübte! (das wäre auch etwas für die „Face“, *hüstel*). Sehr schöne Abfahrt, natürlich auch buckelig, wobei meistens nicht zu große. Auch abseits extrem viele Möglichkeiten auf ideal steilen Skihängen! (und auch, wie überall im EK, direkt nach dem Neuschnee fast alles schon verspurt und zerfahren, verrückt!) Landschaftlich grandios, v.a. die Ausblicke in den direkt angrenzenden Nationalpark!

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4-KSB Manchet Express Talstation und Blick nach Norden

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4-KSB Manchet Express Talstation

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4-KSB Manchet Express Talstation und Trasse, rechts die schwarze „Marmottons“

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Schlusspassage der roten „Arcelle“ am Manchet Express

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Blick von der Abfahrt „Arcelle“ im Talstationsbereich der 4-KSB Manchet Express in den Nationalpark Vanoise

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Verbindungsabfahrt „St. Jacques“ von der 6-KSB Glacier Express zur 4-SB Cugnai

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4-SB Cugnai mit roter Abfahrt „Cugnai“ kurz vor der Öffnung

Die 4-SB Cugnai ist eine der typischen Perlen der EK: kurze 4-SB zwischen 2650 und 2910 m auf einem Nordhang.
Haben Glück, macht in dem Moment auf, in dem wir eintreffen, sitzen im fünften Sessel. Unten frisch gewalzt, oben ein Ziehweg für die Walze im Steilhang. Der Hauptsteilhang noch gar nicht zerfahren. Oben fahren fast alle sofort in die südseitigen Variantenhänge in Richtung Manchet. Wir nehmen uns die „Cugnaï“ vor. Herrlicher, unzerfahrener Tiefschnee, unten richtig krachen lassen.

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4-SB Cugnai Talstation

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4-SB Cugnai mit ungewalzter roter Piste und einer Walzenspur

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Bergstation 4-SB Cugnai auf 2910 m

Während sich die Off-Pisten-Junkies sofort in die Variante „Cugnai“ stürzen, genießen wir fast allein den Tiefschnee auf der offiziellen Piste

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Start zur Variante "Cugnai" südlich der Bergstation 4-SB Cugnai auf 2910 m

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Blick von der Bergstation der 4-SB Cugnai nach Westen in den Nationalpark Vanoise und zur Pointe de la Sana (3436 m)

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Herrlicher Neuschnee auf der roten „Cugnai“


Col de l´Iséran-Glacier de Pisaillas

„Das andere besondere Erlebnis … war der letzte richtige Skitag, der 16., denn am 17. war das Wetter mal wieder schlecht und wir haben uns mittags schon auf den langen Heimweg gemacht. Du weißt, an einem 16. habe ich Geburtstag und deshalb mag ich alle 16ten sehr gerne. Es war wieder einer dieser Tage an denen alles passt: die Wolken reißen auf, es wird ein strahlend schöner Tag, der durch die Föhnfische ganz irreal wirkt. Man weiß genau, es wird bald wieder schlecht, jeder Fetzen Licht und Sonne ist ein Geschenk.“

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Val d´Isère von der „Face de Bellevarde“ aus gesehen April 1998

“Auf der „face“, der hammerharten Olympiaabfahrtsstrecke von 1992, mit Neigungen bis zu 63 % lagen 10 cm Neuschneeauflage, die aus der normalerweise waschbrettharten Buckelspringerei ein samtweiches Schwingen machte. Wir hangelten uns immer weiter östlich, bis zum Col d´Iséran – im Sommer mit 2762 m. der zweithöchste befahrbare Alpenpass – im Winter der einsamste Punkt des riesigen Espace Killy.“

Vom Ende der „Piste L“ kann man seit 2005 mit einer langen und steilen 6-KSB wieder hinauffahren und v.a. von dort ins Vallon de l´Iséran queren, was die Möglichkeiten in diesem Bereich deutlich erweitert.

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6-KSB Laisinant Express Trasse

Von der Bergstation der 6-KSB Laisinant kann man direkt nach Le Fornet, 1930 m, abgefahren, den kleinsten Ortsteil von Val d´Isère am Ende der im Winter gesperrten Passstraße zum Col de l´Iséran.

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Blick von der „Mangard“-Talabfahrt nach Le Fornet auf Val d´Isère und die Face de Bellevarde

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„Mangard“ - blaue Talabfahrt nach Le Fornet

Von Le Fornet aus geht es mit der kurzen PB aus dem Jahr 1973 hinauf zur Trogtalschulter…

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Talstation der 80-PB Fornet

…und von dort via EUB oder KSB weiter hinauf ins weite und tendenziell flache Vallon de l´Iséran.

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6-EUB Vallon de l´Iséran und 4-KSB Pyramides an der gemeinsamen Talstation

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Zoom auf die Trassen von 6-EUB Vallon de l´Iséran und 4-KSB Pyramides

Hmm, zu sechst und mit vier dicken, muffelnden Männern nicht so angenehm… Zumal die Freerider immer zu dritt fahren, da deren breite Skier jeweils einen separaten Skiköcher benötigen…

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Starker Zoom zur Trasse der 6-EUB Vallon de l´Iséran

Die 6-EUB Vallon de l´Iséran und die SLte Col I+II enden nicht direkt am Pass, sondern etwa 40 Hm höher auf gut 2800 m.

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6-EUB Vallon de l´Iséran an der Bergstation. Links die SLte Col I+II

Von dort aus bietet sich ein schöner Überblick des gesamten Sektors Glacier de Pisaillas.

„Wir, auf dem Glacier de Pisaillas, einem der ältesten Gletscherskigebiete der Alpen, erreichten „nur“ die Höhe von 3245 m. und zwar in klapprigen, uralten Doppelsesseln, denen man ansieht, dass sie seit dreißig Jahren oder noch mehr langsam aber stetig ihren Dienst auf diesen lichten Höhen verrichten.

Ich bin normalerweise ein ungeduldiger Typ, dem nichts schnell genug gehen kann, und den schon das Warten an einer Ampel total aufregt, aber hier hätte ich ewig träumend in diesem Sessel sitzen können, der leise quietschend, rüttelnd und schwebend diese endlosen Schneehänge erklomm, während ein angenehm kühler Wind mir übers Gesicht streicht, die sonnenverbrannte Haut erfrischend und gleichzeitig mich die gesamte Schneeoberfläche mit animalischer Wärme bestrahlt, derweil mein Blick zu den Schnittpunkten Himmel-Erde – den Gipfeln – schweift und in diesem überirdischen Dunkelblau badete. Die Zeit stand still.“


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Blick auf den Sektor Glacier de Pisaillas von der Bergstation der 6-EUB Vallon de l´Iséran und 4-SB Céma



„An der Mittelstation des Liftes, saßen zwei der Liftheinis auf ihren Skiern in der Sonne und aus ihrem kleinen Radio klang Bob Marley, viel zu leise um die Ruhe zu stören, dennoch laut genug um bis weit entfernt gehört zu werden. Bob sang „Buffalo Soldier“, ein Lied das mich trotz seiner Monotonie, Schlichtheit und musikalischer Simplizität irgendwie schmerzlich berührt. Aus seiner traurigen Geschichte klingt, finde ich, dieses Fernweh nach der Heimat heraus, das durch die ewigen Wiederholungen nur noch verstärkt wird. Und genauso fühlte ich mich: ich erlebte jetzt schon das heimatliche Fernweh nach dieser herrlichen, freien Gegend, das mich für das ganze nächste Jahr befallen wird, bis ich wieder raus komme.

Aber, was ist denn schon Heimat? Die Erde, der Kontinent Europa, Deutschland, Bayern, der Landkreis München, der Ort, unser Haus, mein Zimmer? Oder etwa die Schule die man mit so sympathischen, liebenswürdigen Persönlichkeitchen wie dem blöden Trompeter oder den Zimtzicken N., Je., Ju. und A. teilen muss? Kann ein Ort denn „Heimat“ heißen an dem ich ungern herumlaufe, weil die Wahrscheinlichkeit hoch ist Leute zu treffen die ich nicht sehen möchte?
In dieser Hinsicht ist das Vallon de l´Iséran meine Heimat, denn dort bin ich sommers wie winters allein … . Ich bin so verrückt! …, ich spinne wirklich total, ich bin schon traurig obwohl ich noch im Land meiner Träume bin, weil ich schon an das Nachher denke. Ich muss mich wohl damit abfinden, dass Leben nicht nur aus Ferien besteht, sondern vor allem aus Begegnungen und dem Auskommen mit unsympathischen Leuten, die man absolut nicht ausstehen kann.“


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Zoom zum SL Montet am Glacier der Pisaillas. Links unten die 4-KSB Cascade

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Zoom zum ehemaligen SL 3300 am Glacier de Pisaillas (Talstationsreste sichtbar). Rechts die 4-KSB Cascade

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SL Montet am Glacier de Pisaillas und Abfahrt „Aiguille Pers“. In Bildmitte hinten Grande Motte und Grande Casse

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Grande Casse, 3855 m und Pointe Matthews (3783 m) im Zoom vom Glacier de Pisaillas

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SL Montet Talstation und Trasse

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« Roches » (rot) am Glacier de Pisaillas. Links SL Montet

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Talstationen 4-KSB Cascade und 4-SB Céma (hinten)

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SL Pays désert Talstation und Ende der gleichnamigen Piste

„Endlose, weit geneigte Skihänge, menschenleer und sonnenüberflutet, von der warmen Mitte-April-Sonne, die jeden pulvrigen Schneekristall glitzern ließ und unten im Tal schon den Bergfrühling ankündigte, mit weichem Sulzschnee, tauenden Südhängen, grünenden Zirben und Fichten, während am Col und noch weiter oben, der Winter noch sein eisiges Regiment führte, mit pulvrigem Weiß und einem grandiosen Rundblick über die südlichen Alpen, von denen nur wenige kennen und die auch in Alaska liegen könnten.“

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Variantenabfahrten im Pays désert

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Pisaillas-Gletscher im Zoom vom Grande Motte Gebiet mit Vorschlag für zusätzlichen Gletscher-SL.
Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich finde es unlogisch, dass in diesem Bereich, in dem der Gletscher noch am längsten ist, kein SL steht. Würde sich doch gut machen, oder?

„Im Westen beherrscht der Fixstern der Grande Motte die Szenerie und im Norden natürlich „der Monarch“, der Mont Blanc mit seiner italienischen Steilflanke, völlig abgehoben von seiner Umgebung.“

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Grande Motte und oberer Gletscherbereich im Zoom vom Glacier de Pisaillas. SLte 3500, Pendelbahn und SL Champagny (von links)

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Mont Blanc-Südflanke im Zoom aus dem Skigebiet von Val d´Isère

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4-KSB Cascade Trasse im Zoom. Rechts die an diesem Tag nicht frisch gewalzte Piste „Cascade“ (rot)

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Blick auf Tsanteleina (3605 m), links, und Gran Paradiso (4061 m) rechts


Grande Motte

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Grande Motte von der Tovière mit den Abfahrten „Cairn“, „Double M“, „Rabotch“, „Dahu“, „Face“, „Rimaye“. 4-KSB Les Lanches, 4-KSB Vanoise und PB Grande Motte (von links)

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Grande Motte von der Tovière im Zoom. Unten die Sommerski-SLte Rosolin I+II

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Panorama von der Tovière (2698 m) auf Grande Motte und Grande Casse

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Grande Motte, 3656 m im Zoom von der Tovière. Zu sehen die PB, die SLte Rosolin, der SL Champagny, die 4-KSB Vanoise

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Blick von der Tovière in Richtung Grande Motte im April 1998

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Zoom zum oberen Gletscherbereich der Grande Motte mit der PB und den SLten 3500 I+II von der Bergstation 4-SB Cugnai

„Der Hausberg Tignes, die Grande Motte, 3656 m. hoch, einer schönsten Alpenberge überhaupt, meiner Meinung nach, denn dieser Berg ist eine formvollendete Pyramide aus Schnee und Eis, mit einigen Felsinselchen, voller Eleganz, aber dennoch breit und erhaben. Sie hat zwei völlig unterschiedliche Flanken: links breite Gletscherwellen auf denen jetzt die autobahnbreite Piste verläuft, rechts aber ein düsterer Eisbruch, schattig, steil und sicherlich über 500 Meter hoch. Und auf der höchsten Felsinsel steht die einfache Seilbahnstation, auf 3445 m. Höhe, ein paar Metallgestänge, total verloren dort oben. Weiter nach oben führt nur noch der elegant geschwungene Firngrat himmelleitergleich zum Gipfel. Auf den weiten Gletscherfeldern stehen noch weitere Liftanlagen, die praktisch nur im „Sommer“ von Mai bis November benutzbar sind. Jetzt, Mitte April waren von den meisten nur die Stützen aus dem acht Meter hohen Schneemassen ragend zu sehen. Noch dazu hatte es vor unserer Ankunft 25 cm neu darauf gschniebn, so dass dort oben alles makellos weiß und unverspurt war, nicht einmal planiert. Das würdest du hier in Frankreich öfters sehen: meistens wird naturbelassen gefahren was bei den häufigen Neuschneefällen umso aufregender ist.

Jedenfalls, mein Vater und ich, wir trieben uns dort oben am Gletscher eines Nachmittags herum, das Wetter wurde von Minute zu Minute besser, die Grande Motte wettermäßig manchmal eine kapriziöse Diva, entledigte sich ihrer Nebelschleier und zeigte sich erstmals in voller Größe. Bei der Riesenquetschgondel für 120 Personen war nichts los, wir waren (fast) allein, weil niemand wusste, dass hier oben gute Sicht herrschte, während unten alles vollkommen dicht war. Wir waren für unsere Hartnäckigkeit belohnt worden. Oben musste ich erst mal kräftig durchschnaufen. Die ist verflucht dünn auf 345. Dann ging es los: einen Riesenhang nach dem anderen hinuntergerauscht, durch völlig unverspurtes Gelände, einfach zurückgelehnt Gas geben und mit den Stöcken einen Rhythmus vorgeben. Es war wie Fliegen, dans la neige profonde. Ich muss hier sagen, damit du mich nicht für einen Angeber hälst. Ich kann eigentlich gar nicht richtig Tiefschneefahren. Aber ich probiere es und es macht einen Heidenspaß, obwohl es viel anstrengender ist als auf plattplanierter Bahn seine Kreise von Hunderten anderer stören zu lassen, seinen Rhythmus zu verlieren und sogar ärgerlich zu werden. Nein, im Tiefschnee fährt es sich nicht leicht, man kann höllisch nass werden und muss sich und Skier mühsam heraus wühlen. Manchmal versinkt man auch bis zu den Knien, bis zur Hüfte, im Steilhang stand uns der Powder sogar bis zur Brust! Aber da ist viel intensiver als immer nur an der Oberfläche zu schürfen und sich alles Tiefere entgehen zu lassen. Natürlich, so lebt es sich einfacher, unten zu bleiben und das Höhere den Fleißigen und Ausdauernden überlassen und immer nur oberflächlich Tag um Tag dahin zu leben und sich das Tiefere, den profond ésprit, nicht zu erschließen. „Living is easy with eyes closed“ sang schon John Lennon, aber er hat doch recht: „man missversteht alles was man sieht…”.

Wo war ich jetzt? Beim Tiefschnee, ach ja. Musst du unbedingt einmal probieren, ich zeigs dir gerne... Es ist so erhebend, sich selbst etwas zu erschließen, der erste, oder einer von wenigen zu sein, anders zu sein als alles, den eigenen Weg suchen. Ich helfe dir gerne... bei der Suche nach dem Powder, dem profonde ésprit. Hier in Tignes fand ich ihn. Und schon zwei Tage später war er plattgewalzt von den Maschinen, für die breite Masse, auf Alltagsgut erniedrigt. Ich muss zugeben, es fuhr sich leichter und ich war auch besser, aber es war doch ein immenser Unterschied.“


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Talstation der SSB Funiculaire Perce Neige in Val Claret

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[i]4-KSB Les Lanches und Abfahrt „Double M“ (rot) mit den enormen Sprungschanzen der X-Games


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4-KSB Les Lanches, ihr großes Steilstück und Abfahrt „Double M“

Die Talstation der 4-KSB Les Lanches macht schon einen etwas ältlichen Eindruck. Ist ja auch schon wieder 20 Jahre alt. Fährt auch keineswegs volle Kraft. Kapazität an der Talstation mit 2100 p/h angegeben. Gewaltige KSB, v.a. die Spannfelder über die große Felsstufe. Abfahrt „Double M“ mit der breiteren Einfahrt und den Schneilanzen (nur bis ca. 2750 m, wobei direkt bei der Vanoise-Bahn auf 2810 m eine steht – die Höhenangabe kann nicht stimmen, da die Lanches-Bahn ja auf 2850 m endet, deutlich höher, nicht nur 40 Hm). Die alte Talstation der SLte Double Plan wurde immer mit ca. 2720, 2750 m angegeben, das könnte eher stimmen.

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4-KSB Les Lanches und Tiefblick nach Tignes - hinten der Dome de la Sache

„Double M“. Noch sehr leer. Bis zur Einmündung des „Face“-Arms praktisch Tiefschnee auf der Piste. Auch der Rest vom Zustand her sehr gut. Viel besser geht es nicht.

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Piste „Double M“ mit frischem Neuschnee (von der 4-KSB Les Lanches kommender Pistenast)

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4-KSB Les Lanches und Abfahrt „Double M“ (rot) im mittleren Bereich

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Unterer Abschnitt „Double M“ (rot), 4-KSB Les Lanches rechts und Val Claret

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Talstation PB Grande Motte und Bergstation 4-SB Leisse. Hinten die Piste "Glacier" beim Präparieren

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PB Grande Motte Trasse im Zoom

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Zoom zum Gipfelgrat der Grande Motte, 3656 m und ihrer gleichnamigen Seilbahn

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Grande Motte-PB, SL Champagny und Piste „Glacier“ mit Schneefangrillen bzw. einem nur geringen Anteil präparierter Pistenfläche

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Im Winter brach liegendes Sommerskigebiet Grande Motte mit den SLten 3500 I+II (oben links), der 4-SB Leisse (unten links), dem SL Champagny (Mitte) und den SLten Rosolin I+II (rechts unten)

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Sommerskigebiet Grande Motte mit den SLten 3500 I+II. Piste "Glacier" (rechts) wird gerade erst präpariert

Zum Vergleich, Mitte April 1998

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Glacier de la Grande Motte mit PB Grande Motte, 4-SB Leisse und SL Champagny sowie deutlich breiter gewalzter Piste "Glacier" im April 1998

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Bergstation PB Grande Motte auf 3445 m

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PB Grande Motte von der Bergstation auf 3445 m aus gesehen im April 1998. Hinten rechts der Gran Paradiso, links die Grande Sassière

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Ausblick von der Bergstation der PB Grande Motte auf 3445 m nach Norden im April 1998

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Schmal präparierte Piste „Glacier“ (rot), rechts die SLte 3500 I+II

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PB Grande Motte zwischen Bergstation und Stütze. Vorne die nicht präparierte Abfahrt „Descente“

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Piste „Glacier“ (rot) im oberen Abschnitt, aufgenommen von Höhe der Bergstation des SLtes Champagny auf 3200 m

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4-SB Leisse oberster Streckenabschnitt

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Piste „Leisse“ (schwarz, unpräpariert) und Col de la Leisse im Nationalpark Vanoise. Links die 4-SB Leisse

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4-SB Leisse Trasse gesehen von der Piste „Leisse“

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Steilhang der Piste „Leisse“ (schwarz, unpräpariert) von unten

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4-SB Leisse (rechts) von der Talstation aus gesehen. Links die Piste „Leisse“

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Mont Blanc, 4807 m Südflanke aus dem Skigebiet von Tignes gesehen

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La Grande Casse, 3855 m, höchster Gipfel des Vanoise Massivs mit ihrer Nordflanke

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Aiguille de l´Epéna, 3421 m im Nationalpark Vanoise. Links der Col de la Grande Casse, 3096 m

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Blick von der Piste „Dahu“ auf die alte Trassierung der 4-KSB Vanoise (April 1998) und Lac de Tignes

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4-KSB Vanoise und Flachstück der Piste „Face“ (rot!)

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4-KSB Vanoise Talstation und unterer Teil der Trasse. Links die 4-KSB Les Lanches. Rechts die Piste „Face“ (rot)

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4-KSB Vanoise Talstation. Hinten die 4-KSB Les Lanches

Die „Rabotch“ ist nett: oben flach „grün“, dann plötzlich steil „rot“ zur Bergstation Lanches und zwar mit ordentlich Neuschneeauflage. Herrlich zu fahren.

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Piste „Rabotch“ (blau) Flachabschnitt, rechts die rote Piste „Dahu“

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Piste „Rabotch“ (blau) Steilhang, gesehen von der Pistenkreuzung mit dem "Double M"-Ast von der 4-KSB Les Lanches kommend

Das Grande Motte-Gebiet bietet neben der „Double M“ eineinhalb schöne, vor allem lange und bisweilen flache „Hintenrum“-Abfahrten, die leider keine Beschäftigungsanlage für den wirklich schönen Startteil haben: „Génépy“ und „Cairn“. Auf der Hälfte der Strecke treffen beide Abfahrten auf die „Isolée“-Abfahrt vom Col de Fresse und laufen als blaue Abfahrt „Prariond“ den Südhang der Tovière entlang als gemütliche Talabfahrt nach Val Claret zurück.

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Abfahrt „Génépy“ (blau) mit ihren langen Flachstücken, hinten die Grande Motte und die Grande Casse gesehen vom Col de Fresse (2576 m)

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Pisten „Génépy“ (links) und „Cairn“ (rechts) im Zoom vom Col de Fresse

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Piste „Génépy“ (blau) mittelsteile Starthänge. In Bildmitte links der Col de Fresse

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Ziehwegpassage der „Génépy“. In Bildmitte der Col de Fresse mit der 6-KSB Fresse und der Piste „Isolée“

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Rückblick auf die Ziehwegpassage der „Génépy“

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Ziehweg der Abfahrt „Prariond“. Hinten die Bergstationen auf der Tovière nach dem Gegenanstieg von „Isolée“ und „Génépy“

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Sammelpunkt nach dem Gegenanstieg von „Isolée“ und „Génépy“. Hinten links die 6-KSB Fresse

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6-KSB Fresse und Abfahrt „Prariond“ nach Val Claret. Hinten die 6-KSB Tichot

„Glaube aber bitte nicht, dass ich diese Stunden nicht genossen habe gleichwohl sie im Fluge verstrichen und bald nur noch in der Erinnerung existierten. Wunderbar war auch die Talfahrt vom über 2000 m. hoch gelegenen Tignes hinunter in die Flusstäler der Alpen, in denen schon der Frühling im vollen Gange war, die Bauern auf den Feldern und die Blätter auf den Bäumen schon in voller Aktivität waren. Und wie ist es bei uns? Grau in Braun! Kaum grün, die Bäume und Sträucher kahl und abstoßend, der Himmel grau und wolkenverhangen! Kannst du mir‘s da verdenken, immer auf dem Col de l´Iséran oder der Grande Motte herumlaufen zu wollen? Dort wird das schöne Wetter nämlich vom Schlechten unterbrochen und nicht umgekehrt, wie bei uns.“

Link zur Langfassung: http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=47&t=47801


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BeitragVerfasst: Di, 15.04.2014, 15:20 
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Was interessant ist: Die Doppel-3SB Palafour war früher mit 2er-Sesseln bestückt. Im Gegenzug war die spätere DSB Tourne in den ersten Jahren mit 3er-Sesseln bestückt. Offenbar hat man irgendwann die Sessel getauscht. Kommt ja von der Stückzahl her auch hin: Die Tourne war fast doppelt so lang wie die Palafour.

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BeitragVerfasst: Do, 17.04.2014, 12:50 
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Zitat:
Die Doppel-3SB Palafour war früher mit 2er-Sesseln bestückt. Im Gegenzug war die spätere DSB Tourne in den ersten Jahren mit 3er-Sesseln bestückt. Offenbar hat man irgendwann die Sessel getauscht. Kommt ja von der Stückzahl her auch hin: Die Tourne war fast doppelt so lang wie die Palafour.


Das Thema hatten wir im "News..." oder "Historischen..." im AF schon mehrfach, erinnere ich mich. Hatten wir jemals ein Beweisphoto davon entdeckt/gepostet?
Eigentlich eine witzige Aktion zur Kapazitätssteigerung. D.h. aber auch, dass man die Palafour-Bahnen bereits auf 3-SB ausgelegt haben musste (Baujahr war 1983 - oder ist das das Jahr des Sesselwechsels und die Bahnen waren beide älter? Tourne war wohl die älteste der drei Anlagen, nehme ich an).

Die Tourne-DSB habe ich immer auf dem Pistenplan als diesen langen, endlosen Strich bewundert - im 1985er Skiatlas war auch ein Photo davon, das war mein allererster. Als wir 1994 zum ersten Mal dort waren, sind wir sie nicht gefahren und 1998 war sie entweder bereits abgebaut oder stand außer Betrieb in der Landschaft herum.


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BeitragVerfasst: Do, 17.04.2014, 15:33 
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Wahnsinnsbericht, muss mich da zuerst durchquälen, Danke! Immer wieder sehr spannend dieser spezielle Reportage-Stil mit den Einsprengseln an altem Bildmaterial.


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BeitragVerfasst: Do, 01.05.2014, 18:10 
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Zitat:
Wahnsinnsbericht, muss mich da zuerst durchquälen, Danke! Immer wieder sehr spannend dieser spezielle Reportage-Stil mit den Einsprengseln an altem Bildmaterial.


Danke, diese Art von Rückmeldungen freut mich natürlich sehr! Aus dem Jahr 1994 haben wir, so glaube ich, kaum Bildmaterial das uns weiterhilft (wir hatten viel schlechtes Wetter). Mein Vater hat ein paar Videos gedreht, aber seither mind. 2 mal neue Kameras gekauft, so dass ich nicht weiß, inwieweit dieses Aufnahmen noch existieren, was sie genau zeigen, ob dies für uns hier interessant wäre und dann drittens, wie man sie für unsere Zwecke hier nutzbar machen könnte. Da sind analoge Photos einfacher zu "händeln"...


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BeitragVerfasst: Do, 22.05.2014, 8:52 
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Emilius3557 hat geschrieben:
... D.h. aber auch, dass man die Palafour-Bahnen bereits auf 3-SB ausgelegt haben musste (Baujahr war 1983 - oder ist das das Jahr des Sesselwechsels und die Bahnen waren beide älter? Tourne war wohl die älteste der drei Anlagen, nehme ich an).

1983 war der Sesseltausch. Alle Bahnen hatten um 1980 bereits gestanden. Baujahre waren bei Palafour Mitter der 70er, Tourne Ende der 70er.


Zitat:
... Hatten wir jemals ein Beweisphoto davon entdeckt/gepostet?

Fotographiert habe ich den alten Zustand nicht. Ich persönlich brauche aber auch kein Beweisphoto. Ich bin die Kisten gefahren und habe das noch bildlich vor Augen (Vor allem als mir der für damalige Verhältnisse ungewohnt breite 3er-Sessel am Tourne in die Waden gerauscht ist). Tourne war mein erster Dreiersessel überhaupt. War damals begeistert, dass "mehr als 2 geht".

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BeitragVerfasst: Di, 27.05.2014, 15:16 
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Zitat:
Ich persönlich brauche aber auch kein Beweisphoto. Ich bin die Kisten gefahren und habe das noch bildlich vor Augen (Vor allem als mir der für damalige Verhältnisse ungewohnt breite 3er-Sessel am Tourne in die Waden gerauscht ist). Tourne war mein erster Dreiersessel überhaupt. War damals begeistert, dass "mehr als 2 geht".


Klar, Du bist ja selbst damit gefahren. Aber auch nach mehr als 30 Jahren kannst Du Dich da so präzise erinnern? Dann ziehe ich den Hut vor Dir, denn mir hat meine eigene Erinnerung bei solchen Dingen schon mehrfach Streiche gespielt.

Interessant ist natürlich, dass man die 3er Sessel so ohne weiteres (oder musste man neue Seile einziehen o.ä.?) auf die beiden DSBs hängen konnte. Hatte man das so bereits vorausberechnet?

Vielleicht finden wir auf den unzähligen alten Postkarten ja mal ein "Beweisphoto" der Situation vor 1983.


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BeitragVerfasst: Mi, 20.08.2014, 5:32 
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Huch, da war ich im Januar vor 2 Jahren zum Powdern. Ist sehr schön dort.
Evtl. sollte ich auch etwas dazu schreiben, uhm. :|

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BeitragVerfasst: Mo, 08.09.2014, 15:25 
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Emilius3557 hat geschrieben:
... Aber auch nach mehr als 30 Jahren kannst Du Dich da so präzise erinnern? ...

Der erste Dreiersessel in Verbindung mit erheblichen Schmerzen in den Waden ist definitiv hängen geblieben. Die Fahrt mit der ersten 8EUB (anstelle von 6er) ist dagegen in der Erinnerung verblasst. ;)

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