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BeitragVerfasst: So, 28.06.2009, 19:02 
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RetroRebel

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Auch von mir ein großes Dankeschön und eine Gratulation zu dieser höchst informativen und gleichzeitig spannenden Reportage. Ich kannte das Ereignis eigentlich nur deshalb, weil Du (@dachstein) es mal als Beispiel für einen Mega-Bergrutsch genannt hattest. Jedenfalls schrecklich und gleichzeitig faszinierend. Weiß jemand, ob es dazu irgendwelche (deutschsprachige :wink: ) Sekundärliteratur (Dokumentation oder auch literarische Aufarbeitung) gibt? Würde mich sehr interessieren. (Ebenso wie ein Lokalaugenschein).

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Schweben im Powder - Die, die es erlebt haben, verstehen, den anderen kann man es nicht erklären!


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BeitragVerfasst: So, 28.06.2009, 19:08 
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auf seite 1 unten fand ich eben http://www.amazon.de/fliegende-See-Chro ... 3888972078 8)

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BeitragVerfasst: So, 28.06.2009, 19:10 
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RetroRebel

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Dankeschön, ich war eben auch auf dem Weg dahin......
Wird schon bestellt!

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BeitragVerfasst: So, 28.06.2009, 19:18 
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RetroRebel
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@lokalaugenschein: Du weißt ja, ab wann ich wieder mehr Zeit habe... ;)

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BeitragVerfasst: So, 28.06.2009, 19:30 
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Wenn ich nen Soundtracklink ergoogle
http://www.soundtrack-board.de/5777-fra ... onore.html
muß es auch nen Film dazu geben; da ist auch ein Link zur offiziellen Vajont - Hp angegeben:
http://www.vajont.net/

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Grüße von Markus

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BeitragVerfasst: So, 28.06.2009, 21:01 
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Hallo,

ich habe das Buch "Der Fliegende See" gelesen und warne alle davor - das an sich recht starke Werk wird angesichts der Erzählweise und der Spannung, die der Geschichte innewohnt, innerhalb weniger Stunden durchgelesen. Man würde nicht mal eine Explosion mitbekommen...

Das Buch ist extrem gut geschrieben und der Autor tingelte sozusagen als Showmaster durch die Lande, um die Geschichte vom Vajont zu erzählen. Im Buch selbst finden sich m.E. noch ein paar Abbildungen.

Ich selbst war vor ca. 3 Jahren am Vajont. Hätte die Möglichkeit bestanden, hätte ich mich sicher einer Führung angeschlossen. Die Führung beeinhaltet neben dem Weg über die Staumauer auch die ehemalige Kraftwerkskaverne, die sich direkt unterhalb der Staumauer befindet.

Leider konnte ich auch die Abbruchstelle (Gleitstelle) nicht genauer observieren. Ich bin kein Geologe, aber das hätte mich doch sehr interessiert...

Ein weiterer Fehler - ich hab mir den - wirklich dicken - Bildband über Planung, Bau und Ende des Vajont (nur italienisch) nicht gekauft.... großer Fehler!

Nachtrag: gem. Info von dem Buch "Der Fliegende See" war der Vajont nur ein Endstaubecken und Teil eines gigantischen Stauseenetzwerkes. Der Stausee Lago di Pontesei war ein ähnlicher Kanditat. Auch dort fand ein Bergrutsch statt und riss den diensthabenden Wächter, der den Bergrutsch überwachen solle, mit sich.

lg, Thomas.


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BeitragVerfasst: So, 28.06.2009, 21:08 
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Beiträge: 287
Hier ein paar interessante, aber zum Teil auch sehr traurige Aufnahmen. Hoffe dass einige italienisch verstehen.

http://www.youtube.com/watch?v=VmvOKFQYs08

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BeitragVerfasst: So, 28.06.2009, 21:48 
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@ all: freut mich, dass euch die Reportage gefällt. :D

::: t r i n c e r o n e hat geschrieben:
Eine interessante Frage wäre auch - was ich nicht zu beurteilen vermag -, ob die sichtbaren Spuren an Dammkrone und Tunnel möglicherweise nicht direkt durch das Wasser verursacht wurden, sondern durch von diesem mirgerissene Geröllmassen oder andere Materialien, die aufgeprallt sind. Nur so ein Gedanke, ich weiß es nicht...


Die Wucht, die die Straße auf der Krone, den Tunnel und die Warte zerstört hat, stammt ausschließlich vom Wasser. Denn das Wasser war das erste, was kam. Und es war nach den Wassermarken eine etwa 200 Meter hohe Welle. Und so was hat eine zerstörerische Kraft - die Tatsache, dass die Kraft auf einen relativ schmalen Bereich konzentriert war, erklärt auch, dass der Baustahl dermaßen umgebogen wurde. Gleiches gilt für den Tunnel.

@ Petz: danke für deine Ausführung mit dem Baustahl. Es stimmt, dass die Straßenteile, die weggerissen wurden, vermutlich auch den Baustahl verbogen haben müssen.
Deine verlinkte Seite zeigt mir eines: just genau den Text gibt es auf Italienisch auch (und so habe ich ihn auch erhalten, ein Studienkollege aus Südtirol hat ihn mit freundlicherweise übersetzt. Die deutsche Version ist meinem Text nicht mal unähnlich, ich hab aber etwas mehr Geologie.)

Thomas K. hat geschrieben:
Leider konnte ich auch die Abbruchstelle (Gleitstelle) nicht genauer observieren. Ich bin kein Geologe, aber das hätte mich doch sehr interessiert...


Sei froh, dass du nicht oben warst. Zuerst geht es auf einer asphaltierten Straße durch den Bergsturz, dann geht es es querfeldein durch Dickicht, bis man schließlich zum Hangschutt kommt. Und ab jetzt beginnt die Kraxelei auf einem zuerst recht flachen, dann einem etwa 45 Grad steinen Hang. So geht es weit über 200 Höhenmeter rauf. Und das war noch nicht das schlimmste. Denn das ist der Abstieg. Eine Kollegen hat selber einen Rutsch ausgelöst, der dann aber wieder zum Stehen kam. Und extrem lässig wird die Gschicht', wenn die Blöcke nass sind, wie in unserem Fall. Und es kann schon mal sein, dass ein Block, auf dem du grade auftrittst, unter deinen Füßen nachgibt....

MFG Dachstein

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BeitragVerfasst: So, 28.06.2009, 23:23 
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Krass




mehr fällt mir dazu erstmal nicht ein. Ich hab mir das jetzt zweimal durchgelesen. Es ist schon fast wie in einem schlechten Hollywood Film, nur leider realität. Es ist beschreckend und faszinierend zugleich. Faszinierend, welche Kraft die Natur ausüben kann und beschreckend wie die Leute damals gehandelt haben... EInfach nur Krass.

Danke Dachstein für diesen Super Bericht!!!


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BeitragVerfasst: Mo, 29.06.2009, 12:23 
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habe das buch "der fliegende see" soeben bestellt ...

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BeitragVerfasst: Mo, 29.06.2009, 12:37 
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Und an welchen Buchhändler darf ich mich wegen Provision und so melden? ;)

MFG Dachstein

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BeitragVerfasst: Mo, 29.06.2009, 17:22 
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Dachstein hat geschrieben:
Und an welchen Buchhändler darf ich mich wegen Provision und so melden? ;)
Der Vajont wär aber eigentlich noch nicht soweit im Süden das die Mafia auf Dich abfärben hätte können..... :P :mrgreen:

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Grüße von Markus

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BeitragVerfasst: Mi, 01.07.2009, 14:32 
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Ein Film dazu ist übrigens morgen, Donnerstag, um 14.00 wieder auf ARTE zu sehen, Teil 4 der sehr sehenswerten Reihe "Die Eroberung der Alpen". Dort zeigen sie u.a. auch einiges vom Bau der Grande Dixence im Wallis.


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BeitragVerfasst: Do, 02.07.2009, 11:50 
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So, hab jetzt das ganze auch mal durchgelesen - ich bin mir nicht sicher, über irgendeine alte Katastrophe hab ich schon mal was im TV kurz gesehen bzw. im Alpinforum was drüber gelesen - ob das jetzt Vajont war oder nicht weiß ich nicht mehr. Allerdings war das bisher für mich nicht greifbar, wo das war.

Erst durch den Hinweis auf Friaul/Venetien und Ponte nelle Alpi (das mir im Hinblick auf die "Allemagna" ein Begriff war) bin ich auf die Idee gekommen, mal nachzuschauen, wo das überhaupt liegt - und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass ich ja da letztes Jahr 1 oder 2x vorbei gefahren bin - die Strecke von Longarone über Vajont führt ja zu Cimolais / Claut, und ich hatte mich damals schon etwas gewundert, warum einerseits die Straße nur Einspurig mit Ampelregelung freigegeben ist, und andererseits, warum da so viel Leute unterwegs waren. Schlussendlich nahm ich aber an, dass das "nur" ein funktionierender / in Betrieb befindlicher Stausee wäre....

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http://ski.inmontanis.info - http://blog.inmontanis.info
NEU: Überblick Berichte Ski-Saison 1.10.2016-30.9.2017 (116 Tage, 71 Gebiete)


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BeitragVerfasst: Do, 02.07.2009, 20:00 
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starli hat geschrieben:
ich bin mir nicht sicher, über irgendeine alte Katastrophe hab ich schon mal was im TV kurz gesehen bzw. im Alpinforum was drüber gelesen - ob das jetzt Vajont war oder nicht weiß ich nicht mehr.
Dachstein hat das Thema im AF - AKW - Topic kurz argumentativ gestreift.

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