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BeitragVerfasst: Mo, 18.10.2010, 14:34 
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baeckerbursch hat geschrieben:
Wilde Spekulation - evtl. auch völlig unsinnig (kenn da das Gelände nicht & ich kenn die Baujahre der einzelnen Lifte nicht).

Aber könnte man nicht irgendwie Richtung Zermatt Schwarzsee abfahren? Und dann wieder nach Italien zurück?


Ich hab das Bild hier mal dem "Fab" im AF geklaut
Bild

Die Station kann man links oben erkennen (Notiz an mich: armlanges 500er Objektiv im März irgendwie mitschleppen). Das zeigt dann auch, weshalb eine Abfahrt Richtung Schwarzsee nicht möglich ist.


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BeitragVerfasst: Mo, 18.10.2010, 15:39 
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RetroRebel
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Ja, genau das meinte ich!

Wobei ich gerade anfange zu fragen, ob das bei 20m Gletscher mehr und so eine Passage wie auf der Cervinia-Seite nicht doch theoretisch möglich gewesen wäre?! Aber gehört hätte ich jedenfalls noch nie etwas davon. Im übrigens ist die Liftverbindung über den Theodulpass erst Ende der 60er gekommen, oder? Aber vielleicht gab es schon vorher eine Raupe, ich meine ich hab da mal was gelesen.

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BeitragVerfasst: Mo, 18.10.2010, 15:55 
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RetroRebel

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Langsam aber sicher verspüre ich den unbändigen Wunsch, dieses Rätsel zu lösen. Woher stammt dieses Bild eigentlich ursprünglich? Es dürfte sich ja um eine alte Ansichtskarte handeln, damit könnte man über den Verlag vielleicht herausfinden, wann das Bild gemacht worden ist. Prinzipiell gibt es wohl in jedem Land auch Menschen, die sich auf Ansichtskarten spezialisiert haben so wie wir auf Bahnen und Schigebiete. Ich habe das Bild zwar schon ein paar mal vorher gesehen, aber ich weiß nicht, wer es ursprünglich ausgegraben hat. Harzwinter?

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Schweben im Powder - Die, die es erlebt haben, verstehen, den anderen kann man es nicht erklären!


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BeitragVerfasst: Mo, 18.10.2010, 15:58 
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Beiträge: 1542
::: trincerone hat geschrieben:
Ja, genau das meinte ich!

Wobei ich gerade anfange zu fragen, ob das bei 20m Gletscher mehr und so eine Passage wie auf der Cervinia-Seite nicht doch theoretisch möglich gewesen wäre?!

Ich denke, dass man das noch am ehesten anhand alter Photos beurteilen könnte.
Wenn ich mir den Corvatsch so ansehe, wo früher ein Sommerskilift auf den Gipfel ging, heute aber teils eine 50m hohe Felswand ist. Wenn ich überlege, dass es alte Photos gibt, auf denen von oben in den Georgihang eingefahren wurde und wo heute ebenfalls vielleicht auf 50m nur fast senkrechte Felsen sind.
Kann sein, dass am Furggen auch damals unüberwindbare Felsbänder gewesen sind (keine mich dort ja nicht aus), aber sicher wäre ich mir erst, wenn man entsprechende Photos aus der frühen Phase der Bahn begutachten oder einen Zeitzeugen konsultieren könnte.


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BeitragVerfasst: Mo, 18.10.2010, 17:09 
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Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob das überhaupt Gletscher ist, was man da sieht. Könnte auch nur windgepresster Schnee sein, da der Schnee im Vordergrund ja nicht wirklich nach Gletscher ausschaut, es aber keinen sichtbaren Übergang zu weiter oben gibt...

Eine Abfahrt richtung Schweiz war doch bisher auf keinem Plan eingezeichnet?

Könnte man evtl. über die ehemalige Fels-Querung zur Mittelstation der Grigia-PB kommen? Bzw. zu der DSB, so es sie damals schon gab, dass man mit der DSB runter zu Plan Maison fuhr? Oder zur SL-Kette auf den Theodul, so die damals schon komplett existierte? Oder über diese Querung gleich runter zu Plan Maison, liegt ja auf 2500m, würde mich jetzt auch nicht wundern, wenn das früher Anfang September schon ging....

Apropos Fels-Übergang, das war anscheinend ein Tunnel, zumindest wird auf einem im AF geposteten Text das als "Galerie zum Rocce Bianche Sessellift" genannt:

Bild

Wobei die Frage ist, ob diese Galerie beim genannten Foto schon existierte (oder Alternativ: dass damals noch Gletscher war, wo später die Galerie gebaut wurde)

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BeitragVerfasst: Mo, 18.10.2010, 17:17 
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Arlberg-Irrer hat geschrieben:
Das zeigt dann auch, weshalb eine Abfahrt Richtung Schwarzsee nicht möglich ist.


das wuerd ich jetzt nicht wirklich so sehen auf dem Bild, mit etwas mehr Schnee sehe ich da eine Moeglichkeit, die evtl. ohne Seil geht, ist aber nicht wirklich massentauglich.... ansonsten sind die beiden Abfahrtsalternativen Richtung Z auf dem Photo nicht zu sehen.

Erste Moeglichkeit waere Abfahrt bis auf ~3300 und dann Aufstieg zum Furggjoch (hoechster Punkt P.3355). Auf meiner '69er Matterhornkarte waeren das keine 200m ueber den Grat, sowas koennte man einfach absichern. In die Gegenrichtung ist das heute eine beliebte Freerideabfahrt (Querung vom Furggsattel, Abfahrt nach .it via Rif. Duca degli Abruzzi).

Zweite denkbare Variante waere sich direkt an der Station exakt nach Osten zu halten und Richtung oberer Theodul abzufahren, da befuerchte ich aber, dass ohne Abseilen nichts geht...

insgesamt glaube ich nicht, dass es jemals eine offizielle Abfahrt Richtung Z gab.


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BeitragVerfasst: Mo, 18.10.2010, 18:45 
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Genialer Bericht, Spannend fesselnd und faszinierend zugleich. Man glaubt beim Lesen man wäre selbst dabei gewesen...
Die Felsquerung/Gallerie scheint nun ein neues Mysterium zu werden, nachdem die Furggenstation und der zugehörige Tunnel nun auch mehr und mehr dokumentiert wurden.
Das an der Felsquerungen Befestigungensvorrichtgungen waren/sind ist ja unbestritten, ob die Stelle allerdings auf Skiern durchfahren werdem konnte, bleibt weiterhin ein Rätsel. Ich bin gespannt wer als erstes Bilder davon auftreibt :).


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BeitragVerfasst: Mo, 18.10.2010, 19:36 
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Gratulation an die drei Helden.
Bei der Exkursion von krisu und mir ( nochmals vielen dank an krisu für dass das du mich damals da hochgeschleppt hast ) im August 08 hatten wir ja schon festgestellt dass man da oben eigentlich auch recht passabel übernachten kann. Dass da irgendwann mal ein Winterausflug mit Übernachtung gemacht wurde war nur eine Frage der Zeit.
Die Nachtbilder von trincerone sind sowiso wieder mal Wetklasse.
Dieser Bericht ist übrigens auch der Grund dass ich mich jetzt auch in diesem Forum registriert habe, was ich bisher nur aus Zeitgünden nicht gemacht hatte.


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BeitragVerfasst: Mo, 18.10.2010, 22:51 
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Jetzt hab ich mir (endlich) die Zeit genommen euren Bericht in Ruhe ganz und nicht nur fragmentarisch zu lesen.
Wunderbar! Sowohl schön wie interessant geschrieben und bebildert. Tolle Tour.

Stichwort Industriedenkmal: Oh ja.
Die Furggenstation symbolisiert für mich ein ganz anderes Zeitalter. Aufbruch! Pack ma`s! Grenzen? Ach was! Dieser Optimismus, auch Hemdsärmeligkeit, ist (aus durchaus guten Gründen) vorbei. Trotzdem schade :wink:

::: trincerone hat geschrieben:
Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, warum es mir eigentlich so schlecht ging...
Ein Gedanke, der mir jetzt noch kam: wir haben Schnee geschmolzen, damit also vermutlich destilliertes Wasser erzeugt (mehr oder weniger jedenfalls). Soweit ich mich erinnere, darf man das eigentlich nicht trinken, weil es den Elektrolythaushalt des Körpers völlig durcheinander bringt........

Reines H2O fällt heutzutage in Europa wohl nur noch in wesentlich größerer Höhe und in Reinluftgebieten als Schnee. H2O ist ja eine Säure und sättigt sich wo es kann. Also schon Schmutzpartikel in der Luft mindern den Effekt.
Liegender Schnee ist kein Problem. Bei einer Mt.-Blanc-Besteigung und akutem Schneefall in 4600 Meter Höhe wäre Vorsicht geboten. Aber es würde nicht den Elektrolythaushalt durcheinander bringen, sondern die Lippen und evtl. den Rachenraum verätzen. Reines H2O würde sich sofort aus der Haut sättigen.
Alter Bergsteigertrick: Beim Schnee auftauen ein paar Steine in den Topf legen - fertig.


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BeitragVerfasst: Di, 19.10.2010, 16:26 
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In der Tat ein grandioser Bericht, auch wenn ich diesen leider bis jetzt nur querlesen konnte, da mir derzeit schlicht die Zeit dazu fehlt. Diesen Missstand werde ich den nächsten Tagen aber dringend und zwingend nachholen - und vielleicht auch zum einen oder anderen Aspekt dieses detaillierten Berichts meinen Senf dazu abgeben.

Auch ich wiederhole mich (wie zuvor an anderen Stellen bereits mehrfach erwähnt): die lange Warterei auf dieses "Oeuvre de superbe qualité" hat sich mehr als gelohnt!

Nur ganz kurz noch ein Wort zu dem:
Zitat:
@Gerrit:
Ich habe das Bild zwar schon ein paar mal vorher gesehen, aber ich weiß nicht, wer es ursprünglich ausgegraben hat. Harzwinter?


Die Postkarte stammt meines Erachtens aus dem reichhaltigen Fundus von krisu!


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BeitragVerfasst: Di, 19.10.2010, 16:47 
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RetroRebel

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Na dann hat ja der die Karte, der sogar in perfektem Italienisch eine Anfrage an den Ansichtskartenverlag formulieren könnte.... :wink:

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BeitragVerfasst: Di, 19.10.2010, 16:49 
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RetroRebel

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@intermezzo: ich hoffe übrigens, dass Du den Mißstand nicht nachholst sondern behebst..... :wink:

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BeitragVerfasst: Di, 19.10.2010, 17:13 
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Man darf auch nicht vergessen daß die Skifahrer von früher nicht solche "Weicheier" wie wir jetzt waren.

Da geht man halt auch mal 1-2 Stunden zu Fuß und macht nur eine Abfahrt am Tag. Das war (früher) immernoch besser als den Berg komplett selbt raufzugehen.

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BeitragVerfasst: Di, 19.10.2010, 18:34 
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@Gerrit:
Natuerlich werde ich in Zukunft strikte darauf achten, allfällige weitere Missstände zu "beheben" - nachzuholen bezueglich des Berichts habe ich ja noch allerlei...


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BeitragVerfasst: Mi, 20.10.2010, 17:15 
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Erneut ein sehr schöner und spannender Bericht, Ihr Drei. Diesmal kommt er aber wirklich sehr spät; ich habe schon nicht mehr damit gerechnet. Neu für mich ist, dass die Furggen-Station konkret als alpine Berghütte dient (Decken, Gasherd ...). Für die Talabfahrt hätte ich Euch auch noch Sonne gewünscht.

@Gerrit: Klick! ;-)


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