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BeitragVerfasst: Do, 05.08.2010, 22:29 
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Oh^2!

Täuscht dann das Bild, oder muss man das Stück nach dem See rauflaufen? Komisch, dass man da auf dem Bild praktisch keine Spuren erkennen kann:

Zitat:
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Oh! Die Existenz der DSB dort hab ich gar nicht gecheckt. Die ist dann quasi einzig ein Retourbringer aus den verschiedenen Routen? Balma-Style? :)

Kann mich gar nicht erinnern, dass mir die DSB bei meinem Sommerskibesuch 2005 aufgefallen wäre...

Lt. Pistenplan gäbe es von der Tunnelpiste aus sogar noch 2 weitere Varianten: Les Chocards und Breche... sind die genauso ausgesteckt und offen oder dann doch eher Freeride-mäßiger? Auf der Sarenne-Seite wär auch noch eine alternative Piste eingezeichnet... und alles schwarz da oben.. Lecker... ;)

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Überblick Berichte Ski-Saison 1.10.2016-30.9.2017 (116 Tage, 71 Gebiete)


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BeitragVerfasst: Do, 05.08.2010, 23:21 
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Zitat:
Die Existenz der DSB dort hab ich gar nicht gecheckt


Auch auf die Gefahr hin Dich zu enttäuschen, es ist eine 4-SB (seit 2003?).

Zitat:
Lt. Pistenplan gäbe es von der Tunnelpiste aus sogar noch 2 weitere Varianten: Les Chocards und Breche... sind die genauso ausgesteckt und offen oder dann doch eher Freeride-mäßiger?


Ich würde sagen letzteres. Ausgesteckt habe ich 2006 keine gesehen, offiziell offen sind sie wie die "Combe Charbonnière" wohl selten/nie.


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BeitragVerfasst: Fr, 20.08.2010, 15:55 
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Ein Genuss eure Berichte zu lesen. Respekt für die viele Arbeit (und das Erinnerungsvermögen) nach 2 Jahren.

Wieder habt ihr mir einiges aus meiner "to-see" Liste ins Gedächtnis gerufen und ich fürchte der Winter wird dieses Jahr von 1.9.10 - 15.6.12 dauern müssen, damit ich auch nur annähernd all das was ich sehen will zu sehen bekommen kann.


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 Betreff des Beitrags: La Grave
BeitragVerfasst: Di, 31.08.2010, 7:35 
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RetroRebel
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::: The Great Southern Trendkill Tour 2008 // RetroRebels' La Grave Double Feature // Part 1 - Chasseral :::


La Grave, 16.2.2008: Auf dem Dach Ski-Europas - Ski radikal


Ankunft in La Grave zwischen 8 und 9 Uhr abends. Das Castillan - ein alterwürdiges Hotel aus einer vergangenen Epoche; in La Grave jedoch zeitlos; wie für die Ewigkeit gemacht.

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Beeindruckend! Gegenüber in der Dunkelheit schemenhaft erkennbar: Die spektakuläre Gruppenumlaufbahn hinauf ins Skigebiet.

Das Abendessen ist eine höchst positive Angelegeheit. Im gemütlichen und nicht zu großen Speisesaal sitzt man prima. Als Abendessen werden 3-, 4-, 5- und 6-Gang-Menüs angeboten. Die Essenspreise sind überhaupt nicht Französisch, sonern extrem überschaubar. Auch die zahlreichen Low-Budget-Urlauber aus der Freeride-Szene, die offenbar im Winter schwerpunktmäßig das Haus bevölkern, haben hier eine Chance auf ein tadelloses Menü mit allem was dazugehört. Der abschließende Käsegang ist professionell serviert und sozusagen das i-Tüpfelchen auf ein gutes Essen mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Interessant: Die Nachspeise vor dem abschließenden Käsegang ist mit "Forêt Noire" angekündigt. Und in der Tat: Serviert wird ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte.

Nach dem Essen kommen wir mit anderen Gästen ins Gespräch und erhalten wertvolle Tipps für den folgenden Tag. Man merkt schon: We hier regelmäßig zu Besuch kommt, für den ist La Grave das Nonplusultra. Wir erfahren viel über die Routen im ungesicherten Bereich unterhalb 3200 m. Vor allem werden wir über die problemlosen Routen aufgeklärt, aber auch von den "Schmankerl" wie dem Babanencouloir erlangen wir Kenntnis. Interessant auch der Tipp, vormittags auf der Rückseite des Berges nach St. Christophe abzufahren und dort hervorragend zu essen. Der Wirt bringt einen dann wieder zurück zur nach L2A führenden Gondelbahn. Auch die Verbindung nach L2A sprechen wir an - und ernten Unverständnis. Wie man auf die Idee komme, sich in La Grave einzuquartieren und dann in L2A fahren zu wollen? Ein echter "La-Gravler" kann der üppiger erschlossenen Westflanke des Massivs wohl nicht allzuviel abgewinnen. Immerhin ist gutes Wetter angesagt, die Lawinengefahr ist vernachlässigbar und der Dôme-de-La-Lauze-Schlepper in L2A läuft. Beste Voraussetzungen also für die höchstgelegene Skigevbietsverbindung Europas. Der Nordhang präsentiert sich bis ins Tal tief weiß; der kompletten 2000-Höhenmeter-Abfahrt sollte also nichts im Wege stehen.

Die Panoramakarte (Pistenplan) stellt in La Grave eine Total-Photographie dar, in der neben den wenigen Pisten am Gletscher sowohl die empfohlenen Haupt-Routen eingezeichnet sind, als auch Punkte, die unbedingt zu meiden sind oder eine besondere Gefahr darstellen. Diese Informationen sind dann beim Befahren auf die reale Natur zu übertragen.

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Die Zimmer sind schön, wobei meine Plastik-Toiletten-Bad-Einheit, die wohl für Flugzeugeinrichtungen konzipiert ist, etwas gewöhnungsbedürftig ist. Ich verfalle in einen tiefen Schlaf.

Am Morgen bin ich top fit. Das Frühstück überrascht uns in Form eines opulenten Buffets, das kaum Wünsche offen lässt.

Langsam erhebt sich der Tag über La Grave

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^^ Meije-Massiv - ganz unten in weiss der letzte Hang der Talabfahrt

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20 Minuten vor Betriebsbeginn sind wir an der gegenüberliegenden Talstation und schaffen es, mit der ersten Gondel des Tages nach oben zu fahren.

Die Talstation präsentiert sich in ihrem charakterisischen Dreieicksdesign zeitlos-modern, die Bahnkonstruktion selbst ist ein skurriler Stahlverhau, der ebenfalls für die Ewigkeit gemacht scheint.

Die Bergfahrt ermöglicht schöne Blicke auf die schneefreien Südhänge und auf die bildhübschen, alten Steinhäuser des Dorfes. Je höher man fährt, umso eindrucksvoller treten die kargen, waldarmen Südhänge in Erscheinung, die man in dieser Form in den Nordalpen nicht findet. Gleichwohl gehört La Grave streng geographisch zu den Nordalpen, während es politisch zu den Südalpen zählt und von der Vegetation her auch eher denselben zuzrechnen ist. Wir bestaunen immer wieder das Seilbahn-Meisterwerk von PHB, genial trassiert und technisch höchst interessant und individuell. Oberhalb der Waldgrenze fällt der Blick auf die Routen des Vallon de la Meije und gibt einen ersten Eindruck vom gigantischen Potenzial dieses Skigebiets.

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An der Bergstation angekommen bestaunen wir die ungewohnte Szenerie und die gigantische Landschaft.

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Wir schieben bald die wenigen Höhenmeter hinauf zum ersten Teil-Schlepplift Namens Trifides. Auch dieser eine gigantische Konstruktion. Alle Aufhängungen sind im gewachsenen Fels verankert, teil in schwindelerregender Höhe. Und die Konstruktion mit der Umlenkung zum oberen Teillift muss man mit eigenen Augen gesehen haben. Erst dann bekommt man eine Vorstellung, in welche unglaublich genialer Weise hier die technische Erschließung stattgefunden hat.

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Nach der Schussfahrt zum Girose-Lift geht es mit diesem sofort hinauf zum höchsten mit einem Schlepplift erschlossenen Punkt in Frankreich (3540 m). Auch hier oben ist erst mal Staunen angesagt. Auch Kamerad Mont Blanc lacht aus der Ferne; davor die kargen landschaften des akribisch gefalteten Gebirges.

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Vieles ist anders als in La Grave. Ein Beispiel findet sich in Form der Hinweisschilder am Girose-Lift. Während es überall sonst in den Alpen heißt: "Bei Sturz bitte die Liftspur sofort verlassen", muss sich der Girose-Fahrer an die gegensätzliche Verhaltensregel gewöhnen: "Bei Sturz die Liftspur auf keinen Fall verlassen, sondern in der Liftspur zur Talstation abfahren".

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Nach zwei recht hübschen, aber unspektakulären Abfahrten in feinstem, gewalzten Pulverschnee schreiten wir zu eine Pause auf der Terrasse des Restaurants nahe der Seilbahn-Bergstation. Den von mir nachgefragten Pfefferminztee gibt es hier nicht. Es wird zwar viel Tee verauft, aber es gibt nur eine einzige Sorte: Yogi-Tee.

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Die Musik aus den Lautsprechern ist gut, das Wetter toll, hier lässt es sich aushalten.

Nach der Pause gehen wir an die Talabfahrt, wobei wir zunächst die Standardroute durch das Vallon Chancel wählen. Die Route ist gut eingefahren und etwa alle 500 Meter mit kleinen Holzschildern beschildert.

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^^ Hier - an den beiden Wegweiser-Pfeilen zu sehen - verzweigen sich die beiden Hauptrouten Vallon Chancel (links) und Vallon de la Meije (rechts). Wir fahren, wie berichtet, links.

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^^ Routenbeschilderung nach Art "La Grave"


Die Route ist extrem einfach und angenehm zu fahren. Der Schnee ist pulvrig-griffig, die Buckel sind nur kniehoch. In Verbindung mit der ungewohnten und grandiosen Landschaft ist dies gemütliches Genuss-Skifahren.

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Höchste Aufmerksamkeit erfordert allerdings der Höhenbereich zwischen 3000 m und 2800 m. Hier ist es extrem abgeblasen und Schneearm. Ganz steinfrei kommt man kaum herunter und eine steinige Rinne ist ganze 1,5 m breit und mit Steinen durchsetzt, so dass einem hier nur eine einzige Wahl bleibt: Quer hinuntersteigen Schritt für Schritt.

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Unterhalb dieser Rinne geht's dann aber wieder traumhaft. Wir fahren einen weiten Bogen auf der linken Seite durch das Vallon und kommen nahe dem Refuge Chancel vorbei.

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^^ Tiefblick auf La Grave

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^^ Hinter uns die bewältigten Genusshänge

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^^ Refuge Chancel - vor dieser (Sonnen-)Seite recht schneearm


Dahinter folgt eine Traverse nach Rechts, wo nicht auf den ersten Blick klar ist, wo die beste Spur verläuft. Ich frage einen Skilehrer, der mit einer Anfängerin unterwegs ist. Sein Hinweis verschafft Klarheit.

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^^ Blick zurück


Dort, wo die Falllinienhänge enden und der Wald beginnt, wurde es früher gefährlich für Leute, die nicht nach rechts in den anfänglich nicht klar erkennbaren Ziehweg abgebogen sind, sondern weiter in den Wald hineingefahren sind. Irgendwann kommen dort senkrechte Felsabstürze. Heute ist unterhalb des Ziehwegs eine Leine gespannt, die keinesfalls überfahren werden darf. Lebensgefahr! Wir biegen nach rechts in die Traverse ein, die immer mehr zum Ziehweg wird. Lagravisch konsequent ist auch dieser ziehweg ungewalzt. Und das fordert ordentlich heraus.

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So angenehmt Buckel in der Fallinie sind, so ungewohnt und tückisch sind sie im Ziehweg. Es ist schwierig, die richtige Geschwindigkeit zu finden, die einerseits schwingen ermöglicht und Stopps in den Buckelmulden verhindert und andererseits kein gefährlichen "Hüpfer" hervorruft. Dieser Ziehweg dauert nochmal richtig lange, bevor der letzte Schlusshang kommt, der einen zum Pylône 1800 führt, der Zwischenstation der ersten Sektion auf einem Masten. Diesen Schlusshang kann man in zig verschiednenen Variantionen durch die Baumgruppen hindurch fahren.

Der Einstieg am "1800" anstelle der Talabfahrt bis auf 1400 Meter empfiehlt sich schon deshalb, weil sich damit der kraftraubende Aufstieg aus dem Talboden hinauf zur Talstation erübrigt. Diese Aktion spare ich mir für die abschließende Abfahrt am Abend auf. Vom Vallon Chancel kommt man nicht zur Mittelstation zwischen den beiden Seilbahnsektionen auf 2.400 m Seehöhe; eine Felsbarriere verhindert dies. Erstes Fazit: Alleine das Vallon Chancel bietet Abfahrtsvarianten für mehrere Tage. Bereits jetzt wird klar, dass dieses aus 4 Liften bestehende Skigebiet variantenreicher ist, als so manches Skigebiet mit 30 Liften.

Wir steigen am Pylon 1800 ein und geniessen ein zweites Mal die Auffahrt mit der genialen GUB.

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Kurz vor der Mittelstation "2400" überfahren wir den parallel geführten und erst vor wenigen Jahren aufgebauten Ex-Bouquetin-Sessellift; dieser ist nicht mit Fahrbetriebmitteln ausgestattet. Unser einheimischer Gondel-Mitfahrer klärt uns auf, dass dieser Lift nicht mehr in Betrieb gehe.

Die zweite Sektion gibt den Blick frei auf die hochalpinen Traumhänge des Vallon de la Meije.

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Oben angekommen, stürzen wir uns ins Vallon de la Meije. Hier halten wir uns nach einer steinigen Einfahrt ganz rechts (von oben aus gesehen) und sehen uns vor jeder kommenden Steilstufe vor die Aufgabe gestellt, zwischen verschiedenen Hängen und Geländekammern zu wählen. Das Angebot reicht hier meist von der krass steilen Rinne bis zu breiten Genusshängen. Der Schnee ist überall griffig, die Buckel sind moderat, so dass das Befahren überall ein Genuss ist. Für nahezu alle Skifahrer vom fortgeschrittenen Anfänger bis zum Steilhangspezialisten stellt das hier gebotene Skifahren von seiner feinsten Sorte dar. Dazu gesellt sich eine Landschaft, die in dieser Ausprägung auch nur selten anzutreffen ist. Rechts der immens hohe und steile Felsaufbau der Meije mit seinen Hängegletschern - ein Grund, warum man nicht zu weit rechts fahren sollte; die Panoramakerte warnt hier vor Eisschlag. Gegenüber die kargen, gefalteten Gebirgsketten. Das Vallon de la Meije selbst ist eine überaus variantenreiche Mulde mit einer sehr diffizilen Struktur, welche die genannten genialen und abwechslungsreichen Abfahrtsmöglichkeiten bietet. Die Wahl der richtigen Route fällt hier wirklich schwer aufgrund des "Luxusproblems", dass man sich für eine Route entscheiden muss und auf die tollen Alternativen erst einmal verzichten.

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^^ Eisbrüche zum Greifen nah ...

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^^ Steilere Rinnen lockern - sofern gewünscht - den Fahrspass auf.

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Von unserer rechts liegenden Route aus können wir die Abzweigung zur Mittelstation "2400" links nicht erreichen und streben dem Tal entgegen. In immernoch gut kupiertem und rinnendurchsetzem Gelände fahren wir in lockeren Lerchenbestand ein und lassen den hochalpinen Teil hinter uns.

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Bei der letztmöglichen Gelegenheit verlassen wir diese zum Dorf führende Route und biegen nach links in den dichteren Baumbestand ein, wo uns ein manchmal breiter, oft aber extrem schmaler Weg abermals zur Zustiegsstation Pylône 1800 führt. Wie schon von der anderen Seite, fordert uns diese Querfahrt abermals gewaltig und kostet nach den mit Leichtigkeit absolvierten Genusspassagen im Steilgelände ordentlich Kraft. Manchmal ist der Weg zwischen Bäumen und Monolithen gerade so breit, dass man hindurchpasst uns selbstverständlich überall von Buckeln durchsetzt. Pistenwalzen haben hier nichts zu suchen. Und abermals freuen wir uns über das Absolvieren von 1.400 spektakulären Buckelpistenhöhenmetern.

Oben angekommen, begeben wir uns in die Mittagspause.

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Gerrit und k2k wollen etwas gemütlicher rasten, ich (Chasseral) schlinge eine Suppe hinein, um mich zwischenzeitlich nochmals ins Vallon de la Meije begeben zu können. Dieses Mal bleibe ich so weit wie sinnvoll möglich auf der linken Seite. Hier finde ich längere Steilhänge, die aber weniger steil sind als die Rinnen im rechten Bereich. Man fährt sich hier glatt in einen Rausch. Die Vermutung, dass dieses Skigebiet mehr abfahrerisches Potenzial für einen mehrtägigen Aufenthalt bietet als manches liftreiche Grossskigebiet, wird eindrucksvoll untermauert.

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Ich möchte zur Abwechslung die Mittelstation "2400" ansteuern und muss im richtigen Moment einer schmalen Skispur folgen, die links abbiegt. Da das Gelände hier etwas kuppenartig (konvex) ist, ist dieser Verlauf schlecht zu überblicken. Darum hatte ich mir das bei der Bergfahrt eingeprägt. Die Gondel schwebt so hoch über dem Terrain, dass man einen hervorragenden Überblick hat. Interessanterweise steht an der unmittelbaren Abzweigstelle kein Hinweisschild zur Mittelstation. Folgt man rechts der einladenden Rinne, hat man den Abzweig prompt verpasst. Die Skispuren führen etwa einen Kilometer über flaches Gelände, bis der kurze Schlusshang zur "2400" folgt. Mangels "Bouquetin-Sesseliftbetrieb" kann man die zusätzlichen 100 Höhenmeter zur Sessellift-Talstation nicht nutzen.

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^^ Mittelstation 2400, rechts daneben die Bergstation der nicht betriebenen DSB


An der Mittelstation ist etwas Andrang, so dass es knapp wird mit den 5x6 Plätzen. Ich will meine Kameraden oben nicht lange warten lassen und frage kurz vor dem Schließen der Türen, ob ich noch in eine mit 5 englischsprechenden Freeridern besetzte Gondel zusteigen kann, was diese mässig begeistert bestätigen können. Es folgt eine luftige Fahrt an den Türpfosten gequetscht bei großen Bodenabstand. Keine zerkratzten Türscheiben trüben meinen Blick ;).

Inzwischen nach 14.00 Uhr fahren wir noch einmal mit den Schleppliften auf den Gletscher. An beiden Liften absolvieren wir Wiederholungsfahrten.

Die folgende Bilderserie ist der einmaligen Schleppliftkonstruktion gewidmet, beginnend mit deren erstem Teil "Trifides" mit seinen krassen Felsverankerungen (die ja leider in dieser Form inzwischen Geschichte ist) ...

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... fortgeführt mit dem zweitem Teil "Girose", welcher den französischen Höhenrekord für Schlepplifte erklimmt und einen Zugang zu L2A ermöglicht:

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Dann folgt der in jeder Hinsicht krönende Abschluss: Wir steigen mit geschulterten Ski von der Bergstation (3540 m) bis zur Krete (3560 m) und weiter auf die gewaltige Eiskuppe des Dôme de la Lauze (3570 m).

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Von hier blicken wir skigebietstechnisch auf die La-Grave-Bergstation, auf die L2A-Schleppliftstation Dôme de la Lauze (3520 m) und auf die U-Bahn-Bergstation Dôme de Puy Salie (3450 m). Hier sind wir mitten auf der Verbindung der beiden Teilgebiete, die über zwei gewalzte Wege stetig auf und ab geht und zu Fuß in 15 - 25 Minuten in beide Richtungen zu bewältigen ist. In Richtung L2A bietet sich noch ein etwas tiefer liegender Weg an, der den höchsten Punkt meidet und so etwas kraftsparender sein dürfte.

Gigantisch ist aber das Alpenpanorama ! Der Mont-Blanc im Norden ist schon gewohntes Bild, aber die nahe und schroffe Barre des Ecrins türmt sich zum ersten Mal imposant vor uns auf. Mein persönliches Erlebnis ist der deutlich in der Ebene aus dem Dunst aufragende Mont Ventoux; den hatte ich bislang nur von der diametral entgegengesetzten Seite gesehen. K2k glaubt sogar, das Mittelmeer zu erkennen.

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^^ ganz oben am Horizont der Mont Ventoux, südfranzösische Bergbastion vor den Alpen

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^^ Gwei Größen auf einem Bild

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^^ Blick in Richtung der Bergstationen von L2A mit gewalzten Verbindungswegen


Wir verweilen noch eine ganze Weile hier oben, bevor wir uns auf die letzte Abfahrt begeben. 2150 m de dénivelé sagt der Prospekt - sogar 2170 sind es von hier oben aus. Diese Abfahrt muss man geniessen.

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^^ Hier geht es los: 2150 m de dénivelé - eine der grössten Abfahrten in den Alpen - in vielerlei Hinsicht


Schwung für Schwung fahren wir genussreich über den Gletscher, schieben die paar Stöckschübe zur Seilbahnstation hinauf, um wieder das Vallon Chancel anzusteuern. Die Krönung ist hier sicherlich der direkte Weg über den Gletscher zum Col du Lac und weiter ins Vallon Chancel. Die freie Überquerung des spaltenreichen Gletschers ist uns aber ohne Führer zu heikel, so dass wir uns brav an Piste und Standardroute halten. Die Gletscher-Route erfordert darüber hinaus, dass man den Col du Lac findet, um in das Vallon Chancel hinüberzuwechseln. Einige Spuren folgen auch der Geländekammer des Gletschers, ein Nachfahren dieser Spuren bereitet dem "Normalo" aber wenig Freude. Erstens erfordern zeitweilige Steilstufen ein Abseilen und zwietens landet man nicht in La Grave, sondern weiter westlich. Die Gletscherroute ist im Panorama nicht direkt eingezeichnet, aber die Wegweiserpiktogramme sind eingezeichnet, die dringend raten, aus diesem Bereich den Col du Lac anzusteuern. Diese Darstellung gibt Einblick in die Sicherheitsphilosophie des Skigebiets: Empfehlungen für überschaubar problematische Routen und Warnungen vor extrem gefährlichen Dingen. Dazwischen bleibt alles in der eigenständigen Beurteilung durch den Skifahrer. Weitere Philosopihie: Keine Bevormundung! Alles ist erlaubt! Aber für alles trägt der Skifahrer die alleinige Verantwortung. Dieses Konzept kommt bei den Besuchern an.

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Noch einmal befahren wir das Vallon Chancel. Ursprünglich wollen wir in der Hütte einkehren, halten uns noch weiter links und landen auf dem Dach der von dere Westseite tief verschneiten Hütte. Interessanterweise ist die Hütte von der Ostseite schneefrei, der Fels vor der Hütte ausgeapert. An der Hütte angekommen kündigt sich langsam die Dämmerung an. Unglaublich wie hier die Zeit verrint. Ein Zeichen für extreme Kurzweiligkeit des Gebietes und dafür, das die einzelne Abfahrt bei geringer Gesamtzahl an Abfahrten den Skifahrer wesentlich mehr ausfüllt als anderswo.

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^^ Dach des Refuge Chancel - diesmal von der "Schnee-Seite"

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^^ Die Abfahrt liegt bereits tief im Schatten.


Wir traversieren erneut mit inzwischen etwas ermüdeten Oberschenkeln in Richtung Pylône 1800. Dort angekommen sind Gerrit und k2k mit dem Tagesergebnis mehr als zufrieden, so dass sie sich weitere Querfahrten und den etwa 30 Höhenmeter betragenden Anstieg über Treppen aus dem Talboden bis zur Talstation nicht mehr antun möchten. Für mich (Chasseral) kommt diese Lösung nicht in Frage. Wenn Schnee liegt, bringt mich kaum jemand in die talwärts fahrende Gondel, so dass ich die 2170 Höhenmeter "voll mache". Die Traverse nach Osten ist jetzt nicht mehr nur ziehwegig, sondern teilweise von krassen Steilstücken durchsetzt. Eine Brücke bringt einen dann auf die andere Bachseite zur Talabfahrt, die aus dem Vallon de la Meije kommt.

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Auf der nördlichen Talseite liegt La Grave tief unten bereits im Schatten, während die Bewhner der Dörfer weiter oben noch die Abendsonnne geniessen.

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^^ La Grave komplett


Jetzt wechseln gut eingefahrene Ziehwegstücke und kurze Hänge ab, bevor der mittelsteile Schlusshang über freie Hänge bis in den Talboden zum Fluss als krönender Abschluss dieser außergewöhnlichen Abfahrt folgt. Die Einfahrt in den Hang ist ein wenig abgerutscht, so dass es zu geringem Graskontakt kommt, der Rest ist dann wieder perfekt zu fahren.

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Vor dem letzter Querweg offenbart sich der strapaziöse Schlussakkord. Die Piste endet ganz unten am Fluss, während die Talstation der Seilbahn zig Möhenmeter höher auf dem Felsen trohnt.

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Geschafft: Mehr als 2.100 Meter Höhendifferenz sind absolviert. Mit dem letzten Rutscher gelangt man über die Brücke, die auf die Nordseite des Flusses führt.


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Der schweisstreibende Treppenanstieg zur Talstation ist der Abschluss einer außergewöhnlichen Abfahrt, die von einer entrückten Gletscherwüste mit Provence-Blick, vorbei an krassen Felswänden, durch hochalpine Täler, durch verschiedene Waldzonen bis hinab in den Talboden unterhalb eines schmucken altertümlichen Dorfes führt.

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Wieder zusammengetroffen sind wir begeistert! Das Skigebiet dürfte eines der attraktivsten Gebiete sein, die mit Aufstiegshilfen erschlossen sind.

Abends lockt abermals ein leckeres Menü, bevor uns der nächste Tag in den anderen Teil dieses Doppel-Skigebiets führen wird.

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Chasseral - "Les derniers vestiges ont disparu - la fin d'un rêve"


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 Betreff des Beitrags: La Grave 2
BeitragVerfasst: Mi, 01.09.2010, 19:26 
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RetroRebel
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::: The Great Southern Trendkill Tour 2008 // RetroRebels' La Grave Double Feature // Part 2 - k2k :::


La Grave - paradisiaque


Fotos: Gerrit, Chasseral, k2k / Bearbeitung: k2k / Text: k2k
"Pisten"-Plan: http://www.la-grave.com/images/visuelles/1900ko.pdf
Ort auf der Karte anzeigen



"Im südlichen Teil der Alpen, zwischen Grenoble und Turin, erhebt sich deren wildestes Revier: ein von Zyklopenhand zertrümmertes, von zerfetzten Eiswällen umlagertes Granitgebirge: der Dauphiné - in der Barre des Écrins bis 4102 m ansteigend. Der Fortschritt hat noch nichts verdorben an dieser Landschaft, sie ist unversehrt und bedeutet für den an Leib und Seele unversehrten Bergsteiger das Gelobte Land schlechthin."


Mit diesen Worten begann Walter Pause 1958 die Beschreibung einer zweitägigen Skitour vom 1474 m hoch gelegenen Dörfchen La Grave auf den 3568 m hohen Dôme de la Lauze, versehen mit dem Hinweis "Nur für hochalpin sehr erfahrene Bergsteiger". Der Kontext hat sich geändert in den vergangenen 50 Jahren, doch im Grunde gelten die eingangs zitierten Sätze bis heute unverändert. Es genügt, aus dem "Bergsteiger" einen "Skifahrer" oder besser gleich einen "Freerider" zu machen.
Schon die Anfahrt ist interessant. Von Grenoble her kommend, führt uns die D 1091 am Vorabend zunächst kaum ansteigend durch die Vorberge nach Osten in Richtung Briançon. Kurz vor Bourg d'Oisans öffnet sich das nun schon tiefer eingeschnittene Tal zu einer breiten Ebene, aber noch deutet nichts auf eisige Viertausender hin, wir befinden uns erst auf 700 m. Dann urplötzlich biegt der Weg ab in eine steile Schlucht, windet sich jetzt stärker ansteigend an schroffen Felswänden entlang. Tief unten ließe sich das Flüsschen Romanche selbst bei Tageslicht nur noch erahnen aber nicht erkennen, dafür hat sich das Wasser zu tief in den Berg eingeschnitten. Nach wenigen Kilometern sind an der Staumauer des Lac du Chambon bereits 1000 m überschritten. Das gelb-orangene Licht der Natriumdampflampen taucht die Kraftwerksinfrastruktur in ein diffuses Licht. Hier wird über die Staumauer die Talseite gewechselt. Rechts zweigt eine breite Straße ab nach Mont de Lans und weiter hinauf nach Les Deux Alpes. Durch unbeleuchtete, roh in den Fels gehauene Tunnels wird der Stausee passiert. Rechts geht es steil hinunter zum See, links der Straße geht es ebenso steil hinauf. Vom Département Isère wechseln wir, ohne einen Hinweis darauf zu erhalten, hinüber ins Département Hautes-Alpes. Dann urplötzlich Lichter in der Dunkelheit, das Tal ist wieder etwas breiter und wir erreichen ein Dorf. Ein unscheinbares Dorf auf den ersten Blick, kein hölzernes Schild heißt hier Touristen willkommen, kein Banner über der Straße wirbt für die Bergbahnen.
Nach kurzer Zeit erblicken wir vor uns ein vergleichsweise riesiges, dunkles Gebäude mit hölzernen Balkonen, das sich schnell als das Hotel herausstellt, das trinc für uns reserviert hat. Wir parken, steigen aus und stellen fest, dass sich direkt gegenüber der Parkplatz und die Talstation der Seilbahn befinden.

Die Bedingungen sind ideal, als wir nach dem Frühstück am nächsten Morgen zu einem neuen Abenteuer aufbrechen. Es ist kalt im schattigen Tal, so dass der Atem gefriert. Nur die Gipfel ringsum, dominiert von der 3983 m hohen Meije, glänzen bereits in der Sonne. La Grave ist anders als andere Orte, bewusst und gewollt anders, was sich schon am Parkplatz vor der Seilbahn zeigt. Ein großes Hinweisschild warnt hier, wie an der Punta Helbronner, vor alpinen Gefahren. Über die aktuellen Bedingungen informiert eine Tafel, und zusätzlich steht ein eigens abgestellter Mitarbeiter der Bergbahnen bereit, der weitere Fragen beantwortet. Aus einem Gespräch mit anderen Gästen am Vorabend wissen wir, dass die Routen allesamt ausgefahren sind, was nicht verwundert, da es seit mehreren Wochen nicht geschneit hat in dieser Gegend. Wir kennen den ungefähren Verlauf der Routen und die wichtigsten Orientierungspunkte im Gelände. Wir wissen aber auch, dass es einige Tage zuvor einen tödlichen Unfall gegeben hat, weil zwei Skifahrer, die aus dem nahen Les Deux Alpes herüber kamen, den falschen Spuren gefolgt waren. Eine unmissverständliche Warnung, sich nicht unvorbereitet in dieses Gelände zu begeben.
Nach einigen Minuten öffnet sich die Tür zur Seilbahn für die erste öffentliche Bergfahrt an diesem Tag. Schnell mache ich ein paar Fotos, bevor wir uns in eine der fünf hintereinander angeordneten Sechserkabinen zwängen.


Morgenstimmung...


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Die charakteristischen Kabinen einer Firma namens Weber


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Ausblick von der Bergstation Col des Ruillans



Gut zwanzig Minuten später verlassen wir die Bergstation am Col des Ruillans auf 3211 m und betreten eine andere, eine eisige Welt. Vor uns liegt ein weites Gletscherbecken mit Eisbrüchen und Séracs, das links von steilen Felswänden begrenzt wird. Rechts oben, schon in der Sonne, glänzt das Gletscherplateau des Glacier de Girose. Dazwischen zieht sich, noch im Schatten, eine Schleppliftspur hinauf zum Grat. Ein fesselnder Anblick, der jeden Liebhaber der Gebirgswelt sofort in seinen Bann ziehen muss. Ich schweige und staune, während vom angrenzenden Restaurant her eine wohlbekannte Melodie an meine Ohren dringt, die aber komischerweise heute etwas fremdartig klingt. Als ich sie erkenne, kann ich ein leises Grinsen nicht unterdrücken...



(Bitte nicht als Soundtrack für die weitere Lektüre des Berichts verwenden ;-))


Nach einer kurzen Pause steigen wir ein paar Meter hinauf zum Einstieg der vermutlich abenteuerlichsten Schleppliftkonstruktion der Alpen. Die beiden Schlepplifte TK Trifides und TK Girose sind eigentlich eine einzige Anlage mit Dieselantrieb ab der Talstation. Während die Stützen der unteren Sektion an einer Felswand angebracht sind, läuft die obere Sektion frei an zwei Tragseilen über dem Eis aufgehängt bis auf 3568 m. Hier auf dem Gletscher befinden sich die einzigen präparierten und gesicherten Pisten. Wir fahren uns ein bisschen ein, aber noch ist es schattig und damit eisig kalt hier oben. Möglicherweise macht sich auch die Höhe ein bisschen bemerkbar, so dass wir beschließen, eine kurze Aufwärmpause auf der Sonnenterrasse bei der Bergstation einzuschieben, wo mittlerweile Musik von Deep Purple aus den Boxen schallt.



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Téléski des Trifides. Die Trasse wurde 2009 von einem Felssturz verschüttet und ist seither nicht mehr befahrbar.


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Spaltengefahr!


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Blick nach Norden: Hinter den Aiguilles d'Arves versteckt sich der Mont Blanc.


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Eine von zwei gewalzten Pisten in La Grave


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Was wir ursprünglich für die Barre des Ecrins hielten, sind in Wirklichkeit les Rouies, 3598 m


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Die rechte Piste ist am Morgen noch im Schatten


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Seilbahnbergstation (rechts) und Restaurant am Col des Ruillans



Als wir wieder etwas aufgewärmt sind, machen wir uns daran, das Gelände unterhalb der Seilbahnbergstation zu erkunden. Unter der Seilbahn hindurch geht es auf die Route zum Refuge Chancel. Es hat wochenlang nicht geschneit, so dass das Gelände zu einer einzigen, breiten Buckelpiste ausgefahren ist. Die Schneelage ist insgesamt nicht besonders gut, so dass überall kleine Felsinseln auftauchen, die es zu umfahren gilt. Dennoch ist der Schnee wunderbar griffig, wie es nur unpräparierter Naturschnee zu sein vermag. Wir halten uns talwärts gesehen links, um nicht in den Steilrinnen zum See hinunter zu landen und machen immer wieder kurze Pausen, um die Szenerie auf uns wirken zu lassen. Natürlich strengt so eine Buckelpiste auch deutlich mehr an als ein glatt planierter Pistenteppich.
Unterhalb des Refuge Chancel, das wir links am Hang liegen lassen, ist nun zum ersten Mal Ortskenntnis gefragt. Es gilt, die Querung hinüber zur Station P1 zu finden, um nicht in der Felswand zu landen. Es soll zwar irgendwo im Wald eine Schnur gespannt sein, sozusagen als letzte Warnung, wenn man aber auf diese Schnur trifft ist man eigentlich schon zu weit unten und muss wieder aufsteigen. Einige spärliche Wegweiser gibt es jedoch, so dass wir den gesuchten Weg problemlos finden. Der Begriff "Weg" ist wiederum noch recht schmeichelhaft, denn hier im Wald sind die Buckel nun wirklich weit über Hüfthöhe und man kommt trotz des Schattens ziemlich ins Schwitzen. Als bekennender Fan von Buckelpisten habe ich hier das wohl anspruchsvollste Exemplar meiner bisherigen "Karriere" unter den Brettern.
Nach einiger Zeit erreichen wir die Trasse der Seilbahn und fahren die letzten Meter hinunter zur Station.



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Das Tor zum Paradies? :wink:


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Geradeaus in die Vallons de la Meije, links zum Refuge Evariste Chancel


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Tiefblick auf La Grave, 1450 m


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Irgendwo in diesem Gelände gilt es, den Abzweig zur Mittelstation P1800 zu finden. Sonst landet man in der Felswand.


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Mittelstation P1800 der ersten Sektion



Die Seilbahn von La Grave ist bis heute ein Unikum. Erste Ideen für den Bau gehen bis ins Jahr 1958 zurück. 1963 werden die ursprünglichen Pläne einer Bahn zum Dôme de la Lauze zugunsten der heutigen Variante aufgegeben. Allerdings dauert es noch Jahre, bis Geldgeber gefunden sind um die notwendigen 21,2 Millionen Francs zu finanzieren. Und erst mit den Ideen von Denis Creissels gelingt es, die technischen Probleme für den Bau der Bahn zu lösen. So soll zunächst eine kuppelbare Zweiseilumlaufbahn geplant gewesen sein. Um die Kosten zu reduzieren, entschied man sich angeblich erst später für eine fix geklemmte Gruppenumlaufbahn, deren Seilbahntechnik vom deutschen Hersteller PHB geliefert wurde.
Es dauert bis 1976, bis die erste Sektion der neuen Seilbahn in Betrieb gehen kann. Doch die Freude ist nur von kurzer Dauer. Noch im November des selben Jahres legt ein Bombenanschlag die Bahn wieder lahm und reißt ein erstes Finanzloch in die Kassen der Betreiber. Die Hintergründe dieses Anschlags sind bis heute unklar. Zwei Jahre später, am 13. März 1978, kann endlich die zweite Sektion bis zum Col des Ruillans eröffnet werden.
Ernsthafte Schwierigkeiten gibt es 1986. Die Aufsichtsbehörde lässt die Bahn stillegen, weil das Tragseil Schäden aufweist und gewechselt werden muss und die Bergungseinrichtungen nicht ausreichen, um eine sichere Evakuierung der Fahrgäste zu gewährleisten. Streitereien kommen auf, weil ein Teil der kommunalen Geldgeber die Bahn für schlecht konzipiert und schlecht geführt hält. Als im Mai 1987 noch immer keine Lösung gefunden ist, tritt Denis Creissels höchstselbst auf den Plan und kündigt an, die Seilbahn zurückzukaufen - "aus Stolz", wie er sagt, und um zu beweisen dass sein Konzept durchaus funktioniert. Und mehr noch, Creissels will "den Geist des Pulverschnees bewahren" und nur die Frequentierung der Bahn (und damit ihre Rentabilität) erhöhen, nicht aber ihre Förderkapazität. Er ist schon zu dieser Zeit der Ansicht, dass die Zukunft von La Grave nicht in einer klassischen Skistation mit präparierten Pisten zu suchen ist. Zwei Jahre später nehmen die Skilifte am Glacier de Girose ihren Betrieb auf und die Verbindung mit Les Deux Alpes wird hergestellt. Für kurze Zeit gibt es 1992 Sommerschilauf, der aber aus Schneemangel und aufgrund von Schwierigkeiten beim Betrieb der Lifte bald wieder eingestellt wird. Ungefähr zur selben Zeit wird La Grave, ähnlich wie Alagna, von der aufkommenden Freeriderbewegung als ruhige Alternative zum überlaufenen Chamonix entdeckt.

Wieder oben angekommen, nehmen wir unmittelbar die andere Hauptroute in Angriff. Die Vallons de la Meije gelten als etwas anspruchsvoller als die Chancel-Route, hier ist es im oberen Bereich deutlich steiler und es gibt mehr Abfahrtsvarianten als auf der anderen Seite. Im unteren Bereich geht es dann durch ein sanftes Hochtal direkt unter den eisigen Felswänden der Meije entlang bis zur Waldgrenze, von wo erneut eine buckelige Querung zur Station P1 hinüber führt. Die Vallons machen trotz fehlendem Tiefschnee großen Spaß an diesem Tag, man kann quasi alles fahren, es gibt im oberen Abschnitt teilweise gar keine ausgesprochene Hauptroute. Es sind aber immer irgendwo Leute unterwegs, an denen man sich orientieren kann. Nur im unteren Teil ist wieder Vorsicht geboten, um den richtigen Abzweig zu finden.



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Felspyramide La Meije, 3983 m


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Einstieg in die Vallons


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Hängegletscher unterhalb der Meije


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Auch hier gilt es, den Abzweig zu finden!


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Nach dieser Abfahrt ist Mittagspause angesagt. Anschließend fährt Chasseral noch schnell die Route zur Mittelstation 2400, während Gerrit und ich noch ein bisschen die Sonne genießen. Später fahren wir noch einmal mit den Schleppliften hinauf zum Gipfel, drehen eine genüssliche Runde über die dortigen Pisten und steigen schließlich zum Ende des Tages die wenigen Meter hinauf auf das Gletscherplateau gen Deux Alpes. Und trotz des geringen Höhenunterschieds bietet sich hier oben noch einmal ein vollkommen anderes, unglaubliches Panorama. Wir erkennen die Barre des Ecrins östlich von uns, und viele unbekannte Felsriesen, die sich aus dem tief eingeschnittenen Tal emporheben. Durch sie hindurch, viel näher als gedacht und doch über 100 km entfernt, ein Nebelmeer über der Provence, aus dem einsam ein Höhenrücken herausragt: Der berühmt-berüchtigte Mt. Ventoux. Ganz am Horizont, zwischen Nebelmeer und Himmel, ein Streifen der eine Nuance dunkler ist und erst später auf unseren Fotos deutlich erkennbar wird. Es ist das Mittelmeer, in weit über 200 km Entfernung.
Natürlich ist auch das Panorama nach Norden nicht zu verachten, kann aber mit dem Südblick meines Erachtens nicht konkurrieren. Der Mont Blanc, die Grandes Jorasses und dazwischen der Einschnitt mit der Punta Helbronner, wo wir tags zuvor unterwegs waren, die Gipfel der Vanoise mit der Grande Casse und einem auch vor Ort deutlich identifizierbaren Glacier de Chavière.



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Mittelstation Peyrou d'Amont, 2400 m


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Ungetrübte Ausblicke ;-)


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Auch auf der Sonnenterrasse am Col des Ruillans kann man es gut aushalten


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Chasseral am Feldherrenhügel - Kulminationspunkt zwischen Les Deux Alpes und La Grave

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Links oben die "echte" Barre des Ecrins


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Blick von La Grave nach Les Deux Alpes. In der Mitte die Schleppliftstation Dôme, links die U-Bahn-Station Dôme de Puy-Salié


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Der Mt. Ventoux, 1912 m, ragt in 120 km Entfernung aus dem Nebelmeer der Provence. Der dunkle Streifen zwischen Nebelmeer und Himmel dürfte das Mittelmeer sein.


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Der Autor genießt den Ausblick


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Aiguilles d'Arves (Vordergrund), Mont Blanc und Grandes Jorasses


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Blick in die Vanoise. Wer findet den Glacier de Chavière?



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Südblick vom Dôme de la Lauze, 3568 m, ca. 180°. Bitte anklicken für eine vergrößerte und bezeichnete Version auf http://www.alpen-panoramen.de.



Ich weiß nicht mehr, wie lange wir dort oben sind - eine halbe Stunde, vielleicht auch eine ganze. Mir kommt es jedenfalls vor als ob es nur fünf Minuten gewesen wären, und wie üblich kann ich mich nur schwer von diesem unglaublich beeindruckenden Ausblick trennen. Doch irgendwann müssen wir aufbrechen, immerhin liegt noch eine Abfahrt von 2150 Höhenmetern vor uns, die mit Ausnahme des obersten Abschnitts bei den Schleppliften stark verbuckelt ist. Wir entscheiden uns für die einfachere Chancel-Route, die uns im Abendlicht quasi alleine gehört. Gerrit und ich kapitulieren bei Station P1 und nehmen für den letzten Abschnitt die Seilbahn, ich habe so viele Eindrücke gesammelt über den Tag dass ich genug habe und nichts mehr herausfordern will. Chasseral lässt sich die Talabfahrt jedoch nicht nehmen. Wir treffen uns wieder bei der Talstation, wo ein beeindruckender Tag zu Ende geht.



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BeitragVerfasst: Do, 02.09.2010, 17:49 
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Ach ja..... War schon ein absoluter Traumtag damals. Ganz ergriffen hab ich gerade Eure Texte gelesen, die mich sicher zu dem Gedanken "Wär schön, wenn ich dabei gewesen wäre!" verleitet hätten, wäre ich nicht wirklich dabeigewesen. (Ob dieser Satz eine Spätfolge von etwaigem Sauerstoffmangel in dieser Höhe ist? :wink: ). Wie auch immer, La Grave ist sicher eines der beeindruckensten Schigebiete aller Zeiten, und ich bin glücklich, den Gletscherlift noch in voller Funktion erlebt zu haben!

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BeitragVerfasst: Do, 02.09.2010, 18:05 
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Das Skigebiet von La Grave sieht wirklich genial aus.
Ich stand im März 2009 kurz vor Sonnenuntergang an der Talstation der GUB-Bahn und habe wehmütig nach oben geschaut, als die letzten Skifahrer am Ende der Talabfahrt am Fluss angekommen sind. Gerne hätte ich an diesem Abend in La Grave übernachtet um am nächsten Morgen mit den GUB gen Himmel zu schweben. Leider musste ich aber noch weiter nach Genf und es blieb bei diesem Traum.
Das Gelände hat mich damals von unten sehr beeindruckt, aber die Variantenvielfalt die in eurem Bericht sehr anschaulich dargestellt ist, kann man von unten nicht annähernd erahnen.


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BeitragVerfasst: Do, 02.09.2010, 22:57 
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.. ich will da hin ..
.. ich will da hin ..
.. ich will da hin ..
.. ich muss da hin ..
.. da muss ich wohl den teuren Skipass in Kauf nehmen ..

.. wenn dieses Skigebiet in 1-2 Stunden Entfernung von Innsbruck wäre, ich wüsste, welche Saisonkarte ich mir kaufen würde ..

Dank eurer Bilder werd ich mich nun hoffentlich nicht verfahren :) Wobei ich auch nur hin möchte, wenn es mind. 2 Wochen nicht geschneit hat und es 'ne nette eingefahrene (Buckel)piste gibt.

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BeitragVerfasst: Fr, 03.09.2010, 12:27 
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Ist der coole Multi-trassen Dreiecks-SL in La Grave zwischenzeitlich wieder repariert und in seiner ursprünglichen Funktion aufgebaut?

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BeitragVerfasst: Fr, 03.09.2010, 12:33 
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gerrit hat geschrieben:
Ach ja..... War schon ein absoluter Traumtag damals. Ganz ergriffen hab ich gerade Eure Texte gelesen, die mich sicher zu dem Gedanken "Wär schön, wenn ich dabei gewesen wäre!" verleitet hätten, wäre ich nicht wirklich dabeigewesen. ...

Sei froh, dass du dich von mir hast breitschlagen lassen, an diesem Tag mit uns hinauf zu fahren. Wenn ich dran denke, dass du zunächst vor hattest, bis 11 Uhr auszuschlafen, nach dem Frühstück direkt ins 5-Gänge-Mittagsmenü zu wechseln und uns nach einer Ruhepause im Liegestuhl gegen Abend für das gemeinsame Abendessen in Empfang zu nehmen ... Du hättest wirklich was verpasst. Und nur, weil es da oben keine komfortable KSB gibt ...
Find' ich echt gut, dass du dich noch umentschieden hast und jetzt erinnerungsmäßig von diesem Tag zehrst.

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BeitragVerfasst: Fr, 03.09.2010, 12:58 
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CV hat geschrieben:
Ist der coole Multi-trassen Dreiecks-SL in La Grave zwischenzeitlich wieder repariert und in seiner ursprünglichen Funktion aufgebaut?

Repariert ja, aber nicht in der ursprünglichen Form. Auf der unteren Sektion ist jetzt eine Art Raupentaxi im Einsatz.

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BeitragVerfasst: Fr, 03.09.2010, 14:52 
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k2k hat geschrieben:
CV hat geschrieben:
Ist der coole Multi-trassen Dreiecks-SL in La Grave zwischenzeitlich wieder repariert und in seiner ursprünglichen Funktion aufgebaut?

Repariert ja, aber nicht in der ursprünglichen Form. Auf der unteren Sektion ist jetzt eine Art Raupentaxi im Einsatz.


bäh!

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BeitragVerfasst: Fr, 03.09.2010, 15:47 
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Chasseral hat geschrieben:
gerrit hat geschrieben:
Ach ja..... War schon ein absoluter Traumtag damals. Ganz ergriffen hab ich gerade Eure Texte gelesen, die mich sicher zu dem Gedanken "Wär schön, wenn ich dabei gewesen wäre!" verleitet hätten, wäre ich nicht wirklich dabeigewesen. ...

Sei froh, dass du dich von mir hast breitschlagen lassen, an diesem Tag mit uns hinauf zu fahren. Wenn ich dran denke, dass du zunächst vor hattest, bis 11 Uhr auszuschlafen, nach dem Frühstück direkt ins 5-Gänge-Mittagsmenü zu wechseln und uns nach einer Ruhepause im Liegestuhl gegen Abend für das gemeinsame Abendessen in Empfang zu nehmen ... Du hättest wirklich was verpasst. Und nur, weil es da oben keine komfortable KSB gibt ...
Find' ich echt gut, dass du dich noch umentschieden hast und jetzt erinnerungsmäßig von diesem Tag zehrst.

:twisted: :lol:
Wobei Ihr aber beide die eigentlichen Höhepunkte des Tages ganz einfach unterschlagen habt! An der Bergstation der Seilbahn "wimmelte" es geradezu vor Hunden (echten!), die von mir natürlich auch photographisch dokumentiert wurden, aber ihr habt davon überhaupt nichts erwähnt..... :wink:

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BeitragVerfasst: So, 05.09.2010, 14:03 
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starli hat geschrieben:
(Sabber)

.. ich will da hin ..
.. ich will da hin ..
.. ich will da hin ..
.. ich muss da hin ..
.. da muss ich wohl den teuren Skipass in Kauf nehmen ..

.. wenn dieses Skigebiet in 1-2 Stunden Entfernung von Innsbruck wäre, ich wüsste, welche Saisonkarte ich mir kaufen würde ..

Dank eurer Bilder werd ich mich nun hoffentlich nicht verfahren :) Wobei ich auch nur hin möchte, wenn es mind. 2 Wochen nicht geschneit hat und es 'ne nette eingefahrene (Buckel)piste gibt.



Geht mir ähnlich, nur dass ich gerne direkt nach Neuschnee hin möchte :D ...


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BeitragVerfasst: Mo, 06.09.2010, 11:04 
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ChaosB99 hat geschrieben:
Geht mir ähnlich, nur dass ich gerne direkt nach Neuschnee hin möchte :D ...


...ich komm mit ;-) wobei mir 2-3 Tage nach Neuschnee reicht, so kann man das ganz gut planen und der Schnee hat sich gesetzt. Die interessanten Routen sind doch recht steil und damit extrem lawinengefaehrdet.

Was mir da noch fehlt, ist die Tour de la Meije: La Grave - Refuge de la Selle - Refuge du Promontoire - Refuge de l'Aigle - La Meije orientale - La Grave


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