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BeitragVerfasst: So, 23.03.2014, 18:18 
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Aufgeben gilt nicht – Bayerischer Alpennordrand Winter 13/14

Was hatten die Wetterpropheten nicht alles versprochen: Ein strenger, kalter, schneereicher Winter stehe uns bevor, orakelten noch im Oktober verschiedene Wahrsager. Ich war da von Anfang an skeptisch. Nach meinen – rein statistischen – Betrachtungen war in Bayern mal wieder ein schwacher Winter an der Reihe. Als dann im November doch der Winter kam, hoffte ich natürlich auch auf das Gegenteil, doch letztlich passte auch dieses kurze Winterintermezzo leider ganz gut in meine persönliche Winterstatistik (auch wenn ich kein Wetterprophet bin ;-) )

Nicht nur meine Arbeitskollegen freuen sich seit Wochen diebisch über Sonne und ausbleibenden Schnee in der Stadt. Gleichzeitig kenne ich viele Winter(sport)begeisterte, die über den „Nicht-Winter“ klagen und es nur auf ganz wenige Tage im Schnee gebracht haben, „weil ja einfach nichts geht“. Beide Gruppen sind jedes Mal überrascht, wenn ich erzähle, dass ich am Wochenende mal wieder in den Bergen war und dort durchaus richtig Spaß im Schnee hatte.
Natürlich wäre auch mir ein richtiger Nordalpenwinter deutlich lieber. Aber aufgeben gilt nicht! Also berichte ich – eher untypisch – mal nicht über einen Bilderbuchwinter sondern über einen „Nicht-Winter“ hier in Bayern und Tirol.

Wer sich jetzt zu Recht fragt: „Wieso fährt der Spinner nicht einfach auf die Alpensüdseite oder in die Zentralalpen“? sei beruhigt. Ich war schon drei Mal dort. Und es war genial. Aber darüber berichten kann ja jeder ;-) Für Tagesausflüge oder ein kurzes Wochenende aber muss ich mich entgegen früherer Zeiten nicht mehr 2-3 Stunden ins Auto setzen. Da heißt es dann vor der Haustüre zu suchen, was so gehen könnte.

Wer jetzt an dieser Stelle spektakuläre Freeride-Abenteuer im bayerischen Outback erwartet, muss leider an anderer Stelle weiterlesen. Hier geht es um diverse – eher unspektakuläre – Winteraktivitäten, vor allem aber Skitouren und diese auch mal mit Liftunterstützung. Wieso dann in der Rubrik Freeride? Die Antwort ist einfach: Mit Skigebieten haben meine Touren meist noch weniger zu tun. Und das Runterfahren steht für mich noch immer im Mittelpunkt. Vielleicht lässt sich Freeriden aber auch viel weiter interpretieren? Raus aus den überschlossenen Skigebieten, rein in die echte Welt und manchmal auch ins (kleine) Abenteuer, egal mit welchem Sportgerät.

Diesem Rückblick liegt nicht etwa Selbstdarstellungssucht zu Grunde (daher auch wenige Selbstportraits ;-) ) , sondern die Intention zu zeigen, dass eben doch (fast) immer irgendetwas geht und es sich lohnt, einfach das Beste draus zu machen, den inneren Schweinhund und (in meinem Fall) manchmal auch die eigene Antriebslosigkeit zu überwinden und einfach raus zu gehen. Fast immer hätte es sogar diverse lohnende Tourenalternativen gegeben. Als Ort für meinen kleinen Rückblick habe ich dieses Forum gewählt, weil es noch immer eine meiner Lieblingsadressen im Netz ist, ich hier immer wieder Motivation und Inspiration finde und daher auch gerne etwas beitrage (wenn auch nicht zu den eigentlichen Kernthemen).

Jetzt soll es aber endlich los gehen. Natürlich folgt hier keine chronologische detaillierte Auflistung aller Tage und statt langer Romane und Bilderberge beschränke ich mich auf einige wenige ausgewählte Bilder und Zeilen zu einzelnen Tagen draußen in Bayern und Tirol.

November 2013

Herzogstand (Zipflbob)

Normalerweise ist der November für mich der am meisten unterschätzte Monat. Ob geniale Bike- und Wildwassertouren oder die ersten Tage im Schnee, der November hat seinen schlechten Ruf meiner Meinung nach meist zu Unrecht. Dieses Jahr aber zeigt sich der Monat wieder einmal von seiner ungemütlichen Seite irgendwo zwischen Herbst und Winter und es regiert der graue Alltag.

Ich muss dringend raus aus der Stadt und dem trüben Grau, also ab zum Walchensee und rauf auf den Herzogstand. Da oben auf der Webcam schon etwas Schnee zu sehen ist, schnappe ich mir noch den Zipflbob und stapfe über die zunächst vollkommen apere Piste durch den Nebel aufwärts. Bald durchbreche ich die Nebelgrenze und schnell nimmt auch die Schneehöhe zu. Viele Wanderer beneiden mich jetzt um meinen Zipflbob („Magst uns den nicht leihen“? ;-) ), nur am Gipfel meint eine Gruppe angesichts der bescheidenen Schneelage voller Mitleid: „Das hattest Du dir vom Schnee her aber anders vorgestellt, oder?“ Ich muss sie enttäuschen. Ich bin vollkommen zufrieden, denn hoch über dem Nebelmeer zu stehen, ist für mich schon für sich immer wieder ein großartiger Moment. Also spure ich auch gleich noch zum Martinskopf und Fahrenbergkopf hinüber, genieße die Atmosphäre und überhole dann bergab mit dem Bob wieder alle Wanderer. Das letzte Viertel muss ich zwar in der düsteren Nebelsuppe wieder tragen, doch das lässt sich verschmerzen. Restlos zufrieden mache ich mich wieder auf den Weg zurück in die graue Stadt.

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Fahrenbergkopf (Skitour)

Eine Woche später ist in den Bergen doch etwas mehr Schnee gefallen. Also gleich wieder ab zum Walchensee und dieses Mal mit Ski auf den Berg. Am Kesselbergsattel ist schon wieder Hochbetrieb, also beschließe ich am Walchensee zu parken und die Steilhänge der Herzogstandabfahrt zu testen. Die Schneelage ist hier zwar noch etwas knapp, reicht aber mit etwas Vorsicht auch zum Abfahren aus und außerdem sind hier nur wenige Insider unterwegs. Die wirklich steilen Hänge bilden einen sportlichen Einstieg, bevor ich mich in die Reihe der Tourengeher vom Kesselberg einreihe. An der Gipfelkapelle angekommen, wollen die durchziehenden Wolken den Gipfel einfach nicht freigeben. Doch meine Geduld wird belohnt. Erst mit einer wunderschönen Hochwinterstimmung hoch über dem Walchensee, dann mit einer genialen Abfahrt am Gipfelhang und selbst unten noch ordentlichen Bedingungen. Der November ist eben doch viel besser, als sein Ruf ;-)

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^ Dafür mag ich den Fahrenbergkopf: Ausblicke auf Kochelsee (erstes Bild) und Walchensee (zweites Bild)

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^ Geniale Abfahrt am Gipfelhang und auf der Schlepplifttrasse

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^ Kochelsee- und Walchenseeblick bei der Abfahrt

Dezember 2013

Riffelriß (Skitour)

Anfang Dezember hat ein starker Sturm den schönen Schnee verweht. Nach einer überraschend schönen Rodeltour im Leizachtal, steht für den nächsten Tag eine gemütliche Familien-Einlaufskitour am Programm. Möglichst nordseitig und ohne allzu steinigen Untergrund. Die Entscheidung fällt auf die noch geschlossene Riffelrißabfahrt an der Zugspitze. Der Aufstieg vom Eibsee ist zwar zu dieser Jahreszeit eine schattige Angelegenheit, doch dafür bietet die Abfahrt guten Pulverschnee auf fester Unterlage und oben geht sich sogar noch eine kleine Extratour aus. Und die Kulisse der Zugspitze samt hohen Wolken ist auch sehenswert.

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^ Eibseeseilbahn und Zugspitzkulisse

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^ Eibseeblick

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Isar (Kajak)

Mitte Dezember tauschen wir beim traditionellen Winterpaddeln Ski gegen Boot und schippern gemütlich die Isar hinunter. Zugegeben eine sehr weite Definition von Freeride, doch garantiert einsamer als manch skigebietsnahe Variante ;-) Etwas Neuschnee über Nacht sorgt außerdem für ein richtig schönes winterliches Ambiente.

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Scharnitz (Langlauf)

Pünktlich zu Weihnachten erwischt mich eine starke Erkältung. Statt mit Freunden beim traditionellen Weihnachtsrodeln den Sonnenaufgang in den Bergen zu genießen, hocke ich nicht gerade bester Laune zu Hause. Nachdem das Weihnachtsprogramm glücklich absolviert ist, reicht es immerhin wieder für eine Langlaufrunde bei Scharnitz. Hier liegt gerade so eben noch ausreichend Schnee, doch die wenigen Zentimeter Neuschnee der Nacht verwandeln die Landschaft trotzdem in ein echtes Wintermärchen. Die Bewegung an der frischen Luft ist jetzt sowieso genau das Richtige.

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Ammersee (Kajak)

Schon wieder Paddeln ;-) Doch der Schnee vom Vortag ist schon wieder getaut, in den Skigebieten herrscht Großandrang und lange autofahren wollen wir auch nicht. Da passt es gut, dass es angenehm mild ist und die Alpenkulisse zum Greifen nahe scheint.

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Januar 2014

Nach dem Jahreswechsel geht es zum alljährlichen Familien-Winterurlaub in die Berge. Dieses Mal zum ersten Mal seit einigen Jahren nicht in die Schweiz, sondern angesichts der Schneelage nach Osttirol. Doch das wäre ein anderes Thema. Um drei Bilder von dieser Reise in den richtigen Winter komme ich aber trotzdem nicht herum ;-), mehr Bilder finden Interessierte hier http://www.sports-nature.de/osttirol/index.html. Jedenfalls genießen wir zur Abwechslung den vielen Schnee.

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Zurück zu Hause schaut es nun wirklich mau aus. Bei mäßigem Wetter kann ich mich nicht zur Fahrt in die Berge motivieren und drehe lieber eine Runde mit dem Rad. Nicht die schlechteste Entscheidung, selbst die übliche winterliche Schlammschlacht fällt vergleichsweise harmlos aus.

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^ Auch nicht so schlecht: Mit dem Rad durchs Münchner Umland


Brauneck (Skitour Plus)

Am nächsten Tag zieht es mich trotzdem wieder in die Berge. Guter Schnee ist nicht zu erwarten und ausreichend Schnee auch kaum. Also lasse ich mich mit der Brauneckbahn auf den Berg transportieren und drehe eine Runde im geschlossenen Skigebiet am Berg. Bei der ersten Abfahrt zur Finstermünzalm komme ich zwar um eine Tragestrecke nicht herum, doch dann reicht der Schnee dank beschneiter Talabfahrt bis zum Parkplatz. Die Aussicht ist großartig und auch die angenehm frühlingshaften Temperaturen lassen sich aushalten ;-) Im Gegenzug gibt’s den heftigsten Bruchharsch seit langem. Die (geöffnete) Talabfahrt hat zwar auf ganzer Länge einen ziemlichen Braunstich, macht mir aber als Freund frühlingshafter Bedingungen richtig Spaß, zumal nur wenige Steine und nahezu keine anderen Skifahrer das Vergnügen trüben.

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^ Strahlende Sonne nach dichter Nebelsuppe bei der Auffahrt

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^ Die Optik täuscht: Links übelster Bruchharsch am Idealhang, während die Talabfahrt gar nicht so schlecht war, wie sie am rechten Bild aussieht ;-)


Scharnitz – Leutasch (Rodeln)

Rodeln in diesem Winter? Im weiteren Umfeld von München nicht möglich, da sind sich eigentlich alle einig. Für die Rodeltour meines Kajakvereins finden wir aber trotzdem die richtigen Ziele mit – ohne Übertreibung – wirklich sehr guten Bedingungen. Am hohen Sattel bei Leutasch liegt sogar richtig viel Schnee auch im Wald neben der Rodelbahn. Angenehm warm ist es dank Föhn ohnehin, doch die Rodelbahnen bleiben auch dank geringer Frequentierung gut in Form.

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Setzberg (Skitour)

Endlich ist der Winter da. Also wenigstens ca. 10 Zentimeter Neuschnee in den höheren Tälern ;-) Das reicht für den Aufstieg zum Setzberg mit einer netten Gruppe. Mit etwas Gespür findet sich auch eine gute und steinfreie Abfahrt mit schönem Pulverschnee und sogar der Forstweg unten macht überraschenderweise noch richtig viel Spaß. Schön auch, dass es mal etwas winterlicher wirkt, auch wenn sich die Sonne leider hinter den Wolken versteckt.

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Februar 2014


Bayrischzell (Langlaufen)

Zur Abwechslung mal etwas mehr Schnee. Dafür schon wieder bis zu 10 Grad. Auf eine Skitour bin ich angesichts des befürchteten Pappschnees (zu Unrecht) nicht motiviert, doch dafür können endlich mal die neuen Skatingski, die ich mir zu Weihnachten geleistet habe, zum Einsatz kommen. Noch liegt genügend Schnee rund um Bayrischzell und die Loipen sind in ordentlichem Zustand. Nach kurzer Eingewöhnungsphase macht das Skaten einen Heidenspaß und so geht es gleich noch einen zweiten Tag in die Loipe. Die alten Langlaufski haben ernsthafte Konkurrenz bekommen. Irgendwie gibt es einfach (fast) kein Wintersportgerät, das mir nicht taugt, einzig die freien Tage dafür fehlen manchmal ;-)

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Karwendel (Skitour)

Was gibt es Schöneres, als einfach mal aus der Zivilisation auszubrechen und ein Wochenende draußen zu verbringen ;-) Zum Glück haben wir Münchner das Karwendel fast vor der Haustüre. Ein langer Talhatscher, eine gemütliche Winterraumübernachtung, dichtes Schneetreiben und der Rückweg durch eine verschneite Winterlandschaft ins Tal sind die Zutaten für ein großartiges Wochenende. Angesichts der angespannten Lawinenlage am zweiten Morgen zwar nur mit bescheidenen Abfahrtsfreunden, aber dafür umso intensiveren Erlebnissen.

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^ Eindrücke vom Aufstieg

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^ Nacht im Karwendel

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^Oben schöner Pulverschnee (und Lawinengefahr), unten langsame Rückkehr durch eine stille Winterlandschaft in die Zivilisation


Taubensteinhaus (Skitour)

Lange Zeit habe ich die Abendtourengeher eher belächelt. Nach der Arbeit noch auf den Berg hochlaufen, ich weiß ja nicht... Wenn ich in den Bergen wohnen würde, sehr gerne, aber dafür noch extra reinfahren? Nach begeisterten Berichten raffe auch ich mich an einem freien Abend irgendwann mal auf. Überhaupt ist die Schneelage im Taubensteingebiet erstaunlich gut. Während am Wendelstein und am Herzogstand an Skibetrieb nicht oder kaum zu denken war, liefen die Anlagen am Taubenstein relativ häufig und sogar die Talabfahrt war (ohne Beschneiung) meist gut befahrbar.

Am Parkplatz der Taubensteinbahn am Spitzingsee parken außer uns vielleicht 10 Autos, auf der Piste liegen 5 cm Neuschnee. Über den Bäumen geht gerade der Vollmond auf. Zwar kommen später noch die Tourengeher in Scharen, doch die Abfahrt auf der oben relativ wenig verspurten Piste im Mondschein bleibt ein Genuss. Und ja, auch der Aufstieg unterm Sternenhimmel macht Spaß. Das gute Essen auf der Hütte natürlich erst recht. Abendskitouren? Bei Gelegenheit gerne wieder!

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Fahrenbergkopf (Skitour)

Nach einer weiteren Visite im großartigen Osttirol hat sich die Schneelage in Bayern leider nicht verbessert. Doch über Nacht gab es oben wieder etwas Neuschnee. Nachdem gerade keiner Zeit hat, steuere ich wieder einmal den Fahrenbergkopf an. Ich mag diesen kleinen Berg zwischen Walchensee und Kochelsee einfach. Die Hoffnung auf Skibetrieb hier am Herzogstand zerschlägt sich zwar beim Blick auf die Homepage, aber dann laufe ich eben einfach selbst hoch. Unten kommen mir leichte Zweifel. Die unteren 200 Höhenmeter sind komplett schneefrei, doch dann liegt etwas Neuschnee auf kompakter Unterlage. Anders als sonst sind nur wenige Tourengeher unterwegs. Oben liegt wunderbarer kompakter Pulver, so dass ich den obersten Hang gleich noch ein zweites Mal in Angriff nehme. Gleichzeitig konnte ich gemütlich ausschlafen und bin schon am späten Nachmittag wieder zu Hause, so lässt es sich aushalten.

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^ Auf 1000 Metern Höhe können endlich die Ski zum Einsatz kommen.

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^ Immer wieder Kochel- und Walchenseeblicke ;-)

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^Wenig Konkurrenz bei super Bedingungen

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^Oben Winter, unten Frühling


Wallberg – Leizachtal (Skitour Plus)

Schon seit Jahren reizt mich die Idee einer liftunterstützten Tour vom Tegernsee bis ins Inntal. Angesichts der Alternative richtiger Skitouren und mangels motivierter Mitstreiter klappte es bisher aber nie damit. Dieser Winter ist eigentlich nicht der richtige Zeitpunkt dafür, doch jetzt muss es sein. Ich weiß zwar, dass wir unten länger laufen müssen und die Teilstrecke durch das Wendelsteingebiet mangels Schnee nicht möglich ist, doch das hält uns nicht ab. Als Ausgleich für die letzte Teilstrecke halten wir uns länger zwischen Wallberg und Setzberg auf und werden mit einer wirklich genialen Abfahrt am Setzberg belohnt, von der es leider keine tollen Bilder gibt.

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^Erste Abfahrt mit Tegernseeblick

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^Abfahrten am Wallberg und Setzberg

Der Kontrast zwischen kaum verspurten Tiefschneeabfahrten und dem Spitzingseeskigebiet ist heftig. Die offiziell geschlossene Grünseeabfahrt (in Variation) macht aber trotzdem Spaß. Auf den kurzen Pistenabfahrten fühle ich mich dagegen mittlerweile fast deplatziert zwischen kreuz und quer herum schießenden Skitouristen, die ihre Geräte oft eher mäßig beherrschen. Vor einigen Jahren noch hätte ich das für unmöglich gehalten, aber im klassischen Skibetrieb fühle ich mich nach einigen Jahren vorwiegend auf Tour mittlerweile fast fremd, obwohl ich immer noch sehr gerne auch mal auf Pisten fahre und es noch einige Skigebiete gibt (gerade auch hier im Forum vertreten), in denen ich mich durchaus wohlfühle bzw. wohlfühlen würde.

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^Start zur Grünseeabfahrt am Roßkopf und ein normaler Sonntag am Stümpfling ;-)

Die letzte Abfahrt ins Leizachtal unterhält uns nach gutem Auftakt zur Abwechslung noch einmal mit üblem Bruchharsch. Der lange Fußmarsch zum Bahnhof wird zum Wettlauf gegen die Zeit, doch zwei Minuten vor Abfahrt des Zuges nach München trudeln wir mit rauchenden Fußsohlen doch noch ein und können anschließend auf der Rückfahrt auf einen genialen Tag zurück schauen.

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^ Schöne Kulisse auch ohne Schnee

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März 2014

Brauneck (Restschnee-Skitour)

Der ursprünglich angekündigte Neuschnee ist ausgeblieben, gutes Wetter oder auch nur ausreichend Sicht sind leider auch Fehlanzeige. Aber zu Hause rumhocken? Nichts da! Am hinteren Brauneck in Wegscheid sind die Lifte mangels Schnee bereits geschlossen, aber für eine Restschnee-Pistenskitour sollte es noch reichen. Der Anblick der dahin schmelzenden Schneereste unter grauen Wolken ist zwar trostlos, doch etwas Bewegung tut trotzdem gut. Nach einer kurzen Tragestrecke tauche ich bald in die Nebelsuppe ein. Bis zur Bergstation des Florilifts (2) spure ich im Waschküchenwetter samt leichtem Nieseln den Berg hinauf, dann habe ich angesichts einer weiteren Tragestrecke und null Sicht keine Lust mehr.

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Die Abfahrt ist zunächst selbst im mir gut bekannten und eigentlich bewaldeten Gelände ein echter Blindflug, später ziemlich gut und unten am Draxlhang dann eine richtig gute und flotte Restschneeabfahrt. Ich bin so begeistert, dass ich gleich noch einmal anfelle und auch das Schneeband am Jaudenhang hinauf laufe. Wer mich beobachtet, wird mich verständlicherweise für total bescheuert halten. Keine 100 Höhenmeter auf Schneeresten im Nieselregen einen Übungshang hochzulaufen, normal kann das nicht sein. Aber es macht Spaß, mir jedenfalls. 50 Zentimeter perfekter Powder wären zwar doch schöner, aber man muss halt nehmen, was man kriegt. Mit etwas Schlamm an der Ausrüstung, aber durchaus zufrieden marschiere ich zum Parkplatz zurück. Es war zwar nur eine Tour der Kategorie „Hauptsache raus“, aber auch das muss ja nicht schlecht sein.

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Riffelriß (Skitour)

Die Bedingungen erinnern stark an den Ausflug ans Brauneck vor ein paar Tagen. Wirklich motiviert bin ich angesichts von Nieselregen bis hinauf auf etwa 900 Meter und Nebel beziehungsweise mieser Sicht weiter oben nicht. Doch es kommt anders als ich denke. Eigentlich steuere ich ja ungern die gleichen Ziele ein zweites Mal im Winter an, doch diesen Winter ist eben alles anders. Die Entscheidung, wie schon im Dezember die (geschlossene) Riffelrißabfahrt am Eibsee unterhalb der Zugspitze anzusteuern, ist goldrichtig. Letzte Zweifel im trostlosen Regen im Garmischer Talkessel sind spätestens am Eibsee weggeblasen. Hier schneit es kräftig in dicken Flocken, die Sicht im Wald ist gut und die Abfahrt fast unverspurt. Einige hundert Höhenmeter weiter oben wird aus dem Pappschnee feinster Powder und angesichts der günstigen Lawinenlage ist sogar noch ein Zusatzhang drin. Der obere Teil der Abfahrt ist ein fast schon kanadisches Tiefschneevergnügen (kein Witz, nur manchmal etwas flach), doch auch unten geht es auf der fast unverspurten Piste richtig gut. Gelohnt hätte es sich aber allein schon für den herrlich dichten Schneefall und das winterliche Ambiente.

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Karwendel (Skitour Plus)

Als Karwendel-Fan hatte ich mich ja bereits geoutet. Angesichts der warmen Temperaturen suchen wir den Pulverschnee im Schatten der schroffen Felswände und werden fündig. Viele Touren im Karwendel sind mit langen flachen Talhatschern verbunden, doch es gibt auch Skitour-Plus-Möglichkeiten. Also etwas länger schlafen, bequem mit der Bahn auf den Berg und dann hoch ins Kar. Bis auf die letzten 100 Höhenmeter mit Lawinenbollern und Bruchharsch sind die Bedingungen derart genial, dass wir gleich noch ein zweites Mal anfellen. Gesetzter Pulver, Platz für eigene Spuren und dazu die großartige Kulisse. So soll es sein! Die Sonne allerdings bekommen wir erst ganz unten wieder zu Gesicht. Dafür sind auch nur 15 Minuten Fußmarsch erforderlich und bis auf ein paar versteckte Steine sind die Bedingungen wirklich toll. Mittlerweile glaube ich fast, dass in „schlechten“ Wintern dank weniger Konkurrenz (alle daheim oder am See ;-) ), mehr Platz für eigene Spuren bei erstaulich guten Bedingungen bleibt.

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^ Raus ins Paradies

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^ Nach der genialen Abfahrt gleich noch einmal hoch

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^Eben noch staubender Pulverschnee im schattigen Kar, dann letzte Sonnenstrahlen am Isarstrand


Kühtai (Skitour Plus)

Am nächsten Tag treffen wir uns mit Freunden im Kühtai zum ganz normalen Skifahren. Auch wenn das Kühtai natürlich nicht zum bayerischen Alpennordrand gehört, soll dieser Tag hier kurz erwähnt werden. Zum ersten Mal in diesem Winter investiere ich in einen Tagesskipass. 34 Euro sind aber noch akzeptabel für mich und am Nachmittag macht auch das Skifahren im Liftgebiet (auf und neben der Piste) richtig Spaß. In der Früh allerdings bin ich angesichts der (ganz normalen) Menschenmengen mal wieder etwas ernüchtert vom Pistenskifahren. Doch zum Glück haben wir ja zwischendurch eine kleine Flucht auf den Pirchkogel geplant. Diese kurze Skitour ist zwar meist stark frequentiert, aber landschaftlich sehr schön und die Aussicht vom Gipfel ist genial. An diesem Tag ist der Andrang gar nicht so groß und bei der Abfahrt findet sich sogar noch ein kaum verspurter Hang mit gut gesetztem Pulver. Da kann ich ausnahmsweise sogar die abgehobenen Getränkepreise beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen ausblenden.

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^Noch sieht es verlockend aus, doch die Massen warten schon.

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^Wieder über den Dingen

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^Schöne Aussicht vom Pirchkogel (links), doch auch rund um die Passhöhe (rechts) lässt es sich aushalten, auch wenn ich hier wohl keinen Urlaub verbringen würde.

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^Abfahrtsspaß im Skigebiet (links) und auf der Tour (rechts)

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^ Am Nachmittag wird es ruhig im Skigebiet. So macht auch mir Pistenfahren Spaß.


Sudelfeld (Pisten- und Restschneeskifahren)

Das Sudelfeld gilt wohl nicht allein im großen Alpinforum als Synonym für skitouristischen Stillstand. Die Schlepplifte stören mich persönlich zwar gar nicht, das Gelände ist mir aber normalerweise doch etwas arg anspruchslos und die Abfahrten sind zum Teil recht ähnlich. Statt nach Garmisch geht es heute trotzdem zum Frühlingsskifahren ans Sudelfeld. Von allen Alpenplus-Skigebieten sind noch mit die meisten Lifte geöffnet, den Tagesskipass gibt es im Rahmen einer Aktion für nur 20 Euro und in meinem klassischen Frühlingsskigebiet Garmisch sind bei mehreren Talabfahrten wohl schon längere Fußwege erforderlich.

Gemütlich geht es mit dem Zug nach Bayrischzell, als einziger Fahrgast mit dem Skibus zum Schwebelift und durchs Grüne hinauf in den Schnee. Die Bedingungen sind überraschend gut, auch wenn die Schneedecke allgemein sehr dünn ist. Zum Teil erinnert das Ambiente schon an Sommerskifahren und die Atmosphäre ist wunderbar entspannt. Auf den Hütten gibt es ausreichend Platz und die Preise sind halb so hoch wie im Kühtai (bei besserer Qualität, in meinem Fall zumindest). Als bekennender Freund von Restschneeabfahrten komme ich voll auf meine Kosten, doch es gibt auch „normalen“ Firn vom Feinsten. Die Faszination „Restschnee“ ist wohl für die meisten normalen Skifahrer und erst recht für Nicht-Skifahrer kaum nachvollziehbar. Wieso auf (teilweise) braunen Schneeresten rumrutschen? Für mich ist die Antwort einfach: Weils Spaß macht und keinem schadet. Der griffige Restschnee fährt sich einfach gut und im Unterschied zum normalen Pistenskifahren kommt ein bißchen mehr an sportlicher Herausforderung dazu. Bei aller Begeisterung für perfekten Pulverschnee: Feiner Firn und Restschneeabfahrten gehören für mich zum Übergang vom Winter zum Frühling einfach dazu.

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^Ein Hauch von Sommerski

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^In Bayern konnte man diesen Winter ja nicht genussvoll Skifahren? Ist klar…

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^Feiner Firn am Waldkopf auf und neben der Piste

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^Perfekte Restschneeabfahrt an der Schöngratbahn und sommerliches Ambiente am Waldkopf…

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^… doch die Piste sah auch am Nachmittag noch so aus!


Bayerische Voralpen (Biwak-Skitour)


Um den Winter gebührend zu verabschieden, biwakieren wir auf einem kleinen unspektakulären Gipfel in den bayerischen Voralpen. Obwohl es sehr dunstig ist, lohnt sich der abendliche Aufstieg nach der Arbeit. Nach einer im zweiten Teil stürmischen Vollmondnacht geht es am nächsten Morgen über ruppigen Harsch, der erst unten etwas weicher wird, zurück ins Tal. Ein Genuss ist diese Abfahrt weniger, aber darum geht es in diesem Fall auch nicht. Meine Begleiter bedauern wohl trotzdem die Entscheidung, die Ski nicht mitgenommen zu haben und wieder zu Fuß absteigen zu müssen. Nach den großartigen Stimmungen am Gipfel ist der trübe Märzmorgen der richtige Zeitpunkt sich vom Winter in den bayerischen Voralpen endgültig zu verabschieden. Doch es gibt ja auch noch andere Ziele in den Alpen! Und kaum schließe ich diesen Bericht ab, schneit es auch in den bayerischen Alpen wieder. Allein zeitlich und terminlich geht sich für mich eine Verlängerung der Saison vor der Haustüre leider nicht aus, sonst wäre ich wohl heute oder in den nächsten Tagen schon längst wieder unterwegs ;-)

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Bis zum nächsten Winter. Ich freu mich schon wieder drauf ;-)


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BeitragVerfasst: So, 23.03.2014, 23:58 
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Schönschön, aber der Winter ist doch noch lange nicht vorbei, insb. nicht für Restschnee-Liebhaber :)

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BeitragVerfasst: Mo, 24.03.2014, 16:48 
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RetroRebel

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Sehr liebevoller Bericht, und wie man sieht, man kann auch bei "schlechten Verhältnissen" Spaß und Genuss haben.

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Schweben im Powder - Die, die es erlebt haben, verstehen, den anderen kann man es nicht erklären!


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BeitragVerfasst: Mo, 24.03.2014, 20:41 
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super Bericht, vielen Dank dafür!


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BeitragVerfasst: Mo, 31.03.2014, 21:11 
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starli hat geschrieben:
Schönschön, aber der Winter ist doch noch lange nicht vorbei, insb. nicht für Restschnee-Liebhaber :)


Danke :D Stimmt natürlich, dass der Winter im März eigentlich erst noch einmal so richtig los geht. Meinen Resturlaub habe ich dann aber doch lieber bei tollen Verhältnissen auf der Alpensüdseite statt im Norden verbracht (der eine oder andere Bericht vielleicht mal irgendwann im Sommer oder Herbst). Gleichzeitig habe ich immer das Problem, dass ja auch die Kajaksaison startet und spätestens ab Mitte März die meisten Freunde lieber auf den Fluss als in den Schnee wollen. Ich entziehe mich da zwar häufiger dem "Gruppenzwang" ;-) aber eine schwierige Entscheidung bleibt es im Spätwinter/Frühling für mich immer, ob ich den Schnee noch am Berg oder lieber als Schmelzwasser nutzen möchte. Einzige Abhilfe wäre höchstens die Option, einfach mehr Urlaubstage in dieser Zeit zu investieren. Aber die brauche ich ja auch noch im späten Frühling, Sommer, Herbst und Hochwinter ;-)


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BeitragVerfasst: Mo, 31.03.2014, 21:28 
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Da gibt's doch einen einfachen Kompromiss, morgens Ski und nachmittags Kajak :-)

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BeitragVerfasst: Di, 01.04.2014, 13:45 
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Danke für diese etwas andere aber tolle Saisonzusammfassung. Auch schöne Bilder dabei.
Hat Spaß gemacht zu lesen!


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BeitragVerfasst: Di, 01.04.2014, 20:48 
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starli hat geschrieben:
Da gibt's doch einen einfachen Kompromiss, morgens Ski und nachmittags Kajak :-)


Stimmt, das habe ich auch schon öfter praktiziert ;-) Aber einerseits mag ich selbst im Frühling die Nachmittagsstunden im Schnee immer noch sehr gerne und andererseits ist es halt doch immer recht viel verschiedene Ausrüstung, die untergebracht werden will. Allein oder zu zweit ist das kein Stress, aber da ich das Auto - nicht zuletzt auch aus Kostengründen - meistens doch eher mit mehreren Mitfahrern teile, wird es dann doch etwas eng. Mit dem geeigneten Auto ließe sich dieses Problem zwar lösen, nur haben die Mitfahrer leider zum größten Teil immer noch nicht verstanden, warum Frühlingsskifahren so toll sein kann ;-) Wobei ich insgesamt in den letzten Jahren die beiden Sportarten trotzdem ganz gut miteinander vereinbaren konnte, da gibts keinen Grund zu jammern.


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BeitragVerfasst: Di, 08.04.2014, 16:22 
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Wo ward ihr denn beim Biwak? Das kommt mir so bekannt vor....

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Backe backe Kuchen...


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BeitragVerfasst: Mi, 09.04.2014, 20:25 
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Am einzigen Gipfel auf der Taubensteinseite am Spitzingsee, an dem ein Schlepplift bis fast ganz hinauf führt ;-) Ich denke, damit weißt Du, wo wir waren ;-).

Ich mag diesen kleinen Berg einfach, auch wenn er noch im Skigebiet liegt und natürlich nicht spektakulär ist. Wenn der Lift läuft, habe ich hier eben mit Lift Spaß und sonst auf Tour oder mit kurzem Aufstieg zu Fuß. Ein paar meiner besten Tiefschneeabfahrten hatte ich definitiv hier. Aber um Tiefschnee ging es in diesem Fall angesichts der Witterung ja gar nicht (Skigebiet war beim Biwak natürlich auch schon geschlossen). Gewählt hatte ich dieses Ziel, weil ich meine Mitfahrer auf der Anfahrt bequem unterwegs einsammeln konnte, der Schnee dank Piste noch bis unten reichte, die Anderen auch ohne Ski aufsteigen konnten (weil sie es unbedingt so wollten...) und die Zeit nach der Arbeit noch für Anfahrt, Aufstieg und Aufbau im Hellen reichen sollte. Deswegen die Kompromisslösung eines weniger einsamen Ziels im Skigebiet (auch wenn eh nur unten auf der Piste ein paar andere Leute unterwegs waren).


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BeitragVerfasst: Do, 10.04.2014, 1:45 
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Das nenne ich Committment!
Auf Deine Alpensüdseite Abenteuer bin ich sehr gespannt (nun ja, da bin ich winters fast ständig unterwegs).
Eine Frage: Welche Kamera hast Du benutzt? Die Fotos haben sehr gute Qualität.

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"Wir dürfen den Sand nicht in den Kopf stecken!" (Lothar Matthäus)


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BeitragVerfasst: Do, 24.04.2014, 19:16 
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Registriert: So, 26.02.2006, 14:05
Beiträge: 172
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Besser spät als nie, war einige Zeit offline unterwegs ;-)

Verwendete Kamera ist eine Nikon D300s. In Sachen Robustheit und Handhabung bin ich mit der Kamera wie mit (fast) allen Nikon-Vorgängern sehr zufrieden, der Weißabgleich macht allerdings bei meinem Exemplar vor allem in der grünen Jahreszeit öfter Probleme. Aber zum Glück lassen sich diese Patzer ja in Lightroom unkompliziert beheben.

Für anspruchsvollere oder längere Touren oder auch einfach zum Fotografieren zwischendurch, überlege ich mir mittlerweile allerdings auch den Kauf einer etwas leichteren spiegellosen Systemkamera. Ich denke, dass ich damit auch die Qualität erzielen kann, die ich mir vorstelle. Ganz von Spiegelreflex-Kameras werde ich mich aber nicht verabschieden, weil ich (eher im Sommer) auch mal ausführlicher fotografiere (vor allem Kajak) und Bilder für Veröffentlichungen verwende.

Südalpenberichte kommen vielleicht mal im Sommer oder Herbst, wenn es zeitlich passt. Allzu abenteuerlich oder außergewöhnlich wird es aber nicht werden, das waren eher entspannte Aktionen (auch mit Liftunterstützung).


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BeitragVerfasst: So, 27.04.2014, 11:31 
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Registriert: Fr, 01.09.2006, 14:47
Beiträge: 1643
Wohnort: Canazei / Karlsruhe
sehr schön und mit Details beschrieben!
Ich bin im Schnitt jedes zweite Wochenende zwischen Bayrischzell, Fischbachau und Spitzing unterwegs. Das war im vergangenen Winter zwar anders als üblich, aber durchaus sehr schön und entspannt! Die relaxte Stimmung am Sudelfeld im März war wirklich besonders.

... und immerhin noch besser als 2007! ;-)

Du schreibst an zwei Stellen "die noch gesperrte bzw geschlossene Riffelriß-Abfahrt". Hält die BZB dort überhaupt noch? Ich dachte, die Abfahrt ist aufgehoben?

_________________
the sands of time
were eroded by the river
of constant change


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BeitragVerfasst: Mi, 30.04.2014, 21:18 
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Registriert: So, 26.02.2006, 14:05
Beiträge: 172
Wohnort: München
Gute Frage bezüglich der Riffelrißabfahrt. Ich habe hier schon recht unterschiedliche Informationen gelesen, aber leider die Quellen gerade nicht parat. Auf der Internetseite der Bayerischen Zugspitzbahn wird die Abfahrt noch aufgeführt (ich gehe einfach mal davon aus, dass mit der Riffelabfahrt die Riffelrißabfahrt gemeint ist). In den letzten Jahren war diese Abfahrt auch immer wieder als geöffnet angegeben, diesen Winter meines Wissens aber nicht (jedenfalls nicht, wenn ich geschaut habe ;-) ).

Ob der Ausstieg am Tunnelfenster eine Etage oberhalb noch möglich ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Es ist doch schon einige Jahre her, dass es auf einer älteren Version der Homepage mal einen Hinweis gab, dass diese Abfahrt offen sei. Ich glaube, dass hier von der Zahnradbahn nicht mehr regulär gehalten wird, sicher weiß ich es aber auch nicht.


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BeitragVerfasst: Mo, 04.08.2014, 12:59 
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Registriert: Do, 17.03.2011, 20:54
Beiträge: 110
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Interessanter Bericht aus der Heimat. Schön zu sehen, wie abwechslungsreich ein Winter sein kann. Danke für die Eindrücke!


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